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Babybrei soll den Nachwuchs an feste Nahrung gewöhnen und mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Obstbrei lieben dabei die meisten Kleinen, immerhin schmeckt er schön süß und ist angenehm zu löffeln. Ein guter Obstbrei enthält nur Obst und keine weiteren Zusätze. Das ist auch bei fast allen Produkten, die Öko-Test einem aktuellen Vergleich unterzogen hat, der Fall (Heft 9/2024). Nur in einem der 15 Obstbrei-Gläschen für Babys im Test finden sich zugesetzte Vitamine. Frei von Pestiziden sind die geprüften Bio-Produkte außerdem. Sechs Gläschen weisen im Labortest jedoch einen erhöhten Anteil der Chemikalie Bisphenol A auf. Weitere Kritik gibt es an der Deklaration, insbesondere an missverständlichen Verzehrempfehlungen: Fast alle empfehlen den Obstbrei pur als Zwischenmahlzeit. Eltern sollten ihn aber mit Getreide mischen. Andere Hersteller preisen ihren Obstbrei als „ungesüßt“ an – dabei ist Fruchtzucker keineswegs gesünder als anderer Zucker.
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Die besten Bio-Obstbreie für Babys im Öko-Test 2024
Bei den getesteten Bio-Obstbreien liegt K-Bio Banane in Apfel von Kaufland vorn und erhält die Note „Sehr gut“. Der ab dem 5. Lebensmonat empfohlene Brei ist frei von Pestiziden und anderen bedenklichen Stoffen. Das trifft auch auf das zweitplatzierte Produkt Mamia Bio Apfel-Mango von Aldi Süd zu, das Öko-Test ebenfalls mit der Note „Sehr gut“ bewertet. Kritik gibt es allerdings an den Verzehrempfehlungen der Obstbrei-Gläschen, die den Schluss zulassen können, dass sich die Babybreis als Alleinkost eignen, obwohl es sich um Beikost handelt. Beim Babybrei von Aldi Süd wurde laut Hersteller das Layout verändert, die Rezeptur sei aber gleich geblieben.
An sechs Bio-Obstbreie vergibt Öko-Test die Note „Gut“. Alle sechs Produkte sind frei von Pestiziden und enthalten auch keine weiteren Schadstoffe. Allerdings fallen den Testern andere Kritikpunkte auf, darunter missverständliche Verzehrempfehlungen, die sich für alle sechs Testkandidaten finden. Beim
- Alnatura Apfel-Heidelbeere, Demeter,
- Babydream Erdbeere & Himbeere in Apfel von Rossmann,
- Beauty Baby Banane-Kirsch in Apfel von Müller,
- Edeka Bio Mango in Apfel, Demeter,
- Hipp Äpfel mit Bananen und
- Naturkind Apfel Banane, Bioland von Edeka und Netto
bemängeln die Tester zudem die Auszeichnung „ohne Zucker“ oder „ungesüßt“. Als aus Früchten hergestellte Lebensmittel enthalten die Obstbreie von Natur aus Zucker.
Bei Hipp und Naturkind finden sich zudem chlorierte Verbindungen in der Deckeldichtung. Naturkind gibt an, den Deckel auf eine PVC-freie Variante umgestellt zu haben. Alnatura hat das Layout seines Babygläschens geändert und auch die Nährwertangaben angepasst.
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Was kritisiert Öko-Test an den übrigen Obstbreien für Babys?
Vier Produkte erhalten die Endnote „Befriedigend“: Bebivita Apfel- Erdbeere-Himbeere, Holle Waldbeeren in Apfel, Demeter, Lebenswert Bio Apfel mit Mango Pur, Bioland von Holle und Sprösslinge Apfel Holsteiner Cox, Bioland von Nanny Pear Food. Drei schneiden mit dem Urteil „Ausreichend“ ab: Dm Babylove Erdbeere & Himbeere in Apfel, Dm Bio Apfel-Himbeere- Heidelbeere, Demeter und Freche Freunde Baby Apfel, Erdbeere & Blaubeere. Bis auf den Obstbrei von Bebivita weisen alle einen erhöhten Anteil der Industriechemikalie Bisphenol A (BPA) auf, die von der EU als fortpflanzungsschädigend eingestuft wird. Isst ein acht Kilogramm schweres Kind etwa 100 Gramm dieser Breie, nimmt es das Zwei- bis Fünffache der tolerablen Tagesdosis an BPA zu sich. Das am höchsten belasteten Produkt, Sprösslinge Apfel Holsteiner Cox, Bioland, überschreitet diese Dosis sogar um das 181-fache.
Dem Obstbrei von Bebivita wurde Vitamin C zugesetzt. Beim Obstbrei von Sprösslinge geht die Deklaration in Ordnung, alle anderen „befriedigenden“ und „ausreichenden“ Babygläschen weisen entweder missverständliche Verzehrempfehlung und/oder die Auslobung „ohne Zuckerzusatz“ oder „ungesüßt“ auf.
Fazit
Von den 15 getesteten Obstbreien für Kinder kann Öko-Test acht Produkte empfehlen (Ausgabe 9/2024). Als Testsieger schneidet K-Bio Banane in Apfel von Kaufland ab, Mamia Bio Apfel-Mango von Aldi Süd ist ebenfalls „sehr gut“. Sechs Testkandidaten werden aufgrund von Schadstoffen abgewertet. Fast alle geprüften Produkte weisen missverständliche Verzehrempfehlungen auf.
Warum sollte mein Kind Obstbrei essen?
Obstbrei ist ein wichtiger Bestandteil der Beikost und eignet sich ideal als Einstieg in die Welt neuer Geschmacksrichtungen. Er liefert deinem Baby wertvolle Vitamine, ist leicht verdaulich und kann pur oder in Kombination mit Getreidebrei angeboten werden. Viele Eltern nutzen Obstbrei außerdem für unterwegs, da er praktisch portioniert und schnell serviert ist.
Welche Arten von Obstbreien gibt es?
Es gibt eine große Auswahl an Obstbreien, die sich in Zusammensetzung, Geschmack und Herstellungsart unterscheiden. Manche Produkte bestehen aus reinem Obst, während andere Mischungen aus mehreren Früchten enthalten. Viele Eltern greifen zudem gerne zu Bio-Obstbreien, die strengere Vorgaben bei der Produktion erfüllen. Auch die Verpackung spielt eine Rolle, denn du findest sowohl Gläschen als auch praktische Quetschbeutel.
| Art | Eigenschaften | Für wen geeignet? |
|---|---|---|
| Reiner Obstbrei | Nur eine Sorte Obst, mild und gut bekömmlich | Babys ab Beikoststart |
| Obst-Mischbrei | Kombination verschiedener Früchte | Babys, die schon mehrere Obstsorten kennen |
| Bio-Obstbrei | Aus kontrolliert biologischem Anbau | Eltern, die Wert auf Bio-Qualität legen |
| Obstbrei im Quetschbeutel | Praktisch für unterwegs, wiederverschließbar | Mahlzeiten außer Haus |
Worauf sollte ich beim Kauf eines Obstbreies achten?
Beim Kauf eines Obstbreies lohnt sich ein genauer Blick auf die Zutatenliste. Viele Eltern möchten Produkte ohne zugesetzten Zucker, künstliche Aromen oder unnötige Zusatzstoffe wählen. Auch die Qualität der Früchte und die Herkunft spielen eine wichtige Rolle, besonders wenn du auf Bio-Produkte setzt.
- Achte darauf, dass der Obstbrei altersgerecht ist und eine feine, gut verdauliche Konsistenz hat.
- Auch die Verpackung ist ein Entscheidungskriterium: Gläschen lassen sich gut lagern und erwärmen, während Quetschbeutel unterwegs besonders praktisch sind.
- Ein zentraler Punkt ist der Zuckergehalt. Obstbrei enthält durch das Obst immer natürlichen Fruchtzucker, doch zusätzlicher Zucker sollte nicht enthalten sein – gerade für Babys ist ein möglichst natürlicher Geschmack wichtig, damit sie sich nicht früh an süße Lebensmittel gewöhnen.
- Das Thema Schadstoffe spielt ebenfalls eine große Rolle. Untersuchungen von Öko-Test oder Stiftung Warentest zeigen regelmäßig, dass Babynahrung Rückstände wie Pestizide oder Schwermetalle enthalten kann. Bio-Produkte schneiden hier oft besser ab, dennoch lohnt sich immer ein Blick in aktuelle Testergebnisse.
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FAQ — Die häufigsten Fragen zu Obstbrei
Viele Eltern haben ähnliche Fragen, wenn sie Obstbrei zum ersten Mal in die Ernährung ihres Babys integrieren. Dazu gehören Themen wie der richtige Zeitpunkt für den Start, mögliche Zutaten und die Frage, wie viel Zucker enthalten sein darf.
Ab wann darf mein Baby Obstbrei essen?
→ In der Regel ab dem 5. bis 7. Monat, wenn dein Baby bereit für Beikost ist.
Ist Obstbrei ohne Zuckerzusatz wirklich zuckerfrei?
→ Nein, auch Obst enthält natürlichen Fruchtzucker, aber es wird kein zusätzlicher Zucker beigefügt.
Sind Quetschbeutel eine gute Alternative zu Gläschen?
→ Sie sind praktisch für unterwegs, sollten aber nicht zu oft genutzt werden, da Babys beim Saugen weniger aktiv essen lernen.
Kann ich Obstbrei auch selbst zubereiten?
→ Ja, viele Eltern kochen Obstbrei selbst, um Zutaten und Qualität vollständig zu kontrollieren.
Wie lange ist angebrochener Obstbrei haltbar?
→ Gläschen solltest du innerhalb von 1–2 Tagen aufbrauchen, Quetschbeutel meist am selben Tag.
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