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Um gleichmäßig und gesund wachsen zu können, benötigt Rasen die optimalen Bedingungen. Ausreichend Wasser und Sonnenlicht gehören dazu, aber auch Platz zum Atmen. Wer sich einen schön gepflegten Garten wünscht, sollte seinen Rasen daher nicht nur mähen, sondern hin und wieder auch vertikutieren. Auf diese Weise lassen sich Moos, Unkraut und Rasenfilz entfernen. Die Grashalme können sich dadurch besser entfalten. Ein Vertikutierer muss zwar nur etwa ein bis zwei Mal im Jahr zur Arbeit ausrücken, stabil verarbeitet sollte er aber dennoch sein. Wer einen Vertikutierer kaufen möchte, hat verschiedene Varianten zur Auswahl: kabelgebundene Geräte, Modelle mit Benzinmotor und Vertikutierer mit Akku. Welche zeigen die stärkste Leistung, lassen sich komfortabel bedienen und verfügen über robuste Walzen? Die Redaktion der FAZ hat sich zahlreiche Vertikutierer im Test genauer angesehen und genau diese Fragen erklärt (Testbericht 2026). Die fünf besten Testgeräte stellen wir hier vor.
Die besten Vertikutierer im Test der FAZ 2026
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Die besten Vertikutierer im Test 2026: Platz 1 geht an den Stihl RLE 540
Als bester Vertikutierer im Test setzt sich der Stihl RLE 540 an die Spitze. Das Gerät muss zwar über ein Kabel mit dem Stromkreislauf verbunden werden und eignet sich dadurch nur für kleinere Gartenflächen unter 800 Quadratmeter, lässt aufgrund seiner hochwertigen Verarbeitung aber die Konkurrenz hinter sich. Für Besitzer kleiner Gärten erweist er sich auch dank des hohen Bedienkomforts als erste Wahl. Die spursichere Fahrweise mit Bodenkontakt sorgt für ein gleichmäßiges Ergebnis. Zudem erweist sich das Modell als angenehm leise. Bei Bedarf lässt sich der Vertikutierer mit einem 50-Liter-Korb ausstatten und nach der Arbeit platzsparend zusammenklappen. Ein kleiner Nachteil: Bei zu hoher Belastung stoppt der Motor.
Leichter und platzsparender ist der akku-betriebene Stihl RLA 240. Das beste Akku-Gerät im Test eignet sich für kleine Gärten mit gut durchdringbaren Böden. Die Akkus gehören nicht mit zum Lieferumfang, der Vertikutierer ist aber mit allen Akkus aus der Stihl-Familie kompatibel. Ausgestattet mit dem AK30, bringt es das Gerät auf eine Laufzeit von 30 Minuten. Die recht einfache Verarbeitung übersteht den Praxistest, das Gerät arbeitet angenehm leise und lässt sich komfortabel in der Höhe verstellen. Einige Nachteile gibt es jedoch auch: Der Tiefeneinstellung fehlt eine Skala, beim Vertikutieren sollte man außerdem einen Augenschutz tragen.
Platz 3 geht an den Bosch UniversalVerticut 1100. Das Gerät wird über ein Stromkabel betrieben, was den Bewegungsradius einschränkt. Dafür wartet es mit einer Innovation unter den Vertikutierern auf: Statt einer Walze mit starren Doppelmessern holt hier eine Walze mit sich drehenden Stahlmessern Moos aus der Erde. Sand und Steine bleiben dabei größtenteils liegen. Ein weiterer Vorteil ist der große und stapelbare Auffangkorb. Zusammengeklappt nimmt auch das Gerät selbst nicht viel Platz in der Garage weg. Die Verarbeitung könnte zum Teil etwas hochwertiger sein: So wird der Korb zum Beispiel durch eine einfache Klick-Mechanik befestigt, die Flügelschrauben wirken billig und die Höhenverstellung der Räder besteht aus Plastik. Für tiefe Einschnitte reicht die Motorleistung nicht aus.
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Als gut und günstig erweist sich der Einhell GE-SA 36/35, der auf Akkus setzt und sehr leise arbeitet. Ganze 30 Minuten schafft er es, den Rasen kabellos zu vertikutieren. Allerdings nur in der ersten Tiefeneinstellung, denn für stark vermooste, schlecht durchdringbare Flächen ist die Leistung des Akku-Vertikutierers zu gering.
Fazit
Für fünf Vertikutierer im Test 2026 können die Tester eine klare Empfehlung aussprechen. Testsieger ist der Stihl RLE 540. Der Stihl RLA 240 überzeugt als bestes Akku-Gerät im Test, der kabelgebundene Bosch UniversalVerticut 1100 überzeugt durch sein innovatives System mit sich drehenden Messern. Der Akku-Vertikutierer Einhell GE-SA 36/35 bietet eine solide Leistung zum kleinen Preis. Die vollständigen Testergebnisse und weitere Testkandidaten gibt es im Test 2026 der FAZ.
Welche Arten von Vertikutierern gibt es?
Vertikutierer unterscheiden sich vor allem durch ihren Antrieb und ihren Einsatzzweck. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von der Rasengröße, der Beschaffenheit des Bodens und den eigenen Ansprüchen an Komfort und Leistung ab.
| Art des Vertikutierers | Typischer Einsatzbereich | Eigenschaften | Geeignet fĂĽr |
|---|---|---|---|
| Elektro-Vertikutierer | Kleine bis mittlere Rasenflächen | Konstante Leistung, kabelgebunden, vergleichsweise leicht | Gärten bis etwa 500 m² mit Stromanschluss |
| Akku-Vertikutierer | Flexible Nutzung ohne Kabel | Akkubetrieb, begrenzte Laufzeit, geringere Lautstärke | Kleinere bis mittlere Gärten ohne direkte Steckdose |
| Benzin-Vertikutierer | Große und stark beanspruchte Rasenflächen | Hohe Leistung, unabhängig vom Stromnetz | Große Grundstücke und dichte Rasenflächen |
| Hand-Vertikutierer | Punktuelle Anwendung | Manuell betrieben, geringer Kraftaufwand nötig | Kleine Flächen oder einzelne Problemstellen |
Rasen vertikutieren – Zeitpunkt, Ablauf und wichtige Tipps
Damit sich der Rasen nach dem Vertikutieren gut erholen kann, braucht er mehrere Wochen Zeit zur Regeneration. Wenn du im Sommer eine dichte, grüne Rasenfläche nutzen möchtest, empfiehlt sich das Vertikutieren im Frühjahr. Ab April beginnt die aktive Wachstumsphase des Rasens und damit der ideale Zeitraum für diese Pflegemaßnahme.
So gehst du beim Vertikutieren richtig vor:
- Dünge den Rasen ab März, um das Wachstum anzuregen.
- Lasse den Rasen einige Zeit wachsen und mähe ihn anschließend auf etwa 4 cm Höhe.
- Etwa zwei Wochen später kannst du erstmals vertikutieren. Der Rasen sollte dafür trocken sein.
- Stelle die Vertikutiertiefe auf etwa 2 bis 3 mm ein.
- Führe den Vertikutierer in gleichmäßiger Geschwindigkeit zuerst längs und anschließend quer über die Fläche.
- Entferne nach dem Vertikutieren liegen gebliebenen Rasenfilz und säe kahle Stellen mit frischen Rasensamen nach.
- Bei schweren, lehmigen Böden kann es sinnvoll sein, anschließend etwas Sand auszubringen, um die Durchlüftung des Bodens zu verbessern.
Bei Bedarf lassen sich diese Pflegeschritte bis in den September hinein wiederholen, solange der Rasen ausreichend Zeit zur Erholung hat.
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FAQ – Häufige Fragen zu Vertikutierern
Viele Gartenbesitzer sind unsicher, wann ein Vertikutierer sinnvoll ist und worauf beim Kauf geachtet werden sollte. Die folgenden Fragen greifen typische Unsicherheiten auf und geben Orientierung.
Was macht ein Vertikutierer genau?
Ein Vertikutierer ritzt die Grasnarbe an und entfernt Rasenfilz sowie Moos. Dadurch gelangen Luft, Wasser und Nährstoffe besser an die Wurzeln.
Wann sollte man den Rasen vertikutieren?
Üblich sind das Frühjahr und der Herbst, wenn der Rasen aktiv wächst. Der Boden sollte trocken und frostfrei sein.
Wie oft sollte man vertikutieren?
In der Regel reicht ein- bis zweimal pro Jahr. Zu häufiges Vertikutieren kann den Rasen schwächen.
Was ist der Unterschied zwischen Vertikutierer und RasenlĂĽfter?
Vertikutierer schneiden tiefer in den Boden ein, während Rasenlüfter nur oberflächlich Moos und loses Material entfernen.
Für welche Rasengröße lohnt sich ein Benzin-Vertikutierer?
Benzinmodelle sind vor allem bei großen Flächen sinnvoll, da sie leistungsstark und unabhängig vom Stromnetz sind.
Ist ein Fangkorb notwendig?
Ein Fangkorb erleichtert die Arbeit, da Moos und Rasenfilz direkt gesammelt werden. Alternativ kann das Schnittgut auch nachträglich zusammengerecht werden.
Kann man einen Vertikutierer auf jedem Rasen einsetzen?
Sehr junge oder stark geschädigte Rasenflächen sollten nicht vertikutiert werden, da dies den Rasen zusätzlich belastet.
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