Smarte Heizkörperthermostate im Test: Mit Fritz klappt die Wärmeregulierung am besten

Wer im Winter Heizkosten sparen möchte, überlegt am besten schon in der warmen Jahreszeit, wie das am besten klappt. Eine smarte Heizungssteuerung mit Thermostat, Smart-Home-Zentrale und App kann vor allem in älteren, schlecht isolierten Wohnungen die Energiekosten senken. Smarte Thermostate lassen sich einfach an der Heizung anbringen und erlauben es, das Heizverhalten an den eigenen Tagesablauf anzupassen. Stiftung Warentest wollte wissen, wie gut die intelligenten Heizregler tatsächlich funktionieren und hat zehn smarte Heizkörperthermostate im Test gegenübergestellt (Heft 8/2019). Die Temperaturregulierung gelingt allen Kandidaten gut, große Unterschiede zeigen sich jedoch bei der Installation und Bedienung. Einige Thermostate benötigen separate Fensterkontakte, um die Temperatur auch bei geöffnetem Fenster regeln zu können. Die Ausgaben für Thermostate, Kontakte und Smart-Home-Zentrale rentieren sich nach etwa fünf bis sechs Jahren.

Letzte Aktualisierung am 15.09.2019 / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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Heizkörperthermostat Fritz FritzDect 301 ist Testsieger

Einfach anzuschließen und zu bedienen: Das smarte Heizkörperthermostat Fritz FritzDect 301 (Note „Gut“, etwa 45 Euro bei Amazon) bringt zwar keine ausführliche Bedienungsanleitung mit, lässt sich aber dennoch schnell in Betrieb nehmen. Die Bedienung per App gestaltet sich intuitiv, Abwesenheitszeiten für den Urlaub lassen sich leichter einstellen als bei allen anderen Thermostaten. Fensterkontakte gibt es nicht, die Temperaturregulierung bei geöffnetem Fenster gelingt aber auch ohne.

Die Ergebnisse für das Fritz FritzDect 301 im Überblick:
+ Wärmeregulierung
+ Handhabung
+ Batterieverbrauch
+ Geräusch

Merkmale:
geprüft mit Zentrale: FritzBox 7530
geeignet für M30x1,5 Thermostatunterteile
Adapter für Danfoss RA
Mittlere Frostschutztemperatur: 9,5 °C
2 x AA Batterien
App: MyFritz!App


Platz 2 geht an das Heizkörperthermostat Homematic IP Kompakt

Das Homematic IP Kompakt (etwa 55 Euro bei Amazon) erhält im Vergleich der smarten Heizkörperthermostate ebenfalls die Note „Gut“. Die ausführliche Bedienungsanleitung ermöglicht eine schnelle Inbetriebnahme, die Bedienung ist einfach, der Batterieverbrauch gering.

Die Ergebnisse für das Homematic IP Kompakt im Überblick:
+ Wärmeregulierung
+ Handhabung
+ Batterieverbrauch
+ Geräusch

Merkmale:
geprüft mit Zentrale: Access Point HmIP-HAP
geeignet für M30x1,5 Thermostatunterteile
mit Danfoss RA, RAV und RAVL Adapter
Mittlere Frostschutztemperatur: 5,8 °C
Fensterkontakt erhältlich
2 x AA Batterien
App: Homematic IP


Devolo Home Control: Gute Temperaturregulierung, komplizierte Inbetriebnahme

Das Devolo Home Control (Note „Gut“, etwa 32 Euro bei Amazon) regelt die Heiztemperatur bei Sonnenschein besonders schnell herunter, auch das Absenken in der Nacht klappt zuverlässig. Die Inbetriebnahme gestaltet sich etwas kompliziert. Damit das Thermostat die Temperatur auch bei geöffnetem Fenster korrekt reguliert, sind separate Fensterkontakte nötig.

Die Ergebnisse für das Devolo Home Control im Überblick:
+ Wärmeregulierung
+ Batterieverbrauch
+ Geräusch
Handhabung

Merkmale:
geprüft mit Zentrale: Home Control
Adapter für M30x1,5 und Danfoss RA Ventile
Mittlere Frostschutztemperatur: 3,6 °C
Fensterkontakt erhältlich
2 x AA Batterien
App: Devolo Home Control


Magenta SmartHome: Einfach Inbetriebnahme und Bedienung

Der smarte Heizungsregler Magenta SmartHome (Note „Gut“) lässt sich leicht in Betrieb nehmen und einfach über die App bedienen. Die Temperaturregulierung funktioniert insgesamt gut, bei geöffnetem Fenster ist allerdings ein Fensterkontakt nötig.

Die Ergebnisse für Magenta SmartHome im Überblick:
+ Wärmeregulierung
+ Handhabung
+ Batterieverbrauch
+ Geräusch

Merkmale:
geprüft mit Zentrale: Home Base Starter Paket
geeignet für M30x1,5 Thermostatunterteile
Adapter für Danfoss RA, RAV und RAVL
Mittlere Frostschutztemperatur: 4,2 °C
Fensterkontakt erhältlich
2 x AA Batterien
App: Magenta SmartHome


Eurotronic: Zuverlässige Temperaturregelung auch ohne Fensterkontakt

Auch für das Eurotronic Spirit Z-Wave Plus (etwa 35 Euro bei Amazon) gibt es die Gesamtnote „Gut“ im Heizkörperthermostate-Test. Die Temperaturregelung bei geöffnetem Fenster klappt auch ohne Fensterkontakt. Bis die Verbindung zur Basis aufgebaut ist, brauchen Nutzer allerdings Geduld.

Die Ergebnisse für das Eurotronic Spirit Z-Wave Plus im Überblick:
+ Wärmeregulierung
+ Batterieverbrauch
+ Geräusch
Handhabung

Merkmale:
geprüft mit Zentrale: Home Brain Cube
geeignet für M30x1,5 Thermostatunterteile
Adapter für Danfoss RA, RAV und RAVL und weitere
Mittlere Frostschutztemperatur: 5,4 °C
Fensterkontakt erhältlich
2 x AA Batterien
App: Eurotronic Genius


Bosch Smart Home Thermostat: Gerade noch „gut“

Zusammen mit einem Fensterkontakt gelingt dem Bosch Smart Home Thermostat (etwa 42 Euro bei Amazon) eine zuverlässige Temperaturregulierung. Inbetriebnahme und Bedienung sind etwas kompliziert, der Batterieverbrauch ist vergleichsweise hoch. Damit ist das smarte Heizkörperthermostat gerade noch „gut“.

Die Ergebnisse für das Eurotronic Spirit Z-Wave Plus im Überblick:
+ Wärmeregulierung
+ Geräusch
Handhabung
Batterieverbrauch

Merkmale:
geprüft mit Zentrale: Smart Home Controller
geeignet für M30x1,5 Thermostatunterteile
Adapter für Danfoss RA, RAV und RAVL
Mittlere Frostschutztemperatur: 6,4 °C
Fensterkontakt erhältlich
2 x AA Batterien
App: Bosch Smart Home


Vier smarte Heizungsregler im Vergleich sind „befriedigend“

Vier smarte Heizkörperthermostate im Test erhalten die Note „Befriedigend“:

  • das Eve Eve Thermo (etwa 65,00 Euro),
  • das Innogy 2. Generation (etwa 50,00 Euro),
  • das Tado Starter Kit V3+ (Horizontal) (etwa 69,00 Euro) und
  • der Fibaro Heat Controller (etwa 70,00 Euro).

Alle regeln die Temperatur gut, Inbetriebnahme und Bedienung sind jedoch kompliziert. Als einziger smarter Heizregler arbeitet Fibaro mit Lithium-Polymer-Akkus, die pro Heizsaison zweimal geladen werden müssen.

Fazit: Smarte Thermostate helfen beim Energiesparen. Eine smarte Heizungssteuerung lohnt sich vor allem in schlecht gedämmten Wohnungen. Ihre Aufgabe, die gewünschte Temperatur zu halten und bei Bedarf zu regulieren, erfüllen alle Thermostate im Testbericht von Stiftung Warentest (Heft 8/2019). Bei geöffnetem Fenster oder Sonnenschein reagieren einige schneller als andere. Besonders einfach klappt das Energiesparen mit den Reglern von Fritz und Homematic IP.