Guter Durchblick: Diese Fensterreinigungsgeräte erleichtern das Putzen

Schön sauber sollen die Fenster sein, am besten komplett streifenfrei. Das erfordert jedoch viel Arbeit. Fensterreinigungsgeräte helfen, das Putzen zu erleichtern. Sie saugen das Putzwasser einfach von den Fenstern. Das geht schneller als herkömmliches Fensterputzen und soll noch dazu gründlicher sein. Die praktischen Haushaltshelfer gibt es bereits ab 30 Euro, die Preisspanne reicht bis zu 250 Euro. Doch welchen Fenstersauger kaufen? Ein Testbericht von Stiftung Warentest hilft weiter. Die Verbraucherschützer haben sich elf Fenstersauger im Test vorgenommen (Heft 5/2019). Die meisten Testkandidaten bringen eine Sprühflasche mit Wischaufsatz mit, den sogenannten Einwascher. Lediglich der Vorwerk Kobold VG100 wischt und saugt gleichzeitig. Viele Fenstersauger hinterlassen tatsächlich streifenfrei sauberes Glas. Drei Geräte sind allerdings undicht.

Letzte Aktualisierung am 22.08.2019 / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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Die fünf besten Fenstersauger im Test

Testsieger Kärcher ist schnell und gründlich

Zum besten Fenstersauger im Vergleich ernennt Stiftung Warentest den Kärcher WV 5 Premium (etwa 61 Euro bei Amazon). Im Set enthalten sind ein wechselbarer Akku sowie ein Abstandhalter zum Fenster. Lediglich das Verlängerungsset muss bei Bedarf hinzugekauft werden. Glas lässt sich mit dem Fenstersauger von Kärcher streifenfrei reinigen, etwas weniger gut funktioniert er auf Fliesen. Er arbeitet sehr leise und lässt sich anschließend einfach wieder reinigen. Dafür gibt es die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für den Kärcher WV 5 Premium im Überblick:
+ Reinigen
+ Handhabung
+ Akku
+ Geräusch
+ Sicherheit und Fallprüfung

Merkmale:
Typ: Fensterreinigungsgerät mit separatem Einwascher
Akku wechselbar, Ladegerät enthalten
Breite der Saugdüse: 28 cm
Breite der zusätzlichen Saugdüse: 17 cm
Gewicht inklusive großer Saugdüse: 0,7 kg
Maße der Teleskopstange: 121 – 202 cm
Volumen des Schmutzwassertanks: 110 ml
Laufzeit/ Ladezeit des Akkus: 44 min/ 143 min


Bosch putzt Fenster ebenfalls sehr sauber

Eine flinke und gründliche Hilfe beim Fensterputzen ist auch der Bosch GlassVac (etwa 50 Euro bei Amazon). Er arbeitet ähnlich gut wie der Testsieger von Kärcher und hinterlässt streifenfrei sauberes Glas. Auf Fliesen schwächelt er etwas. Stiftung Warentest kritisiert außerdem, dass sich der Schmutzwassertank nicht abnehmen lässt. Außerdem ist der Fenstersauger von Bosch vergleichsweise laut. Insgesamt erhält er die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für den Bosch GlassVac im Überblick:
+ Reinigen
+ Handhabung
+ Akku
+ Sicherheit und Fallprüfung
Geräusch

Merkmale:
Typ: Fensterreinigungsgerät mit separatem Einwascher
Ladegerät enthalten
Breite der Saugdüse: 27 cm
Breite der zusätzlichen Saugdüse: 13 cm
Gewicht inklusive großer Saugdüse: 0,7 kg
Volumen des Schmutzwassertanks: 90 ml
Laufzeit/ Ladezeit des Akkus: 50 min/ 129 min


Der 3. Platz geht an einen weiteren Fenstersauger von Kärcher

Den 3. Platz erreicht der Kärcher WV 2 Premium (etwa 50 Euro bei Amazon). Er bekommt ebenfalls die Note „Gut“. und überzeugt mit seiner raschen und gründlichen Arbeitsweise. Glas und Fliesen reinigt er allerdings nicht komplett streifenfrei. Die Akkulaufzeit ist vergleichsweise kurz.

Die Ergebnisse für den Kärcher WV 2 Premium im Überblick:
+ Reinigen
+ Handhabung
+ Akku
+ Geräusch
+ Sicherheit und Fallprüfung

Merkmale:
Typ: Fensterreinigungsgerät mit separatem Einwascher
Ladegerät enthalten
Breite der Saugdüse: 28 cm
Breite der zusätzlichen Saugdüse: 17 cm
Gewicht inklusive großer Saugdüse: 0,6 kg
Maße der Teleskopstange: 121 – 202 cm
Volumen des Schmutzwassertanks: 100 ml
Laufzeit/ Ladezeit des Akkus: 26 min/ 128 min


Der AEG-Fenstersauger arbeitet sehr leise

Der AEG WX7 / X Crystal Clean (etwa 80 Euro) fällt im Test durch seine leise Arbeitsweise auf. Er lässt sich einfach anwenden und ist stabil verbaut. Seine Putzleistung bewertet Stiftung Warentest jedoch nur mit der Teilnote „Befriedigend“. Vor allem auf Fliesen zeigt er Schwächen. Mit 111 Minuten Akkulaufzeit bietet er dafür eine große Reichweite. Die Gesamtnote lautet „Gut“.

Die Ergebnisse für den AEG WX7 / X Crystal Clean im Überblick:
+ Handhabung
+ Akku
+ Geräusch
+ Sicherheit und Fallprüfung
Reinigen

Merkmale:
Typ: Fensterreinigungsgerät mit separatem Einwascher
Ladegerät enthalten
Breite der Saugdüse: 29 cm
Breite der zusätzlichen Saugdüse: 17 cm
Gewicht inklusive großer Saugdüse: 0,7 kg
Maße der Teleskopstange: 113 – 187 cm
Volumen des Schmutzwassertanks: 75 ml
Laufzeit/ Ladezeit des Akkus: 111 min/ 182 min


Der Fenstersauger von Leifheit putzt gut, ist aber laut

Wer einen günstigen Fenstersauger kaufen möchte, kann zum Leifheit Fenstersauger Classic (etwa 47 Euro bei Amazon) greifen. Im Lieferumfang fehlt allerdings der Einwascher mit Wischtuch. Das Gerät putzt relativ gut, reinigt Fenster und Glas jedoch nicht komplett streifenfrei. Darüber hinaus brummt er sehr laut. Die Handhabung gestaltet sich einfach, nur das Wechseln des Schmutzwassertanks ist etwas umständlich. Als fünftbester Fenstersauger im Test erhält er die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für den AEG WX7 / X Crystal Clean im Überblick:
+ Reinigen
+ Handhabung
+ Akku
+ Sicherheit und Fallprüfung
Geräusch

Merkmale:
Typ: Fensterreinigungsgerät mit separatem Einwascher
Ladegerät enthalten
Breite der Saugdüse: 28 cm
Gewicht inklusive großer Saugdüse: 0,8 kg
Maße der Teleskopstange: 112 – 192 cm
Volumen des Schmutzwassertanks: 100 ml
Laufzeit/ Ladezeit des Akkus: 35 min/ 149 min


Diese drei Fenstersauger sind auch empfehlenswert

Die Note „Gut“ geht auch an die Fenstersauger mit separatem Einwascher von Severin SC 7141 Hygenius Glass Li 25 (etwa 38 Euro bei Amazon) und Kärcher WV Classic (etwa 55 Euro). Der Severin reinigt „gut“, wenn auch nicht streifenfrei. Die Putzleistung des Kärcher Classic ist dagegen „befriedigend“. Fenster putzt er gründlich, auf Fliesen schwächelt er. Beide Geräte sind recht laut. Als einziger Fensterreiniger im Test wischt und saugt der Vorwerk Kobold VG100 Fensterreiniger (etwa 249 Euro) gleichzeitig. Damit lässt sich viel Zeit sparen. Glas reinigt er gut, Fliesen etwas weniger gründlich. Aufgrund seiner Größe lässt er sich vor allem an der unteren Fensterkante schlecht manövrieren. Außerdem gehört er zu den lautesten Modellen im Test. Aufgrund der guten Putzleistung gibt es dennoch die Note „Gut“.


Drei Fenstersauger im Test sind undicht

An zwei Fensterreinigungsgeräte vergibt Stiftung Warentest die Note „Befriedigend“:

  • Der Leifheit Fenstersauger Dry&Clean (etwa 47 Euro bei Amazon) ist undicht, beim Putzen tropft Wasser aus dem Gerät. Auch seine Putzleistung ist nur mittelmäßig.
  • Wasser verliert auch das Sichler Akku-Fenstersauger-Set (etwa 34 Euro bei Amazon), das Glas mittelmäßig reinigt und auf Fliesen nicht überzeugt.
  • Ebenfalls undicht ist der Vileda Windomatic Power + Extra Spray Einwascher (etwa 39 Euro bei Amazon). Fensterputzen dauert mit ihm zudem recht lang. Dafür gibt es nur die Note „Ausreichend“.

Fenster streifenfrei putzen: 5 Tipps

  • Verwenden Sie Fenstersauger mit destilliertem Wasser und einen Schuss Allzweckreiniger.
  • Sprühen Sie Wasser und Reiniger mit der Sprühflasche auf die Scheibe und reinigen Sie das Glas mit dem Einwascher. Sehr stark verschmutzte Fenster sollten Sie vorwaschen.
  • Saugen Sie die Fenster ab, indem Sie die Sauglippe des Fenstersaugers leicht ans Glas drücken. Kleine Wasserreste am Rand wischen Sie mit einem Tuch weg.
  • Für hohe Fenster empfiehlt es sich, die Fenstersauger mit zusätzlicher Teleskopstange zu verwenden.
  • Nach dem Fensterputzen leeren Sie den Schmutzwassertank.

Fazit: Der beste Fensterreiniger 2019 heißt Kärcher WV 5 Premium. Zu diesem Ergebnis kommt Stiftung Warentest in Ausgabe 5/2019. Am meisten Zeit spart der Vorwerk Kobold VG 100, der gleichzeitig wischen und saugen kann. Allerdings ist er auch der teuerste Fenstersauger im Vergleich. Welche Fensterputzroboter im Test überzeugen, lesen Sie hier.