Regallautsprecher im Test: Auch günstige Modelle bis 200 Euro sind „gut“

Passive Stereo-Regallautsprecher werden per Kabel mit einem Verstärker verbunden. Heute scheinen sie etwas aus der Mode gekommen. Viele Musikfans streamen ihre Lieblingslieder über das Smartphone oder den Computer, WLAN-Lautsprecher liefern den satten Klang. Für einen natürlichen Stereo-Ton sind die klassischen Boxen jedoch immer noch die erste Wahl. Vor allem Klassikfans können sich über eine naturgetreue Wiedergabe der Instrumente freuen. Das zeigt der aktuelle Lautsprecher-Test der Stiftung Warentest (Heft 11/2018). Wenn Sie Regallautsprecher kaufen möchten, stehen jedoch enormen Preisunterschieden gegenüber. Günstige Boxen gibt es ab 140 Euro, andere kosten 675 Euro. Preiswerte Modelle sind nicht unbedingt schlechter: Auch günstige kabel¬gebundene Lautsprecher im Test überzeugen: Jeder Testkandidat erhält die Note „Gut“.

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Testsieger Bose überzeugt mit sattem Klang

Mit kräftigen Mitten, guter Verarbeitung und einfacher Handhabung wird der Bose 301 Serie V (etwa 320 Euro, Note „Gut“) zum Regallautsprecher-Testsieger von Stiftung Warentest. Der Schalldruck ist allerdings relativ gering.

Die Ergebnisse für den Bose 301 Serie V im Überblick:
+ Hörtest
+ Technische Prüfung
+ Handhabung
+ Verarbeitung

Merkmale:
verfügbare Gehäusefarben: Schwarz
Nennimpedanz: 6 Ohm
Nennbelastbarkeit: 75 Watt
BxHxT: 37x25x26 cm
Gewicht pro Box: 5,3 kg


Bowers & Wilkins bietet feingezeichneten Klang

Die Lautsprecher Bowers & Wilkins 685 S2 (etwa 460, Note „Gut“) klingen im Hörtest feingezeichnet und transparent. In der technischen Prüfung sichern sie sich sogar das Urteil „Sehr gut“. Die Verarbeitung könnte jedoch besser sein.

Die Ergebnisse für den Bowers & Wilkins 685 S2 im Überblick:
+ Hörtest
+ Technische Prüfung
+ Handhabung
Verarbeitung

Merkmale:
verfügbare Gehäusefarben: Schwarz und Weiß
Nennimpedanz: 8 Ohm
Nennbelastbarkeit: 20 bis 100 Watt
abnehmbare Frontabdeckung
BxHxT: 19x35x33 cm
Gewicht pro Box: 6,7 kg


Dali gefällt mit ausbalanciertem Klang

Der Regallautsprecher Dali Zensor 3 (etwa 380 Euro, Note „Gut“) bietet einen neutralen und ausbalancierten Klang. Wirkungsgrad und Schalldruck überzeugen ebenfalls. Stiftung Warentest kritisiert, dass die Gebrauchsanleitung die Inbetriebnahme unnötig kompliziert macht.

Die Ergebnisse für den Dali Zensor 3 im Überblick:
+ Hörtest
+ Technische Prüfung
+ Verarbeitung
Handhabung

Merkmale:
verfügbare Gehäusefarben: Schwarz, Weiß oder Walnuss
Nennimpedanz: 6 Ohm
Nennbelastbarkeit: 25 bis 125 Watt
BxHxT: 21x35x30 cm
Gewicht pro Box: 6,1 kg


Canton: Kompakter Regallautsprecher mit gutem Klang

Den Canton C 302 (etwa 258 Euro, Note „Gut“) gibt es nur im Direktvertrieb. Der Regallautsprecher bietet einen hellen und durchsichtigen Klang. Der Schalldruck ist relativ gering, außerdem kritisiert Stiftung Warentest die Gebrauchsanleitung.

Die Ergebnisse für den Canton C 302 im Überblick:
+ Hörtest
+ Technische Prüfung
+ Verarbeitung
+ Handhabung

Merkmale:
verfügbare Gehäusefarben: Schwarz oder Weiß
Nennimpedanz: 4 bis 8 Ohm
Nennbelastbarkeit: 60 Watt
BxHxT: 17x30x28 cm
Gewicht pro Box: 4,8 kg


Auch das teurere Modell von Canton überzeugt

Der Canton Chrono SL 526 (etwa 500 Euro, Note „Gut“) zeigen im Hörtest einen ausgewogenen, eher hellen Klang. Die Verarbeitung ist gut, allerdings schwächeln die Lautsprecher in der technischen Prüfung und bringen abermals eine nur wenig verständliche Gebrauchsanleitung mit.

Die Ergebnisse für den Canton Chrono SL 526 im Überblick:
+ Hörtest
+ Verarbeitung
+ Handhabung
Technische Prüfung

Merkmale:
verfügbare Gehäusefarben: Schwarz oder Weiß
Nennimpedanz: 4 bis 8 Ohm
Nennbelastbarkeit: 80 Watt
BxHxT: 17x30x29 cm
Gewicht pro Box: 5,9 kg


Die Lautsprecher von Dynaudio klingen ausgewogen

Der Dynaudio Emit M10 (etwa 600 Euro, Note „Gut“) gehört zu den teureren Lautsprechern im Test. Dafür bieten er einen ausgewogenen, hellen und durchsichtigen Klang. Lediglich der Wirkungsgrad ist etwas gering.

Die Ergebnisse für den Dynaudio Emit M10 im Überblick:
+ Hörtest
+ Technische Prüfung
+ Verarbeitung
+ Handhabung

Merkmale:
verfügbare Gehäusefarben: Schwarz oder Weiß
Nennimpedanz: 6 Ohm
Nennbelastbarkeit: 150 Watt
BxHxT: 17x30x27 cm
Gewicht pro Box: 5,5 kg


Magnat wird zum Preis-/Leistungssieger

Der Magnat Monitor Supreme 202 (etwa 134 Euro, Note „Gut“) bietet eine gute Leistung zum kleinen Preis. Er klingt hell und warm, mit eher kräftigen Mitten. Schwachpunkt ist der Schalldruck. Die Gebrauchsanleitung ist wenig verständlich und macht die Inbetriebnahme kompliziert.

Die Ergebnisse für den Magnat Monitor Supreme 202 im Überblick:
+ Hörtest
+ Verarbeitung
Technische Prüfung
Handhabung

Merkmale:
verfügbare Gehäusefarben: Schwarz oder Mocca
Nennimpedanz: 4 bis 8 Ohm
Nennbelastbarkeit: 100 Watt
BxHxT: 22x37x28 cm
Gewicht pro Box: 5,9 kg


Weitere „gute“ kabel¬gebundene Lautsprecher im Test

Die übrigen Regallautsprecher im Test erhalten ebenfalls die Gesamtnote „Gut“. Die Nubert NuBox 313 (160 Euro, Note „Gut“) erzielt in der technischen Prüfung sogar das Urteil „Sehr gut“ und ist damit etwas besser als das teurere Modell aus gleichem Hause, der Nubert NuLine 34 (670 Euro, Note „Gut“). In der technischen Prüfung überzeugt auch der Regallautsprecher Teufel Ultima 20 MK2 (150 Euro, Note „Gut“), den es nur im Direktvertrieb gibt. Er klingt allerdings eher kühl und zurückhaltend. Der Block S-250 (500 Euro, Note „Gut“) klingt gut, es fehlt allerdings die Gebrauchsanleitung.

Der Canton GLE 436.2 (435 Euro, Note „Gut“), der Elac Uni-Fi BS U5 (675 Euro, Note „Gut“),
der Heco Aurora 300 (385 Euro, Note „Gut“) und der günstigste kabelgebundene Lautsprecher im Test, der Heco Vitca Prime 202 (139 Euro, Note „Gut“) klingen ausgewogen. Der Elac weist jedoch einen sehr geringen Wirkungsgrad auf, bei den Heco Lautsprechern kritisiert Stiftung Warentest die Gebrauchsanleitung und Inbetriebnahme.

Eine gute Klangqualität bringen auch

  • der KEF Q350 (580 Euro, Note „Gut“),
  • der Magnat Shadow 203 (284 Euro, Note „Gut“),
  • der Teufel Theater 500S (400 Euro, Note „Gut“),
  • der Dali Zensor 1 (249 Euro, Note „Gut“) und
  • der Elac Debut 2.0 B5.2 (292 Euro, Note „Gut“) mit.

Bei KEF, Magnat, Dali und Elac lässt die Gebrauchsanleitung zu wünschen übrig. Den Regallautsprecher von Teufel gibt es wieder nur im Direktvertrieb, genau wie der von KEF und von Elac könnte er besser verarbeitet sein.


Tipps für den optimalen Stereo-Klang

  • Für einen unverfälschten Klang stellen Sie die Lautsprecher mit etwa 30 bis 50 cm Abstand zur Wand auf.
  • Den optimalen Stereo-Klang genießen Sie, wenn beide Lautsprecher gleich weit von Ihnen entfernt sind und mit Ihnen ein gleichschenkliges Dreieck bilden.
  • Möchten Sie die Lautsprecher frei im Raum aufstellen, gelingt das mit einem Lautsprecherständer.
  • Wählen Sie die Dicke des Kabels entsprechend der erforderlichen Länge. 5 m lange Kabel sollten einen Querschnitt von mindestens 1,5 mm² aufweisen, längere Kabel 2,5 bis 4 mm².

Fazit: Welchen Regallautsprecher kaufen? Der Preis spielt bei der Auswahl von kabelgebundenen Lautsprechern kaum eine Rolle. Auch günstige Lautsprecher im Test der Stiftung Warentest (Heft 11/2018) schneiden gut ab. Sparfüchse greifen zum Magnat Monitor Supreme 202, wer mehr ausgeben möchte, bekommt mit Bose und Bowers & Wilkins guten Klang.