Welche Pfannen braucht man und welche Modelle sind am besten?

Kross gebratene Steaks, GemĂŒse mit deftigem Röstaroma, leckere Pfannkuchen: Ganz klar, fĂŒr all das brauchen Sie eine Bratpfanne. Doch nicht alle Bratpfannen sind gleich. Begeisterte Hobbyköche pflegen Ihre Pfannen oft mit viel Aufwand und bevorzugen gusseiserne Modelle. Andere greifen wiederum gerne auf antihaftbeschichtete Pfannen zurĂŒck. Doch welche Pfanne brauchen Sie wirklich in Ihrem Haushalt und wo liegen die Vorteile der verschiedenen Materialien? Dieser Ratgeber zeigt Ihnen die Unterschiede zwischen Pfannen aus Gusseisen, Edelstahl, Aluminium und Keramik, gibt Tipps zur Reinigung und erklĂ€rt, worauf Sie beim Pfannenkauf achten sollten.

Bilder von der Amazon Product Advertising API / Beworbene Produkte (Anzeige) / Amazon-Partnerlinks

Pfannen aus Gusseisen: gute WĂ€rmespeicher

Gusseisen wird schon seit vielen Hunderten von Jahren zum Kochen und Braten eingesetzt. Gusseisen leitet WĂ€rme eher langsam, speichert sie allerdings hervorragend. Eine Pfanne aus Gusseisen ist ideal geeignet, um Fleisch scharf anzubraten, auch Bratkartoffeln und GemĂŒse gelingen in diesen Pfannen hervorragend. Heute sind Gusseisenpfannen etwas aus der Mode gekommen: Sie sind vergleichsweise schwer, nicht antihaftbeschichtet und mĂŒssen etwas aufwendiger gepflegt werden als Pfannen aus Edelstahl oder Aluminiumguss.

Pfannen aus Edelstahl: gute Hitzeverteiler

Eine Edelstahl-Pfanne ist heute in vielen KĂŒchen vorhanden. Edelstahl rostet nicht, ist extrem pflegeleicht und vergleichsweise leicht. Sie kann in der KĂŒche universal eingesetzt werden, eignet sich fĂŒr Fleisch, GemĂŒse, Omelette und viele weitere Gerichte. Optimal ist sie fĂŒr kross angebratenes Fleisch und fĂŒr Schmorgerichte, da sie Hitze gleichmĂ€ĂŸig verteilt und sich auch fĂŒr hohe Temperaturen eignet.

Aluminium-Pfannen: fĂŒr fettfreies Braten

Aluminium-Pfannen lassen sich in der KĂŒche ebenso universal einsetzen wie Modelle aus Edelstahl; ihre besondere StĂ€rke liegt in der fettfreien Zubereitung von GemĂŒse und Eierspeisen. Ihr Boden ist immer mit einer Antihaftbeschichtung versehen; das ist praktisch. Bei der Anwendung sollten Sie allerdings Vorsicht walten lassen: Die Beschichtung kann leicht verkratzen, dadurch können gesundheitsschĂ€dliche Stoffe freigesetzt werden. Achten Sie daher beim Kauf auf eine Titan-versiegelte Beschichtung.

Keramik-Pfannen: gute WĂ€rmeleiter und WĂ€rmespeicher

Eine Bratpfanne aus Keramik ist eine ideale Alternative zu antihaftbeschichteten Pfannen. Keramik ist ein hervorragend WĂ€rmeleiter und speichert die WĂ€rme zudem lange. Die Pfannen sind nickelfrei und frei von weiteren potenziell allergieauslösenden Stoffen. Sie eignen sich besonders zum schonenden Anbraten von Fleisch und GemĂŒse. Zudem sind sie sehr einfach zu reinigen. Genau wie in antihaftbeschichteten Pfannen lĂ€sst sich auch in einer Keramik-Pfanne ohne zusĂ€tzliche Fettbeigabe braten; das macht sie ideal fĂŒr die leichte KĂŒche.

3 Tipps zu Reinigung und Aufbewahrung von Pfannen

  • Pfannen aus Edelstahl und aus Keramik sind besonders pflegeleicht und können auch in die SpĂŒlmaschine gegeben werden.
  • Beschichtete Pfannen reinigen Sie dagegen nur mit heißem Wasser und SpĂŒlmittel und verwenden Sie nur weich TĂŒcher, um die Beschichtung nicht zu beschĂ€digen.
  • Gusseisenpfannen waschen Sie nach der Verwendung lediglich mit heißem Wasser aus und reiben Sie anschließend mit Pflanzenöl ein. Auf diese Weise erhalten die Pfannen ihre charakteristische Patina.

Die meisten Pfannen lassen sich auf allen gĂ€ngigen Herdarten anwenden. Besitzen Sie einen Induktionsherd, mĂŒssen Sie allerdings darauf achten, dass der Boden der Pfanne magnetisch leitfĂ€hig ist. GrundsĂ€tzlich ist jedes Material fĂŒr den Einsatz auf Induktion geeignet. Die Hersteller geben an, ob die Bratpfannen einen magnetischen Boden besitzen. Etwas Vorsicht ist auch bei der Anwendung von Pfannen auf dem Gasherd angebracht. Zwar eignen sich prinzipiell alle Pfannen fĂŒr das Kochen auf Gas, gerade in Edelstahlpfannen können Speisen aber schnell anbrennen. Langsame WĂ€rmeleiter wie Gusseisen sind dagegen ideal fĂŒr Gasherde.

Welche Pfannen dĂŒrfen in keinem Haushalt fehlen?

FĂŒr eine gute Grundausstattung benötigen Sie in der KĂŒche Pfannen in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen: kleinere fĂŒr die Zubereitung von Spiegeleiern, ein grĂ¶ĂŸeres Modell mit etwa 24 cm Durchmesser fĂŒr Fleisch und GemĂŒse. In einer Bratpfanne mit hohem Rand können Sie Fleisch und GemĂŒse schmoren lassen. Eine Grillpfanne mit typischer Rillenstruktur ist perfekt fĂŒr Steaks. Fischfreunde greifen zu ovalen Pfannen, in denen sich ganze Fische kross braten lassen.

Pfanne kaufen: Worauf gilt es zu achten?

Möchten Sie eine neue Pfannen kaufen, ĂŒberlegen Sie zuerst, welche Gerichte Sie am hĂ€ufigsten zubereiten. Danach richtet sich die Auswahl von Material und Form. Achten Sie außerdem auf eine hochwertige Verarbeitung:

  • Die Griffe sollten fest sitzen, die Böden plan und glatt sein.
  • Kunststoffgriffe leiten keine WĂ€rme und schĂŒtzen Ihre Finger vor Verbrennungen; möchten Sie die Pfannen auch mal in den Ofen stellen, achten Sie darauf, dass der Griff hitzebestĂ€ndig ist.
  • Der Durchmesser der Pfannenböden sollte perfekt auf Ihre Herdplatten passen, um keine Energie ungenutzt entweichen zu lassen.
  • Ein Deckel sollte fest und passgenau sitzen, damit keine WĂ€rme entweicht.

Welche Pfannen schneiden im Test gut ab?

Foto: Ballarini | Rivarolo

Foto: Ballarini | Rivarolo

Das ETM Testmagazin hat in Heft 2/2014 induktionsgeeignete Pfannen mit einem Durchmesser von 28 cm getestet, darunter zehn mit Antihaftbeschichtung und sechs mit Keramikbeschichtung. Bei den Keramik-Pfannen erlangte die Ballarini Rivarolo (um 30 Euro, hier erhĂ€ltlich) den Testsieg. Die„sehr gute“ Pfanne glĂ€nzte mit dem besten Bratverhalten und einfacher Reinigung im Test.

Der Silbersieger Tefal Ceramic Control (Note „Gut“, um 25 Euro) ist unter anderem handlich und gut ausbalanciert. Platz 3 belegte die Silit Tevera (um 40 Euro, hier erhĂ€ltlich). Pluspunkte gab es fĂŒr die gute Verarbeitung, gute Balance und das gute Anbratverhalten.

Beste induktionsgeeignete Pfanne mit Antihaftbeschichtung im Test war die WMF PermaDur (Note „Sehr gut“, um 70 Euro, hier erhĂ€ltlich). Zu den VorzĂŒgen der Pfanne gehören Schnelligkeit, gutes Anbratverhalten, gute Balance und ein SchĂŒttelrand.

Haus & Garten Test hat in Heft 7.2013 zehn beschichtete Pfannen hinsichtlich WĂ€rmeverteilung, Reinigung und Haltbarkeit der Beschichtung getestet. Testsieger wurde die WMF PermaDur Premium mit keramischer Beschichtung (um 90 Euro, hier erhĂ€ltlich). Die Pfanne ĂŒberzeugte mit sehr guter WĂ€rmeverteilung, schneller Aufheizzeit und guter Handhabung im Test. Die Zwilling Professional Thermolon 40970-281 mit Keramik-Beschichtung (um 100 Euro) belegte den 2. Platz. Haus & Garten Test lobte insbesondere die saubere Verarbeitung und die gleichmĂ€ĂŸige BrĂ€unung. Platz 3 ging an den Preis-/Leistungssieger Tefal CeramicControl C93306 (um 50 Euro, hier erhĂ€ltlich) mit Keramik-Beschichtung und praktischem Thermo-Spot. Die Bratpfanne punktete mit geringem Eigengewicht, kurzer Aufheizzeit und guter WĂ€rmeverteilung. Alle drei Pfannen erreichten das QualitĂ€tsurteil „Gut“. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr zum Pfannen-Test von Haus & Garten Test.

8 Pflegetipps fĂŒr Pfannen

Eine Pfanne aus Gusseisen muss vor der Verwendung erst eingebrannt werden. Eine Bratpfanne einbrennen bedeutet, sie mit etwas Öl und Kartoffelschalen auf die Verwendung vorzubereiten. Das funktioniert so:

  • Reinigen Sie die Pfannen zunĂ€chst mit Wasser und einem milden SpĂŒlmittel.
  • Anschließend erhitzen Sie Öl in der Pfanne; geben Sie so viel hitzebestĂ€ndiges Pflanzenöl auf den Pfannenboden, bis dieser etwa drei Millimeter hoch bedeckt ist.
  • Geben Sie nun die Kartoffelschalen und etwas Salz hinzu und lassen Sie die Schalen so lange braten, bis diese richtig schwarz sind. Achtung: Dabei entwickelt sich sehr viel Rauch, Ihren Rauchmelder sollten Sie daher solange ausschalten.
  • Anschließend reinigen Sie die Gusseisenpfanne mit etwas warmem Wasser und einem weichen Tuch.

Auch antihaftbeschichtete Pfannen brauchen besondere Pflege:

  • Verwenden Sie nur Kochbesteck aus Holz oder Kunststoff, um die Beschichtung nicht zu zerstören.
  • Kratzende SchwĂ€mme und scheuernde SpĂŒlmittel sollten Sie ebenfalls vermeiden, Ihre beschichtete Bratpfanne reinigen Sie mit Wasser und einem weichen Schwamm.
  • Wie bereits erwĂ€hnt: In die SpĂŒlmaschine gehören beschichtete Bratpfannen nicht.
  • Bewahren Sie Ihre Pfannen so auf, dass der Boden nicht verkratzen kann. HĂ€ngevorrichtungen sind eine gute Alternative zur Aufbewahrung im KĂŒchenschrank.

Fazit: FĂŒr die Auswahl des richtigen Materials und der Form Ihrer Bratpfannen sind also vor allem Ihre Kochgewohnheiten entscheidend. Mit der richtigen Pflege und ein paar Tricks haben Sie lange Freude an hochwertigen Pfannen.


Braten ohne Anbrennen: Alle beschichtete Pfannen im Test ĂŒberzeugen Gut und gĂŒnstig: Die 3 besten Trockner unter 450 Euro Vom Boden in den Beutel: 8 klassische Bodenstaubsauger im Vergleich Bratpfanne gĂŒnstig kaufen: Die 3 besten Pfannen unter 40 Euro