So bestimmen Sie Ihren Hauttyp und vermeiden Sie Sonnenbrand

Egal, ob im Urlaub oder zu Hause: Wenn die Sonne vom Himmel lacht, zieht es viele Menschen nur noch ins Freie. So schön sonnige Tage auch sind, die Sonneneinstrahlung ist nicht ganz ungefĂ€hrlich. Wer sich ungeschĂŒtzt in der Sonne aufhĂ€lt, riskiert unangenehmen Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und im schlimmsten Fall sogar Hautkrebs. Ein guter Sonnenschutz mit einem ausreichenden Lichtschutzfaktor ist daher Pflicht, nicht nur in sĂŒdlichen LĂ€ndern. Wie unterscheiden sich die einzelnen Sonnenschutzmittel? FĂŒr wen eignet sich Sonnencreme? Und wer braucht Sunblocker? Mit welchen Mitteln können Sie sich außerdem vor der Sonne schĂŒtzen? Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen rund um das Thema Sonnenschutz.

Bilder von der Amazon Product Advertising API / Beworbene Produkte (Anzeige) / Amazon-Partnerlinks

Welche Sonnenschutzmittel gibt es?

Sonnencreme und Sonnenmilch

Sonnencreme ist der Klassiker unter den Sonnenschutzmitteln, auch als Sonnenmilch bezeichnet. Sie lĂ€sst sich besonders dick auftragen und bietet daher einen guten Schutz – der umso höher ist, je höher der Lichtschutzfaktor ausfĂ€llt. Ihre Schutzwirkung erreichen Sonnenschutzmittel durch einen speziellen Filter. Es gibt zwei verschiedene Arten:

  • Organische Filter dringen unter die OberflĂ€che der Haut, nehmen UV-Strahlung auf und wandeln diese in WĂ€rme um. Organische Filter sind chemische Filter, empfindliche Menschen können auf diese allergisch reagieren.
  • Mineralische Filter arbeiten mit Mikropigmenten, die nicht in die Haut eindringen, sondern das Sonnenlicht reflektieren. Verwendung finden etwa Titandioxid, Zinkoxid oder Magnesiumoxid.

Der Preis sagt nichts ĂŒber die QualitĂ€t der Sonnenmilch aus. Auch gĂŒnstige Sonnencremes aus dem Drogeriemarkt bieten zuverlĂ€ssigen Schutz. Achten Sie beim Kauf auf den Lichtschutzfaktor und die verwendeten Filter. Im Handel haben Sie die Auswahl zwischen gĂ€ngigen Marken wie NIVEA, Garnier oder Ladival. Marken wie nubis med und Eco bieten Sonnenschutzcreme ohne ZusĂ€tze fĂŒr empfindliche Haut, Allergiker und Kinder an.

Sonnenlotion und Sonnenspray

Sonnenlotion ist etwas leichter und weniger fettig als herkömmliche Sonnencremes. Sie zieht schneller in die Haut ein und hinterlĂ€sst keinen Film. Sonnenspray unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung nicht von Sonnencreme, sondern kommt lediglich in einer anderen Darreichungsform daher. Sonnenspray wird, wie der Name schon andeutet, auf die Haut gesprĂŒht und soll daher besonders leicht aufzutragen sein. Sonnenlotion und Spray gibt es ebenfalls von vielen verschiedenen Marken wie NIVEA und Garnier, auch als Naturkosmetik zum Beispiel von Lavera.

Achtung! Vermeiden Sie es, unter Druck stehende SprĂŒhflaschen der direkten Sonne auszusetzen. Durch die Hitzeeinwirkung können die SprĂŒhflaschen explodieren.

Sunblocker

Als Sunblocker werden Sonnenschutzmittel mit einem besonders hohen Lichtschutzfaktor (ab LSF 40) bezeichnet. Sunblocker sind in der Regel wasserfest und eignen sich daher fĂŒr Sportler und Wassersportler, aber beispielsweise auch fĂŒr Skifahrer, die sich in den verschneiten Bergen starker und reflektierter Sonnenstrahlung aussetzen.

Tipp der Redaktion

Welche Sonnenschutzmittel sind die besten? Hier finden Sie Testberichte ĂŒber Sonnenschutzmittel, darunter auch zertifizierte Naturkosmetik.

Welcher Hauttyp braucht welchen Sonnenschutzfaktor?

Foto: olga pink | Fotolia

Foto: olga pink | Fotolia

Um den richtigen Sonnenschutz auszuwĂ€hlen, sollten Sie Ihren Hauttyp kennen. Nach dem Hauttyp richtet sich auch die Eigenschutzzeit Ihrer Haut, also die Zeit, die Sie theoretisch ohne zusĂ€tzlichen Schutz in der Sonne verbringen können. Bei sehr hellhĂ€utigen Menschen betrĂ€gt diese Zeit maximal zehn Minuten. Sonnenempfindliche, helle Haut hat einen Eigenschutz von 20 Minuten, hellbraune Haut von 30 Minuten. SĂŒdlĂ€ndische, dunkelbraune Haut weist einen noch lĂ€ngeren Eigenschutz auf. Kinder sollten maximal zehn Minuten ohne Schutz in der Sonne bleiben.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) der Sonnencremes verlĂ€ngert den Zeitraum, fĂŒr den Sie sich in der Sonne aufhalten dĂŒrfen. Hat Ihre Haut beispielsweise eine Eigenschutzzeit von zehn Minuten und Sie nutzen Lichtschutzfaktor 30, dĂŒrfen Sie 300 Minuten in der Sonne bleiben. Anhand Ihres Hauttyps können Sie nun den richtigen LSF auswĂ€hlen:

  • sehr helle Haut: LSF 30 bis 50+
  • helle Haut: LSF 20 bis 50
  • hellbraune Haut: LSF 15 bis 30
  • dunkler Hauttyp: LSF 10 bis 15

Cremen Sie sich gut 20 bis 30 Minuten vor dem geplanten Sonnenbad ein. Tragen Sie den Sonnenschutz dabei großzĂŒgig auf und lassen Sie keine Hautpartien aus. Cremen Sie außerdem hĂ€ufiger nach; der schĂŒtzende Film auf der Hat nutzt sich nĂ€mlich auch dann ab, wenn Sie nicht baden gehen. Auf dieser Seite können Sie Ihren Hauttyp bestimmen und finden weitere Tipps fĂŒr richtiges Verhalten bei Sonnenschein. Welche Sonnencremes mit hohem LSF im Test der Stiftung Warentest ĂŒberzeugen, lesen Sie hier.

Tipp der Redaktion

Empfindliche Kinderhaut muss besonders gut geschĂŒtzt werden, da die hauteigenen Schutzmechanismen noch nicht ausgereift sind. Neben Shirt, Hose, Hut und Sonnenschirm empfiehlt sich die Verwendung spezieller Sonnenschutzmittel fĂŒr Kinder. Welche Produkte im Test ĂŒberzeugen, lesen Sie hier.

Wie entsteht Sonnenbrand?

Foto: BillionPhotos.com | Fotolia

Foto: BillionPhotos.com | Fotolia

Das Licht der Sonne setzt sich aus Strahlung in unterschiedlichen WellenlĂ€ngen zusammen. FĂŒr die menschliche Haut gefĂ€hrlich werden können die sogenannten UV-Strahlen, ultraviolette Strahlen, die vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden. UV-Strahlen werden noch einmal in UV-A und UV-B-Strahlen unterteilt. UV-A Strahlen sorgen fĂŒr kurzfristige BrĂ€une, setzen aber auch freie Radikale frei und lassen die Haut altern. Durch UV-B Strahlen bildet sich in den Hautzellen Melanin, die Haut wird braun. UV-B Strahlen sind allerdings stark sonnenbranderzeugend und können HautverĂ€nderungen bis hin zum Krebs hervorrufen.

Treffen UV-Strahlen auf ungeschĂŒtzte Haut, sorgen sie dort fĂŒr EntzĂŒndungen, Botenstoffe wie Histamin werden freigesetzt. Die GefĂ€ĂŸe erweitern sich, was zu den typischen Symptomen des Sonnenbrandes fĂŒhrt:

  • rote Haut
  • höhere Durchblutung, entsprechend erwĂ€rmte Haut
  • FlĂŒssigkeit tritt ins Gewebe aus, es bilden sich Blasen

Diese Ă€ußerlichen Symptome sind unangenehm, aber noch lĂ€ngst nicht die gefĂ€hrlichsten: Werden die pigmentbildenden Zellen der Ă€ußeren Hautschicht gereizt, geben sie Farbe ab. Dadurch entstehen zunĂ€chst harmlose dunkle Pigmentflecken. Diese Zellen können nun aber auch mutieren: VerĂ€ndert sich das Erbmaterial der Hornhautzellen, kann weißer Hautkrebs entstehen. Mutieren die pigmentbildenden Zellen, besteht die Gefahr des schwarzen Hautkrebses. DarĂŒber hinaus lassen UV-Strahlen die Haut altern. Zu hĂ€ufiger und ungeschĂŒtzter Aufenthalt in der Sonne fĂŒhrt daher zu unschönen Falten.

So vermeiden Sie Sonnenbrand

Da Sonnenbrand sehr gefĂ€hrlich werden kann, sollten Sie ihn gar nicht erst entstehen lassen. Vorbeugen können Sie nicht nur mit der richtigen Sonnenschutzcreme, sondern auch durch einige andere Maßnahmen:

✓ Liegen Sie entspannt am Strand oder im Garten, sollten Sie auf Sonnenschirm oder Sonnensegel nicht verzichten. Schaffen Sie sich mit diesen Hilfsmitteln ein schattiges PlĂ€tzchen. Braun werden Sie auch unter dem Sonnensegel – aber wesentlich schonender.

✓ Mittags steht die Sonne am höchsten und erreicht ihre volle Kraft. Vermeiden Sie daher die Mittagshitze und sonnen Sie sich lieber am Morgen und am Abend. Verzichten Sie aber auch dann nicht auf einen zuverlĂ€ssigen Sonnenschutz.

✓ Lange, blickdichte Kleidung schĂŒtzt vor Sonnenstrahlen – allerdings nur bedingt: Viele KleidungsstĂŒcke lassen noch einen Teil der UV-Strahlen durch. Planen Sie einen lĂ€ngeren Aufenthalt in der Sonne, cremen Sie sich daher auch unter Ihrer Kleidung mit Sonnenschutzmitteln ein. Sehr hellhĂ€utige Menschen können sich auch nach spezieller UV-Schutzkleidung umsehen.

✓ Denken Sie auch an Ihren Kopf! Bei lĂ€ngeren Aufenthalten in der Sonne ist eine Kopfbedeckung Pflicht. Alternativ können Sie Kopfhaut und Nacken auch mit einem Sonnenschirm vor den UV-Strahlen schĂŒtzen.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Jetzt ist es doch passiert, die Haut ist nach dem Sonnenbad rot, brennt und pellt sich. Die erste Maßnahme: kĂŒhlen. Feuchte UmschlĂ€ge bringen Linderung, ebenso kann ein kĂŒhlendes Sonnengel aufgetragen werden oder eine After-Sun-Lotion. Von Hausmitteln wie Quark raten HautĂ€rzte ab, da diese Bakterien in die Haut eindringen lassen können. Ist die Haut stark verbrannt, bilden sich etwa nĂ€ssende Blasen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Die richtige Pflege nach dem Sonnenbad

Selbst, wenn Sie gute Sonnenschutzmittel verwenden: Der Aufenthalt in der Sonne stresst die Haut, zudem verliert sie Feuchtigkeit, die Sie ihr nun wieder zufĂŒhren mĂŒssen.

  • Dabei hilft zum Beispiel ein Sonnengel mit Aloe Vera (hier erhĂ€ltlichSonnengel mit Aloe Vera bei Amazon), das die Haut gleichzeitig kĂŒhlt.
  • After-Sun-Lotion (hier erhĂ€ltlichAfter-Sun-Lotion bei Amazon) ist ebenfalls genau auf die Haut nach dem Sonnenbad abgestimmt, liefert wertvolle Feuchtigkeit und soll außerdem der Hautalterung vorbeugen. WĂ€hlen Sie am besten eine Pflege ohne ParfĂŒmzusĂ€tze und andere Zusatzstoffe.
  • Trinken Sie viel. Eine ausreichende FlĂŒssigkeitszufuhr ist wichtig, um den FlĂŒssigkeitsverlust an heißen Tagen auszugleichen.

Fazit: Egal, welcher Hauttyp Sie sind: Auf hochwertige Sonnenschutzmittel sollten Sie nicht verzichten, weder im Urlaub noch beim Sonnenbad im heimischen Garten. SchĂŒtzen Sie Ihre Haut, wird der Aufenthalt in der Sonne zum VergnĂŒgen ohne Reue.


FĂŒr glatte Haut: Die 3 besten Epilierer bis 50 Euro FĂŒr glatte Haut: 20 Nassrasierer fĂŒr Damen auf dem PrĂŒfstand ErsatzbĂŒrstenköpfe fĂŒr elektrische ZahnbĂŒrsten: Halten sie mit den Originalen mit? Elektrische ZahnbĂŒrsten im Vergleich: Gute Modelle gibt es schon ab 8 Euro