16 Soundbars im Test: Guter Ton schon ab 160 Euro

Während Flachbildschirm-Fernseher ein hochauflösendes Bild bieten, fehlt ihnen das Volumen für einen eindrucksvollen Klang. Eine Soundbar ergänzt das TV-Gerät und ermöglicht das authentische Heimkino-Gefühl im eigenen Wohnzimmer. Die schmalen Geräte bestehen aus Lautsprechern und Verstärkern und sind ohne großen technischen Aufwand einsatzbereit. Ähnlich aufgebaut sind Soundplates, die allerdings nicht balkenförmig, sondern als höherer Kasten daherkommen. Doch welche TV-Soundbar bietet wirklich den besten Klang? Stiftung Warentest hat die Probe aufs Exempel gemacht und 16 Geräte untersucht (Heft 07/2020). Unter den Testkandidaten: acht einteilige Soundbars und Soundplates und acht Modelle mit separatem Subwoofer. Letztere eignen sich aufgrund ihres leichten Gewichts besser für eine Wandmontage, während der Subwoofer frei im Raum platziert werden kann. Die Übertragung der Bässe erfolgt kabellos per Bluetooth. Den insgesamt besten Ton im Test liefert eine Soundplate.

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Einteilige Soundbars und Soundplates: Nur eine ist „gut“

Testsieger ist die Soundplate von Nubert

Als einzige einteilige Soundbar im Test erhält die Nubert nuBox AS-225 (etwa 375 Euro) die Note „Gut“. Auf WLAN, einen Sprachassistenten und eine App zur Steuerung müssen Anwender zwar verzichten, dafür überzeugt die Nubert-Soundplate mit dem insgesamt besten Ton. Ein weiterer Pluspunkt ist der sehr geringe Stromverbrauch. Die nur 60 cm schmale Box spart Platz im Wohnzimmer, ist mit 9,3 kg allerdings relativ schwer und nicht zur Wandbefestigung geeignet.

Die Ergebnisse fĂĽr die Nubert nuBox AS-225 im Ăśberblick:
+ Ton
+ Stromverbrauch
– Handhabung

Merkmale:
âś“ mit Bluetooth
✓ HDMI-Eingänge/ -Ausgänge: 1/1
âś“ Audioeingang – optisch/ elektrisch/ analog: 1/ 1/ ja
âś“ Leistungsaufnahme Betrieb/ Standby: 11/ 0,2 Watt
✓ Gerät Höhe x Breite x Tiefe: 13 x 60 x 35 cm
✓ Gerät Gewicht: 9,3 kg


Sieben weitere einteilige Soundbars sind „befriedigend“

Die sieben weiteren einteiligen Soundbars und Soundplates schneiden mit der Note „Befriedigend“ ab, darunter die Bose-Soundbar 700 (etwa 630 Euro), das teuerste einteilige Gerät im Test, die Teufel Cinedeck Soundplate (etwa 600 Euro) sowie die günstigen Modelle Grundig DSB 970 (etwa 99 Euro) und JBL Bar 2.0 All-in-One (etwa 173 Euro).

Die Bose-Soundbar bietet einen guten Ton, außerdem lässt sie sich per WLAN vernetzen und bringt einen integrierten Sprachassistenten mit. Kritik gibt es allerdings an der komplizierten Handhabung, das Datensendeverhalten der dazugehörigen App bewertet Stiftung Warentest als kritisch. Die Teufel-Soundbar kann mit einfacher Handhabung und geringem Stromverbrauch punkten, der Ton ist allerdings nur mittelmäßig. Die Geräte von Grundig und JBL bieten zum günstigen Preis ebenfalls nur einen mittelmäßigen Ton und verzichten auf WLAN und Sprachassistenten.


Die drei besten Soundbars mit separater Bassbox

Samsung punktet mit gutem Ton und unkritischer App

Beste Soundbar unter den Geräten mit separater Bassbox ist die Samsung HW-R450 (etwa 160 Euro, Note „Gut“). Sie bietet einen guten Ton und verbraucht relativ wenig Strom. Installation und Bedienung könnten einfacher sein. Über WLAN und Sprachassistenten verfügt die günstige Samsung-Soundbar nicht, dafür lässt sie sich per App steuern. Das Datensendeverhalten bewertet Stiftung Warentest als unkritisch.

Die Ergebnisse fĂĽr die Samsung HW-R450 im Ăśberblick:
+ Ton
+ Stromverbrauch
+ unkritisches Datensendeverhalten der App
– Handhabung

Merkmale:
✓ Wandbefestigung möglich/ Subwoofer separat
âś“ Raumklangerweiterung optional/ Bluetooth
✓ HDMI-Eingänge/ -Ausgänge: 0/ 0
âś“ Audioeingang – optisch/ elektrisch/ analog: 1/ 0/ ja
âś“ Leistungsaufnahme Betrieb/ Standby: 23/ 0,6 Watt
✓ Gerät Höhe x Breite x Tiefe: 6 x 91 x 7 cm
✓ Gerät Gewicht: 1,4 kg
✓ Subwoofer Höhe x Breite x Tiefe: 35 x 18 x 28 cm
âś“ Subwoofer Gewicht: 3,9 kg


Platz 2 geht an Yamaha

Die Yamaha Musiccast Bar 400 (YAS-408) (etwa 500 Euro) ist mit WLAN vernetzbar und bietet einen guten Ton. Der Stromverbrauch ist gering, das Datensendeverhalten der dazugehörigen App unkritisch. Die Handhabung könnte sich einfacher gestalten. Insgesamt bewertet Stiftung Warentest die Soundbar mit der Note „Gut“.

Die Ergebnisse fĂĽr die Yamaha Musiccast Bar 400 (YAS-408) im Ăśberblick:
+ Ton
+ Stromverbrauch
+ unkritisches Datensendeverhalten der App
– Handhabung

Merkmale:
✓ Wandbefestigung möglich/ Subwoofer separat
✓ Multiroom-fähig
âś“ Raumklangerweiterung optional/ Lan/ Bluetooth
✓ HDMI-Eingänge/ -Ausgänge: 2/ 1
âś“ Audioeingang – optisch/ elektrisch/ analog: 1/ 0/ ja
âś“ Leistungsaufnahme Betrieb/ Standby/ WLAN: 15/ 0,9/ 3,0 Watt
✓ Gerät Höhe x Breite x Tiefe: 7 x 98 x 12 cm
✓ Gerät Gewicht: 2,9 kg
✓ Subwoofer Höhe x Breite x Tiefe: 42 x 18 x 41 cm
âś“ Subwoofer Gewicht: 9,5 kg


Auch die WLAN-fähige Samsung-Soundbar ist „gut“

Die Samsung HW-Q80R (etwa 670 Euro) ist zwar wesentlich teurer als der Testsieger desselben Herstellers, lässt sich dafür aber ins WLAN einbinden. Inbetriebnahme und Bedienung könnten sich einfacher gestalten, der Stromverbrauch ist mittelmäßig. Der Datenstrom der App lässt sich nicht vollständig entschlüsseln, daher ist das Datensendeverhalten nicht bewertbar. Die Soundbar selbst erhält die Note „Gut“.

Die Ergebnisse fĂĽr die Samsung HW-Q80R im Ăśberblick:
+ Ton
– Handhabung
– Stromverbrauch
– Datensendeverhalten der App nicht bewertbar

Merkmale:
✓ Wandbefestigung möglich/ Subwoofer separat
âś“ Dolby-Atmos/ Raumklangerweiterung optional/ Bluetooth
✓ HDMI-Eingänge/ -Ausgänge: 3/ 1
âś“ Audioeingang – optisch/ elektrisch/ analog: 1/ 0/ nein
âś“ Leistungsaufnahme Betrieb/ Standby/ WLAN: 18/ 0,7/ 6,5 Watt
✓ Gerät Höhe x Breite x Tiefe: 9 x 123 x 14 cm
✓ Gerät Gewicht: 8,7 kg
✓ Subwoofer Höhe x Breite x Tiefe: 41 x 20 x 41 cm
âś“ Subwoofer Gewicht: 9,7 kg


Die „befriedigenden“ Soundbars mit separater Bassbox

Die Note „Befriedigend“ geht an die fünf weiteren Geräte mit separater Bassbox im Test, darunter die Panasonic SC-HTB900 (etwa 665 Euro) und die günstigen Modelle LG SL4Y (etwa 149 Euro) und Sony HT-S350 (etwa 170 Euro). Die WLAN-fähige Panasonic-Soundbar bietet einen guten Ton bei komplizierter Handhabung und mittelmäßigem Stromverbrauch, das Datensendeverhalten der App ist kritisch. Die preiswerten Geräte von LG und Sony verzichten auf WLAN und Sprachassistenten, ihr Ton ist mittelmäßig. Das Datensendeverhalten der LG-App bewertet Stiftung Warentest als unkritisch, die Sony-Soundbar verfügt über keine App.

Fazit: Den insgesamt besten Ton im Soundbar-Test von Stiftung Warentest (Ausgabe 07/2020) bietet die Soundplate von Nubert. Unter den Geräten mit separatem Subwoofer kann vor allem die Yamaha-Soundbar durch ihren erstklassigen Ton punkten. Ebenfalls „gut“ und noch dazu sehr preiswert ist die Samsung R450.


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