Welche Soundbar kaufen? 17 Soundbars im Test von Stiftung Warentest

Ein tiefer Ton braucht Raum, um sich zu entfalten. Solch ein Raum fehlt Flachbildfernsehern. Genau wie der Bildschirm bleibt der Klang von Sprache, Musik und Filmeffekten daher meist flach. Wer sich einen satteren Klang wünscht, kann eine Soundbar kaufen. Die schmalen, unauffälligen Geräte verleihen dem Fernsehton mehr Dynamik und tiefere Bässe. Doch welche Soundbar ist empfehlenswert? Stiftung Warentest ist dieser Frage auf den Grund gegangen und hat 17 Soundbars im Test gegenübergestellt. Auf dem Prüfstand: Sechs einteilige Soundbars sowie elf Geräte mit zusätzlicher Bassbox. Diese wird per Bluetooth mit der Soundbar verbunden und kann frei im Raum stehen, ein zusätzliches Kabel ist nicht nötig. Echten Stereoklang bieten Soundbars zwar nicht, dafür liegen die beiden Lautsprecher zu nah beieinander. Viele Geräte können den Klang des Flachbildfernsehers aber deutlich verbessern. Minuspunkt der meisten Testkandidaten ist die umständliche Bedienung. Einstellungen werden oft nur über Leuchtdioden angezeigt. Was die Leuchtsignale bedeuten, müssen Nutzer auswendig lernen.

Welche Soundbar ist empfehlenswert? Die Testsieger von Stiftung Warentest

Die beste Soundbar mit separater Bassbox kommt von Yamaha

Testsieger unter den Soundbars mit Bassbox ist die Yamaha YAS-207 (etwa 330 Euro) – eine Empfehlung für alle, die eine Soundbar günstig kaufen möchten. Als einziges Modell im Test erhält sie die Note „Sehr gut“. Den Testern gefällt vor allem der sehr gute Sound für Sprache und Musik. Die Handhabung könnte allerdings einfacher sein. Die Soundbox lässt sich auch per App bedienen, die iOS-App weißt ein unkritisches Sendeverhalten auf, das Sendeverhalten der Android-App ist nicht vollständig zu entschlüsseln und damit nicht bewertbar.

Die Ergebnisse für die Yamaha YAS-207 im Überblick:
+ Ton
+ Stromverbrauch
+ Vielseitigkeit
Handhabung
Datensendeverhalten der Android-App nicht bewertbar

Merkmale:
Bluetooth-fähig
Klangregler für Bass
1 Klangprogramm
Leistungsaufnahme Betrieb/ Leerlauf: 12 Watt/ 6 Watt
Leistungsaufnahme Standby: 1,0 Watt


Die Soundbar von Samsung bietet hervorragenden Sound

Mit der Note „Gut“ landet die Samsung HW-N650 (etwa 500 Euro) auf dem zweiten Platz im Test. Sie überzeugt durch einen guten Schalldruck im Bassbereich und ist vielseitig anwendbar. Auch die Soundbar von Samsung lässt sich per App bedienen, das Datensendeverhalten ist unkritisch. Inbetriebnahme, Bedienung und Anzeigen könnten jedoch besser gestaltet sein.

Die Ergebnisse für die Samsung HW-N650 im Überblick:
+ Ton
+ Stromverbrauch
+ Vielseitigkeit
+ unkritisches Datensendeverhalten der Apps
Handhabung

Merkmale:
Bluetooth-fähig, USB-Anschluss vorhanden
Klangregler
1 Klangprogramm
Raumklangerweiterung möglich
Leistungsaufnahme Betrieb/ Leerlauf: 17 Watt/ 11 Watt
Leistungsaufnahme Standby: 0,7 Watt


Die Soundbar von Sony lässt sich vielseitig verwenden

Mit der Sony HT-XF9000 (etwa 460 Euro) lässt sich ebenfalls der Fernsehton verbessern. Die Soundbar von Sony ist einfach in Betrieb zu nehmen und zu bedienen, bietet ganze acht Klangprogramme und verbraucht wenig Strom. Der Schalldruck kann mit den beiden Testsiegern jedoch nicht ganz mithalten. Eine App zur Bedienung gibt es nicht.

Die Ergebnisse für die Sony HT-XF9000 im Überblick:
+ Ton
+ Handhabung
+ Stromverbrauch
+ Vielseitigkeit

Merkmale:
Bluetooth-fähig, USB-Anschluss vorhanden
8 Klangprogramme
Nachtmodus
Leistungsaufnahme Betrieb/ Leerlauf: 19 Watt/ 13 Watt
Leistungsaufnahme Standby: 0,7 Watt


Samsung HW-N450: Die preiswerte Alternative

Die Note „Gut“ geht auch an die zweite Soundbar von Samsung im Test. Mit einem Preis von 320 Euro ist die Samsung HW-N450 die günstigere Alternative zur Samsung HW-N650. Der Ton überzeugt, vielseitig einsetzen lässt sich die Soundbar ebenfalls, die Handhabung gestaltet sich allerdings wieder etwas kompliziert.

Die Ergebnisse für die Samsung HW-N450 im Überblick:
+ Ton
+ Stromverbrauch
+ Vielseitigkeit
+ unkritisches Datensendeverhalten der Apps
Handhabung

Merkmale:
Bluetooth-fähig, USB-Anschluss vorhanden
Klangregler
Raumklangerweiterung möglich
Leistungsaufnahme Betrieb/ Leerlauf: 13 Watt/ 9 Watt
Leistungsaufnahme Standby: 0,7 Watt


JBA: Tiefe Bässe für Musik und Sprache

Die JBL Bar 2.1 (etwa 310 Euro) bietet tiefe Bässe, einen geringen Stromverbrauch und eine hohe Vielseitigkeit. Sie verbessert den Ton von Musik und Sprache hörbar, schwächelt allerdings bei Filmeffekten. Eine leichte Abwertung gibt es für die wenig verständliche Bedienungsanleitung. Apps zur Bedienung gibt es nicht. Insgesamt vergeben die Tester das Urteil „Gut“.

Die Ergebnisse für die JBL Bar 2.1 im Überblick:
+ Ton
+ Stromverbrauch
+ Vielseitigkeit
Handhabung

Merkmale:
Bluetooth-fähig, USB-Anschluss vorhanden
Klangregler für Bass
4 Klangprogramme
Nachtmodus
Leistungsaufnahme Betrieb/ Leerlauf: 13 Watt/ 12 Watt
Leistungsaufnahme Standby: 0,7 Watt


Zwei weitere Soundbars mit Bassbox sind „gut“

Die Note „Gut“ vergibt Stiftung Warentest auch noch an die beiden Soundbars von Teufel. Das Teufel Cinebar Duett 2.1-Set (etwa 600 Euro) verbessert den Klang von Filmeffekten, aber kaum von Musik und Sprache. Bei der Soundbar Teufel Cinebar One+ (etwa 370 Euro) verhält es sich genau umgekehrt: Mit ihr klingen Musik und Sprache deutlich besser, den Klang von Filmeffekten verbessert sie jedoch kaum.

“Befriedigend“: Die Soundbar von LG, Panasonic und Sony

Vier Soundbars mit Bassbox erhalten die Note „Befriedigend“:

  • die Soundbar von LG SK5 (etwa 247 Euro),
  • die Panasonic SC-HTB688 (etwa 275 Euro),
  • die Panasonic SC-HTB254 (etwa 192 Euro) und
  • die Sony HT-CT290 (etwa 165 Euro).

Die vergleichsweise günstigen Soundbars bieten zwar satte Bässe, können den Fernsehton aber nicht so überzeugend verbessern wie die teureren Modelle im Test.


Soundbars einteilig: Welche können überzeugen?

Nubert bietet hervorragenden Klang

Die Nubert nuPro AS-250 (etwa 585 Euro) kommt zwar ohne separate Bassbox daher, lässt aber dennoch starke Bässe erklingen. Ihr gelingt es hervorragend, den Fernsehton zu verbessern. Sie ist allerdings nicht sehr vielseitig. Apps zur Bedienung gibt es nicht. Stiftung Warentest vergibt die Gesamtnote „Gut“.

Die Ergebnisse für die Nubert nuPro AS-250 im Überblick:
+ Ton
+ Handhabung
+ Stromverbrauch
Vielseitigkeit

Merkmale:
mit Zusatzgerät Bluetooth-fähig, USB-Anschluss vorhanden
Klangregler
Raumklangerweiterung möglich
Leistungsaufnahme Betrieb/ Leerlauf: 12 Watt/ 7 Watt
Leistungsaufnahme Standby: 0,5 Watt


Samsung: Gute Soundbar für unter 400 Euro

Wer eine einteilige Soundbar günstig kaufen möchte, erhält mit der Samsung HW-N400 (etwa 227 Euro) ein gutes Gerät. Der Ton kann zwar nicht mit dem teureren Testsieger mithalten, dafür ist die Samsung Soundbar vielseitig und energieeffizient. Die dazugehörigen Apps weisen ein unkritisches Datensendeverhalten auf.

Die Ergebnisse für die Samsung HW-N400 im Überblick:
+ Stromverbrauch
+ Vielseitigkeit
+ unkritisches Datensendeverhalten der Apps
Ton
Handhabung

Merkmale:
Bluetooth-fähig, USB-Anschluss vorhanden
Klangregler
Raumklangerweiterung möglich
Leistungsaufnahme Betrieb/ Leerlauf: 9 Watt/ 5 Watt
Leistungsaufnahme Standby: 0,3 Watt


„Befriedigend“ für die Soundbar von Bose, Teufel, Canton und Sony

Die Soundbar Bose Solo 5 TV (etwa 203 Euro) bietet zwar guten Sound, die Bedienung gestaltet sich jedoch kompliziert, zudem ist das Modell nicht sehr vielseitig. Die Soundbar Teufel Cinestar One (etwa 270 Euro), die Canton DM 5 (etwa 292 Euro) und die Sony HT-SF200 (etwa 198 Euro) können den Fernsehton nicht überzeugend verbessern. Alle vier Modelle erhalten das Testurteil „Befriedigend“.


Fernsehton verbessern ohne Soundbar: So geht’s

  • Wer beim Fernsehen Stereoklang genießen möchte, verbindet das TV-Gerät über ein Audiokabel mit der Stereoanlage.
  • Vollen Raumklang bietet eine Heimkinoanlage mit 5.1- oder 7.1-Lautsprechern. Heimkinoanlagen sind jedoch recht teuer.
  • Bluetooth-Kopfhörer kommen ohne störende Kabel aus und bieten guten Klang, der die Nachbarn nicht stört.
  • Bluetooth-Lautsprecher sind preiswerter als Soundbars und funktionieren kabellos. Auf Stereoklang müssen Anwender allerdings verzichten.
  • WLAN-Lautsprecher verzichten ebenfalls auf Kabel. Für die Übertragung des Fernsehtons braucht es einen separaten WLAN-Sender am Audioausgang des TV-Geräts. Nur wenige Anbieter haben derartige Kombinationen im Sortiment. Von Sony gibt es ein spezielles Set.

Fazit: Eine gute Soundbar unter 400 Euro gibt es sogar mit separater Bassbox. Das zeigt der Soundbar-Test von Stiftung Warentest (Heft 10/2018). Die Yamaha YAS-207 überzeugt mit sehr gutem Klang. Die einteilige Soundbar von Nubert ist etwas teurer, verbessert den Fernsehton aber enorm. Das einteilige Modell von Samsung ist eine preiswerte Alternative.

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