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Schnelle Datenübertragung, immer und überall: Ein LTE-Router macht es möglich. Die mobilen Hotspots verbinden einzelne Geräte über WLan und bringen sie über Mobilfunk ins Internet. Sie können überall dort zum Einsatz kommen, wo kein Glasfaser-, DSL- oder Kabelnetz zur Verfügung steht. Für Reisende bieten sich insbesondere mobile Hotspots mit Akku an. Für den Gebrauch zu Hause stehen auch Varianten mit Netzteil zur Wahl. Welche Geräte mit einer störungsfreien Datenübertragung überzeugen können, hat Stiftung Warentest geprüft (Heft 6/2023). Im Test: acht LTE-Router mit Akku und sechs mit Netzteil. Die Preise liegen zwischen 55 und 560 Euro. Im Ergebnis zeigt sich: Immerhin sechs der 14 Testkandidaten überzeugen mit guter Leistung. Drei Geräte bieten jedoch ein einfaches Einfallstor für Hacker und fallen aufgrund eklatanter Sicherheitsmängel durch. Zwei der betroffenen Hersteller haben mittlerweile Software-Updates bereitgestellt.
Die besten LTE-Router im Test von Stiftung Warentest 2023
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Bester LTE-Router mit Akku im Test: ZTE HyperMobile 5G-MU5001
Als Testsieger unter den LTE-Routern mit Akku fällt der ZTE HyperMobile 5G-MU5001 auf. Er überzeugt mit einer starken Datenübertragung, einfacher Handhabung und langer Akkulaufzeit. Die WLan-Reichweite ist allerdings nur mittelmäßig, gleiches gilt für die Sicherheitsfunktionen des Routers. Eine App gibt es nicht. Insgesamt erhält das Modell die Note „Gut“.
Die Note „Gut“ geht noch an den Acer Connect M5 5G Mobile WiFi. Die Leistung bei der Datenübertragung und die einfache Handhabung gefallen, Kritik gibt es jedoch an den deutlichen Mängeln in der Datenschutzerklärung der zum Gerät gehörenden App.
Fünf Modelle erhalten die Note „Befriedigend“: Der Huawei 4G Mobile WiFi 3 (E5785) bietet eine gute Datenübertragung und wird damit zum Preistipp von Stiftung Warentest. Kritik gibt es an der Gebrauchsanweisung und den Mängeln in der Datenschutzerklärung. Der noch günstigere TP-Link M7000 Mobiler 4G Router ist bei der Datenübertragung nur mittelmäßig, die Datenschutzerklärung enthält aber nur wenige Mängel.
Deutliche Sicherheitsmängel stellen die Tester dagegen beim D-Link DWR-933 fest. Zwar verfügt das Gerät nicht über eine App, die Standard-WPS-Pin lässt sich aber leicht erraten. So können sich Unbefugte auf einfache Weise Zugang zum WLan verschaffen. Daher gibt es nur die Note „Mangelhaft“. Laut Anbieter wurde die Software inzwischen geändert.
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Bester LTE-Router mit Netzteil im Test: die sichere AVM FritzBox 6850 5G
Unter den mobilen Hotspots mit Netzteil sichert sich die AVM FritzBox 6850 5G den ersten Platz. Die Datenübertragung und die WLan-Reichweite überzeugen, ebenso wie die einfache Handhabung. Weitere Pluspunkte: der geringe Stromverbrauch und der hohe Datenschutz. Dafür gibt es die Gesamtnote „Gut“.
„Gut“ sind auch der O2 HomeSpot 5G, die ZTE HyperBox 5G-MC801A und der Vodafone GigaCube 5G, wobei die Geräte von O2 und Vodafone die beste Datenübertragung im Test bieten. Die Modelle von O2 und ZTE kommen ohne App daher und sind insgesamt gut vor Datenmissbrauch geschützt. ZTE wird damit zum Preistipp unter den Modellen mit Netzteil. Der Vodafone GigaCube 5G, ebenfalls ohne App, weist eine Sicherheitslücke auf, die es Angreifern ermöglicht, Schadcode einzuspielen. Vodafone hat die Software inzwischen geändert.
Der Asus 4G-N16 mit mittelmäßiger und der TP-Link Archer MR500 mit guter Datenübertragung sind nur „mangelhaft“. Bei beiden Modellen stellen die Tester eine Sicherheitslücke in der WPS-Technik fest. TP-Link hat eigenen Angaben zufolge ein Update der Software zur Verfügung gestellt.
Fazit
Insgesamt sechs LTE-Router im Test von Stiftung Warentest sind „gut“ (Ausgabe 6/2023). Unter den mobilen Hotspots mit Akku setzt sich der ZTE HyperMobile 5G-MU5001 an die Spitze. Gute Leistung zum günstigen Preis bietet der Huawei 4G Mobile WiFi 3. Unter den Modellen mit Netzteil punktet die AVM FritzBox 6850 5G vor allem durch ihre hohe Datensicherheit, Preistipp ist die ZTE HyperBox 5G-MC801A. Der Umwelttipp der Tester: Wer nur gelegentlich einen mobilen Hotspot benötigt, kann für diesen Zweck das Smartphone nutzen.
Was ist ein LTE-Router und wie funktioniert er?
Ein LTE-Router nutzt das 4G/LTE-Mobilfunknetz, um eine Internetverbindung herzustellen. Statt an eine Telefondose (TAE) oder DSL-Anschlussdose angeschlossen zu werden, arbeitet er mit einer SIM-Karte. Der Router verbindet sich über das Mobilfunknetz mit dem Internet und verteilt das Signal anschließend per WLan oder Lan an deine Geräte. Dadurch eignet sich ein LTE-Router sowohl für Haushalte ohne Festnetzanschluss als auch für unterwegs, Ferienhäuser oder Regionen mit schwacher DSL-Abdeckung.
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Worauf sollte ich beim Kauf eines LTE-Routers achten?
Eine gute Kaufentscheidung hängt davon ab, wie und wo du den Router nutzen möchtest. Damit du ein Modell findest, das zu deinem Alltag passt, solltest du die folgenden Punkte vergleichen:
- Stabile Verbindung und Geschwindigkeit: Achte darauf, welche LTE-Kategorien unterstützt werden. Je nach Modell variieren die maximalen Geschwindigkeiten deutlich. Für Homeoffice, Streaming oder Online-Meetings sind moderne LTE-Standards mit höheren Datenraten empfehlenswert.
- WLan-Leistung: Ein guter LTE-Router sollte ein starkes, stabiles WLan bereitstellen. Prüfe, ob das Gerät Dualband-WLAN (2,4 und 5 GHz) unterstützt, da du damit sowohl Reichweite als auch schnelle Übertragungsraten nutzen kannst.
- Anschlussmöglichkeiten: Viele Nutzer brauchen zusätzlich Lan-Anschlüsse, um PC, Smart TV oder Repeater per Kabel zu verbinden. Je nach Einsatzort kann die Anzahl dieser Anschlüsse entscheidend sein.
- Externe Antennen: In Regionen mit schwachem Empfang kann ein Router mit Anschlüssen für externe Antennen die Verbindung deutlich verbessern. Modelle mit variablen Antennen sind flexibler, wenn du den Empfang optimieren möchtest.
- Stromversorgung und Mobilität: Es gibt stationäre LTE-Router für Zuhause und mobile Varianten mit Akku. Überlege, ob du den Router unterwegs nutzen willst oder hauptsächlich an einem festen Standort.
FAQ — Die häufigsten Fragen zu LTE-Routern
Im Folgenden findest du kompakte Antworten auf häufige Fragen, die zu LTE-Routern gestellt werden.
Kann ein LTE-Router einen Festnetzanschluss ersetzen?
→ Ja, in vielen Fällen funktioniert ein LTE-Router als vollwertige Alternative, besonders wenn kein schneller DSL- oder Kabelanschluss verfügbar ist. Die tatsächliche Leistung hängt jedoch vom Mobilfunksignal vor Ort ab.
Brauche ich unbedingt eine spezielle SIM-Karte fĂĽr einen LTE-Router?
→ Nein. In der Regel funktionieren Standard-Daten- oder Mobilfunkkarten problemlos. Empfehlenswert sind Tarife mit ausreichend Datenvolumen oder echte Datentarife, wenn du den Router im Alltag intensiv nutzt.
Wie gut ist ein LTE-Router fĂĽr Homeoffice geeignet?
→ Bei stabilem Mobilfunksignal eignet sich ein LTE-Router gut für Videokonferenzen, Cloud-Zugriffe oder größere Dateiuploads. In schwach versorgten Regionen kann eine externe Antenne die Verbindung spürbar verbessern.
Kann ich einen LTE-Router auch im Ausland nutzen?
→ Viele Geräte funktionieren problemlos mit SIM-Karten lokaler Anbieter. Je nach Router und Tarif können Roaming-Einstellungen oder Frequenzbänder jedoch variieren.
Wie unterscheidet sich ein LTE-Router von einem mobilen Hotspot?
→ Ein LTE-Router bietet in der Regel eine deutlich bessere Reichweite, stabilere Verbindung, mehr Anschlüsse und teilweise externe Antennen. Mobile Hotspots sind kompakter und für unterwegs gedacht, ersetzen aber keine vollwertige Heimlösung.
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