Sicherer Schlaf für mein Baby: 14 Matratzen für Kinder im Test

Eltern wünschen sich, dass ihre Babys und Kleinkinder nachts tief und friedlich schlafen. Vor allem aber sollen sie sicher schlummern. Dafür brauchen Babys und Kleinkinder die richtige Matratze. Eine zu weiche Unterlage kann für Kinder nämlich gefährlich werden. Eltern stehen also vor der Frage: Welche Kindermatratze kaufen? Stiftung Warentest hat sich für Heft 10/2018 angeschaut, welche Baby- und Kindermatratzen im Format 70×140 cm einen komfortablen und sicheren Schlaf ermöglichen. Basis für den Sicherheitstest bildet die Norm Din EN 16890 „Sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfverfahren“. Zu den Prüfverfahren gehört der Kugeltest: Eine Kugel wird innerhalb einer Schablone auf die Matratze gelegt. Die Kugel sollte auf der Matratze aufliegen, ohne den Rand der Schablone zu berühren. Sinkt die Kugel zu weit ein, gilt die Matratze als nicht sicher genug für Babys. Sechs Matratzen für Kinder im Test bestehen dieses Prüfverfahren nicht. Als Testsieger schneiden die beiden günstigsten Modelle ab.

Welche ist die beste Kindermatratze?

Der Testsieger kommt vom dänischen Bettenlager

Testsieger unter den Matratzen für Babybetten im Test wird die Schaumstoffmatratze Jonas aus dem Dänischen Bettenlager (etwa 99 Euro). Die harte Kindermatratze bietet sichere Bedingungen für guten Schlaf. Beide Seiten eignen sich sowohl für Babys als auch für Kleinkinder. Positiv fällt die seitliche Trittkante auf. Kritikpunkt sind die widersprüchlichen Angaben zur Waschtemperatur: Mal heißt es, die Kindermatratze könne bei 60 °C gewaschen werden, mal lautet die Waschempfehlung 30 °C. Insgesamt vergibt Stiftung Warentest die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für Jonas aus dem Dänischen Bettenlager im Überblick:
+ Liegeeigenschaften
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
+ Bezug
+ Handhabung
+ Deklaration und Werbung
+ Gesundheit und Umwelt

Merkmale:
Härtegrad laut Anbieter: Fest
Härtegrad nach Prüfergebnis: Hart
Höhe: 10,3 cm
Gewicht: 3,6 kg
Max. Waschtemperatur: 60 °C


Preis-/Leistungssieger: Skönast von Ikea

Mit einem Preis von 70 Euro ist die Ikea Skönast die günstigste Kindermatratze im Test von Stiftung Warentest. Die mittelharte Schaumstoffmatratze bietet Babys und Kleinkindern sicheren Schlafkomfort. Eine spezielle Babyseite gibt es dabei nicht. Ein Minuspunkt ist das deutlich vernehmbare Knistern bei Bewegung. Zudem wird der Kern durch den Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur weicher. Das Gesamturteil lautet „Gut“.

Die Ergebnisse für die Kindermatratze Ikea Skönast im Überblick:
+ Liegeeigenschaften
+ Sicherheit
+ Bezug
+ Handhabung
+ Gesundheit und Umwelt
Haltbarkeit
Deklaration und Werbung

Merkmale:
Härtegrad laut Anbieter: keine Angabe
Härtegrad nach Prüfergebnis: Mittel
Höhe: 8,4 cm
Gewicht: 3,5 kg
Max. Waschtemperatur: 60 °C


Hessnatur: Sehr haltbare Matratze mit Kokos- und Latexseite

Die Kindermatratze Hessnatur Lena (etwa 179 Euro) weist eine mittelweiche Kokosseite und eine weiche Latexseite auf. Sie überzeugt vor allem durch ihre Haltbarkeit im Dauerwalzversuch. Kinder und Babys schlafen auf ihr sehr sicher. Eine leichte Abwertung gibt es für die unklare Deklaration und die Werbeaussagen. Mit 7 kg ist das Modell Lena die schwerste Kindermatratze im Test. Das Gesamturteil lautet „Gut“.

Die Ergebnisse für die Hessnatur Lena im Überblick:
+ Liegeeigenschaften
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
+ Bezug
+ Handhabung
+ Gesundheit und Umwelt
Deklaration und Werbung

Merkmale:
Härtegrad laut Anbieter: keine Angabe
Härtegrad nach Prüfergebnis: Mittel/ Weich
Höhe: 8,7 cm
Gewicht: 7,0 kg
Max. Waschtemperatur: 60 °C


Prolana überzeugt mit sehr guter Haltbarkeit

Auch die Prolana Kati Plus (etwa 159 Euro) erweist sich als sehr haltbare Matratze und übersteht den Dauerwalzversuch mit Bravour. Die Kokosseite ist hart, die Latexseite mittelhart. Die Tester schätzen auch diese Matratze als sehr sicher für Babys und Kleinkinder ein. Kritikpunkt sind abermals unklare Deklaration und Werbeaussagen. Außerdem läuft der Bezug beim Waschen ein. Insgesamt vergibt Stiftung Warentest die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für die Prolana Kati Plus im Überblick:
+ Liegeeigenschaften
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
+ Bezug
+ Handhabung
+ Gesundheit und Umwelt
Deklaration und Werbung

Merkmale:
Härtegrad laut Anbieter: keine Angabe
Härtegrad nach Prüfergebnis: Hart/ Mittel
Höhe: 8,3 cm
Gewicht: 6,8 kg
Max. Waschtemperatur: 60 °C


Paradies Sara: Weiche Matratze für sicheren Schlafkomfort

Obwohl die Kindermatratze Paradies Sara (etwa 129 Euro) mit weichem Härtegrad daherkommt, bietet sie sicheren Schlafkomfort für Babys und Kleinkinder. Dafür sorgt der sehr feste Bezug. Die Schaumstoffmatratze ist mit einer umlaufenden Trittkante ausgestattet und mit 3 kg ein echtes Leichtgewicht. Die Gesamtnote der Stiftung Warentest lautet „Gut“.

Die Ergebnisse für die Paradies Sara im Überblick:
+ Liegeeigenschaften
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
+ Bezug
+ Handhabung
+ Gesundheit und Umwelt
Deklaration und Werbung

Merkmale:
Härtegrad laut Anbieter: keine Angabe
Härtegrad nach Prüfergebnis: Weich
Höhe: 9,7 cm
Gewicht: 3,0 kg
Max. Waschtemperatur: 60 °C


2 Matratzen für Babybetten sind “befriedigend”

Die Aro Artländer NonPlusUltra kbA-Bio-BW-Matratze (etwa 121 Euro) ist als einzige Babymatratze im Test mit Liegezonen und einer Inkontinenzeinlage ausgestattet. Die Schaumstoffmatratze hat eine mittelharte Kleinkindseite und eine harte Babyseite, außerdem weist sie eine seitliche Trittkante auf. Bei der Vitalis Filius (etwa 100 Euro) ist die Trittkante sogar umlaufend. Beide Seiten der Schaumstoffmatratze sollen sich für Babys und Kleinkinder eignen. Sowohl die Aro Arthländer als auch die Vitalis Filius weisen jedoch Sicherheitsmängel auf: Sie bergen das Risiko für einen äußeren Verschluss der Atemwege. Für beide Modelle vergibt Stiftung Warentest die Note „Befriedigend“.


Mangelnde Sicherheit: 7 Kindermatratzen im Test sind „mangelhaft“

Sieben der getesteten Matratzen für Babys und Kleinkinder können die Norm Din EN 16890 nicht erfüllen. Die Norm soll Kinder vor verschluckbaren Kleinteilen schützen, außerdem vor dem Ersticken, wenn Nase und Mund gleichzeitig blockiert werden. Sieben Kindermatratzen versagen im Norm-Test:

  • die Alvi Max (134 Euro),
  • die Julius Zöllner Dr. Lübbe Air Plus (110 Euro),
  • die Julius Zöllner Dr. Lübbe Baby Dream Comfort (150 Euro),
  • die MFO Matratze Dornröschen (129 Euro),
  • die Pinolino Kinderträume Allergo-Vlies (110 Euro),
  • die Träumeland Schlummerstern (135 Euro) und
  • die Waschbär Kindermatratze Kokos/Latex (179 Euro).

MFO besteht als einzige der „mangelhaften“ Kindermatratzen im Test den Kugeltest. Bei den sechs weiteren Modellen sinkt die Kugel zu weit ein. Kinder, die jünger als ein Jahr sind, sollten nicht auf diesen Matratzen schlafen. Außer Waschbär leiden alle weiteren „mangelhaften“ Matratzen zudem deutlich unter dem Einfluss von Temperatur und Feuchtigkeit. Der Kern der Pinolino Kindermatratze wird härter, die anderen Modelle werden um 20 bis 30 Prozent weicher.


Wie schlafen Babys am sichersten?

Der plötzliche Kindstod ist ein Schrecken für Eltern. Die genauen Ursachen sind nicht geklärt. Mediziner gehen aber davon aus, dass eine zu weiche Matratze mit für den plötzlichen Kindstod verantwortlich sein könnte. Dreht sich das Kind auf den Bauch und die Matratze gibt zu sehr nach, liegt der Kopf in einer Kuhle. Das Baby atmet in Folge kohlendioxidreiche Luft ein. Das führt zu Sauerstoffmangel und im schlimmsten Fall bis zum Ersticken. Um dem plötzlichen Kindstod vorzubeugen, sollten Eltern einige Tipps beachten:

  • Rückenlage: Babys sollten ausschließlich auf dem Rücken schlafen. Die Bauchlage birgt die erwähnte Gefahr, sauerstoffarme Luft einzuatmen. Aus der Seitenlage heraus könnten Babys sich zu leicht auf den Bauch drehen.
  • Schlafsack: In einem Schlafsack schlafen Babys am sichersten. Decken können über das Gesicht des Kindes rutschen. Auch Kissen und Kuscheltiere (hier ein Testbericht) im Bett bergen ein Erstickungsrisiko.
  • Schlafen im eigenen Bettchen: Laut Studien besteht ein höheres Risiko für den plötzlichen Kindstod, wenn Babys zusammen mit den Eltern im Familienbett schlafen. Sicherer schlummern sie im eigenen Bettchen im Elternschlafzimmer.
  • Rauchfreie Umgebung: Als größtes Risiko für den plötzlichen Kindstod gilt Nikotin. Achten Sie daher darauf, dass sich Babys ausschließlich in rauchfreier Umgebung aufhalten und schlafen können.
  • Stillen: Gestillte Babys haben ein geringeres Risiko, am plötzlichen Kindstod zu sterben. Möglicherweise, da sie nachts häufiger aufwachen als Kinder, die mit der Flasche gefüttert werden.
  • Schnuller: Studien legen nahe, dass ein Schnuller vor dem plötzlichen Kindstod schützen kann. Das gilt auch, wenn er nachts aus dem Mund fällt.
  • Impfungen: Eltern sollten alle empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen wahrnehmen. Die Erstimmunisierung scheint auch das Risiko für den plötzlichen Kindstod zu senken.
  • Alarmmelder: Besorgte Eltern können das Babybett mit Bewegungsmeldern und Sensormatten ausstatten. Die Alarmmelder sind aber nur eine Ergänzung und keinesfalls ein Ersatz für die übrigen Sicherheitshinweise.

Fazit: Welche ist die beste Kindermatratze? Der Test von Stiftung Warentest (Heft 10/2018) zeigt, dass gute Qualität nicht teuer sein muss. Die beiden Testsieger Jonas aus dem Dänischen Bettenlager und Skönkast von Ikea gibt es bereits für unter 100 Euro.

Ihre Meinung zu "Sicherer Schlaf für mein Baby: 14 Matratzen für Kinder im Test"

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.