Welcher reinigt gründlich und schonend? 16 Glaskeramikreiniger im Test

Die Milch kocht über, Bratfett schwappt aufs Kochfeld, Angebranntes hinterlässt unschöne Spuren auf der Glaskeramik: Jetzt sind Reiniger gefragt, die eingebrannte Verschmutzungen zuverlässig lösen, ohne die empfindliche Oberfläche zu verkratzen. Wer schon mal vor der Aufgabe stand, Glaskeramik zu reinigen, kennt die Herausforderung, das passende Reinigungsmittel zu finden. Spezielle Glaskeramikreiniger gibt es in flüssiger Form, als Paste und als Putzstein. Sie alle versprechen, das Kochfeld gründlich zu reinigen, aber keine Kratzer zurückzulassen. Dafür enthalten sie sogenannte Abrasive, oft Mikroplastik, aber auch umweltfreundlichere Alternativen wie Tonerde und Kieselerde. Wie gut die Reinigungsmittel tatsächlich wirken, hat Stiftung Warentest untersucht (Heft 7/2018) und dabei nicht nur die Putzleistung, sondern auch die Inhaltsstoffe beurteilt. Die gute Nachricht: Alle 16 Glaskeramikreiniger im Test werden gut mit Verschmutzungen fertig. Drei Produkte schneiden mit dem Urteil „Sehr gut“ ab. Die Testsieger reinigen gründlich und schonend und kommen ohne Mikroplastik aus.

3 Reiniger für Glaskeramik-Kochfelder sind „sehr gut“

Der Testsieger reinigt gründlich ohne Mikroplastik

Foto: Siemens, Bosch, Gaggenau, Neff Clean Kochfeldreiniger

Der Bosch/Siemens Clean Kochfeldreiniger (4,00 Euro/100 ml) kann die Tester rundum überzeugen und wird zum Testsieger unter den Glaskeramikreinigern. Das Produkt schneidet in allen Kategorien mit der Note „Sehr gut“ ab und wird mit Schmand oder Milch ebenso leicht fertig wie mit Resten von Bratensoße oder übergekochtem Reis. Schon geringe Mengen hinterlassen ein sauberes Kochfeld. Zudem kommt der Reiniger ohne Mikroplastik aus.

Die Ergebnisse im Überblick:
+ Reinigen
+ Materialschonung
+ Handhabung
+ Umwelteigenschaften

Merkmale:
Inhalt und Preis: 250 ml für 9,95 Euro
pH-Wert: 3,5


Der Glaskeramikreiniger von Heitmann ist Preis-/Leistungssieger

Foto: Heitmann Haushalt Glaskeramik /Edelstahl Reiniger

Mit einem Preis von nur 0,80 Euro pro 100 ml gehört der Heitmann Glaskeramik und Edelstahl Reiniger 3 in 1 (Note „Sehr gut“) zu den günstigsten Produkten im Test und zeigt doch eine sehr gute Reinigungswirkung. Auch der zweitplatzierte Reiniger wird gut mit angebrannten Verschmutzungen fertig, schont das Glaskeramik-Kochfeld und enthält keine umweltschädliche Mikroplastik.

Die Ergebnisse im Überblick:
+ Reinigen
+ Materialschonung
+ Handhabung
+ Umwelteigenschaften

Merkmale:
Inhalt und Preis: 250 ml für 1,99 Euro
pH-Wert: 2,9


Der Reiniger von Miele schwächelt bei angebranntem Reis

Foto: Miele Kochfeld-Reiniger

Mit einer sehr guten Reinigungsleistung und Handhabung setzt sich der Miele Glaskeramik- und Edelstahlreiniger (5,20 Euro/100 ml, Note „Sehr gut“) auf Platz 3. Laut Hersteller ist auch dieses Produkt frei von Mikroplastik. Lediglich mit angebranntem Reis wird der Reiniger nicht fertig, alle anderen Verschmutzungen entfernt er im Test einwandfrei.

Die Ergebnisse im Überblick:
+ Reinigen
+ Materialschonung
+ Handhabung
+ Umwelteigenschaften

Merkmale:
Inhalt und Preis: 250 ml für 13,00 Euro
pH-Wert: 3,3


Acht Glaskeramikreiniger im Test sind „gut“

Zwei mikroplastikfreie Glaskeramikreiniger im Test erhalten die Note „Gut“: der Domax Glaskeramikreiniger (0,40 Euro/100 ml) und der Sidol Bref Power Ceran & Stahl (0,70 Euro/100 ml). Beide Produkte werden mit den meisten Verschmutzungen gut fertig, Sidol Bref Power muss sich allerdings angebranntem Reis geschlagen geben. Zudem ist eine relativ hohe Gebrauchsmenge erforderlich.

Alle weiteren mit „Gut“ bewerteten Reiniger enthalten Mikroplastik, sehr kleine Kunststoffpartikel, die das Ökosystem belasten und Wasserorganismen beschädigen. Das führt zur Abwertung in der Kategorie „Umwelteigenschaften“. Eine sehr gute Reinigungsleistung zeigen

  • der Ceraclean 3 in 1 Glaskeramik & Induktion (1,41 Euro/100 ml),
  • der Edeka Gut & Günstig Glaskeramik Reiniger (0,34 Euro/100 ml),
  • der Netto Marken-Discount Priva Glaskeramik-Reiniger (0,32 Euro/100 ml),
  • der Oro Frisch-Aktiv Glaskeramik-Reiniger (0,72 Euro/100 ml),
  • der Domol Glaskeramik-Reiniger von Rossmann (0,33 Euro/100 ml).

Gut reinigt der sehr günstige Penny Blik Glaskeramik-Reiniger, schwächelt allerdings bei angebranntem Reis.


So schneiden die übrigen Ceranfeld-Reiniger ab

Foto: ladysuzi I Fotolia

Die Note „Befriedigend“ bekommen die beiden mikroplastikfreien Produkte Elsterglanz Glaskeramik-Kochfeldreiniger (2,33 Euro/100 ml) und Müller Blink Glaskeramikreiniger (0,32 Euro/100 ml). Elsterglanz kann schillernde Schichten nicht entfernen, der Reiniger von Müller schwächelt bei Schmand und Milch, passierten Tomaten und übergekochtem Reis. Der dm Denk mit Glaskeramik-Reiniger 3 in 1 (0,32 Euro/100 ml) enthält Mikroplastik und entfernt keinen angebrannten Schmand mit Milch. Der Dr. Beckmann Glaskeramik Putzstein (1,16 Euro/100 ml) enthält ebenfalls Mikroplastik und hat Probleme mit schillernden Schichten.

Die Note „Ausreichend“ geht an den mikroplastikfreien Mr. Muscle Cera-Fix Glaskeramik-Reiniger (1,65 Euro), der zwar schillernde Schichten entfernt, aber bei anderen Verschmutzungen keine überzeugende Reinigungsleistung zeigt. Zum Vergleich testete Stiftung Warentest auch die Frosch Zitronen Scheuermilch (0,32 Euro/100 ml). Der Glaskeramikreiniger von Frosch kommt mit vielen angebrannten Flecken klar, kann mit speziellen Mitteln für Ceran-Kochfelder aber nicht mithalten. Da die Scheuermilch für verschiedene Oberflächen gedacht ist, vergeben die Tester keine Endnote.


Glaskeramik reinigen: Tipps für ein sauberes Kochfeld

Wer das Ceranfeld reinigen will, findet neben speziellen Putzmitteln auch Schaber und Schwämme. Hier sind einige Tipps zur Anwendung:

  • Mit Schabern lässt sich Übergekochtes schnell aus der heißen Zone des Kochfelds schieben. Das verhindert ein Anbrennen, Reste lassen sich leichter entfernen.
  • Metallschaber eignen sich besser als Kunststoffschaber, die auf heißen Kochflächen anbrennen können.
  • Spezialschwämme für Glaskeramikfelder sollen mit angebrannten Verschmutzungen fertig werden, ohne das Kochfeld zu beschädigen. Die Tester von Stiftung Warentest empfehlen den Vileda Glitzi Ceran-Schwamm (2,74 Euro). Schwämme sind zur Reinigung aber nicht zwingend nötig.
  • Zur gründlichen Reinigung entfernen Sie zunächst Angebranntes vorsichtig mit einem Schaber.
  • Geben Sie dann etwas Glaskeramikreiniger auf die Fläche und verreiben Sie das Mittel mit Küchenpapier.
  • Anschließend entfernen Sie die Verschmutzungen und Putzmittelreste mit einem feuchten Tuch und polieren trocken nach.

Fazit: Wer sein Glaskeramik-Kochfeld reinigen möchte, kann auf Produkte mit Mikroplastik verzichten. Die besten Glaskeramikreiniger im Test von Stiftung Warentest (Heft 7/2018) enthalten alternative Abrasive. Preis-/Leistungssieger ist das Produkt von Heitmann. Übrigens, welche Badreiniger im Test von Stiftung Warentest überzeugen, lesen Sie hier.

Ihre Meinung zu "Welcher reinigt gründlich und schonend? 16 Glaskeramikreiniger im Test"

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.