Eine für jede Näharbeit: Brother stellt die beste Nähmaschine im Test

Die Nähmaschine im Haus ersetzt den Besuch beim Schneider. Wer nicht nur gelegentlich mal eine gerissene Naht reparieren möchte, benötigt eine gute Allround-Maschine. Im besten Fall sollte sie mit allen Stoffen zurechtkommen, Ränder und Knopflöcher gründlich versäubern und das Einnähen von Reißverschlüssen möglichst einfach machen. Wer eine neue Nähmaschine kaufen möchte, hat die Wahl zwischen Modellen aus sehr unterschiedlichen Preiskategorien. Günstige Maschinen gibt es bereits für unter 100 Euro, andere kosten 900 Euro und mehr. Viele teurere Modelle verfügen über ein Display und praktische Hilfen wie eine Einfädelhilfe und eine Knopflochautomatik. Mit welcher Maschine es sich wirklich gut näht, hat Stiftung Warentest testen lassen (Ausgabe 11/2019). Für den Testbericht haben versierte Hobbynäherinnen insgesamt 13 Maschinen ausprobiert, darunter auch zwei Overlockmodelle. Als beste Nähmaschine für alle Arbeiten überzeugt die Brother Innov-is.

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Der Unterschied zwischen Nähmaschine und Overlockmaschine

Neben den herkömmlichen Nähmaschinen hat sich Stiftung Warentest auch zwei Overlockmaschinen im Test angesehen. Overlockmodelle sind Spezialisten im Versäubern von Stoffrändern, ihre Verwendung erfordert jedoch etwas Übung. Overlockmodelle sind mit einem Messer, vier Fäden, zwei Nadeln und zwei Greifern ausgestattet. Sie können Stoffe in einem Arbeitsschritt abschneiden, versäubern und zusammennähen. Ränder lassen sich mit ihnen präziser vernähen als mit einem herkömmlichen Modell. Das Einfädeln gestaltet sich jedoch vor allem für Einsteiger recht kompliziert und braucht Geduld. Overlockmaschinen sind zudem kein Ersatz für eine herkömmliche Nähmaschine. Sie können keine dicken Stoffe nähen und auch zum Stopfen sowie zum Annähen von Reißverschlüssen oder Taschen benötigen Hobbyschneider ein gängiges Modell.


Die 3 besten Nähmaschinen im Test

Brother Innov-is F400 ist Testsieger

Die Nähmaschine Brother Innov-is F400 (etwa 630 Euro) ist relativ teuer, gefällt den Hobbyschneiderinnen im Test jedoch am besten. Sie ist mit einer Einfädelhilfe, einer Knopflochautomatik und mit einem Display ausgestattet, auf dem sich Sticharten, Stichlänge und -breite einstellen lassen. Mit der Maschine gelingt ein gleichmäßiger Geradstich, beim Versäumen ist sie die beste. Der Testsieger vernäht zudem auch dicke Stoffe, ohne dass sich die Stofflagen verschieben. Insgesamt bekommt die Nähmaschine das Testurteil „Gut“.

Die Ergebnisse für die Brother Innov-is F400 im Überblick:
+ Nähen
+ Handhabung
+ Haltbarkeit

Merkmale:
mit Display
Stichlänge/ Stichbreite max.: 4,7mm/ 7,7 mm
Stichanzahl min./ max. pro Minute: 70/ 845
Greifersystem horizontal
Einfädelhilfe/ Knopflochautomatik
mitgelieferte Nähfüße: 7


Bernina: Luxus mit guter Leistung

Die Bernina B 325 (etwa 950 Euro) ist die teuerste Nähmaschine im Test und zeigt eine durchgängig überzeugende Leistung. Dafür erhält sie die Gesamtnote „Gut“. Sie verfügt ebenfalls über ein gut lesbares Display und eine Einfädelhilfe. Sie spult eigenständig, ohne dass die Nadel mitläuft. Einzig dicke Stoffe und Jeans vernäht sie nicht ganz so gut.

Die Ergebnisse für die Bernina B 325 im Überblick:
+ Nähen
+ Handhabung
+ Haltbarkeit

Merkmale:
mit Display
Stichlänge/ Stichbreite max.: 5,0 mm/ 5,5 mm
Stichanzahl min./ max. pro Minute: 70/ 895
Greifersystem vertikal
Einfädelhilfe
mitgelieferte Nähfüße: 5


Platz 3 geht an die Maschine von Janome

Die Janome 230 DC (380 Euro) erklärt Stiftung Warentest zum Preis-Leistungs-Sieger. Die vergleichsweise günstige Nähmaschine zeigt eine rundum zufriedenstellende Leistung. Sie näht sehr gleichmäßig an den Kanten entlang, beim Vernähen mehrerer Stoffbahnen verschiebt sich nichts. Dicke Stoffe vernäht sie jedoch nur mittelmäßig, zudem ist der Anschiebetisch etwas instabil. Display, Einfädelhilfe und Knopflochautomatik erleichtern die Arbeit, die Anleitung konnte jedoch ausführlicher ausfallen. Insgesamt gibt es die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für die Janome 230 DC im Überblick:
+ Nähen
+ Handhabung
+ Haltbarkeit

Merkmale:
mit Display
Stichlänge/ Stichbreite max.: 4,6 mm/ 7,0 mm
Stichanzahl min./ max. pro Minute: 75/ 700
Greifersystem horizontal
Einfädelhilfe/ Knopflochautomatik
mitgelieferte Nähfüße: 6


Drei weitere Nähmaschinen sind „gut“

Mit der Note „Gut“ bewertet Stiftung Warentest außerdem die Pfaff Select 3.2 (etwa 700 Euro), die Carina Professional (etwa 269 Euro) und die preiswerte Wertarbeit W6 N1235/61 (etwa 119 Euro). Pfaff und Wertarbeit nähen „gut“, die Carina-Maschine nur „befriedigend“. Die Maschine von Pfaff kommt von allen Nähmaschinen im Test am besten mit dicken Stoffen zurecht, es fehlt allerdings eine Einfädelhilfe. Beim Nähen mit der Maschine von Wertarbeit verschieben sich elastische Stoffe leicht, Reißverschlüsse gelingen nicht ganz akurat, eine Knopflochautomatik fehlt.


Singer erreicht nur die Note „Befriedigend“

Fünf Mal vergibt Stiftung Warentest die Note „Befriedigend“, unter anderem an die günstige Lidl Silvercrest SNM 33 B2 (etwa 60 Euro) sowie an die Singer Fashion Mate 3337 (etwa 289 Euro) und das klassische Singer Modell (etwa 500 Euro). Der Nähmaschine von Lidl gelingen einfache Aufgaben gut. Die beiden Singer Modelle schwächeln beim Vernähen von dicken Stoffen und bilden das Schlusslicht beim Versäubern.


Zwei Overlockmaschinen im Test: „Sehr gut“ im Versäubern

Die Gritzner 788: Belastbar und leistungsstark

Die Gritzner 788 (etwa 239 Euro) wird dem Ruf der Overlockmaschinen gerecht und bewährt sich beim Versäubern von Kanten. In der Kategorie „Nähen“ erhält die Maschine die Note „sehr gut“. Da sich vor allem das Einfädeln kompliziert gestaltet und die Maschine beim Nähen sehr laut ist und stark vibriert, lautet das Gesamturteil jedoch „Gut“.

Die Ergebnisse für die Gritzner 788 im Überblick:
+ Nähen
+ Haltbarkeit
Handhabung

Merkmale:
Stichlänge/ Stichbreite max.: 3,7 mm/ 6,7 mm
Stichanzahl min./ max. pro Minute: 470/ 1200
Einfädelhilfe
mitgelieferte Nähfüße: 6


Die Overlock von Brother sorgt ebenfalls für saubere Kanten

Die Brother 2104D (etwa 360 Euro) steht der Overlockmaschine von Gritzner kaum nach und versäubert Kanten ebenfalls schnell und gründlich. Handhabung sowie Pflege und Wartung sind jedoch recht aufwendig, außerdem ist auch dieses Modell laut und vibriert beim Arbeiten stark. Die Gesamtnote lautet „Gut“.

Die Ergebnisse für die Gritzner 788 im Überblick:
+ Nähen
+ Haltbarkeit
Handhabung

Merkmale:
Stichlänge/ Stichbreite max.: 3,8 mm/ 7,0 mm
Stichanzahl min./ max. pro Minute: 220/ 1145
Einfädelhilfe
mitgelieferte Nähfüße: 1


Fazit: Die beste Nähmaschine für alle Ansprüche kommt von Brother. Testsieger im Nähmaschinentest von Stiftung Warentest ist die Brother Innov-is (Ausgabe 11/2019). Sowohl Fortgeschrittene als auch Anfänger kommen mit ihr gut zurecht. Günstiger und ebenfalls empfehlenswert ist die Janome 230 DC. Wer bereits Übung hat und vor allem Ränder versäubern möchte, kann zu einer der beiden Overlockmaschinen im Testbericht greifen.