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Viele Grillfreunde können den Start der Grillsaison kaum erwarten. Sobald das Wetter es zulässt, geht es zum „Angrillen“. Längst werden dabei nicht nur die Kohlegrills befeuert. Wie das Marktforschungsinstitut Mafowerk herausgefunden hat, grillt heute jeder dritte Grillbesitzer mit Gas. Wer einen Gasgrill kaufen möchte, hat die Wahl zwischen großen Grillwagen, die den Rost mit mehreren Brennern beheizen, und tragbaren Grills, die auch zum Barbecue auf dem Campingplatz mitgenommen werden können. Welcher Gasgrill im Test überzeugen kann, hat Stiftung Warentest (Ausgabe 4/2023) geprüft und insgesamt zwölf Gasgrills gegenübergestellt, darunter acht Grillwagen mit drei Brennern und fünf tragbare Grills mit einem Brenner. Das Ergebnis: Günstige Modelle grillen oft besser als teure. Empfehlenswerte Grillwagen gibt es bereits ab 249 Euro. Im folgenden Artikel nennen wir die besten Gasgrills im Test von Stiftung Warentest und klären häufige Fragen zu Gasgrills.
Die besten Gasgrills im Test von Stiftung Warentest 2023
Die besten Grillwagen im Test von Stiftung Warentest
Bester Grillwagen im Vergleich ist der Rössle Videro Pure G3. Er grillt insgesamt gut, lediglich die Aufheizzeit ist etwas lang. Die Handhabung funktioniert einfach, die Verarbeitung ist sicher und frei von Schadstoffen. Allerdings ist der Grill recht korrosionsanfällig. Die Gesamtnote lautet „Gut“. Der Umwelttipp der Stiftung Warentest: Bleibt der Decken beim Grillen geschlossen, kann die warme Luft besser zirkulieren und es geht keine Hitze verloren.
Dass ein guter Gasgrill auch für unter 300 Euro zu haben ist, beweist der Enders Chicago 3. Der Preistipp der Tester überzeugt durch seinen geringen Gasverbrauch und die guten Grillergebnisse. Allerdings fällt der Grillrost relativ klein aus und zeigt sich anfällig für Rost. Die Ränder weisen zudem scharfe Kanten auf. Die Endnote lautet „Gut“. Ein weiterer Preistipp ist der Hellweg Rothmann Gasgrillwagen Ottawa, bei dem es sich allerdings um ein Auslaufmodell handelt. Der mit „Gut“ bewertete Grill ist schnell zu montieren und leicht zu verstauen. Er heizt aber nur langsam auf und ist rostanfällig.
Alle weiteren Grillwagen sind „befriedigend“. Dazu gehört auch das teuerste Modell im Test, der Napoleon Rogue 425. Er grillt gut, doch der Rost gibt hohe Schadstoffmengen ab.
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Die besten tragbaren Gasgrills im Test von Stiftung Warentest
Testsieger in dieser Kategorie ist der Weber Go Anywhere Gasgrill mit der Note „Gut“. Er zeigt eine insgesamt gute Grillleistung bei relativ langer Aufheizzeit. Die Handhabung könnte einfacher sein, Kritik gibt es an den fehlenden Kennzeichnungen am Grill.
Der Campingaz Attitude 2go CV erhält die Note „Befriedigend“. Er ist sehr sicher verarbeitet, rostbeständig und die Gaskartusche lässt sich leicht einsetzen. Allerdings heizt er langsam auf und der Grillrost gibt Schadstoffe ab. Der Activa Tischgasgrill Crosby erhält ebenfalls die Note „Befriedigend“. Er ist einfach zu bedienen und bietet eine große Grillfläche, der Grillrost setzt jedoch Schadstoffe frei und rostet leicht.
Nur „Mangelhaft“ ist der günstige Tepro Tischgasgrill Albany. Er heizt gut auf und verteilt die Temperatur gleichmäßig, allerdings läuft Fett aus und beim Aufdrehen der Gaskartusche kann die Flamme ausschlagen. So besteht hohe Brandgefahr.
Fazit
Die Note „Gut“ vergibt Stiftung Warentest an vier Gasgrills im Test (Ausgabe 4/2023). Bester Grillwagen ist der Rössle Videro Pure G3, unter den Standgrills wird der Weber Go Anywhere Gasgrill zum Testsieger. Wer einen Gasgrillwagen für unter 300 Euro kaufen möchte, erhält mit dem Enders Chicago 3 und dem Campingaz Attitude 2go CV „gute“ Modelle.
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Arten von Gasgrills im Ăśberblick
Gasgrills unterscheiden sich in Größe, Ausstattung und Leistung. Je nach Einsatzbereich – vom kleinen Balkon bis zum großen Garten – kommen unterschiedliche Modelle infrage. Wir stellen die gängigen Arten von Gasgrills vor und erklären, welche Vor- und Nachteile sie haben, damit du das passende Gerät für deine Bedürfnisse findest.
| Gasgrill-Typ | Beschreibung | Typische Brennerzahl | Einsatzbereich |
|---|---|---|---|
| Tischgasgrill | Mobile, handliche Geräte für Camping, Park, See oder kleine Balkone. Manche Modelle lassen sich mit Untergestellen in Standgrills verwandeln. | 1–3 Brenner | Camping, kleine Balkone, Outdoor-Aktivitäten |
| Kugelgasgrill | Kugelförmige Haube ermöglicht indirektes Grillen. Mittelgroße Modelle auf Standfuß oder Trolley, teilweise mit Arbeitsflächen erweiterbar. | 2–3 Brenner | Grillen im Garten oder Terrasse, kontrolliertes indirektes Grillen |
| Gasgrillwagen / Gasgrillstation | Größere Modelle für Garten oder Terrasse, oft mit umfangreicher Ausstattung: Seiten- und Heckbrenner, Stauraum, Arbeitsflächen, Drehspieß. | 2–6 Brenner | Stationärer Einsatz, hohe Ansprüche, Familien oder Partys |
| Einbaugasgrill | Fest installierte Grills für modulare Outdoor-Küchen, ähnlich groß wie Grillstationen, erweiterbar mit Zubehör. | 3–6 Brenner | Outdoor-Küchen, langfristige Installation, anspruchsvolle Nutzung |
Gasgrill — die Vor- und Nachteile im Ăśberblick
Wenn du einen Gasgrill kaufen möchtest, lohnt es sich, die Vor- und Nachteile dieser Geräte zu kennen. Gasgrills bieten viele praktische Vorteile, aber auch einige Einschränkungen, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten. In der folgenden Tabelle siehst du die wichtigsten Punkte auf einen Blick.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✅ kaum Rauchbildung ✅ sehr schnell auf Betriebstemperatur ✅ sehr präzise Temperatureinstellung möglich ✅ mehrere Brenner bieten unterschiedliche Temperaturzonen ✅ indirektes Grillen möglich ✅ einfache Handhabung ✅ geringe Betriebskosten ✅ gesünder als das Grillen mit Holzkohle ✅ einfach zu reinigen | ❌ das typische Raucharoma entsteht nur mit Hilfsmitteln wie Räucherpellets ❌ der Zusammenbau von Grillwagen ist relativ aufwendig und erfordert handwerkliches Geschick ❌ vergleichsweise groß und wenig mobil relativ kostspielig |
Gasgrill kaufen — Infos zu Grillrost, Ausstattung und Leistung
Neben der Größe und der Anzahl der Brenner gibt es beim Kauf eines Gasgrills noch einige weitere Details zu beachten. Ein wichtiges Auswahlkriterium ist zum Beispiel das Material des Grillrostes. Die beliebtesten Materialien sind Edelstahl sowie emailliertes oder unbeschichtetes Gusseisen. Beide Varianten weisen Vor- wie auch Nachteile auf:
- Roste aus Gusseisen hinterlassen dank der eher dicken Streben das typische Grillmuster auf dem Grillgut. Gusseisen zeichnet sich zudem durch seine sehr gute Wärmespeicherung aus und erzielt auch bei großen Mengen gute Grillergebnisse. Allerdings ist es rostanfällig. Um Korrosion vorzubeugen, sollten Grillroste aus Gusseisen nach dem Grillen mit Speiseöl eingerieben werden. Eine Beschichtung aus Emaille macht sie widerstandsfähiger. Zur Reinigung empfehlen sich Messingbürsten. Gusseisen ist empfindlich für starke Temperaturschwankungen, heiße Roste dürfen daher nicht in kaltes Wasser getaucht werden.
- Roste aus Edelstahl sind etwas kostspieliger als Gusseisen-Roste und speichern weniger Wärme. Gute Grillergebnisse lassen sich mit Edelstahlrosten dennoch erzielen. Die Vorteile: Hochwertiger Edelstahl rostet nicht, ist bruchfest und einfach zu reinigen. Wasser und Spülmittel reichen meist aus, um sie wieder sauber zu bekommen.
Ausstattung: Von Vorteil sind seitliche Arbeits- und Ablageflächen. Zusätzliche Brenner bieten mehr Komfort. Wer gerne Steaks grillt, kann sich für ein Modell mit Infrarotbrenner entscheiden, der Fleisch eine krosse Kruste verleiht. Seitenbrenner und Seitenkocher ermöglichen es, zeitgleich zum Fleisch Beilagen und Saucen zuzubereiten.
Leistung: Angegeben wird die Leistung in Kilowatt (kW). Je höher die Leistung, umso schneller heizt sich der Grill auf und umso höhere Temperaturen erreicht er. Pro Brenner sollten es mindestens 2 kW sein, bei Grillstationen gerne auch mehr.
Features: Praktisch ist es zum Beispiel, wenn ein Druckminderer für den Gasschlauch direkt zum Lieferumfang gehört. Andernfalls muss dieser separat angeschafft werden. Vorteilhaft für das Grillen am Abend sind beleuchtete LED-Knöpfe. Grillwagen und Grillstationen sollten über Haken oder geschlossene Ablagen für das Grillwerkzeug sowie Stauraum für die Gasflasche verfügen.
Eine Auswahl an guten Gasgrills und weitere Informationen findest du bei den Experten von gasgrill.net.
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Welche Gase gibt es und welches ist empfehlenswert?
Neben dem eigentlichen Grill benötigst du noch das passende Gas. Das muss separat angeschafft werden. Zur Auswahl stehen Propangas und Butangas.
| Gasart | Beschreibung | Empfehlung / Hinweis |
|---|---|---|
| Propangas | Hat einen sehr hohen Brennwert und lässt sich auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erhitzen. | Ideal für alle, die das ganze Jahr über grillen möchten. Flaschengrößen: 5, 8 oder 11 kg. |
| Butangas | Kann bei Temperaturen unter 0 °C nicht mehr verdampfen. Leichter als Propangas. | Gut für Camper. Für mobile und Tischgasgrills reicht in der Regel eine 5-Kilo-Flasche. |
FAQ – Die häufigsten Fragen zu Gasgrills
Viele Grillfans haben ähnliche Fragen, bevor sie einen Gasgrill kaufen. Wir beantworten die wichtigsten Punkte rund um Sicherheit, Handhabung, Reinigung und Ausstattung, damit die Entscheidung leichter fällt.
Wie viel Gas verbraucht ein Gasgrill?
Der Verbrauch hängt von Brenneranzahl, Leistung und Nutzungsdauer ab. Ein Grill mit 3 Brennern verbraucht etwa 300–500 g Propangas pro Stunde im Dauerbetrieb.
Brauche ich Zubehör wie Abdeckhauben oder Grillzangen?
Ja, Abdeckhauben schĂĽtzen den Grill vor Witterung, Grillbesteck erleichtert das Wenden von Fleisch und GemĂĽse. Optional sind auch Pizzasteine, Grillroste oder Seitenkocher sinnvoll.
Wie reinige ich meinen Gasgrill richtig?
Nach jeder Nutzung die Roste und Fettauffangschalen reinigen. Einmal pro Saison die Brenner kontrollieren und bei Bedarf mit einer Bürste säubern.
Kann ich einen Gasgrill auch im Winter nutzen?
Ja, viele Gasgrills funktionieren auch bei niedrigen Temperaturen, achte aber auf ausreichende Gasversorgung und sichere Bedienung.
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