Raclette und Fondue – leckeres Essen in gemütlicher Runde

Am Weihnachtsabend oder zu Silvester sitzen Sie gemütlich mit Freunden und Familie zusammen – da möchten Sie natürlich auch etwas Besonderes zu Essen auf den Tisch bringen. Müssen Sie als Gastgeber allerdings den ganzen Abend in der Küche stehen, ist das sowohl für Sie als auch für Ihre Gäste enttäuschend. Viel mehr Spaß macht es, die Speisen direkt am Tisch zuzubereiten: mit einem Raclette-Grill oder Fondue-Set. Der Spaß ist natürlich nicht auf die Feiertage beschränkt: Auch an jedem anderen Abend erlauben die Tischgeräte ein lustiges Beisammensein. Wir informieren Sie über die Unterschiede zwischen Raclette und Fondue, nennen empfehlenswerte Geräte und geben Tipps zum sicheren Umgang mit Raclette und Fondue.

Letzte Aktualisierung am 13.12.2019 / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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Was ist ein Raclette?

Foto: Doupix | Dreamstime.com

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Ein Raclette-Grill besteht aus mehreren Teilen: einer Grillplatte aus Gusseisen, Metall oder Stein sowie mehreren Pfännchen, die in eine Vorrichtung unter die Grillplatte geschoben werden. Eine Heizspirale im Inneren liefert die nötige Hitze. In den Pfännchen können Sie nun allerlei Zutaten mit Käse überbacken, von Gemüse bis hin zu Brotstücken; auf der Grillplatte bereiten Sie Fleisch, Fisch oder dünne Gemüsescheiben zu. Welche Zutaten in die Pfännchen kommen, entscheidet jeder Teilnehmer am Raclette ganz individuell.

Raclette-Geräte gibt es in runder, eckiger und ovaler Form, meist mit sechs bis zehn Pfännchen; das begrenzt die Anzahl der Teilnehmer. Von Vorteil ist es, wenn die Geräte eine Ablagefläche für die noch heißen Pfannen aufweisen, denn durch die vielen verschiedenen Zutaten ist der Tisch beim Raclette-Abend nämlich schon sehr voll.

Die Grillfläche kann aus verschiedenen Materialien bestehen:

  • Gusseisen wird schnell heiß und lässt sich leicht reinigen, ist aber vergleichsweise schwer.
  • Steinplatten, auch als Heißer Stein bezeichnet, brauchen eine etwas längere Zeit zum Aufheizen, punkten aber durch eine gleichmäßige Hitzeverteilung.
  • Beschichtetes Metall erhitzt sich schnell, die Geräte sind angenehm leicht.
  • Raclettes mit geteilter Grillfläche verbinden die Vorteile zweier Materialien.

Raclettes werden elektrisch betrieben, ein Steckdosenanschluss sollte sich also in der Nähe der fröhlichen Runde befinden. Raclette-Grills gibt es schon ab etwa 40 Euro, die Preise können bis 200 Euro reichen. Dabei sind Raclettes mit Gusseisenplatten am kostspieligsten. Hochwertige Geräte fertigen zum Beispiel Rommelsbacher, Stöckli und Petra.

Was ist ein Fondue?

Ein Fondue-Set besteht aus einem Topf, dem Brenner, auch Rechaud genannt, und mehreren langen Gabeln. Je nach Fondue-Art wird der Brenner elektrisch, mit einem Spiritusbrenner oder einer Kerze erhitzt. Das elektrische Fondue ist die sicherste Variante: Kein Fett kann in die Flamme tropfen, die Brandgefahr ist gering. Die Hitze kommt zudem gleichmäßig, das lästige Nachfüllen eines Spiritusbrenners entfällt. Klassische Brenner erhitzen den Topf allerdings etwas schneller.

Was in den Topf kommt, hängt von der Art des Fondues ab:

Foto: Enzo79 | Dreamstime.com

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Für das Fleischfondue wird der Topf mit Brühe oder Fett gefüllt. Mit den Gabeln tauchen die Teilnehmer kleingeschnittenes Fleisch ein und genießen dieses, sobald es gar ist. Für dieses Fondue empfehlen sich hitzebeständige Geräte aus Edelstahl.

Käsefondue ist der Klassiker unter den Fondues. Den Topf füllt eine Masse aus Käse und Weißwein sowie Kirschwasser, die Teilnehmer tauchen Brot hinein. Die Käsemasse wird nur warmgehalten, es sind also niedrigere Temperaturen notwendig. Das entsprechende Fondue-Set besteht in der Regel aus Keramik, da dieses Material die Hitze weniger stark leitet als Edelstahl.

Naschkatzen freuen sich über das Schokofondue (hier ein Testbericht) mit Obst. Dieses besteht ebenfalls aus Keramik, in den unteren Brenner wird eine Kerze gestellt.

Anders als beim Raclette können am Fondue theoretisch unbegrenzt viele Gäste mitmachen – solange genug Fonduegabeln vorhanden sind. Je größer der Topf, desto größer kann auch die Runde sein. Hochwertige Fondues gibt es etwa von Unold, Rommelsbacher und Tefal. Die Preise liegen zwischen 50 Euro und 80 Euro für elektrische Geräte oder Geräte mit Brenner. Die kleinen Fondues für Schokolade sind besonders preisgünstig. Es gibt sie schon ab etwa zehn Euro in zahlreichen Drogerien und Dekogeschäften.

Welche Modelle sind empfehlenswert?

Foto: Inventum| GR421

Foto: Inventum| GR421

Das ETM-Testmagazin hat in Heft 11/2011 insgesamt 13 Raclette-Grills geprüft. Testsieger mit der Note „Sehr gut“ wurde der Steba RC 3 plus (um 90 Euro). Das Modell überzeugte mit kurzen Garzeiten und der besten Antihaftbeschichtung. Darüber hinaus lassen sich die Grillplatten austauschen. Nur die fehlende Grillfläche und das kurze Kabel wurden kritisiert.

Platz 2 ging an den „guten“ Raclette-Grill Inventum GR421 (um 50 Euro). Pluspunkte gab es für die Antihaftwirkung und die großen Pfännchen. Für das kurze Kabel und die fehlende Temperatureinstellung hingegen gab es Punktabzug.

In Heft 14/2014 standen zwölf Raclette-Grills auf dem Prüfstand. Den Testsieg fuhr das Steba RC 4 plus (um 130 Euro) ein. Das ETM Testmagazin lobte die kurze Vorheizzeit und die sehr gute Hitzeverteilung. Seitengriffe zum Transport und Schaber für die Pfännchen bietet dieser Raclette-Grill allerdings nicht. Alles in allem erreichte der Steba RC 4 plus eine „gute“ Gesamtnote. Auf Platz 2 folgt der günstige Severin RG 2685 (um 50 Euro), der vor allem mit sehr guter Antihaftwirkung punktete. Außerdem lassen sich mit der Wendeplatte auch Omeletes und Crepes zubereiten. Schaber für die Pfännchen sind jedoch nicht an Bord.

Wer sich nicht zwischen Raclette und Fondue entscheiden kann, wählt einfach ein Kombi-Gerät. Im Test von Technik zu Hause (Heft 12/2013) schneidet das Gastroback Design Raclette Fondue Set (um 90 Euro) besonders gut ab.

Stiftung Warentest hat zwölf Raclettes mit Tischgrill getestet (Ausgabe 12/2019). Das Ergebnis: Käse schmelzen alle Raclettes im Test gut. Die Grillplatte eignet sich bei vielen Modellen allerdings nur zum Warmhalten. Würstchen oder dickere Steaks gelingen nur auf fünf getesteten Geräten, darunter der Testsieger, das Rommelsbacher Raclette Set RC 1600 (ab 148 Euro). Es besteht aus zwei Geräten mit jeweils vier Pfannen und grillt von allen Raclettes im Test am besten. Die Temperaturverteilung erfolgt gleichmäßig. Die Pfannen können auf einem Parkdeck abgelegt werden. Mit Standardwerkzeugen lässt sich der Raclette-Grill zudem gut reparieren. Dafür gibt es die Gesamtnote „Gut“.

Tipps zum sicheren Umgang mit Raclette und Fondue

Raclettes ermöglichen etwas mehr Abwechslung bei der Zutatenauswahl, erwarten Sie sehr große Runden, können Sie mit zwei bis drei Fondue-Sets allerdings mehr Gäste versorgen. Spaß und Abwechslung bieten beide Varianten auf jeden Fall. Für welches Gerät Sie sich auch entscheiden, beim Kauf sind einige wichtige Details zu beachten:

  • Wählen Sie pflegeleichte Modelle. Edelstahl und Keramik lassen sich in der Regel leicht reinigen, Raclette-Pfannen sind heute zumeist antihaftbeschichtet. Käsereste entfernen Sie am einfachsten, wenn Sie Raclette-Pfännchen bzw. den Fondue-Topf in Wasser mit Spülmittel einweichen. Einige Raclette-Pfannen sind auch spülmaschinengeeignet. Ein Heißer Stein darf im erhitzten Zustand nicht mit kaltem Wasser in Berührung kommen, sonst platzt die Steinplatte.
  • Raclette-Grills sollten über das Prüfsiegel des TÜV sowie über das GS-Siegel für geprüfte Sicherheit verfügen. Gleiches gilt für Fondue-Sets mit elektrischem und mit Spiritusbrenner.
  • Die Geräte sollten kippsicher auf einer komplett ebenen Fläche aufgestellt werden; der Tisch sollte möglichst schwer sein und auch beim Anstoßen nicht wackeln.
  • Arbeiten Sie mit einem Spiritusbrenner, befüllen Sie diesen, bevor Sie die Speisen auf den Tisch stellen. Anschließend entzünden Sie die Flamme und tragen erst dann die Zutaten auf.
  • Lassen Sie Fett und Brühe am Tisch abkühlen, bevor Sie das Fondue abräumen.
  • Arbeiten Sie mit elektrischen Geräten, verlegen Sie das Kabel so, dass niemand es aus Versehen aus der Steckdose ziehen kann.

Fazit: Beachten Sie einige Sicherheitshinweise, steht sowohl mit dem Raclette als auch mit dem Fondue-Topf einem lustigen Abend mit Freunden nichts mehr im Wege. Nun müssen Sie sich nur noch darauf einigen, wann Sie sich zum nächsten Mal treffen.