Welcher Gasgrill ist der beste? 12 gasbetriebene Grills im Test

Sobald die Temperaturen steigen und sich die Sonne am Himmel zeigt, beginnt die Grillsaison. Auf der Suche nach dem optimalen Grill entscheiden sich viele Verbraucher mittlerweile für ein gasbetriebenes Grillgerät. Wer einen neuen Gasgrill kaufen möchte, sieht sich einer großen Auswahl gegenüber. Neben großen Gas-Grillwagen gibt es auch tragbare Gasgrills, die sich flexibel einsetzen lassen. Doch welcher Gasgrill ist der beste? Stiftung Warentest hat den Test gemacht und 12 Grillgeräte auf den Prüfstand gestellt (Heft 5/2019). Unter den Testkandidaten: acht Gas-Grillwagen und vier mobile Gasgrills. Fünf Grills überzeugen im Vergleich, darunter vier große Grillwagen und der tragbare Grill von Weber. Den perfekten Grill für alle Bedürfnisse haben jedoch auch die Tester nicht gefunden. Jedes Modell hat seine eigenen Stärken und Schwächen.

Letzte Aktualisierung am 18.06.2019 / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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4 Gas-Grillwagen im Test erhalten das Urteil „Gut“

Testsieger Landmann überzeugt mit gleichmäßig braunem Grillgut

Testsieger unter den Grillwagen ist der Landmann Rexon PTS 3.0 (etwa 299 Euro bei Amazon). Er heizt schnell auf und verteilt die Wärme bei geschlossener Haube gut. So wird das Grillgut gleichmäßig braun. Die Hitze lässt sich einfach regulieren. Beim Grillen bleiben Haube und Bedienelemente kühl, vor Verbrennungen schützt der Landmann besser als jedes andere Gerät im Testbericht. Die Montage des etwas sperrigen Grills erfordert allerdings Geduld. Da sich die Seitenelemente nicht abmontieren lassen, braucht er zudem auch auseinandergebaut viel Platz. Insgesamt vergibt Stiftung Warentest die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für den Landmann Rexon PTS 3.0 im Überblick:
+ Grillen
+ Sicherheit
+ Korrosionsbeständigkeit
+ Verarbeitung
Handhabung

Merkmale:
Gesamtgewicht ohne Gasflasche: 29 kg
Montagezeit: 60 min
Maße betriebsbereit, Haube geschlossen: 135/60/120 cm
Maße zum Verstauen: 135/60/120 cm
Fläche Grillrost: 2.670 cm²
Warmhaltefläche: 980 cm²
Platz für Steaks: ca. 18
Platz für Grillwürste: ca. 22
Gasverbrauch: 650 g/h


Toom Grillküche ist Preis-/Leistungssieger

Mit einem Preis von 250 Euro gehört die Toom Grillküche zu den günstigen Gasgrills im Test. Für den geringen Preis bietet das Gasgrillgerät eine starke Leistung und erhält ebenfalls die Note „Gut“. Die Hitze verteilt sich bei geöffneter Haube gut. Die Temperatur lässt sich einfach regeln, die Verbrennungsgefahr ist gering. Die Warmhaltefläche fällt jedoch vergleichsweise klein aus, bei geschlossener Haube verteilt sich die Hitze zudem nur mittelmäßig.

Die Ergebnisse für die Toom Grillküche im Überblick:
+ Grillen
+ Handhabung
+ Sicherheit
Korrosionsbeständigkeit
Verarbeitung

Merkmale:
Gesamtgewicht ohne Gasflasche: 29 kg
Montagezeit: 70 min
Maße betriebsbereit, Haube geschlossen: 123/59/112 cm
Maße zum Verstauen: 83/59/112 cm
Fläche Grillrost: 2.030 cm²
Warmhaltefläche: 490 cm²
Platz für Steaks: ca. 13
Platz für Grillwürste: ca. 18
Gasverbrauch: 600 g/h


Der Gasgrill von Weber grillt die besten Steaks

Die besten Steaks im Test grillt der Gasgrillwagen Weber Spirit II E-310 GBS (etwa 575 Euro). Er bietet eine große Fläche fürs Anbraten und bräunt auch Würstchen gleichmäßig. Darüber hinaus besticht er durch seine einfache Handhabung. Die Haube wird beim Grillen sehr heiß, als zweitschwerster Grill im Test lässt er sich zudem etwas schwer transportieren. Stiftung Warentest sieht den Gasgrill von Weber auf dem 3. Platz und vergibt die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für den Weber Spirit II E-310 GBS im Überblick:
+ Grillen
+ Handhabung
+ Korrosionsbeständigkeit
+ Verarbeitung
Sicherheit

Merkmale:
Gesamtgewicht ohne Gasflasche: 39 kg
Montagezeit: 70 min
Maße betriebsbereit, Haube geschlossen: 132/72/114 cm
Maße zum Verstauen: 106/72/114 cm
Fläche Grillrost: 2.750 cm²
Warmhaltefläche: 670 cm²
Platz für Steaks: ca. 17
Platz für Grillwürste: ca. 20
Gasverbrauch: 600 g/h


Broil King bietet die größte Warmhaltefläche im Test

Platz 4 im Gasgrill-Test geht an den Broil King Royal 320 (Note „Gut“, ab 220 Euro bei Amazon). Er fällt durch seine besonders große Warmhaltefläche auf. Beim Grillen mit geschlossener Haube verteilt sich die Hitze gut und gart das Grillgut gleichmäßig durch. Die Gebrauchsanleitung enthält einige praktische Tipps zum Grillen. Zwei Nachteile fallen den Testern auf: Die Haube wird während des Grillens sehr heiß und die zerklüftete Innenfläche macht es schwer, den Gasgrill zu reinigen.

Die Ergebnisse für den Broil King Royal 320 im Überblick:
+ Grillen
+ Handhabung
+ Korrosionsbeständigkeit
Sicherheit
Verarbeitung

Merkmale:
Gesamtgewicht ohne Gasflasche: 37 kg
Montagezeit: 55 min
Maße betriebsbereit, Haube geschlossen: 126/57/121 cm
Maße zum Verstauen: 83/57/121 cm
Fläche Grillrost: 2.040 cm²
Warmhaltefläche: 1.600 cm²
Platz für Steaks: ca. 13
Platz für Grillwürste: ca. 17
Gasverbrauch: 610 g/h


4 Gas-Grillwagen im Test erhalten die Note „Befriedigend“

An vier Grillwagen im Test vergibt Stiftung Warentest die Note „Befriedigend“:

  • Der Outdoorchef Australia 315 G (etwa 450 Euro bei Amazon) lässt sich einfach bedienen, heizt schnell auf und bietet eine gute Temperaturverteilung. Allerdings fehlt eine Warmhaltefläche und die Haube wird sehr heiß. Zudem sind Einzelteile korrosionsanfällig.
  • Der Enders Chicago 3 (etwa 219 Euro bei Amazon) ist leicht, standsicher und bräunt Grillgut gleichmäßig. Die Hitze verteilt sich bei geschlossener Haube jedoch nur ungleichmäßig, die Warmhaltefläche fällt klein aus.
  • Auch beim Campingaz Classic LD Plus (etwa 350 Euro bei Amazon) verteilt sich die Temperatur ungleichmäßig, außerdem bietet der schwere Grill die kleinste Fläche fürs Anbraten im Test. Dafür bräunt er gleichmäßig und ist es sehr einfach, den Gasgrill zu reinigen.
  • Der Bauhaus Grillstar Atlanta 300 (etwa 199 Euro) ist der günstigste und zugleich leichteste Gas-Grillwagen im Test. Er heizt schnell auf, verteilt die Temperatur aber nur ungleichmäßig. Außerdem besteht Verbrennungsgefahr. Eine Warmhalteplatte fehlt. Negativ fällt zudem der hohe Gasverbrauch auf.

Nur ein tragbarer Gasgrill ist „gut“

Der mobile Gasgrill von Weber bräunt gleichmäßig

Bester tragbarer Gasgrill im Test ist der Weber Q 1200 (etwa 290 Euro bei Amazon). Das kompakte Gerät bräunt Grillgut sehr gleichmäßig und bietet bei offener und geschlossener Haube eine gute Temperaturverteilung. Erfreulich ist auch die einfache Reinigung. An der Hauben-Vorderkante besteht jedoch Verbrennungsgefahr.

Die Ergebnisse für den Weber Q 1200 im Überblick:
+ Grillen
+ Handhabung
+ Korrosionsbeständigkeit
+ Verarbeitung
Sicherheit

Merkmale:
Gesamtgewicht ohne Gasflasche: 11 kg
Montagezeit: 10 min
Maße betriebsbereit, Haube geschlossen: 103/40/39 cm
Maße zum Verstauen: 70/40/39 cm
Fläche Grillrost: 1.130 cm²
Platz für Steaks: ca. 7
Platz für Grillwürste: ca. 12
Gasverbrauch: 200 g/h


Diese tragbaren Gasgrills sind „befriedigend“

Alle drei weiteren tragbaren Gasgrills im Vergleich erhalten das Urteil „Befriedigend“:

  • Der Char-Broil Grill2Go X200 (etwa 191 Euro) verteilt die Temperatur zwar gut, bräunt aber nur ungleichmäßig, das Grillgut brennt schnell an.
  • Der Tepro Tisch-Gasgrill Abington (etwa 118 Euro) ist einfach zu bedienen und verbraucht wenig Gas. Allerdings heizt er nur langsam auf und verteilt die Hitze ungleichmäßig.
  • Eine sehr gute Temperaturverteilung bietet dagegen der ProfiCook PC-GG 1129 (etwa 199 Euro). Bei offener Haube steht jedoch nur wenig Fläche zum Anbraten zur Verfügung, außerdem ist er rostanfällig. An allen drei Grills können sich Grillmeister schnell verbrennen.

Gas, Kohle oder Elektro — Welcher Grill ist der richtige für mich?

Auf der Suche nach dem optimalen Grill haben Sie die Wahl zwischen Kohle, Gas und Elektro. Fragen Sie sich: Welcher Grill ist der richtige für mich? Hier finden Sie Tipps zur Auswahl:

  • Kohlegrills sind bei allen beliebt, die nicht auf das typische Grillaroma verzichten möchten. Ein Holzkohlegrill ist leicht, mobil und schnell aufgebaut, einfache Geräte gibt es bereits sehr günstig. Kohle ist auf Dauer jedoch teurer als Gas und Strom. Das Grillen erfordert Geduld, bis die Kohle glüht, dauert es rund eine halbe Stunde. Die Grilltemperatur lässt sich nur schwer steuern. Beim Grillen entsteht zudem viel Rauch und danach müssen Sie die Asche entsorgen.
  • Gasgrills sind im Verbrauch preiswert, schnell und die Grilltemperatur lässt sich sehr genau steuern. Kleine Gasgrills lassen sich auch mobil einsetzen. Eine Gasflasche reicht für bis zu acht Stunden Betriebsdauer. Die Rauchentwicklung ist gering. Der Aufbau erfordert jedoch ein wenig Übung. Dem Grillgut fehlt das typische Raucharoma.
  • Elektrogrills können Sie überall dort verwenden, wo ein Stromanschluss vorhanden ist. Das macht sie weniger mobil als Gas- und Kohlegrills. Dafür sind sie preiswert, schnell und sicher. Viele Geräte lassen sich auch in Innenräumen nutzen. Beim Grillen auf dem Elektrogrill entsteht kein Rauch, damit fehlt allerdings auch das typische Raucharoma.

5 Grill-Mythen auf dem Prüfstand

Man sollte Grillfleisch mit Bier ablöschen: Wer das Grillfleisch mit Bier ablöschen möchte, spült lediglich die Gewürze ab. Beim Verbrennen von Bier können außerdem Schadstoffe entstehen.

Man sollte Grillfleisch marinieren: Grillfleisch zu marinieren verbessert tatsächlich den Geschmack. Öl-basierte Marinaden halten das Fleisch saftig, Essig macht es zart, Kräuter und Gewürze sorgen für Aroma.

Eine Grillschale zu verwenden ist gesünder: Beim Grillen tropfen Fett, Fleischsaft und Marinade in die Glut. Dadurch steigen Stoffe auf, die krebserregend wirken können. Eine Grillschale verhindert das. Wählen Sie wiederverwendbare Grillschalen aus Keramik, Edelstahl oder Emaille.

Alufolie auf dem Grill ist unbedenklich: Alufolie auf dem Grill ist nicht unbedenklich. Durch die Hitzeeinwirkung auf dem Grill kann Aluminium ins Grillgut übergehen, im Körper kann es sich anreichern. Wie schädlich das für den menschlichen Organismus ist, ist nicht abschließend geklärt.

Man sollte angebranntes vom Grill wegwerfen: Angebranntes vom Grill kann polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten, von denen einige als krebserregend gelten. Schneiden Sie angebrannte Stellen daher großzügig ab und entsorgen Sie diese.

Fazit: Welchen Gasgrill kaufen? Der Gasgrillwagen von Landmann und der tragbare Gasgrill von Weber sind die Favoriten im Gasgrill-Test von Stiftung Warentest (Heft 5/2019).