Frontscheinwerfer und Rücklichter fürs Rad erhöhen die Sicherheit. Sind sie ausreichend hell, ermöglichen sie nicht nur eine bessere Sicht, sondern sorgen auch dafür, dass Fahrradfahrer von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen werden. Dabei sollten sie allerdings nach Möglichkeit nicht blenden. In den vergangenen Jahren sind Fahrradleuchten immer besser geworden. Insbesondere die LED-Technologie kann überzeugen: LEDs sind besonders hell, blenden wenig und arbeiten energiesparend. Um die beste Fahrradbeleuchtung zu finden, hat Stiftung Warentest 13 Frontscheinwerfer und sechs Rücklichter fürs Rad getestet (Heft 09/2020). Jedes getestete Fahrradlicht arbeitet mit einer Batterie und eignet sich dafür, Mountainbikes, Renn- und Urbanräder nachzurüsten. Der beste Frontscheinwerfer im Test ist ein vergleichsweise teures Modell, doch auch wer eine Fahrradbeleuchtung günstig kaufen möchte, findet viele empfehlenswerte Kandidaten. Von den sechs Rücklichtern erhalten fünf die Note „Gut“.

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13 Frontscheinwerfer fürs Fahrrad im Test

Die beste Fahrradbeleuchtung im Test kommt von Trelock

Der beste Frontscheinwerfer mit Batterie im Test ist der Trelock LS 760 I-Go Vision (etwa 99 Euro). Stiftung Warentest vergibt für das Fahrradlicht die Note „Sehr gut“. Der Frontscheinwerfer ist sehr hell ohne zu blenden, lässt sich einfach montieren sowie laden und eignet sich für die tägliche Anwendung. Er bietet bis zu 40 m Vorausschau. Zudem erweist er sich als sehr haltbar.

Die Ergebnisse für den Trelock LS 760 I-Go Vision im Überblick:
+ Licht und Sicht
+ Handhabung
+ Haltbarkeit

Merkmale:
Beleuchtungsstärke auf höchster/ niedrigster Stufe laut Anbieter: 100/ 20 Lux
gemessene max. Beleuchtungsstärke: 98 Lux
gemessene Leuchtdauer auf höchster/ niedrigster Stufe: 6:20/ 18:00 h
gemessene Ladedauer: 4:30 h
Gewicht ohne Halterung: 140 g
Länge x Breite x Höhe: 118 x 42 x 48 mm
Halterung fest am Rad
separate Lenkerhaltung als Zubehör erhältlich (3,90 Euro)
Beleuchtungsmodi: 5
mit Powerbankfunktion


Platz 2 geht an den Frontscheinwerfer von Busch+Müller

Die Note „Gut“ geht an das Fahrradlicht Busch+Müller Ixon Space (etwa 143 Euro). Es leuchtet etwa 15 m weit voraus und blendet wenig, ist im Test sogar heller als angegeben. Die Leuchtdauer ist mit vier Stunden auf höchster Stufe allerdings recht kurz. Die Handhabung ist einfach und auch die Haltbarkeit überzeugt.

Die Ergebnisse für den Busch+Müller Ixon Space im Überblick:
+ Licht und Sicht
+ Handhabung
+ Haltbarkeit

Merkmale:
Beleuchtungsstärke auf höchster/ niedrigster Stufe laut Anbieter: 150/ 10 Lux
gemessene max. Beleuchtungsstärke: 162 Lux
gemessene Leuchtdauer auf höchster/ niedrigster Stufe: 4:00/ 30:30 h
gemessene Ladedauer: 6:50 h
Gewicht ohne Halterung: 224 g
Länge x Breite x Höhe: 130 x 45 x 53 mm
Halterung fest am Rad
separate Lenkerhaltung als Zubehör erhältlich (10,90 Euro)
Beleuchtungsmodi: 8
mit Powerbankfunktion


Preis-Leistungs-Sieger: Der Frontscheinwerfer von Cateye

Der Cateye Gvolt 50 kostet nur 37 Euro, überzeugt aber durch starke Leuchtkraft und geringe Blendung. Der Frontscheinwerfer leuchtet deutlich heller als angegeben und bis zu 45 m weit, die Leuchtdauer auf höchster Stufe beträgt jedoch nur dreieinhalb Stunden. Er eignet sich eher für den gelegentlichen Einsatz, ist aber stabil, korrosions- und spritzwassergeschützt und belastbar.

Die Ergebnisse für den Cateye Gvolt 50 im Überblick:
+ Licht und Sicht
+ Haltbarkeit
Handhabung

Merkmale:
Beleuchtungsstärke auf höchster/ niedrigster Stufe laut Anbieter: 50/ 10 Lux
gemessene max. Beleuchtungsstärke: 74 Lux
gemessene Leuchtdauer auf höchster/ niedrigster Stufe: 3:30/ 18:20 h
gemessene Ladedauer: 6:10 h
Gewicht ohne Halterung: 94 g
Länge x Breite x Höhe: 106 x 35 x 39 mm
Halterung fest am Rad
separate Lenkerhaltung als Zubehör erhältlich (4,00 Euro)
Beleuchtungsmodi: 2


Fünf weitere Frontscheinwerfer sind „gut“

Fünf weitere Scheinwerfer fürs Rad bewertet Stiftung Warentest mit der Note „Gut“, darunter die günstigen Modelle Axa Compactline 35 USB (etwa 31 Euro) und Sigma Aura 35 USB (etwa 25 Euro). Sie sind weniger hell als die Testsieger, die Axa Fahrradbeleuchtung ist im Nahbereich sogar sehr dunkel, die Modelle zeichnen sich aber durch eine einfache Handhabung und eine haltbare Verarbeitung aus.

Drei Modelle sind „befriedigend“:

  • der Lunivo Vegas F40 – RSL (etwa 40 Euro),
  • der Decathlon FL 900 (etwa 26 Euro) und
  • der Lezyne Power Pro 80 (etwa 48 Euro).

Zur Abwertung führt vor allem die geringe Leuchtdauer. Der Lezyne-Scheinwerfer lässt sich zudem nur schwer laden. Der Prophete LED-Batteriescheinwerfer (etwa 29 Euro) und der XLC Sirius B40 (etwa 31 Euro) bekommen trotz „befriedigender“ oder sogar „guter“ Leuchtleistung nur die Gesamtnote „Ausreichend“. Bei beiden Frontlichtern bricht im Falltest das Lampenglas.


Die besten Rücklichter fürs Rad

Der Testsieg geht an Sigma

Als bestes Fahrrad-Rücklicht im Test überzeugt das Sigma Blaze (etwa 20 Euro). Es ist hervorragend verarbeitet und leuchtet besonders hell. Die Leuchtdauer könnte etwas länger, die Ladedauer etwas geringer sein. Insgesamt bekommt das Rücklicht die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für das Sigma Blaze im Überblick:
+ Licht und Sicht
+ Handhabung
+ Haltbarkeit

Merkmale:
gemessene Lichtstärke: 11 Candela
gemessene Leuchtdauer: 10:50 h
gemessene Ladedauer: 2:50 h
Gewicht ohne Halterung: 27 g
Länge x Breite x Höhe: 63 x 25 x 30 mm
separate Lenkerhaltung als Zubehör erhältlich (2,95 Euro)
Ein- und Ausschaltautomatik
Bremslichtfunktion
Beleuchtungsmodi: 2


Auch Büchel bietet ein gutes Rücklicht

Das Büchel Duo LED Stoptech (etwa 27 Euro) erhält ebenfalls die Gesamtnote „Gut“. Es ist hell und sehr gut verarbeitet sowie einfach zu montieren und anzuwenden. Lediglich die Leuchtdauer fällt etwas kurz aus.

Die Ergebnisse für das Büchel Duo LED Stoptech im Überblick:
+ Licht und Sicht
+ Handhabung
+ Haltbarkeit

Merkmale:
gemessene Lichtstärke: 6 Candela
gemessene Leuchtdauer: 8:50 h
gemessene Ladedauer: 2:50 h
Gewicht ohne Halterung: 20 g
Länge x Breite x Höhe: 65 x 23 x 22 mm
Halterung fest am Rad
Ein- und Ausschaltautomatik
Bremslichtfunktion
Beleuchtungsmodi: 2


Platz 3 geht an das Rücklicht von Trelock

Gut und günstig ist das Trelock LS 720 Reego (etwa 18 Euro). Es ist hell und weist eine vergleichsweise lange Leuchtdauer auf. Die Montage ist einfach, zudem ist es stabil und haltbar verarbeitet. Die Gebrauchsanleitung könnte besser sein. Insgesamt vergibt Stiftung Warentest die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für das Trelock LS 720 Reego im Überblick:
+ Licht und Sicht
+ Handhabung
+ Haltbarkeit

Merkmale:
gemessene Lichtstärke: 5 Candela
gemessene Leuchtdauer: 12:10 h
gemessene Ladedauer: 1:50 h
Gewicht ohne Halterung: 27 g
Länge x Breite x Höhe: 54 x 36 x 22 mm
Halterung fest am Rad
Ein- und Ausschaltautomatik
separate Halterung als Zubehör erhältlich (3,90 Euro)
Beleuchtungsmodi: 1


Nur das Cateye-Rücklicht ist “befriedigend”

Die Note „Gut“ erhalten auch das Busch+Müller Ixxi (etwa 16 Euro) und das Axa Compactline Rear USB (etwa 12 Euro). Wer eine Fahrradbeleuchtung günstig kaufen möchte, ist mit diesen Modellen gut beraten. Das Rücklicht von Busch+Müller wird zwar nur wenig hell, hilft aber dennoch dabei, besser gesehen zu werden. Die Note „Befriedigend“ gibt es für das Cateye Rapid Micro G (etwa 19 Euro). Es ist zwar sehr hell, leuchtet aber nur etwa fünf Stunden lang.

Fazit: Eine gute Fahrradbeleuchtung muss nicht zwangsläufig teuer sein. Das zeigt der Test von Stiftung Warentest (Ausgabe 09/2020). Bester Frontscheinwerfer fürs Fahrrad im Test ist das Modell von Trelock. Gut und günstig leuchtet das Frontlicht von Cateye. Als bestes Fahrrad-Rücklicht im Test überzeugt das Sigma Blaze, das günstigste und ebenfalls gute Modell kommt von Axa.

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