Zu Fuß und mit dem Rad sicher durch die dunkle Jahreszeit

Der Herbst senkt sich ĂŒber das Land, die Tage werden kĂŒrzer. Wer morgens zur Arbeit radelt oder abends mit dem Hund rausgeht, ist jetzt oft im Dunkeln unterwegs. Schlechte SichtverhĂ€ltnisse erhöhen das Unfallrisiko insbesondere fĂŒr FußgĂ€nger, Radfahrer und Fahrer von Elektrokleinfahrzeugen wie Pedelecs und E-Scootern. In der DĂ€mmerung und bei Dunkelheit werden sie von Autofahrern schnell ĂŒbersehen. Mit der zunehmenden Verbreitung von Pedelecs ist auch die Zahl der FahrradunfĂ€lle gestiegen. Radfahrer und FußgĂ€nger sind daher gut beraten, in Herbst und Winter auf eine gute Sichtbarkeit zu achten. Möglichkeiten gibt es viele, von Scheinwerfern bis hin zur Reflektorkleidung. Welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sind, hat die Gesellschaft fĂŒr Technische Überwachung mbH (GTÜ) in einem Ratgeber zusammengefasst. Hier gibt es die Tipps fĂŒr Radfahrer und FußgĂ€nger im Überblick.

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Zahl der FahrradunfÀlle steigt

Der Straßenverkehr verĂ€ndert sich. Insbesondere in den GroßstĂ€dten steigt die Zahl der Personen, die kurze Strecken mit dem E-Scooter oder dem Pedelec zurĂŒcklegen – einem E-Bike, bei dem ein Elektromotor UnterstĂŒtzung leistet, sobald der Fahrer in die Pedale tritt. Dadurch nimmt allerdings auch die Zahl der FahrradunfĂ€lle in Deutschland zu. Der amtlichen Unfallstatistik zufolge kam es im Jahr 2020 zu 91.533 VerkehrsunfĂ€llen mit Beteiligung von Fahrradfahrern, inklusive Pedelecs. Das entspricht einem Plus von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 426 der Unfallopfer starben. Wie viele Fahrer von E-Scootern verunglĂŒckt sind, wird noch nicht in allen BundeslĂ€ndern erfasst. Die amtliche Unfallstatistik fĂŒhrt fĂŒr den Zeitraum von Januar bis MĂ€rz dieses Jahres 356 UnfĂ€lle von E-Scooter-Fahrern auf, davon erlitten 49 Personen schwere Verletzungen. Der GTÜ zufolge hĂ€tten viele UnfĂ€lle durch eine geeignete Licht- und Schutzausstattung vermieden werden können oder wĂ€ren zumindest glimpflicher abgelaufen. Die Sicherheitsexperten geben daher Tipps, wie Fahrradfahrer und auch FußgĂ€nger im Dunkeln besser gesehen werden.

Tipp 1: Helle Scheinwerfer ans Fahrrad

Schwache Fahrradscheinwerfer gehören der Vergangenheit an. Wer sich nicht auf die vormontierten Front- und RĂŒcklichter seines Drahtesels verlassen möchte, findet im Fachhandel eine große Auswahl an hellen Alternativen. Zum Ausleuchten des Radwegs eignen sich LED-Scheinwerfer ideal. Sinnvoll sind Modelle mit eingebautem Tagfahrlicht. Denn auch im Hellen werden Verkehrsteilnehmer besser wahrgenommen, wenn sie mit einem zusĂ€tzlichen Licht auf sich aufmerksam machen.

Als RĂŒckleuchte empfehlen sich LEDs mit Bremslichtfunktion. Bremst der Radfahrer, leuchten sie kurzzeitig heller auf. Pedelecs lassen sich fĂŒr ein Plus an Sicherheit zusĂ€tzlich mit Kurvenlichtern ausstatten.

Die meisten Fahrradleuchten lassen sich einfach montieren. Bei einigen batteriebetriebenen Modellen gelingt das sogar ohne Werkzeug. Wer Batterieleuchten wĂ€hlt, sollte jedoch vor der Fahrt prĂŒfen, ob der Energiespeicher noch voll ist. Andere Modelle werden wie gewohnt ĂŒber den Dynamo angetrieben. Ein Nabendynamo bietet den Vorteil, dass er wĂ€hrend der Fahrt stets mitlĂ€uft und die Scheinwerfer bestĂ€ndig mit Strom versorgt. Welche Fahrradleuchten im Test ĂŒberzeugen, lesen Sie hier.

Tipp 2: Fahrradscheinwerfer richtig einstellen

Der beste Fahrradscheinwerfer nutzt nicht viel, wenn er falsch justiert wurde. Ein richtig ausgerichtetes Frontlicht sorgt nicht nur dafĂŒr, dass der Radfahrer selbst besser sieht, es vermeidet auch, andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Bei Montage und Justierung hilft der Fahrradfachhandel weiter.

Tipp 3: Reflektoren fĂŒr Fahrradfahrer

Neben Scheinwerfern und RĂŒcklichtern dĂŒrfen auch Reflektoren am Fahrrad nicht fehlen. Speichenreflektoren blitzen auf, wenn Licht auf sie fĂ€llt. Gerade in Bewegung sind sie fĂŒr Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer gut zu erkennen. Um noch mehr fĂŒr ihre Sichtbarkeit zu tun, können Fahrradfahrer zudem zu Kleidung mit reflektierenden Elementen greifen. Jacken und Hosen mit Reflektorstreifen gibt es zum Beispiel im Sporthandel. Auch so gut wie alle Fahrradhelme sind mit Reflexelementen ausgestattet. Wer mit Rucksack oder Schultornister auf dem Fahrrad unterwegs ist, sollte ebenfalls Modelle mit Reflektorstreifen wĂ€hlen.

Tipp 4: Sicherheitstraining fĂŒrs Pedelec

Je mehr Pedelecs an Beliebtheit gewinnen, umso hĂ€ufiger tauchen sie auch in der Unfallstatistik auf. Mit ElektrounterstĂŒtzung sind die ZweirĂ€der wesentlich flinker unterwegs als ein allein durch Muskelkraft angetriebenes Fahrrad. So manch ein Fahrer unterschĂ€tzt die Geschwindigkeit und das damit einhergehende Risiko. Die Experten der GTÜ empfehlen daher, vor der ersten Fahrt mit dem Pedelec ein Sicherheitstraining zu absolvieren. Angeboten werden diese Trainings beispielsweise vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und von einigen örtlichen Fahrradclubs.

Tipp 5: Reflektierende Kleidung fĂŒr FußgĂ€nger

Reflektierende Elemente sorgen fĂŒr mehr Sicherheit: Was fĂŒr Fahrradfahrer gilt, sollten sich auch FußgĂ€nger zu Herzen nehmen. Laut amtlicher Unfallstatistik waren im Jahr 2020 insgesamt 26.130 FußgĂ€nger an UnfĂ€llen mit PersonenschĂ€den beteiligt. Das sind weniger als in den Vorjahren, auch die Zahl der Verletzten ist von 29.826 im Jahr 2019 auf 23.482 Personen gesunken. Das sind jedoch immer noch zahlreiche UnfĂ€lle, die sich mit einer besseren AusrĂŒstung oft vermeiden ließen. Mode und Sicherheit mĂŒssen dabei nicht im Gegensatz zueinander stehen. So findet sich beispielsweise ein breites Angebot modischer Funktionsjacken mit eingearbeiteten Reflektorstreifen. Warnwesten erhöhen die Sichtbarkeit zusĂ€tzlich. Auch Taschen und RucksĂ€cke mit reflektierenden Elementen sind erhĂ€ltlich.

Tipp 6: Mehrere Schutzmaßnahmen miteinander kombinieren

Doppelt hĂ€lt besser und dreifach schĂŒtzt oft noch mehr: Sicherheitsexperten empfehlen, fĂŒr optimale Sichtbarkeit im Straßenverkehr mehrere Maßnahmen miteinander zu kombinieren. Auf dem Fahrrad bedeutet dies, sich nicht allein auf helle Scheinwerfer zu verlassen, sondern auch reflektierende Kleidung zu tragen. FußgĂ€nger, die durchs Dunkel laufen, können neben Reflektorkleidung zum Beispiel Stirnlampen tragen. Einige AusfĂŒhrungen verfĂŒgen sogar ĂŒber ein eingebautes RĂŒcklicht.

Tipp 6: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Selbst eine optimale Ausstattung bietet keine Garantie, unfallfrei durch Herbst und Winter zu kommen. FußgĂ€nger, Rad- und E-Scooter-Fahrer sollten daher stets aufmerksam im Straßenverkehr unterwegs sein und Vorsicht walten lassen.

Fazit: Reflektorkleidung, Scheinwerfer, Speichenreflektoren: Die Sicherheitsausstattung fĂŒr Fahrradfahrer und FußgĂ€nger hat ihren Preis. Da sie wirkungsvoll dabei hilft, UnfĂ€lle zu vermeiden, lohnt sich die Investition jedoch. Praktische Hilfsmittel wie Reflektoren und LED-Scheinwerfer sind zudem schon gĂŒnstig zu bekommen.

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