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Spaß für Kinder, mehr Sicherheit für besorgte Eltern: Kinder-Smartwatches versprechen einen doppelten Effekt. Im Vergleich zu Smartwatches für Erwachsene ist der Funktionsumfang eingeschränkt. Zugang zu WhatsApp, YouTube oder TikTok erhalten die Kids mit den Uhren nicht. Auch eigene Nachrichten können sie nicht schreiben, höchstens vorformulierte Texte verschicken. Dafür können Kinder mit den Uhren Schritte zählen oder Spiele spielen und erhalten dafür kleine Belohnungen. Eltern wiederum wissen dank der integrierten Ortungsfunktionen immer, wo ihre Sprösslinge stecken. Per Geofencing können sie sogar den Bereich eingrenzen, in dem sich der Nachwuchs bewegen darf. Verlässt das Kind diesen Bereich, sendet die Smartwatch eine Nachricht an die dazugehörige Eltern-App. Doch wie gut funktioniert das in der Praxis? Die Experten der Stiftung Warentest sind dieser Frage nachgegangen und haben acht Kinder-Smartwatches im Test gegenübergestellt (Heft 10/2023). Das Ergebnis: Die Ortung ist oft nicht so genau, wie es sich Eltern wünschen würden. Schon Häuserschluchten können das GPS-Signal einschränken.
⭐ Unsere Empfehlungen laut Stiftung Warentest
In der folgenden Tabelle siehst du die empfehlenswerten Smartwatches aus dem aktuellen Test von Stiftung Warentest auf einen Blick.
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Die besten Smartwatches für Kinder im Test von Stiftung Warentest
Nur drei der Kinder-Smartwatches im Test erhalten die Note „Gut“, darunter zwei mit Telefonfunktion und das einzige Modell ohne. Letztere ist auch die insgesamt beste Smartwatch für Kinder im Test: Die Garmin Bounce empfängt Text- sowie Sprachnachrichten sehr zuverlässig, bringt zusätzliche Kinderfunktionen mit, ist hochwertig verarbeitet und frei von Schadstoffen. Die Ortungs- und Sicherheitsfunktionen können ebenfalls überzeugen, Kritik gibt es an der SOS-Funktion und an der eher kurzen Akkulaufzeit.
Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die Xplora X6Play, die durch eine gute Telefonfunktion und stabile Verarbeitung auffällt, und die TCL Movetime Family Watch MT42X mit guten Ortungs- und Sicherheitsfunktionen. Alle drei Smartwatches weisen deutliche Mängel in der Datenschutzerklärung auf.
Die übrigen Kinder-Smartwatches im Test: Zwei sind „mangelhaft“
Zwei Kinder-Smartwatches bewertet Stiftung Warentest als „befriedigend“: Die Anio 5 weist nur mittelmäßige Kommunikations- und Kinderfunktionen auf, lässt sich aber einfach handhaben, ist stabil und schadstofffrei verarbeitet und erhebt nur sparsame Nutzerdaten. Die SOS-Funktion überzeugt, Ortung und Geofencing weniger. Der Akku hält vergleichsweise lange durch. Die Imoo Watch Phone Z1 verfügt über gute Kommunikations- und Kinderfunktionen, zeigt aber deutliche Schwächen bei den Ortungs- und Sicherheitsfunktionen. Der Akku hat eine recht lange Laufzeit, die stabile Verarbeitung frei von Schadstoffen gefällt den Testern ebenfalls.
Die Bea-fon 4G SOS Kinder Smartwatch SW1 (123 Euro) erhält die Note „Ausreichend“. Die Telefonfunktion überzeugt, die Ortungs- und Sicherheitsfunktionen sind immerhin noch mittelmäßig. Positiv fallen auch die vergleichsweise lange Akkulaufzeit und die schadstofffreie, stabile Verarbeitung auf. Die Abwertung erfolgt, da die Uhr über die Eltern-App die Aufnahme von Fotos ermöglicht, ohne die Kinder darauf hinzuweisen.
Zwei Kinder-Smartwatches sind lediglich „mangelhaft“: Die Soymomo Space 2.0 und die Technaxx Bibi & Tina 4G Kids-Watch werden aufgrund von Schadstoffen abgewertet. Das Modell von Soymomo weist zwar gute Kommunikationsfunktionen auf und überzeugt beim Geofencing, die Schließe des Armbands setzt aber mehr Nickel frei, als den gesetzlichen Grenzwerten entspricht. Nickel kann Kontaktallergien auslösen. Bei der Uhr von Technaxx geben die Ladekontakte Nickel an die Haut ab. Weitere Schwächen gibt es bei den Sicherheits- und Ortungsfunktionen. Alle getesteten Kinder-Smartwatches weisen deutliche Mängel in der Datenschutzerklärung auf. Einen Umwelttipp oder Preistipp ernennen die Tester in diesem Vergleichstest übrigens nicht. Der Preistipp lautet vielmehr, dem Nachwuchs für einfache Erreichbarkeit statt einer Smartwatch ein simples Tastenhandy mitzugeben.
Fazit
Wer eine Kinder-Smartwatch kaufen möchte, kann sich bei der Auswahl am Test der Stiftung Warentest orientieren (Ausgabe 10/2023). Drei der acht Testkandidaten erhalten die Note „Gut“. Allerdings weisen nur zwei davon gute Ortungsfunktionen auf. Zum Testsieger wird die Garmin Bounce. Sie hat keine Telefonfunktion, dafür funktionieren die Ortung und das Geofancing einwandfrei. Die TCL Movetime Family Watch MT42X bringt zudem eine zuverlässige SOS-Funktion mit. Bei der Xplora X6Play müssen Eltern leichte Abstriche bei den Ortungsfunktionen in Kauf nehmen, dafür bietet die Uhr gute Kommunikations- und Kinderfunktionen.
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💡 Worauf solltest du beim Kauf einer Kinder-Smartwatch achten?
Bei Kinder-Smartwatches kommt es vor allem auf Sicherheit, Kommunikation, Ortung und Bedienung an. Diese Faktoren entscheiden darüber, ob die Uhr im Alltag wirklich sinnvoll ist.
Sicherheit (entscheidend): Eine gute Kinder-Smartwatch ermöglicht es deinem Kind, dich jederzeit zu erreichen. Besonders wichtig ist eine SOS-Taste, mit der dein Kind im Notfall sofort Hilfe rufen kann.
Anruffunktion: Die meisten Modelle funktionieren ähnlich wie ein eingeschränktes Smartphone. Dein Kind kann nur vorher festgelegte Kontakte anrufen – das erhöht die Sicherheit deutlich.
GPS-Ortung: Mit GPS kannst du sehen, wo sich dein Kind befindet. Das ist besonders hilfreich auf dem Schulweg oder bei Ausflügen.
Schulmodus: Viele Geräte bieten einen Modus, der die Uhr während der Schulzeit einschränkt, damit dein Kind nicht abgelenkt wird.
Bedienung: Die Uhr sollte einfach zu bedienen sein – gerade für jüngere Kinder ein wichtiger Punkt.
💡 Kinder-Smartwatch oder Handy – was ist besser?
Viele Eltern stehen vor genau dieser Frage. Beide Optionen haben ihre Vorteile, unterscheiden sich aber deutlich im Alltag.
| Gerät | Vorteile | Nachteile | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Kinder-Smartwatch | immer erreichbar, GPS-Ortung, einfache Bedienung | weniger Funktionen als ein Smartphone | Beste Wahl für Sicherheit & Schulweg |
| Smartphone | mehr Funktionen, vielseitig | höhere Ablenkung, weniger Kontrolle | Erst für ältere Kinder sinnvoll |
Kinder-Smartwatches sind bewusst einfach gehalten und vor allem auf Sicherheit ausgelegt. Für ältere Kinder oder Jugendliche kann dagegen ein Smartphone sinnvoller sein, da es deutlich mehr Funktionen für Schule, Kommunikation und Alltag bietet. Wenn du selbst eine Uhr für Fitness, Alltag oder Gesundheit suchst, lohnt sich außerdem ein Blick in unseren Smartwatch-Test für Erwachsene.
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FAQ — Häufige Fragen zu Kinder-Smartwatches
Hier findest du die wichtigsten Antworten rund um Sicherheit, Nutzung und Kauf.
Welche Smartwatch für Kinder ist die beste?
Die beste Kinder-Smartwatch für die meisten Eltern ist die Garmin Bounce, da sie zuverlässig funktioniert, viele Sicherheitsfunktionen bietet und im aktuellen Test als Testsieger überzeugt.
Ab welchem Alter ist eine Smartwatch für Kinder sinnvoll?
Eine Kinder-Smartwatch ist für die meisten Kinder ab etwa 6 Jahren sinnvoll – besonders dann, wenn dein Kind den Schulweg allein zurücklegt oder regelmäßig unterwegs ist.
Braucht eine Kinder-Smartwatch eine SIM-Karte?
Das hängt vom Modell ab. Viele Kinder-Smartwatches benötigen eine SIM-Karte für Anrufe und Standortübertragung. Modelle wie die Garmin Bounce arbeiten dagegen über LTE und ein eigenes Abo-Modell.
Welche Sicherheitsfunktionen sollte eine Kinder-Smartwatch haben?
Wichtig sind vor allem GPS-Ortung, SOS-Taste und eine eingeschränkte Kontaktliste. So kann dein Kind im Notfall schnell Hilfe holen und nur freigegebene Kontakte erreichen.
Kann mein Kind mit der Smartwatch telefonieren?
Ja, viele Kinder-Smartwatches ermöglichen Telefonate oder Sprachnachrichten. Meist sind dabei nur vorher festgelegte Kontakte freigeschaltet.
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