Taxi-Test: ADAC nimmt europäische Taxifahrer unter die Lupe

Foto: Jochen Tack Fotografie/ADAC

Taxifahrer ist nicht gleich Taxifahrer. Der eine Fahrer nimmt den kürzesten Weg und rechnet korrekt ab. Der andere Fahrer fährt über Umwege, rote Ampeln und verlangt viel zu viel Geld. In welchen Großstädten man unbekümmert in ein Taxi steigen kann, verrät der ADAC Taxi-Test.

Von Mai bis Juni dieses Jahres waren die Tester auf fünf typischen Routen in 22 Großstädten unterwegs. Jede Strecke sei zweimal befahren worden, einmal tagsüber, einmal nachts. Dabei standen Geschwindigkeit, Routentreue, Fahrer und Fahrzeug im Fokus.

Barcelonas Taxifahrer sind Testsieger

Bei den Städte-Bewertungen gab es insgesamt sieben Mal „gut“, acht Mal „ausreichend“, sechs Mal „mangelhaft“ und ein Mal „sehr mangelhaft“. Unter den Top 5 landeten drei deutsche Städte: München, Köln und Berlin. München überzeugte mit „guten“ Fahrern und „sehr guter“ Routentreue. Auch Köln und Berlin erhielten die Note „sehr gut“ in der Kategorie Routentreue. Dagegen muss sich Hamburg mit dem 11. Platz zufrieden geben, denn ein Taxifahrer sei trotz mehrmaligem Hinweis auf die falsche Route Umwege gefahren und habe anschließend den vollen Preis für die unfreiwillige Extra-Tour verlangt.

Den letzten Platz im ADAC Taxi-Test belegte die slowenische Hauptstadt Ljubljana (Note „sehr mangelhaft“). Dem Testbericht zufolge haben zwei Fahrer die Beförderung verweigert. Bei vier von zehn Fahrten sei ein Umweg von bis zu 150 Prozent gefahren worden. Testsieger wurde Barcelona. Die spanische Metropole verfüge über die besten Fahrzeuge. Zudem seien die Fahrer hilfsbereit und rechnen korrekt ab, schreibt der ADAC

Weiter heißt es, eine gute oder schlechte Taxifahrt sei abhängig vom Fahrer. Im europaweiten Test sei jeder zweite Fahrer durchgefallen. Der ADAC fordert nun, die Ausbildung von Taxifahrern zu verbessern und bundeseinheitliche Prüfungsinhalte festzulegen. Außerdem sollten Taxis und Fahrer regelmäßig kontrolliert werden.

ADAC-Taxi-Test im Video