Online-Videotheken im Vergleich: Amazon und maxdome sind Testsieger

Ob Spielfilme, Serien oder Dokumentationen – Online-Videotheken versprechen großes Kino in den eigenen vier Wänden. Doch wie groß ist die Auswahl an Filmen und Serien wirklich? Wie einfach sind Registrierung, Einrichtung und Kündigung der Dienste? Und wie ist es um die Sicherheit der Nutzerdaten bestellt? Stiftung Warentest ist diesen Fragen nachgegangen und hat in Heft 3/2015 einen Testbericht über Online-Videotheken veröffentlicht. 13 Video-on-Demand-Dienste im Einzelabruf oder Abonnement hat das Verbrauchermagazin unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Sechs Online-Videothelen im Vergleich erzielen ein „befriedigendes“ und sieben ein „ausreichendes“ Gesamtergebnis.

Testsieger mit der Gesamtnote „Befriedigend“ sind maxdome (Einzelabruf für 2,99 bis 5,99 Euro) und Amazon Prime Instant Video (Abo mit 1 Monat Laufzeit für 7,99 Euro). Die beiden Online-Videotheken bieten eine „sehr gute“ Bild- und Tonqualität; sensible Daten wie Nutzername und Passwort werden verschlüsselt an den Anbieter übermittelt. Darüber hinaus können Nutzer von maxdome und Amazon Prime Instant Video Filme und Serien im Offline-Modus und per App sehen. Maxdome punktet zusätzlich mit mangelfreien AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen). Die AGB von Amazon hingegen weisen deutliche Mängel auf, was zur Abwertung führt. Die Auswahl an Filmen und Serien (hier kaufenFilme und Serien auf DVD kaufen) ist bei den zwei Testsiegern eher mäßig, ebenso die Einrichtung und der Umgang mit Nutzerdaten.

Apple iTunes bietet die größte Auswahl an Filmen

Platz 2 mit der Gesamtnote „Befriedigend“ teilen sich Apple iTunes (Einzelabruf, Leihe pro Film 0,99 bis 4,99 Euro) und Telekom Videoload (Einzelabruf, Leihe pro Film 0,99 bis 6,99 Euro). Bei Apple iTunes gebe es die größte Vielfalt an populären Filmen, schreibt Stiftung Warentest. Auch das Kaufangebot sei bei Apple iTunes am besten. Weitere Pluspunkte gibt es für Optionen wie Auflösung, Sprache und Untertitel, die „sehr gute“ Bild- und Tonqualität sowie die sichere Datenübertragung. Allerdings hat Apple iTunes deutliche Mängel in den AGB. Kritikpunkte sind auch die Abrechnung und der Umgang mit Nutzerdaten. Telekom Videoload glänzt mit einer guten Auswahl an Filmen und sicherer Datenübertragung. Die Ton- und Bildqualität ist ebenfalls „gut“, die Mängel in den AGB sind „sehr gering“. Die Auswahl an Serien  sowie Titelauswahl, Wiedergabe, Abrechnung und den Umgang mit Nutzerdaten kritisiert Stiftung Warentest.

Die Vor- und Nachteile der ĂĽbrigen Testkandidaten:

Amazon Instant Video Shop (Einzelabruf, Leihe pro Film 0,99 bis 6,99 Euro)
Gesamtnote „Befriedigend“
+ Auswahl an Filmen
+ App fĂĽr iOS und Android
+ Bild und Tonqualität
+ Datensendungsverhalten
– Auswahl an Serien
– Nutzung, insbesondere Einrichtung, Titelauswahl und Umgang mit Nutzerdaten
– deutliche Mängel in den AGB

Media Markt Videodownloadshop (Einzelabruf, Leihe pro Film 0,49 bis 5,99 Euro)
Gesamtnote „Befriedigend“
+ Bild und Tonqualität
+ keine Mängel in den AGB
+ Datensendungsverhalten
– Auswahl an Filmen und Serien
– Nutzung, insbesondere Einrichtung, Titelauswahl und Umgang mit Nutzerdaten

Microsoft Xbox Video (Einzelabruf, Leihe pro Film 1,99 bis 5,99 Euro)
Gesamtnote „Ausreichend“
+ Bild und Tonqualität
+ App fĂĽr Windows
+ Offline nutzbar
+ Datensendungsverhalten
– Auswahl an Filmen und Serien
– Nutzung, insbesondere Einrichtung, Titelauswahl, Abrechnung und Umgang mit Nutzerdaten
– sehr deutliche Mängel in den AGB

Sony Video Unlimited (Einzelabruf, keine Angabe)
Gesamtnote „Ausreichend“
+ Bild und Tonqualität
+ App fĂĽr Android
+ Offline nutzbar
+ Datensendungsverhalten
– Auswahl an Filmen und Serien
– Nutzung, insbesondere Einrichtung, Titelauswahl, Wiedergabe und Umgang mit Nutzerdaten
– sehr deutliche Mängel in den AGB

Videociety (Einzelabruf, Leihe pro Film 1,99 bis 5,99 Euro)
Gesamtnote „Ausreichend“
+ Bild und Tonqualität
+ Datensendungsverhalten
– Auswahl an Filmen und Serien
– Nutzung, insbesondere Titelauswahl, Wiedergabe und Umgang mit Nutzerdaten
– sehr geringe Mängel in den AGB

Snap by Sky (Abo mit 1 Monat Laufzeit fĂĽr 3,99 oder 6,99 Euro)
Gesamtnote „Ausreichend“
+ Bild und Tonqualität
+ App fĂĽr iOS und Android
+ Datensendungsverhalten
– Auswahl an Filmen und Serien
– Nutzung, insbesondere Einrichtung, Titelauswahl und Umgang mit Nutzerdaten
– geringe Mängel in den AGB

maxdome Paket (Abo mit 1 Monat Laufzeit fĂĽr 7,99 Euro)
Gesamtnote „Ausreichend“
+ Bild und Tonqualität
+ App fĂĽr iOS, Android und Windows
+ Offline nutzbar
+ Nutzung
+ keine Mängel in den AGB
+ Datensendungsverhalten
– Auswahl an Filmen und Serien

Netflix (Abo mit 1 Monat Laufzeit fĂĽr 7,99 Euro, 8,99 oder 11,99 Euro)
Gesamtnote „Ausreichend“
+ Optionen wie Auflösung, Sprachen und Untertitel
+ Bild und Tonqualität
+ App fĂĽr iOS, Android und Windows
+ Datensendungsverhalten
– Auswahl an Filmen und Serien
– Nutzung, insbesondere Einrichtung, Wiedergabe und Umgang mit Nutzerdaten
– sehr deutliche Mängel in den AGB

Watchever (Abo mit 1 Monat Laufzeit fĂĽr 8,99 Euro)
Gesamtnote „Ausreichend“
+ Bild und Tonqualität
+ App fĂĽr iOS und Android
+ Offline nutzbar
– Auswahl an Filmen und Serien
– Nutzung, insbesondere Einrichtung, Wiedergabe und Umgang mit Nutzerdaten
– sehr geringe Mängel in den AGB
– Datensendungsverhalten

Fazit: Videotheken vor Ort bieten oftmals eine größere Auswahl an Filmen und Serien als Online-Videotheken. Zudem müssen sich Nutzer von Videotheken vor Ort nicht mit Themen wie Einrichtung, Abrechnung und Kündigung befassen und auch keine Angst vor Hackerangriffen haben.


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