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Ein guter Hausnotruf soll im Notfall schnell Hilfe organisieren und Angehörigen zusätzliche Sicherheit geben. Gerade für ältere Menschen, Alleinlebende oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen kann ein zuverlässiger Hausnotruf im Alltag beruhigend sein. Doch nicht jeder Anbieter überzeugt bei Beratung, Erreichbarkeit oder Vertragsbedingungen. Stiftung Warentest hat deshalb mehrere Hausnotrufdienste getestet und unter anderem Reaktionszeit, Kundenservice, Inbetriebnahme und Vertragsbedingungen bewertet. Kein Anbieter erhält eine bessere Note als „Befriedigend“. Zu den bestbewerteten Hausnotrufdiensten im Test gehören der ASB-Hausnotruf, das Deutsche Rote Kreuz und die Malteser.
⭐ Unsere Empfehlungen basierend auf Stiftung Warentest
In der folgenden Tabelle siehst du die besten Hausnotrufdienste im Test von Stiftung Warentest auf einen Blick.
| Platz | Anbieter | Testurteil | Stärken | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ASB | Befriedigend (Testsieger) | Schnellste Reaktionszeit, gute fachliche Beratung | ab 23,50 € / Monat |
| 2 | DRK | Befriedigend | Schnelle Reaktionszeit, gute Inbetriebnahme, gute fachliche Beratung | ab 25,50 € / Monat |
| 3 | Malteser | Befriedigend | Schnelle Reaktionszeit, gute Inbetriebnahme, bester Kundenservice | ab 25,50 € / Monat |
Bester Hausnotrufdienst im Test: der ASB-Hausnotruf
Der Hausnotruf des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) gehört zu den bestbewerteten Anbietern im Stiftung-Warentest-Test. Über den Notrufknopf lässt sich rund um die Uhr Kontakt zur Hausnotrufzentrale aufnehmen. Im Notfall organisiert die Zentrale je nach vereinbartem Notfallplan Hilfe durch Angehörige, Vertrauenspersonen oder den Rettungsdienst. Das Basispaket kostet für Selbstzahler 23,50 Euro pro Monat, das Komfortpaket 45 Euro. Positiv fallen im Test vor allem die fachliche Beratung sowie das bundesweite Angebot auf. Kritik gibt es allerdings für deutliche Mängel bei Verträgen und AGB.
Deutsches Rotes Kreuz — Gute Hilfe im Notfall ohne Anschlusskosten
Der Hausnotruf des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) überzeugt im Stiftung-Warentest-Test vor allem bei der Bearbeitung von Notrufen sowie bei Beratung und Einrichtung des Geräts. Über einen Notrufknopf lässt sich direkt eine Verbindung zur Hausnotrufzentrale herstellen, die je nach Situation Angehörige, Pflegedienst oder Rettungsdienst verständigt. Positiv ist außerdem, dass keine zusätzlichen Anschlusskosten anfallen. Die monatlichen Kosten für Selbstzahler liegen bei 25,50 Euro. Kritik gibt es allerdings auch hier für deutliche Mängel bei Verträgen und AGB.
Malteser Hausnotruf — Schnelle Hilfe auf Knopfdruck
Der Malteser Hausnotruf wird bundesweit angeboten und eignet sich besonders für Senioren oder Menschen mit Einschränkungen, die möglichst lange selbstständig zu Hause leben möchten. Über einen Notrufknopf als Armband oder Kette kann im Ernstfall schnell Hilfe angefordert werden. Im Stiftung-Warentest-Test überzeugt der Anbieter vor allem mit schneller Reaktion im Notfall. Die monatlichen Kosten liegen je nach Tarif zwischen 25,50 und 62,40 Euro. Kritik gibt es allerdings beim Kundenservice sowie bei den Verträgen und AGB.
Nicht jeder Hausnotrufdienst schneidet im Test überzeugend ab
Neben den bestbewerteten Anbietern erhalten auch der Vitakt-Hausnotruf, die Volkssolidarität, der Johanniter-Hausnotruf und der Libify Hausnotruf das Urteil „Befriedigend“. Je nach Wohnort oder gewünschtem Leistungsumfang können sie ebenfalls interessant sein.
Deutlich schlechter schneidet der Sonotel Hausnotruf ab. Im Test kam es bereits bei der Einrichtung zu Problemen, außerdem reagierte der Dienst im Notfall nicht immer zuverlässig. Stiftung Warentest vergibt deshalb nur die Note „Ausreichend“.
Besonders kritisch fällt das Urteil beim Zembro Hausnotruf aus. Neben problematischen Vertragsbedingungen konnte der Dienst im simulierten Notfall nicht ausreichend helfen. Stiftung Warentest bewertet den Anbieter deshalb mit „Mangelhaft“.
Fazit
Der Test von Stiftung Warentest zeigt deutliche Unterschiede bei Hausnotrufdiensten. Kein Anbieter überzeugt vollständig, mehrere Dienste erhalten wegen Schwächen bei Verträgen und AGB nur die Note „Befriedigend“. Trotzdem schneiden einige Anbieter bei Beratung, Einrichtung und Notrufbearbeitung besser ab als andere.
Zu den bestbewerteten Hausnotrufdiensten im Test gehören der ASB-Hausnotruf, das Deutsche Rote Kreuz und die Malteser. Sie bieten bundesweite Angebote und eignen sich besonders für Senioren oder Menschen, die im Alltag zusätzliche Sicherheit wünschen.
Wichtig bleibt vor allem eine einfache Bedienung, eine zuverlässige Erreichbarkeit und ein Hausnotruf, der zur eigenen Lebenssituation passt.
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Wie funktioniert ein Hausnotruf?
Ein Hausnotrufsystem besteht meist aus einer Basisstation und einem Notrufknopf, der als Armband oder Halskette getragen wird. Wird der Knopf gedrückt, stellt das Gerät sofort eine Verbindung zur Hausnotrufzentrale her. Dort können geschulte Mitarbeitende je nach Situation Angehörige, einen Pflegedienst oder den Rettungsdienst verständigen.
Gut zu wissen: Die Hausnotrufzentrale kann auf wichtige Informationen wie Medikamente, Vorerkrankungen oder hinterlegte Notfallkontakte zugreifen. Dadurch lässt sich im Ernstfall oft schneller passende Hilfe organisieren.
Welche Arten von Hausnotrufsystemen gibt es?
Je nach Alltag und Mobilität kommen unterschiedliche Hausnotrufsysteme infrage — von klassischen Geräten für zuhause bis hin zu mobilen Lösungen mit GPS.
- Klassischer Hausnotruf: Notrufknopf für zuhause, der mit einer Basisstation verbunden ist.
- Mobiler Hausnotruf: Tragbares Gerät mit GPS, das auch unterwegs funktioniert.
- Hausnotruf-App: Notruffunktion über eine Smartphone-App.
Worauf solltest du beim Hausnotruf achten?
Hausnotrufdienste unterscheiden sich vor allem bei Kosten, Service und Zusatzfunktionen. Vor der Entscheidung lohnt es sich deshalb, auf einige wichtige Punkte zu achten.
- Monatliche Kosten: Je nach Anbieter und Tarif liegen die Preise meist zwischen etwa 25 und 40 Euro pro Monat.
- Vertragsbedingungen: Laufzeiten und Kündigungsfristen sollten möglichst transparent sein.
- Reaktionszeit der Notrufzentrale: Im Ernstfall zählt vor allem schnelle Hilfe.
- Zusatzfunktionen: Einige Anbieter bieten Extras wie mobile Geräte oder Sturzerkennung an.
- Installation und Beratung: Eine einfache Einrichtung und gute Beratung erleichtern den Einstieg deutlich.
Ein Hausnotruf kann dabei helfen, im Alltag länger selbstständig und sicher zuhause zu leben. Für viele Senioren gehören deshalb auch Hilfsmittel wie Rollatoren, Blutdruckmessgeräte oder andere Gesundheitsprodukte zum Alltag.
Was kostet ein Hausnotruf?
Viele Hausnotrufdienste verlangen eine monatliche Grundgebühr für Gerät und Notrufzentrale. Je nach Anbieter und Zusatzleistungen können sich die Kosten allerdings unterscheiden.
Typische Kosten im Überblick:
- Basispaket Hausnotruf: meist etwa 25 bis 30 € pro Monat
- Installation: oft kostenlos oder einmalig etwa 10 bis 50 €
- Zusatzleistungen (z. B. Sturzerkennung): meist 5-15 € pro Monat
Gut zu wissen: Bei anerkannter Pflegebedürftigkeit übernimmt die Pflegekasse oft bis zu 25,50 Euro pro Monat für den Hausnotruf.
FAQ — Häufige Fragen zum Hausnotruf
Vor der Entscheidung für einen Hausnotruf stellen sich viele Angehörige und Betroffene ähnliche Fragen – etwa zu Kosten, Funktionen oder der Kostenübernahme durch die Pflegekasse. Die wichtigsten Antworten im Überblick.
Für wen ist ein Hausnotruf sinnvoll?
Hausnotrufsysteme eignen sich besonders für ältere Menschen, die allein leben oder sich zuhause mehr Sicherheit wünschen. Vor allem bei gesundheitlichen Einschränkungen oder einem erhöhten Sturzrisiko kann ein Hausnotruf dabei helfen, im Notfall schnell Hilfe zu rufen.
Funktioniert ein Hausnotruf auch unterwegs?
Ja. Einige Anbieter bieten mobile Hausnotrufsysteme mit GPS an, die auch außerhalb der Wohnung genutzt werden können.
Übernimmt die Pflegekasse die Kosten?
Bei anerkannter Pflegebedürftigkeit übernimmt die Pflegekasse häufig bis zu 25,50 Euro pro Monat für den Hausnotruf. Ab Pflegegrad 1 ist der Basistarif dadurch bei vielen Anbietern oft vollständig abgedeckt.
Welche Hilfsmittel unterstützen zusätzlich im Alltag?
Viele Menschen nutzen neben Hausnotrufsystemen weitere Alltagshilfen, um möglichst lange selbstständig zuhause leben zu können. Dazu gehören zum Beispiel Rollatoren, Inkontinenzprodukte, Blutdruckmessgeräte oder Einkaufstrolleys.
- Verwandte Themen: Pflegebedarf
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13 Kommentare
wenn ich das richtig sehe, ist dies das Ergebnis der Stiftung Warentest aus Heft 8/1918. Es ist doch anzunehmen, dass die Anbieter, zumindest bei Unzulänglichkeiten in den Formalitäten, inzwischen nachgebessert haben. Wo ist eine aktuelle Bewertung zu finden?
Liebe Frau Landvogt,
das ist richtig! Sobald es einen neuen Test der Stiftung Warentest gibt, wird dieser hier aktualisiert.
Schöne Grüße,
Saskia
Bei der telefonischen Vermittlung zur Firma Libify wurden meine Angaben zur Person aufgenommen
(das Übliche). Zum Schluß sollte ich dann unter Angabe meiner IBAN meine Einwilligung zu einer
Schufaüberprüfung abgeben. Ist das notwendig und legitim und dann noch telefonisch?
Hallo Dieter T.,
ob das üblich und legitim ist, wissen wir nicht. Mit sensiblen Daten sollten Sie aber vorsichtig sein. Die ING-DiBa schreibt, „es ist grundsätzlich möglich, dass Betrüger bei einem SEPA-Lastschriftverfahren eine IBAN angeben. Da die Banken nicht verpflichtet sind, Namen und die IBAN des zu belastenden Kontos beim SEPA-Lastschriftverfahren abzugleichen, kann auch eine ungenehmigte Abbuchung vorkommen.“ Es besteht aber die Möglichkeit, das Geld schnell und unproblematisch wieder zurückzubekommen.
Schöne Grüße,
Saskia
Der Deutsche Hausnotruf – hier nicht erwähnt! Bitte nicht empfehlen. Nur schlechte Erfahrung gemacht. Karl
Hallo Karl,
ok, danke für den Hinweis!
Liebe Grüße,
die Redaktion von Produkte im Test
Sehr geehrter Herr Krüger, welche Erfahrung haben Sie gemacht, ich bin gerade in der Auswahl und fand, dass sich das Angebot nicht schlecht anhörte. Ich freue mich über Ihre Einschätzung, das würde mir helfen. Und noch eine Frage: Für welchen Anbieter haben Sie sich denn nun entschieden? Viele Grüße, Andrea F.
Habe heute meinen Libify Hausnotruf zurückgesendet. Aufgrund eines drohenden Schlaganfalles (Blutdruck 221:114) drückte ich den Knopf und die Antwort war, dafür seien sie nicht zuständig und ich solle die 112 anrufen.
Ich hatte den Notruf privat, ohne Pflegegrad, und dies war nach fast 7 Monaten mein einziger „Hilferuf“.
Hallo Irmela,
das tut uns leid! Wir hoffen es geht Ihnen inzwischen wieder gut!
Herzliche Grüße,
das Team von Produkte im Test
Hallö, und gutes Neujahr.
Man kann sehr gute Notfalluhren kaufen,aber wie
bekommt man eine Bindung an eine Leitstelle ?
danke für jede Auskunft.
Hallo Knut,
vielen Dank! Ihnen auch ein gutes neues Jahr! :) Notfalluhren haben eine integrierte SIM-Karte und verbinden sich bei Knopfdruck via Mobilfunk oder über eine Basisstation mit der (Haus-)Notrufzentrale. Diese ermittelt dann per GPS den Standort und alarmiert je nach Situation den Rettungsdienst oder Ihre Angehörigen.
Herzliche Grüße,
Saskia von Produkte im Test
Es ist zum Mäusemelken … Die Geschichte lehrt, dass „Not“ – in seinen verschiedenen Varianten – ganze Systeme auslöschen kann – genauso aber auch überbordender Wohlstand mit seinen kaum noch zu bewältigenden und durchschaubaren Angeboten sich dafür eignet. Der Wust und Wirrwar von Angeboten
stellt für den hier Suchenden eine Überforderung dar. I
Ich suche ganz schlicht und einfach für mich ein Produkt/Uhr, die ihr Geld wert ist – für innen und außen – leichte und sichere Bedienung – versprochene Leistungen einhält – ohne versteckte Überraschungen.
Ich bin 80 Jahre – alleinstehend – Kontakte fast alle weg – Sturzgefahr immer möglich. Und ich bin eine Frau, die ein Produkt erwartet, das im Aussehen jünger als 80 aussieht. Danke, wenn mir geholfen werden kann
Hallo Bärbel,
ich verstehe Ihre Situation. Ich habe einen Vater in Ihrem Alter und wir haben die gleichen Themen. :) Es gibt mobile Notrufuhren für Senioren, die aussehen wie eine gängige Smartwatch und folgende Funktionen bieten
– Notruf per Knopfdruck oder Sprachbefehl
– GPS-Ortung, um im Notfall Ihren genauen Standort zu ermitteln
– Automatische Fall- und Sturzerkennung
– Vitaldaten erfassen
Diese Uhren kosten zwischen 100 und 300 Euro. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen gerne ein paar Modelle nennen.
Herzliche Grüße,
Saskia