10 Tipps fĂŒr Bauherren: So sparen Sie beim Bau eines Einfamilienhauses

Ein Einfamilienhaus zu bauen wird hĂ€ufig teurer als gedacht. Damit die Baukosten im ĂŒberschaubaren Rahmen bleiben, gibt es fĂŒr Bauherren viel zu bedenken. Wer sich den Traum vom Eigenheim trotz eher geringen Budgets erfĂŒllen möchte, benötigt nicht nur eine gĂŒnstige Baufinanzierung, sondern auch einen gut durchdachten Plan. Beim Hausbau sparen lĂ€sst sich nĂ€mlich am besten, wenn Sie alle Kostenfaktoren von Anfang an im Blick haben und sich gut ĂŒberlegen, fĂŒr welche Leistungen Ihnen wie viel Geld zur VerfĂŒgung steht. Wie groß muss das GrundstĂŒck tatsĂ€chlich sein? Wie viel GrundflĂ€che benötigen Sie? Auf welche Extras können Sie nicht verzichten, welche unnötigen Elemente können wegfallen? Und welche Arbeiten können Sie in Eigenleistung erbringen? KlĂ€ren Sie diese Fragen frĂŒhzeitig, um Ihre Baukosten zu senken. Die Spartipps im folgenden Ratgeber helfen Ihnen dabei, möglichst gĂŒnstig zu bauen.

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Tipp 1: Bauen in der richtigen Lage

Ein GrundstĂŒck in der richtigen Lage kann das Budget enorm schonen. Ein Eigenheim in der Stadt bietet zwar den Vorteil kurzer Wege und einer guten Verkehrsanbindung, ist aber oft wesentlich teurer als ein gleich großes GrundstĂŒck auf dem Land. Wer dennoch die stĂ€dtische Umgebung bevorzugt, kann nach BauplĂ€tzen in BaulĂŒcken, an der Stadtgrenze oder in Vororten Ausschau halten. Auch Baugrund in nachverdichteten Hinterhöfen ist oft vergleichsweise gĂŒnstig zu haben.

Tipp 2: Kleineres GrundstĂŒck wĂ€hlen

Neben der Lage stellt auch die GrĂ¶ĂŸe des GrundstĂŒcks einen wesentlichen Faktor dar, um an der Preisschraube zu drehen. Gerade in Regionen mit hohen GrundstĂŒckspreisen sollten Sie ĂŒberlegen, ob Sie wirklich in einen großen Garten investieren möchten. Ein kleineres GrundstĂŒck bietet auch langfristig Vorteile. So mĂŒssen Sie zum Beispiel weniger Grundsteuer zahlen und weniger Arbeit fĂŒr Pflege und Instandhaltung aufbringen. Sparen können Sie beim GrundstĂŒckskauf zudem, wenn wichtige Abwasser-, Versorgungs- und Kabelleitungen bereits verlegt und im Kaufpreis enthalten sind.

Tipp 3: Pachten statt kaufen

PrĂŒfen Sie, ob statt dem Kauf eines GrundstĂŒcks auch eine Erbpacht fĂŒr Sie in Frage kommt. Die Alternative lohnt sich vor allem in Zeiten hoher Bauzinsen. Kirchen und Gemeinden verpachten GrundstĂŒcke fĂŒr ZeitrĂ€ume zwischen 50 und 99 Jahren gegen eine vergleichsweise geringe GebĂŒhr. Die monatlichen Belastungen fallen in der Regel weit niedriger aus als bei der Finanzierung eines GrundstĂŒckkaufs. Der PĂ€chter erhĂ€lt dabei vergleichbare Rechte wie ein EigentĂŒmer und darf das auf dem gepachteten GrundstĂŒck gebaute Eigenheim zum Beispiel auch vermieten oder verkaufen. Der Erbpachtvertrag geht dann an den neuen EigentĂŒmer ĂŒber. Sie sollten allerdings beachten, dass Sie mit einem Erbpachtvertrag ein langfristiges DauerschuldverhĂ€ltnis eingehen. Ändert sich der GrundstĂŒckswert, verĂ€ndert sich auch der zu zahlende Pachtzins.

Tipp 4: Sparen durch Eigenleistung

Foto: xb100 | Freepik

Wer selbst beim Hausbau mitarbeitet, kann einen betrĂ€chtlichen Teil der Baukosten sparen. Die handwerklichen Eigenleistungen des Bauherren werden als Muskelhypothek bezeichnet. Ein hoher Anteil an Eigenleistung spart nicht nur Geld fĂŒr externe Dienstleister, sondern kann auch gĂŒnstigere Zinsen bei der Baufinanzierung erwirken. Bevor Sie sich selbst ans Werk machen, sollten Sie allerdings gut ĂŒberlegen, ob Sie wirklich das nötige Geschick mitbringen und ausreichend Zeit fĂŒr die Arbeit auf dem Bau haben. Nachbesserungen verzögern die Bauzeit und fĂŒhren zu höheren Baukosten. Der Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB) empfiehlt, die Eigenleistung auf fĂŒnf bis zehn Prozent der Gesamtkosten zu beschrĂ€nken. Denken Sie auch daran, die Eigenleistung mit den Bauunternehmern vertraglich zu regeln und alle ZustĂ€ndigkeiten zu klĂ€ren.

Tipp 5: Bauweise auf das eigene Budget abstimmen

Eine der wichtigsten Fragen, die sich fĂŒr Bauherren stellt, ist die Frage nach der gewĂŒnschten Bauweise. Soll es ein Massivhaus mit potenziell höherem Wiederverkaufswert sein? Oder doch lieber ein gĂŒnstigeres Fertighaus? FĂŒr Bauherren mit kleinem Budget ist auch die Holzrahmenbauweise interessant. Muss es nicht unbedingt ein freistehendes Eigenheim sein, empfiehlt sich ein Doppelhaus oder Reihenhaus als gĂŒnstige Alternative. Auf diese Weise lĂ€sst sich selbst auf einem kleinen GrundstĂŒck ein gerĂ€umiges Einfamilienhaus bauen.

Tipp 6: Cleverer Grundriss statt möglichst große WohnflĂ€che

Beim Hausbau sparen lĂ€sst sich zudem mit einem möglichst cleveren Grundriss. Viele Bauherren wĂŒnschen sich zwar eine große WohnflĂ€che, die ist aber auch entsprechend teuer. Pro Quadratmeter fallen im Schnitt Kosten von rund 2.000 Euro an. Überlegen Sie daher genau, wie viel Platz Sie tatsĂ€chlich benötigen. Durch eine offene Bauweise mit verbundenem Wohn- Koch- und Essbereich lĂ€sst sich optisch GrĂ¶ĂŸe schaffen. RĂ€ume mit geringem Nutzwert wie Flur und Treppenaufgang benötigen nicht viele Quadratmeter. Ein möglichst kompakter, quaderförmiger Baukörper ohne komplexe Extras senkt sowohl Bau- als auch Betriebskosten. Übereinander angeordnete BĂ€der sparen Geld bei der Installation von Wasserleitungen. Weiteres Einsparpotenzial ergibt sich durch eine intelligente Ausrichtung des Hauses. Liegen die WohnrĂ€ume Richtung SĂŒden, sparen Sie zum Beispiel Heizkosten.

Tipp 7: Abstriche bei der individuellen Gestaltung machen

IndividualitĂ€t hat ihren Preis. Ein Architektenhaus schlĂ€gt mit deutlich höheren Kosten zu Buche als ein Fertighaus. Der Verzicht auf Extras hilft, die Baukosten zu senken. Bei MusterhĂ€usern gibt es zudem die Möglichkeit der Abbemusterung: Das bedeutet, Sie wĂ€hlen fĂŒr Ihr Fertighaus gĂŒnstigere Optionen aus, als im Musterhaus vorgeschlagen. Lassen Sie sich vom Hersteller des Fertighauses ausfĂŒhrlich beraten. Dagegen lohnt sich die Investition in eine energieeffiziente Bauweise. Eine gute WĂ€rmedĂ€mmung, eine verbrauchsarme und umweltfreundliche Heizungsanlage und klug ausgerichtete Fenster sparen langfristig Geld.

Tipp 8: Auf den Keller verzichten

Wer möglichst gĂŒnstig bauen möchte, kann auch erwĂ€gen, auf den Keller zu verzichten. Je nach GrĂ¶ĂŸe des Hauses lassen sich auf diese Weise 30.000 bis 50.000 Euro sparen. Allerdings benötigt ein Haus ohne Keller eine hochwertige Bodenplatte, um keine Feuchtigkeit durchsickern zu lassen. In Regionen mit hohem Grundwasserstand und bei schlechtem Baugrund ist ein Keller sinnvoller. Ermöglicht der Baugrund, auf den Keller zu verzichten, sollte im restlichen Haus ausreichend AbstellflĂ€che vorhanden sein.

Tipp 9: Preise vergleichen

Einer der wichtigsten Spartipps fĂŒr Bauherren, ganz gleich ob Sie ein Fertighaus kaufen oder ein Massivhaus planen: Vergleichen Sie die Preise! PrĂŒfen Sie die Angebote verschiedener BautrĂ€ger, besuchen Sie Baumessen, nehmen Sie verschiedene Fertighaus-Anbieter in Augenschein. Sprechen Sie nach Möglichkeit auch mit anderen Eigenheim-Besitzern in der jeweiligen Region ĂŒber ihre Erfahrungen. So gewinnen Sie einen besseren Eindruck davon, welche Kosten beim Bau eines Einfamilienhauses auf Sie zukommen.

Tipp 10: Fördermöglichkeiten nutzen

Informieren Sie sich vor dem Hausbau unbedingt ĂŒber die verschiedenen Fördermöglichkeiten, die Bauherren zur VerfĂŒgung stehen. Die Kreditanstalt fĂŒr Wiederaufbau (KfW) vergibt beispielsweise zinsgĂŒnstige Förderdarlehen und TilgungszuschĂŒsse fĂŒr Neubauten, die als ErgĂ€nzung zum Baukredit genutzt werden können. Voraussetzung ist, dass Ihr Eigenheim gewisse Förderkriterien erfĂŒllt. Familien mit Kindern können zudem Baukindergeld beantragen. Familien mit einem Kind sind förderberechtigt, wenn das zu versteuernde Haushaltseinkommen maximal 90.000 Euro im Jahr betrĂ€gt. Pro Kind kommen 15.000 Euro hinzu. Pro Kind gibt 1.200 Zuschuss im Jahr, ĂŒber zehn Jahre hinweg. Riester-berechtigte Bauherren erhalten mit der Wohn-Riester-Förderung eine jĂ€hrliche Grundzulage von 175 Euro pro Person, eine Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Kind und zusĂ€tzliche Steuervorteile.

Mit den richtigen Tipps sparen auch Sie beim Bau des Eigenheims

Ein Einfamilienhaus zu bauen ist eine große finanzielle Herausforderung. BerĂŒcksichtigen Sie die Spartipps aus diesem Ratgeber, können Sie beim Hausbau viel Geld sparen. Grundlage ist eine an Ihre BedĂŒrfnisse angepasste Bauplanung fĂŒr ein Eigenheim, das Ihre Anforderungen auf möglichst gĂŒnstige Weise erfĂŒllt. Eine clevere Planung von GrundstĂŒck, Haus und InnenrĂ€umen senkt nicht nur die Baukosten, sondern spart auch langfristig Betriebskosten ein.

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