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Hausnotrufsysteme können im Alltag für mehr Sicherheit sorgen – besonders für ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Mit einem Notrufknopf lässt sich im Ernstfall schnell Hilfe rufen. Doch welcher Anbieter ist zuverlässig und bietet guten Service? Wir zeigen dir die besten Hausnotrufdienste aus dem Test der Stiftung Warentest und geben Tipps, worauf du bei der Auswahl achten solltest.

⭐ Unsere Empfehlungen laut Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat mehrere Hausnotrufdienste geprüft und dabei unter anderem Reaktionszeit, Beratung, Installation und Vertragsbedingungen bewertet. Insgesamt wurden neun Anbieter getestet. Das Ergebnis: Keiner der Dienste konnte vollständig überzeugen, viele erreichten nur die Note „Befriedigend“.

Trotzdem schneiden einige Anbieter besser ab als andere. Besonders der Hausnotruf des Arbeiter-Samariter-Bundes gehört zu den bestbewerteten Hausnotrufdiensten im Test.

PlatzAnbieterTesturteilBesonderheitenKosten
1ASBBefriedigend– Schnellste Reaktionszeit 
– Gute fachliche Beratung
Basispaket 0,- € / Monat
Standardpaket 23,50 € / Monat
2DRKBefriedigend– Schnelle Reaktionszeit
– Gute Inbetriebnahme
– Gute fachliche Beratung
Basispaket 25,50 € / Monat
3MalteserBefriedigend– Schnelle Reaktionszeit
– Gute Inbetriebnahme
– Beste fachliche Beratung
– Guter Kundenservice
Grundsicherheit 25,50 € / Monat
Komplettsicherheit 57,90 € / Monat
Komplettsicherheit Plus 62,40 € / Monat

Bester Hausnotrufdienst im Test: der ASB-Hausnotruf

Der Arbeiter-Samariter-Bund bietet seinen Hausnotruf bundesweit an. Für Selbstzahler kostet das Basispaket 23,50 Euro im Monat, das Komfortpaket 45 Euro im Monat. Die fachliche Beratung fällt gut aus, Stiftung Warentest kritisiert jedoch deutliche Mängel in den Verträgen und den AGB. Trotz dieser Mängel wird der ASB-Hausnotruf mit der Note „Befriedigend“ Testsieger.

Der Hausnotruf vom Deutschen Roten Kreuz überzeugt im Test mit einer guten Bearbeitung der Notrufe und schneidet auch in den Kategorien Kundenservice, fachliche Beratung und Inbetriebnahme des Notrufgeräts mit der Note „Gut“ ab. Weiterhin positiv: Es fallen keine Anschlusskosten an. Die monatlichen Kosten für Selbstzahler liegen bei 25,50 Euro. Verträge und AGB weisen jedoch deutliche Mängel auf. Daher gibt es die Gesamtnote „Befriedigend“.

Der Malteser Hilfsdienst wird ebenfalls bundesweit angeboten. Die monatlichen Kosten betragen je nach Tarif zwischen 25,50 und 62,40 Euro. Der Hilfsdienst reagiert schnell und gut, der Kundenservice könnte besser sein. Abermals fallen den Testern deutliche Mängel in den Verträgen und AGB auf. Das Gesamturteil lautet „Befriedigend“.

Vier weitere Hausnotrufdienste im Test erhalten das Urteil „Befriedigend“:

  • der bundesweit tätige Vitakt-Hausnotruf,
  • die Volkssolidarität,
  • der Johanniter-Hausnotruf und
  • der Libify Hausnotruf.

Beim Sonotel Hausnotruf verursachte die Inbetriebnahme Probleme und funktionierte erst nach mehreren Telefonaten mit der Hotline. Der Hilfsdienst könnte besser reagieren, insgesamt gibt es die Note „Ausreichend“. Der Zembro Hausnotruf verschickt englischsprachige AGB und bestätigt mit der Bestellbestätigung bereits den Vertragsabschluss. Der Hausnotruf konnte im simulierten Testfall zudem nicht helfen. Für Stiftung Warentest ist dies nicht akzeptabel, die Tester vergeben das Urteil „Mangelhaft“.

Fazit

Kein Hausnotruf im Test kann vollkommen überzeugen. Uneingeschränkt empfehlen kann Stiftung Warentest keinen der neun Hausnotrufdienste im Test (Heft 8/2018). Aufgrund deutlicher Vertragsmängel erhält selbst der Testsieger vom Arbeiter-Samariter-Bund nur die Note „Befriedigend“. Es folgen der DRK-Notruf, der Malteser Hilfsdienst und der Johanniter-Hausnotruf.

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💡 Wie funktioniert ein Hausnotruf?

Ein Hausnotrufsystem besteht meist aus einer Basisstation und einem Notrufknopf, der als Armband oder Halskette getragen wird. Wird der Knopf gedrückt, stellt das Gerät sofort eine Verbindung zu einer Notrufzentrale her. Dort können Mitarbeitende entscheiden, ob Angehörige, ein Pflegedienst oder der Rettungsdienst informiert werden sollen.

Gut zu wissen: Der jeweilige Hausnotdienst hat Zugriff auf zuvor gespeicherte Daten wie Krankengeschichte, Details zur Medikamenteneinnahme und weitere Informationen, die im Notfall wichtig sein können. Im Falle eines Notrufs werden diese Informationen automatisch abgerufen.

💡 Welche Arten von Hausnotrufsystemen gibt es?

Hausnotrufsysteme sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich – von klassischen stationären Modellen bis hin zu modernen mobilen Varianten mit GPS und Sturzerkennung. Welches System das richtige ist, hängt vor allem vom Lebensstil, der Mobilität und dem individuellen Sicherheitsbedürfnis ab. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Arten von Hausnotrufsystemen und ihre jeweiligen Vorteile.

SystemBeschreibung
Klassischer HausnotrufNotrufknopf für zuhause, der mit einer Basisstation verbunden ist.
Mobiler HausnotrufTragbares Gerät mit GPS, das auch unterwegs funktioniert.
Hausnotruf-AppNotruffunktion über eine Smartphone-App.

💡 Worauf solltest du beim Hausnotruf achten?

Hausnotrufdienste unterscheiden sich vor allem in Kosten, Service und Zusatzleistungen. Vor der Entscheidung solltest du besonders auf folgende Punkte achten:

  • monatliche Kosten
  • Vertragsbedingungen
  • Reaktionszeit der Notrufzentrale
  • Zusatzfunktionen wie Sturzerkennung
  • Installation und Beratung

💡 Was kostet ein Hausnotruf?

Viele Hausnotrufdienste verlangen eine monatliche Grundgebühr für Gerät und Notrufzentrale. Je nach Anbieter und Zusatzleistungen können sich die Kosten unterscheiden. In vielen Fällen übernimmt die Pflegekasse einen Teil der Gebühren.

Typische Kosten für Hausnotrufsysteme

LeistungKosten
Basispaket Hausnotrufca. 25–30 € pro Monat
Installationoft kostenlos oder einmalig ca. 10–50 €
Zusatzleistungen (z. B. Sturzerkennung)ca. 5–15 € monatlich
Zuschuss der Pflegekassebis zu 25,50 € pro Monat

Viele Hausnotrufdienste verlangen eine monatliche Grundgebühr für Gerät und Notrufzentrale. Je nach Anbieter und Zusatzleistungen können sich die Kosten unterscheiden. In vielen Fällen übernimmt die Pflegekasse einen Teil der Gebühren.

FAQ — Häufige Fragen zum Hausnotruf

Ein Hausnotrufsystem kann im Notfall Leben retten. Viele Angehörige stellen sich vor der Entscheidung jedoch ähnliche Fragen. Hier beantworten wir die wichtigsten Punkte rund um Kosten, Funktionsweise und Voraussetzungen.

Wie viel kostet ein Hausnotruf?

Viele Anbieter verlangen etwa 25 bis 30 Euro pro Monat für das Basispaket. Zusätzliche Leistungen können die Kosten erhöhen.

Übernimmt die Pflegekasse den Hausnotruf?

Ja. Wenn eine anerkannte Pflegebedürftigkeit vorliegt, kann die Pflegekasse die Kosten teilweise übernehmen.

Für wen ist ein Hausnotruf sinnvoll?

Hausnotrufsysteme sind besonders sinnvoll für ältere Menschen, die allein leben oder ein erhöhtes Risiko für Stürze haben. Viele nutzen zusätzlich Hilfsmittel wie Blutdruckmessgeräte oder Rollatoren, um im Alltag sicherer unterwegs zu sein.

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12 Kommentare

  1. wenn ich das richtig sehe, ist dies das Ergebnis der Stiftung Warentest aus Heft 8/1918. Es ist doch anzunehmen, dass die Anbieter, zumindest bei Unzulänglichkeiten in den Formalitäten, inzwischen nachgebessert haben. Wo ist eine aktuelle Bewertung zu finden?

  2. Bei der telefonischen Vermittlung zur Firma Libify wurden meine Angaben zur Person aufgenommen
    (das Übliche). Zum Schluß sollte ich dann unter Angabe meiner IBAN meine Einwilligung zu einer
    Schufaüberprüfung abgeben. Ist das notwendig und legitim und dann noch telefonisch?

    1. Hallo Dieter T.,

      ob das üblich und legitim ist, wissen wir nicht. Mit sensiblen Daten sollten Sie aber vorsichtig sein. Die ING-DiBa schreibt, “es ist grundsätzlich möglich, dass Betrüger bei einem SEPA-Lastschriftverfahren eine IBAN angeben. Da die Banken nicht verpflichtet sind, Namen und die IBAN des zu belastenden Kontos beim SEPA-Lastschriftverfahren abzugleichen, kann auch eine ungenehmigte Abbuchung vorkommen.” Es besteht aber die Möglichkeit, das Geld schnell und unproblematisch wieder zurückzubekommen.

      Schöne Grüße,
      Saskia

  3. Habe heute meinen Libify Hausnotruf zurückgesendet. Aufgrund eines drohenden Schlaganfalles (Blutdruck 221:114) drückte ich den Knopf und die Antwort war, dafür seien sie nicht zuständig und ich solle die 112 anrufen.
    Ich hatte den Notruf privat, ohne Pflegegrad, und dies war nach fast 7 Monaten mein einziger “Hilferuf”.

  4. Hallö, und gutes Neujahr.
    Man kann sehr gute Notfalluhren kaufen,aber wie
    bekommt man eine Bindung an eine Leitstelle ?
    danke für jede Auskunft.

    1. Hallo Knut,

      vielen Dank! Ihnen auch ein gutes neues Jahr! :) Notfalluhren haben eine integrierte SIM-Karte und verbinden sich bei Knopfdruck via Mobilfunk oder über eine Basisstation mit der (Haus-)Notrufzentrale. Diese ermittelt dann per GPS den Standort und alarmiert je nach Situation den Rettungsdienst oder Ihre Angehörigen.

      Herzliche Grüße,
      Saskia von Produkte im Test

  5. Es ist zum Mäusemelken … Die Geschichte lehrt, dass “Not” – in seinen verschiedenen Varianten – ganze Systeme auslöschen kann – genauso aber auch überbordender Wohlstand mit seinen kaum noch zu bewältigenden und durchschaubaren Angeboten sich dafür eignet. Der Wust und Wirrwar von Angeboten
    stellt für den hier Suchenden eine Überforderung dar. I
    Ich suche ganz schlicht und einfach für mich ein Produkt/Uhr, die ihr Geld wert ist – für innen und außen – leichte und sichere Bedienung – versprochene Leistungen einhält – ohne versteckte Überraschungen.
    Ich bin 80 Jahre – alleinstehend – Kontakte fast alle weg – Sturzgefahr immer möglich. Und ich bin eine Frau, die ein Produkt erwartet, das im Aussehen jünger als 80 aussieht. Danke, wenn mir geholfen werden kann

    1. Hallo Bärbel,

      ich verstehe Ihre Situation. Ich habe einen Vater in Ihrem Alter und wir haben die gleichen Themen. :) Es gibt mobile Notrufuhren für Senioren, die aussehen wie eine gängige Smartwatch und folgende Funktionen bieten

      – Notruf per Knopfdruck oder Sprachbefehl
      – GPS-Ortung, um im Notfall Ihren genauen Standort zu ermitteln
      – Automatische Fall- und Sturzerkennung
      – Vitaldaten erfassen

      Diese Uhren kosten zwischen 100 und 300 Euro. Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen gerne ein paar Modelle nennen.

      Herzliche Grüße,
      Saskia

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