Gas oder Elektro? Grills und ihre VorzĂŒge im Vergleich

Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen vom Himmel scheinen, bleibt in vielen deutschen Haushalten die KĂŒche kalt. Stattdessen wird der Grill befeuert. Vielfach geschieht dies ganz klassisch mit Holzkohle. Wer sich am Qualm und Rauch eines herkömmlichen Grills stört, hat die Wahl zwischen zwei rauchfreien Alternativen: Gasgrills und Elektrogrills. Beide Methoden haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Was zeichnet das Grillen mit Gas und mit Strom aus? Und welcher Grill eignet sich fĂŒr wen?

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Gas- oder Elektrogrill – was ist besser?

Soll es ein Gasgrill oder ein Elektrogrill sein? Bei der Auswahl gibt es einige Kriterien zu beachten.

1. Funktionsweise

Foto: Elena Moiseeva | Dreamstime.com

Bevor WĂŒrstchen und Steak auf den Gasgrill gelegt werden können, möchte dieser zunĂ€chst zusammengebaut werden. Einmal montiert, ist er jedoch schnell einsatzbereit. Zum Betrieb benötigt er Propan- oder Butangas, das ĂŒber eine Flasche oder, bei kleinen Modellen, aus einer Kartusche zugefĂŒhrt wird. Auf Knopfdruck oder mit einem Feuerzeug lĂ€sst sich der Grill entzĂŒnden. Die Grilltemperatur kann ĂŒber ein Ventil sehr genau eingestellt werden. Ein Deckel erlaubt es, auch indirekt zu grillen.

Der Elektrogrill kommt ganz ohne Brennstoff aus und bezieht seine Energie aus der Steckdose. Durch die Zufuhr von elektrischem Strom erwĂ€rmen sich HeizstĂ€be, auf denen eine Grillplatte oder ein typisches Grillrost aufgelegt wird. Die Grilltemperatur lĂ€sst sich bei den meisten Modellen ĂŒber Regler einstellen. In den ZwischenrĂ€umen zwischen den HeizstĂ€ben entstehen allerdings kĂŒhlere Zonen. Elektrogrills gibt es als FlĂ€chengrills und Kontaktgrills. FlĂ€chengrills erhitzen das Grillgut lediglich von unten, Kontaktgrills von beiden Seiten. Hersteller wie George Foreman und Suntec bieten elektrische Grills mit Deckel fĂŒr eine gleichmĂ€ĂŸige Temperaturverteilung.

2. Geschmack

Beim Grillen auf einem Holzkohlegrill erhalten Fleisch, Fisch und GemĂŒse das typische Raucharoma. Darauf mĂŒssen Grillmeister sowohl beim Gasgrill als auch beim Elektrogrill verzichten. FĂŒr Gasgrills sind jedoch sogenannte RĂ€ucherpellets erhĂ€ltlich, mit Holzchips gefĂŒllte BehĂ€ltnisse, die dem Grillgut ein leicht gerĂ€uchertes Aroma verleihen.

3. GrĂ¶ĂŸe und MobilitĂ€t

Gasgrills kommen meist als Grillwagen daher und nehmen recht viel Platz in Anspruch. Mit etwa 1,20 bis 1,50 Metern in der Breite muss man rechnen. Praktisch sind seitlich ausklappbare AblageflĂ€chen. Auf Rollen montiert, lassen sich die Grillwagen einfach an den gewĂŒnschten Ort schieben. FĂŒr den Balkon sind sie jedoch oft zu groß. Bei Herstellern wie Outdoorchef finden sich auch kompaktere Gas-Kugelgrills im Sortiment. Eine platzsparende Alternative sind Tisch-Gasgrills, wie es sie etwa von der Firma Enders gibt.

Elektrogrills gibt es ebenfalls als Grillwagen, als typische Standgrills sowie als kompakte TischgerĂ€te. Mit einem elektrischen Tischgrill von Herstellern wie Severin oder Steba lĂ€sst sich das GrillvergnĂŒgen sogar auf einem kleinen Balkon und in der Wohnung genießen. Die geringe GrĂ¶ĂŸe hat natĂŒrlich den Nachteil, dass weniger Grillgut auf den Rost passt. Grillen kann man mit einem Elektrogrill zudem nur dort, wo auch eine Steckdose vorhanden ist. Das schrĂ€nkt die MobilitĂ€t der GerĂ€te ein.

4. Das Tempo

Der Gasgrill punktet durch seine schnelle Einsatzbereitschaft. Innerhalb von drei bis elf Minuten erhitzt er sich auf eine Grilltemperatur von 250 °C. Viele Gasgrillwagen sind darĂŒber hinaus mit mindestens drei Brennern ausgestattet. Kostspielige GerĂ€te von Rösle oder barbecook bringen es sogar auf fĂŒnf oder mehr Brenner. Mehrere Brenner erlauben es, die GrillflĂ€che in unterschiedliche Temperaturzonen einzuteilen. So lĂ€sst sich Fleisch etwa zunĂ€chst scharf anbraten, dann garen und kann schließlich bei geringer Temperatur ruhen.

Elektrogrills sind nicht ganz so fix, kommen aber immer noch schneller auf Temperatur als ein Holzkohlegrill. Ein Tischgrill von Philips etwa benötigt zur Zubereitung eines Steaks etwa rund 30 Minuten.

5. Der Preis

FĂŒr einen Gasgrill muss grundsĂ€tzlich ein höherer Anschaffungspreis eingerechnet werden als fĂŒr einen Elektrogrill. Vergleichsweise gĂŒnstige Einsteigermodelle fĂŒr 150 bis 200 Euro gibt es von Enders und Activa. Gute Gasgrillwagen im Mittelklassebereich zwischen 200 und 500 Euro bieten Hersteller wie Landmann und Weber. Eine BBQ-Station von Rösle kann dagegen auch schon einmal bis zu 1.000 Euro kosten. Eine Auswahl an guten Gasgrills und weitere Informationen finden Sie bei den Experten von gasgrill.net.

Elektrogrills gibt es schon ab etwa 30 Euro. FĂŒr einen hochwertigen Tischgrill, z. B. von WMF oder Tefal, sollte man jedoch etwa 80 bis 100 Euro einplanen. Kontaktgrills sind in der Regel etwas teurer als FlĂ€chengrills.

6. Die Betriebskosten

Neben den Anschaffungskosten sollten auch die Betriebskosten beachtet werden. FĂŒr einen Gasgrill mĂŒssen je nach GrĂ¶ĂŸe des Modells Gaskartuschen oder Gasflaschen angeschafft werden. Eine FĂŒnf-Liter-Gasflasche befeuert den Grill rund achteinhalb Stunden lang und kostet im Schnitt 10 Euro.

Bei einem Elektrogrill hÀngen Stromverbrauch und Betriebskosten von der Leistung ab. Ein GerÀt mit 2.000 Watt Leistung verbraucht zwei Kilowattstunden Strom pro Stunde. Bei einem Strompreis von 25 Cent je Kilowattstunde liegen die Kosten damit bei nur 50 Cent.

7. Reinigung und Pflege

Sowohl Gas- als auch Elektrogrill lassen sich sehr einfach reinigen. Es empfiehlt sich, Grillreste zunĂ€chst abzubrennen und anschließend mit einer GrillbĂŒrste zu entfernen. Viele Gas- und Elektrogrills sind mit herausnehmbaren Fettwannen ausgestattet, was die Reinigung weiterhin erleichtert. Bei Elektrogrills können die Grillplatten hĂ€ufig in die SpĂŒlmaschine gegeben werden.

8. Gesundheitliche Aspekte

Ein Gasgrill ermöglicht eine sehr prÀzise Temperatureinstellung. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass sich beim Grillen Acrylamid bildet. Beim Grillen mit einem Elektrogrill kann es eher zu Temperaturschwankungen kommen. Bei beiden Varianten tropft Fett in eine spezielle Auffangschale und gelangt nicht auf die HeizstÀbe. Das verhindert das Entstehen gesundheitsschÀdlicher DÀmpfe.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Gasgrill?

Die Vorteile eines Gasgrills:

  • kaum Rauchbildung
  • sehr schnell auf Betriebstemperatur
  • sehr prĂ€zise Temperatureinstellung möglich
  • mehrere Brenner bieten unterschiedliche Temperaturzonen
  • indirektes Grillen möglich
  • einfache Handhabung
  • geringe Betriebskosten
  • gesĂŒnder als das Grillen mit Holzkohle
  • einfach zu reinigen

Die Nachteile eines Gasgrills:

  • das typische Raucharoma entsteht nur mit Hilfsmitteln wie RĂ€ucherpellets
  • der Zusammenbau von Grillwagen ist relativ aufwendig und erfordert handwerkliches Geschick
  • vergleichsweise groß und wenig mobil
  • relativ kostspielig

Welche Vor- und Nachteile bietet ein Elektrogrill?

Die Vorteile eines Elektrogrills:

  • keine Rauchentwicklung
  • schnell einsatzbereit
  • Temperaturregler erlauben eine gute Kontrolle des Garpunkts
  • gesĂŒnder als das Grillen mit Holzkohle
  • kompakte Tischgrills lassen sich auf dem Balkon und sogar in der Wohnung verwenden
  • einfach zu reinigen
  • in verschiedenen Varianten erhĂ€ltlich: als Standgrill oder Tischgrill, mit oder ohne Deckel, als FlĂ€chengrill oder Kontaktgrill
  • vergleichsweise geringe Anschaffungskosten
  • niedrige Betriebskosten

Die Nachteile eines Elektrogrills:

  • kein typisches Raucharoma
  • bei Tischgrills: vergleichsweise kleine GrillflĂ€che
  • abhĂ€ngig von externer Stromzufuhr
  • kein indirektes Grillen möglich
  • leicht ungleichmĂ€ĂŸige Temperaturverteilung durch kĂŒhlere Bereiche zwischen den HeizstĂ€ben

Welcher Grill ist der richtige fĂŒr mich?

Foto: Eugene Bochkarev | Dreamstime.com

Welche Grills eignen sich nun fĂŒr welche BedĂŒrfnisse? Wer einen großen Garten oder Terrasse besitzt und seine GĂ€ste mit aufwendigen Grillgerichten ĂŒberraschen möchte, hat mit einem Gasgrillwagen mehr Möglichkeiten als mit einem kompakten Elektrogrill. Gasgrills mit mehreren Brennern erlauben es, Fleisch, Fisch und GemĂŒse auf den Punkt zu garen. Beim Hantieren an einer BBQ-Station kommt zudem recht authentisches Grillfeeling auf. RĂ€ucherpellets bringen sogar das typische Raucharoma ans Grillgut. Aufgrund dieser VorzĂŒge wird der Gasgrill auch von echten Grillprofis geschĂ€tzt.

Ist kein eigener Garten vorhanden, bringt ein Elektrogrill das GrillvergnĂŒgen auf den Balkon. Viele Tischgrills können sogar in der Wohnung verwendet werden. So steht selbst bei geringem Platzangebot dem gemĂŒtlichen Beisammensein mit Steak und WĂŒrstchen nichts im Wege. Dank ihrer einfachen Handhabung empfehlen sich Elektrogrills fĂŒr alle, die es unkompliziert mögen und auf Raucharoma verzichten können.

Fazit: Gas oder Elektro? Das ist in erster Linie eine Frage der persönlichen Vorlieben und der örtlichen Gegebenheiten. Ambitionierte Grillmeister bevorzugen meist den Gasgrill. Wer es unkompliziert mag und weniger Platz zur VerfĂŒgung hat, greift zum kompakten Elektrogrill.

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