Eine ganze Bibliothek im handlichen Format: 8 eBook-Reader im Test

Im Urlaub bietet sich endlich die Gelegenheit, mal wieder so richtig ausgiebig in Büchern zu schmökern. Ebook-Reader machen es möglich, eine ganze Bibliothek auf Reisen mitzunehmen und sind dabei leichter und handlicher als die meisten Taschenbücher. Wer einen eBook-Reader kaufen möchte, hat mittlerweile die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Anbietern. Geräte von Amazon gelten als hochwertig, binden Nutzer allerdings an den Kindle-Shop. Das von anderen Shops und öffentlichen Bibliotheken genutzte Epub-Format unterstützen sie nicht. Hersteller wie Kobo, Tolino und Pocketbook ermöglichen es dagegen, auch eBooks aus der Bücherei herunterzuladen. Welche eBook-Reader im Test überzeugen, hat sich Stiftung Warentest angesehen (Heft 05/2022). Zwei Modelle von Amazon Kindle, drei Kobo-Geräte, ein Tolino und zwei eReader von Pocketbook haben sich dem Vergleich gestellt.

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Amazon Kindle Paperwhite 2021 punktet mit langer Akkulaufzeit

Insgesamt bester eBook-Reader im Vergleichstest ist der Amazon Kindle Paperwhite 2021 (etwa 150 Euro). Der Testsieger wartet mit der längsten Akkulaufzeit unter allen geprüften Modellen auf. Bücher lassen sich einfach aus dem Amazon Kindle Shop herunterladen. Wie alle Kindle-Modelle unterstützt auch dieses Gerät nicht das Epub-Format. Dafür erweist sich der Kindle Paperwhite 2021 als sehr robust verarbeitet und spielt auch Audible-Hörbücher über Bluetooth ab. Für die Bildqualität gibt es unter allen Lichtbedingungen die Bestnote. Die Gesamtnote lautet „Gut“.

Die Ergebnisse fĂĽr den Amazon Kindle Paperwhite 2021 im Ăśberblick:

  • Bildqualität
  • Robustheit und Verarbeitung
  • Akkulaufzeit
  • Handhabung

Merkmale:

  • geprĂĽft mit vorinstalliertem Buchshop: Kindle
  • Bildschirmdiagonale/ Auflösung: 17 cm/ k.A.
  • beleuchtetes Display
  • Anpassung der Lichtfarbe manuell/ automatisch
  • nutzbarer interner Speicher: 6,0 GB
  • durchschnittliche Lesezeit: 133 Std.
  • Wasserschutz/ Audioausgabe möglich
  • eBook-Formate: AZW3/ Mobipocket
  • Wörterbuch/ Ăśbersetzungsfunktion bei bestehender Internetverbindung
  • Synchronisierung des Lesefortschritts
  • Höhe x Breite x Tiefe: 17,6 x 12,5 x 0,9 cm
  • Gewicht: 206 g

Kobo Elipsa – der Riese unter den eBook-Readern

Der Kobo Elipsa (etwa 430 Euro) liegt mit dem Testsieger gleichauf und erhält ebenfalls die Endnote „Gut“. Das deutlich teurere Gerät fällt auf den ersten Blick durch seine imposanten Maße auf: Mit einer Bildschirmdiagonalen von 10 Zoll oder 26 cm bietet er das größte Display im Test. Das macht ihn allerdings auch recht schwer und er lässt sich nur schlecht mit einer Hand bedienen. Die Bildqualität stimmt dafür unter allen Lichtbedingungen. Die Akkulaufzeit fällt mit rund 19 Lesestunden recht kurz aus. Zum Lieferumfang gehören eine Hülle sowie ein Stift für digitale Notizen.

Die Ergebnisse fĂĽr den Kobo Elipsa im Ăśberblick:

  • Bildqualität
  • Robustheit und Verarbeitung
  • Handhabung
  • Akkulaufzeit

Merkmale:

  • geprĂĽft mit vorinstalliertem Buchshop: Kobo Shop
  • Bildschirmdiagonale/ Auflösung: 26 cm/ 1872 x 1404 px
  • beleuchtetes Display
  • nutzbarer interner Speicher: 28,3 GB
  • durchschnittliche Lesezeit: 19 Std.
  • BĂĽcher aus öffentlichen Bibliotheken lesen
  • Linkshändermodus
  • Audioausgabe möglich
  • eBook-Formate: Epub/ Mobipocket
  • Wörterbuch/ Ăśbersetzungsfunktion
  • Synchronisierung des Lesefortschritts
  • Höhe x Breite x Tiefe: 23,0 x 19,5 x 0,8 cm
  • Gewicht: 392 g

So schneiden die restlichen eReader im Test ab

Fünf der sechs weiteren eBook-Reader im Test sind „gut“. Dazu gehört das zweite getestete Gerät von Amazon, die Amazon Kindle Paperwhite Signature Edition 2021 (etwa 190 Euro). Das Modell ähnelt dem Paperwhite 2021, bringt aber satte 32 GB Speicherplatz mit und kann drahtlos über Qi-kompatible Geräte aufgeladen werden. Die Bildschirmhelligkeit passt sich automatisch an die Umgebung an. Die Note „Gut“ geht zudem an den Kobo Sage (etwa 294 Euro), den Tolino Vision 6 (etwa 167 Euro), den Kobo Libra 2 (etwa 191 Euro) und das Pocketbook Inkpad Color (etwa 282 Euro), das einzige Testgerät mit Farbdisplay. Alle überzeugen mit einer „sehr guten“ Bildqualität und eignen sich auch, um Bücher aus öffentlichen Bibliotheken zu lesen. Der Kobo Sage bietet allerdings nur eine Lesezeit von durchschnittlich 13 Stunden. Der Tolino Vision 6 fällt durch seine äußerst komfortable Handhabung auf.

Das Pocketbook Basic 4 (etwa 79 Euro) bietet lediglich Grundfunktionen und verfügt weder über eine Bildschirmbeleuchtung noch über einen Touchscreen oder Wlan. Bücher müssen umständlich über Kabel aufs Gerät geladen werden. Das Display erweist sich zudem als sehr kratzempfindlich. Daher vergeben die Tester die Note „Befriedigend“.

Fazit: Fast alle eReader im Test von Stiftung Warentest (Ausgabe 05/2022) eignen sich für angenehme Lesestunden bei unterschiedlichen Lichtbedingungen. Wer besonders lange ohne Zwischenaufladung lesen möchte und mit der Buchauswahl von Amazon Kindle zufrieden ist, erhält mit dem Amazon Kindle Paperwhite 2021 das beste Gerät im Vergleich. Teurer, dafür mit einem extrem großen Display ausgestattet, ist der Kobo Elipsa, der es auch ermöglicht, Bücher aus öffentlichen Bibliotheken zu lesen. Der Tolino Vision 6 ist eine günstigere Alternative.

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