Wassersprudler kaufen: Aarke, KitchenAid und Soda Trend sprudeln am Besten

Viele Menschen denken gerade in der warmen Jahreszeit daran, einen Wassersprudler zu kaufen. Sie wollen spritziges, sprudelndes Wasser genießen, ohne Kisten schleppen zu mĂŒssen und möchten vielleicht dabei auch Geld sparen. Halten alle Wassersprudler, was sie versprechen? Die Stiftung Warentest hatte aktuell Wassersprudler im Test (Ausgabe 7/2019). Getestet wurden sieben verschiedene Modelle. Vier haben mit der Note „Gut“ abgeschnitten, zwei mit der Note „Befriedigend“ und ein Wassersprudler mit der Note „Ausreichend“. Wir stellen Ihnen im Folgenden insbesondere die vier besten Wassersprudler aus dem Test vor. Zudem sagen wir Ihnen, worauf Sie bei der Hygiene achten mĂŒssen. So können sie leichter Ihre Wahl treffen und auch herausfinden, ob ein Wassersprudler grundsĂ€tzlich fĂŒr Sie eine Alternative zum gekauften Mineralwasser darstellt.

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Nur 3 Wassersprudler im Vergleich erreichen das maximale Prickeln

Foto: vladimirfloyd | Fotolia

Wassersprudler arbeiten alle nach dem gleichen Prinzip: Sie pressen aus einer auswechselbaren CO2-Kartusche KohlensĂ€ure in Leitungswasser, das vorher in eine passende Flasche eingefĂŒllt wurde. Die Flasche wird in einer passende Vorrichtung des Sprudlers eingehĂ€ngt und mit CO2 angereichert. Bei Komfort und Handhabung unterscheiden sich die einzelnen Modelle. Außerdem gibt es Wassersprudler mit Glasflasche und solche mit Plastikflaschen.

Die getesteten Modelle unterscheiden sich erheblich in der Sprudelwirkung. Im Handel haben sogenannte Classic MineralwĂ€sser mit viel KohlensĂ€ure zwischen 4,2-6,2 g CO2 je Liter. Im Test wurden nur die Wassersprudler von Aarke, KitchenAid und Soda Trend fĂŒr ihre spritzige Sprudelwirkung von den Testern gelobt, weil sie die CO2 Werte der genannten Classic MineralwĂ€sser erreichen konnten, ohne dass vorher das Überdruckventil angesprungen ist. Alle anderen GerĂ€te erreichen eine weniger intensiv Anreicherung mit KohlensĂ€ure. Durchschnittlich wurden hier nur Werte zwischen 3,2 und 3,7 g/Liter erreicht. Das Modell von MySodapop, das im Test am schlechtesten abgeschnitten hat, erreichte nicht einmal diese CO2 Werte. Übrigens nimmt gekĂŒhltes Leitungswasser besonders gut CO2 auf.

Am besten schneiden die Wassersprudler von Aarke und Soda Trend ab

Der erstplatzierte Wassersprudler Aarke Carbonator II (Note „Gut“, etwa 229 Euro inkl. Gaszylinder, hier erhĂ€ltlich) glĂ€nzt mit guter Sprudelwirkung und guter Handhabung. Zudem ist er sicher und weder umwelt- noch gesundheitsschĂ€dlich. Die Flasche besteht aus Kunststoff. Das schlĂ€gt sich auch in dem Preis fĂŒr eine Ersatzflasche nieder, sie kostet 18 EUR und ist die teuerste Ersatzflasche im Test. Mit diesem GerĂ€t können mit einem Zylinder 45 Liter Wasser gesprudelt werden.

Die Ergebnisse des Aarke Carbonator II im Überblick:
+ Aufsprudeln
+ Handhabung
+ Sicherheit
+ Gesundheit und Umwelt

Merkmale:
✓ Flaschenmaterial: Kunststoff
✓ Maße (HxBxT): 41 x 15 x 26 cm
✓ FĂŒllvolumen: 800 ml
✓ Leergewicht der Flasche: 229 g
✓ Menge an maximal gesprudeltem Wasser mit einem Zylinder: 45 l
✓ SpĂŒlmaschinengeeignet: nein


Der gĂŒnstige Soda Trend wird Preis-Leistungs-Sieger

Der gĂŒnstige Wassersprudler Soda Trend Style (Note „Gut“, etwa 80 Euro inkl. Gaszylinder, hier erhĂ€ltlich) erreicht fast ĂŒberall „gute“ Teilnoten. Nur im Falltest kassiert das GerĂ€t die Teilnote „Ausreichend“: Die Bodenkappe zerbrach. Dieser Wassersprudler kostet in der Anschaffung deutlich weniger als der Testsieger von Aarke, eine Ersatz-Kunststoffflasche kostet 10 Euro. Stiftung Warentest kĂŒrte ihn daher zum Preis-Leistungs-Sieger. Eine ZylinderfĂŒllung reicht fĂŒr das Sprudeln von 46 Liter Wasser.

Die Ergebnisse des Soda Trend Style im Überblick:
+ Aufsprudeln
+ Handhabung
+ Sicherheit
+ Gesundheit und Umwelt

Merkmale:
✓ Flaschenmaterial: Kunststoff
✓ Maße (HxBxT): 47 x 12 x 28 cm
✓ FĂŒllvolumen: 900 ml
✓ Leergewicht der Flasche: 144 g
✓ Menge an maximal gesprudeltem Wasser mit einem Zylinder: 46 l
✓ SpĂŒlmaschinengeeignet: nein


Der schicke Wassersprudler KitchenAid Artisan ist auch „gut“

Den 3. Platz nimmt der schicke Wassersprudler KitchenAid Artisan (Note „Gut“, etwa 299 Euro inkl. Gaszylinder, hier erhĂ€ltlich) ein. Das teuerste Modell im Test punktet in den Testfeldern Aufsprudeln, Handhabung und Sicherheit. Im Bereich Gesundheit und Umwelt reicht es nur fĂŒr die Teilnote „Befriedigend“. Eine ZylinderfĂŒllung kann 50 Liter Leitungswasser aufsprudeln. Die Kunststoffersatzflasche kostet 13 Euro. Mit knapp 6 kg ist dieser Sprudler der schwerste im Test. DafĂŒr steht er sehr stabil.

Die Ergebnisse des KitchenAid Artisan im Überblick:
+ Aufsprudeln
+ Handhabung
+ Sicherheit
Gesundheit und Umwelt

Merkmale:
✓ Flaschenmaterial: Kunststoff
✓ Maße (HxBxT): 45 x 20 x 28 cm
✓ FĂŒllvolumen: 840 ml
✓ Leergewicht der Flasche: 128 g
✓ Menge an maximal gesprudeltem Wasser mit einem Zylinder: 50 l
✓ SpĂŒlmaschinengeeignet: nein


Der gĂŒnstige Sodastream Easy ist sehr sicher

Den 4. Platz erreicht das gĂŒnstigste Modell im Test, der Sodastream Easy (Note „Gut“, etwa 65 Euro inkl. Gaszylinder, hier erhĂ€ltlich). Die Tester sind von der Sprudelwirkung nicht ĂŒberzeugt und vergeben in diesem Testfeld nur ein „Befriedigend“. Die Handhabung ist „gut“, die Sicherheit sogar „sehr gut“. Der gĂŒnstigste Wassersprudler im Test schafft allerdings höchstens medium gesprudeltes Wasser.

Die Ergebnisse des KitchenAid Artisan im Überblick:
Aufsprudeln
+ Handhabung
+ Sicherheit
Gesundheit und Umwelt

Merkmale:
✓ Flaschenmaterial: Kunststoff
✓ Maße (HxBxT): 43 x 13 x 19 cm
✓ FĂŒllvolumen: 840 ml
✓ Leergewicht der Flasche: 128 g
✓ Menge an maximal gesprudeltem Wasser mit einem Zylinder: 27 l
✓ SpĂŒlmaschinengeeignet: nein


3 Wassersprudler ĂŒberzeugen nicht ganz

Die Wassersprudler Pearl Rosenstein & Söhne WS-110.Soda und Sodastream Crystal 2.0 Titan (mit Glasflasche) erhalten eine „befriedigende“ Gesamtnote im Test. FĂŒr den My Sodapop Sharon up mit Glasflasche gibt es die Note „Ausreichend“. Sie konnten die Tester insbesondere bei der Sprudelwirkung, teilweise aber auch in der Handhabung sowie im Bereich Gesundheit und Umwelt nicht ĂŒberzeugen. Hier wurden jeweils nur Noten von „befriedigend“ bis „ausreichend“ erreicht.


Wassersprudler und ihre Hygiene

Die Stiftung Warentest gibt einige nĂŒtzliche Hinweise zum Thema Hygiene bei Wassersprudler:

  • Sie empfiehlt, dass gesprudelte Wasser zum Trinken in eine andere Flasche oder ein Glas zu fĂŒllen. Das verhindert, dass Keime in die Wassersprudler-Flasche geraten.
  • Die Kunststoffflaschen mĂŒssen per Hand gespĂŒlt werden. Im GeschirrspĂŒler könnten sie spröde und rissig werden. Dagegen dĂŒrfen Glasflaschen mit in den SpĂŒler.
  • Beachten Sie auch, dass Kunststoffflaschen ein Verfallsdatum haben. Es wird auf die Flasche aufgedruckt. Die Flaschen mĂŒssen vor Ablauf dieser Frist ersetzt werden.
  • Die SprudlerdĂŒse sollte regelmĂ€ĂŸig gereinigt werden, damit sich dort kein Schleim und damit Keime einnisten können.
  • Viele Kunststoffflaschen haben einen gesonderten Plastikboden. Dort sammelt sich unter UmstĂ€nden Schaum an. Die Schaumbildung, die nicht gesundheitsschĂ€dlich ist, lĂ€sst sich vermeiden, wenn die Flasche mit warmem Wasser befĂŒllt und mit einer gesonderten FlaschenbĂŒrste gereinigt wird.

Wassersprudler vs. Mineralwasser: Was ist billiger?

Selbstsprudler gehen hĂ€ufig davon aus, dass der Wassersprudler besonders gĂŒnstig Wasser mit KohlensĂ€ure herstellt. Die Tester haben festgestellt, dass selbst gesprudeltes Wasser nicht automatisch billiger ist als ein gekauftes Mineralwasser. Im Test zeigte sich, dass nur zwei der getesteten Wassersprudler an den Preis der gĂŒnstigsten gekauften Mineralwasser heranreichen: Der gĂŒnstige Pearl und der Sodastream Easy. Allerdings konnten beide GerĂ€te maximal leicht gesprudeltes Wasser erzeugen. Wie preiswert die Herstellung von selbst gesprudeltem Wasser ist, hĂ€ngt unter anderem auch von dem Preis fĂŒr den CO2 Zylinder ab. Wer hier nicht nur einen Zylinder von den typischen Markenanbietern erwirbt, sondern auf eine kleinere Firma ausweicht, kann bereits beim Zylinderkauf Geld sparen.

Wassersprudler, die eine Classic-Sprudelwirkung erzeugen können, schlagen etwa mit 14-16 Cent pro Liter zu Buche. Die gĂŒnstigsten Classic-MineralwĂ€sser im Handel sind bereits fĂŒr 11-13 Cent zu haben. Allerdings gibt es auch Mineralwasser, die 60 Cent und mehr kosten.

Fazit: Ein Wassersprudler kann eine Alternative zu Mineralwasser sein. Gute GerĂ€te gibt es schon fĂŒr 65 Euro, z. B. der Sodastream Easy. Das belegt ein Test in der Stiftung Warentest, Ausgabe 7/2019.

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