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Ob bauen, sanieren oder renovieren – eine Bohrmaschine ist für viele Arbeiten in Haus und Wohnung unerlässlich, denn sie ermöglicht das schnelle und präzise Bohren von Löchern in die unterschiedlichsten Materialien. Dabei gibt es für jedes Einsatzgebiet das passende Gerät. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Gerätetypen es für den Hausgebrauch gibt und für welche Materialien diese geeignet sind. Lese auch, welche Bohrmaschinen, Bohrhammer und Akku-Bohrschrauber im Test und Vergleich die besten Ergebnisse liefern, wie eine Bohrmaschine funktioniert und was du beim Kauf einer Bohrmaschine beachten solltest.
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Diese Gerätetypen für den Hausgebrauch gibt es
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Gerätetypen samt ihren Eigenschaften und typischen Einsatzbereichen zusammen. So bekommst du einen direkten Vergleich, ohne lange recherchieren zu müssen.
| Art | Beschreibung |
|---|---|
| Klassische Handbohrmaschinen | Einfache elektrische Bohrmaschinen eignen sich zum Bohren von Löchern in vergleichsweise weiche Materialien wie Holz, Gipskarton und Kunststoff. Die Leistung von Bohrmaschinen für Heimwerker liegt in der Regel zwischen 500 und 1.000 Watt. Um für die meisten Bohrarbeiten gut gerüstet zu sein, solltest du eine Bohrmaschine mit mindestens 650 Watt kaufen. Günstige Modelle gibt es schon ab 25 Euro, hochwertige Bohrmaschinen von Herstellern wie Bosch oder Makita erhälst du ab etwa 100 Euro. |
| Schlagbohrmaschinen: Die Alleskönner | Möchtest du Löcher in härtere Materialien wie Beton und dicke Metallbleche bohren, solltest du zur Schlagbohrmaschine greifen. Schlagbohrmaschinen für den Hausgebrauch arbeiten mit bis zu 1.100 Watt und etwa 3.000 Schlägen pro Minute. Bei vielen Modellen lässt sich die Schlagfunktion manuell abschalten – und die Schlagbohrmaschine somit in eine einfache Bohrmaschine „umwandeln“. Empfehlenswert sind Maschinen mit Gasgriff, über den du die Drehzahl stufenlos einstellen kannst. Preiswerte Schlagbohrmaschinen erhälst du ab etwa 40 Euro, kraftvolle Maschinen mit höheren Dreh- und Schlagzahlen von Bosch, Metabo oder Einhell kosten 200 Euro und mehr. |
Bohrhämmer: Die Betonknacker
Soll in hartes Mauerwerk gebohrt oder müssen alte Fliesen entfernt werden, kommst du um einen Bohrhammer nicht herum. Viele Bohrhämmer verfügen über ein pneumatisches Schlagwerk, das mit Druckluft arbeitet, und ein SDS-plus Bohrfutter, das eine effektive Schlagbewegung ermöglicht. Das heißt, der Bohrhammer muss lediglich an die Wand oder Decke gehalten werden, um genügend Anpressdruck auf das Material zu erzeugen. Das Bohren und Meißeln erfolgt also ohne großen Kraftaufwand. Gute Modelle für Hobby-Handwerker arbeiten mit 700 bis 1.000 Watt. Markengeräte von Bosch oder Makita kosten zwischen 120 und 250 Euro.
Akku-Bohrschrauber: Kabellose Universalwerkzeuge
Wenn du nur Schrauben ein- und ausdrehen möchtest und gelegentlich ein Loch in Holz oder eine Hohlziegelwand bohren willst, reicht ein Akku-Bohrschrauber aus. Modelle mit 14,4-Volt-Lithium-Ionen-Akku liefern starke Drehmomente, die auch große Schrauben spielend ins Holz treiben und dicke Bretter bohren. Die Drehzahlen liegen bei den meisten Geräten zwischen 500 und 1.200 Umdrehungen pro Minute. Leistungsstarke Akku-Bohrschrauber bekommst du zum Beispiel von Bosch, Makita und DeWalt. Die Preise bewegen sich zwischen 80 und 300 Euro.
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Wie funktioniert eine Bohrmaschine?
Zu den wichtigsten Bauteilen einer klassischen Bohrmaschine zählen Bohrfutter, Bohrspindel, Getriebe und Motor. Der Bohrer wird in das Bohrfutter eingespannt und somit fixiert. Über das Bohrfutter und die Bohrspindel wird die vom Motor gelieferte Bewegungsenergie an den Bohrer übertragen. Das Getriebe regelt die Drehzahl des Bohrers. Gute Bohrmaschinen verfügen über zwei Gänge – einen schnellen und einen langsamen. Eine Schlagbohrmaschine hat außerdem ein zuschaltbares Schlagwerk, das zusätzlich zur Drehbewegung eine Schlagwirkung auf den Bohrer ausübt.
Bohrmaschine kaufen: 5 Tipps zur richtigen Auswahl
Bevor du eine Bohrmaschine kaufst, überlege, in welche Materialien du am häufigsten bohrst und wie oft du das Gerät einsetzen willst. Beachte dabei folgende Punkte:
- Leistung: Je härter die zu bohrenden Materialien sind, umso höher sollte die Leistung der Maschine sein. Für Holz und Gipskarton genügen 650 Watt; bei härteren Materialien sollten es mindestens 850 Watt sein.
- Getriebestufen: Wähle ein Gerät mit zwei Getriebestufen, um präzise Bohrergebnisse zu erzielen: Den ersten Gang nutzt du zum Schrauben und langsamen Bohren großer Durchmesser, den zweiten Gang für kleine Löcher.
- Schlagwerk: Entscheidest du dich für eine Schlagbohrmaschine, achte darauf, dass sich das Schlagwerk zu- und abschalten lässt: So kann die Maschine auch für Bohrarbeiten in weiche Materialien verwendet werden.
- Gewicht: Damit du mit der Bohrmaschine angenehm arbeiten kannst, solltest du in ein leichtes Gerät investieren.
- Kabellänge: Achte darauf, dass das Kabel ausreichend Bewegungsfreiheit beim Arbeiten bietet. Die Kabellänge sollte mindestens 3 m betragen.
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Richtig bohren: Anleitung und Tipps
- Achte auf die richtige Maschine und den passenden Bohraufsatz. Zum Bohren in harte Wände empfiehlt sich eine Schlagbohrmaschine mit Stein- oder Betonbohrer. Für Bohrhämmer sind spezielle SDS-plus-Bohrer erforderlich. SDS-plus-Bohrer haben längliche Kerben am Schaft, durch die sich die Spitze beim Bohren vor und zurück bewegt.
- Gehe vor dem Bohren mit einem Leitungsfinder auf die Suche nach Strom- und Wasserleitungen.
- Wähle den Bohrer passend zur Größe des Dübels aus. Bei sehr weichen Materialien solltest du den Bohrer allerdings eine Nummer kleiner wählen, da die Bohrlöcher sonst schnell ausfransen.
- Wähle den richtigen Gang. Gänge mit geringer Drehzahl und mehr Kraft eignen sich für große Löcher, Gänge mit höherer Drehzahl für kleine bis mittlere Löcher.
- Halte die Bohrmaschine auf Brusthöhe und setze den Bohrer senkrecht zur Wand an.
- Bohre zunächst ohne Schlag. Erst wenn die Maschine Halt gefunden hat, schaltest du das Schlagwerk hinzu.
- Trage beim Bohren eine Schutzbrille, um deine Augen vor Bohrstaub zu schützen.
- Maschinen mit Schlagwerk können sehr laut werden und Geräuschpegel über 85 Dezibel erreichen. Trage beim Arbeiten mit Schlagwerk daher gegebenenfalls einen Gehörschutz.
- Beim Bohren staubt es. Gibt es niemanden, der den den Staubsauger hält, klebe einfach ein offenes Briefkuvert unter das Bohrloch. So einfach lässt sich Dreck reduzieren.
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