Mozzarella im Test: Die Produkte aus dem Discounter riechen und schmecken am besten

Rot, weiß, grün: Mozzarella mit Tomaten und Basilikum zeigt die Farben der italienischen Flagge und gehört vor allem im Sommer zu den Leibspeisen vieler Deutscher. Ob bei der Grillparty oder beim Sommerfest – der Insalata Caprese darf nicht fehlen. Doch welcher Mozzarella ist der beste? Die Stiftung Warentest hat 16 Kuhmilch- und 4 Büffelmozzarellas einem Test unterzogen. Das Ergebnis: Die Mehrheit überzeugt mit der Gesamtnote „Gut“. Hier lesen Sie die Testergebnisse und erhalten Tipps zu Auswahl, Aufbewahrung und Zubereitung von Mozzarella.

Letzte Aktualisierung am 21.08.2019 / Bilder von der Amazon Product Advertising API
Beworbene Produkte (Anzeige) / Amazon-Partnerlinks

Fast alle Kuhmilch-Mozzarellas überzeugen im Test

Foto: Dionisvera | Fotolia

Foto: Dionisvera | Fotolia

Der Mozzarella von ALDI riecht und schmeckt am besten

Bester Mozzarella im Test ist ein Kuhmilch-Produkt aus dem Discounter: Der günstige Casale Fresco Mozzarella Classico von ALDI Nord (Note „Gut“, etwa 55 Cent) riecht und schmeckt leicht nach Sahne. Die mikrobiologische Qualität ist sehr gut: Keime oder Schadstoffe enthält der Testsieger von ALDI nicht.

Die Ergebnisse des Testsiegers im Überblick:

+ Sensorische Beurteilung
+ Schadstoffe
+ Mikrobiologische Qualität
+ Verpackung
+ Deklaration

Merkmale:

Inhalt: 200 g / Abtropfgewicht 125 g
Brennwert pro 100 g: 223 kcal
Herkunftsland: Deutschland
Zusatzstoffe: Zitronensäure


Platz 2 und 3 gehen ebenfalls an ALDI

Platz 2 geht an den Casale Fresco Mozzarella Mini-Classico von ALDI Nord (Note „Gut“, etwa 80 Cent). Die kleinen Kuhmilchbällchen riechen und schmecken ebenfalls leicht nach Sahne. Die mikrobiologischer Qualität ist wie beim Testsieger sehr gut. Die Prüfung auf Schadstoffe oder Keime ergab einen negativen Befund. Auf Platz 3 folgt der ALDI Süd Bio Mozzarella (Note „Gut“, etwa 90 Cent). Auch dieser Mozzarella überzeugt mit leichter Sahnenote und sehr guter mikrobiologischer Qualität.

Die Ergebnisse der beiden ALDI-Mozzarellas im Überblick:

+ Sensorische Beurteilung
+ Schadstoffe
+ Mikrobiologische Qualität
+ Verpackung
+ Deklaration

Merkmale des Mini-Classico:

Inhalt: 255 g / Abtropfgewicht 125 g
Brennwert pro 100 g: 231 kcal
Herkunftsland: Deutschland
Zusatzstoffe: Zitronensäure

Merkmale des Bio-Mozzarellas:

Inhalt: 220 g / Abtropfgewicht 125 g
Brennwert pro 100 g: 236 kcal
Herkunftsland: Deutschland
Zusatzstoffe: Milchsäure


Diese Kuhmilch-Mozzarellas schneiden auch „gut“ ab

Diese elf Mozzarellas aus Kuhmilch erhalten ebenfalls die Note „Gut“ im Test der Stiftung Warentest:

  • Mondo Italiano Mozzarella / Netto Markendiscount (etwa 55 Cent)
  • Cucina Mozzarella classico / ALDI Süd (etwa 55 Cent)
  • Gut & Günstig Zarter Mozzarella / Edeka (etwa 55 Cent)
  • Valgrande Mozzarella (etwa 45 Cent)
  • Zott Zottarella (etwa 1 Euro)
  • Lovilio Mozzarella Light / LIDL (etwa 55 Cent)
  • Lovilio Mozzarella / LIDL (etwa 55 Cent)
  • ja! Mozzarella / REWE (etwa 55 Cent)
  • Züger Frischkäse Bio Mozzarella laktosefrei (etwa 1,50 Euro)
  • Lovilio Mini Mozzarella / LIDL (etwa 80 Cent)
  • Minus L Mozzarella laktosefrei (etwa 1,60 Euro)

Tipp der Redaktion

Sie suchen ein gutes Olivenöl zum Verfeinern von Gerichten wie Insalata Caprese? In Ausgabe 2/2016 des Testmagazins hat die Stiftung Warentest 26 Olivenöle unter die Lupe genommen – mit ernüchterndem Ergebnis: Nur ein Olivenöl im Test erreichte die Note „Gut“. Warum viele Olivenöle im Test nicht überzeugten und worauf Sie beim Kauf von Olivenöl achten sollten, lesen Sie hier.

Galbani und Von Hier überzeugen nicht

Zwei Kuhmilch-Mozzarellas überzeugen nicht im Test: Der Galbani Mozzarella Light (Note „Befriedigend“, etwa 1,20 Euro) und der Von Hier Bio-Mozzarella (Note „Ausreichend“, etwa 1,30 Euro). Der Galbani Käse aus Tschechien schmeckt weniger intensiv als günstigere Produkte und ist unzureichend deklariert. Der Von Hier Bio-Mozzarella riecht sauer und schmeckt leicht bitter. Außerdem fanden die Tester Pseudomonaden – Keime, die krank machen können.


Nur 2 von 4 Büffelmozzarella sind „gut“

Foto: kab-vision | Fotolia

Foto: kab-vision | Fotolia

Galbani macht den besten Büffelmozzarella

Büffelmozzarella schmeckt wesentlich intensiver als Mozzarella aus Kuhmilch. Bei deutschen Verbrauchern ist er daher weniger beliebt, Feinschmecker wissen sein Aroma jedoch zu schätzen. Von den vier getesteten Büffelmozzarellas erhalten lediglich zwei die Note „Gut“: Der Testsieger Galbani Mozzarella di latte di Bufala (etwa 2 Euro) und der Mandara Mozzarella die latte die Bufala. Der Galbani-Büffelmozzarella riecht und schmeckt leicht nach Sahne und enthält keine Schadstoffe. Dafür ist die mikrobiologische Qualität nur „befriedigend“.

Die Ergebnisse des Galbani-Mozzarellas im Überblick:

+ Sensorische Beurteilung
+ Schadstoffe
+ Verpackung
+ Deklaration
Mikrobiologische Qualität

Merkmale:

Inhalt: 235 g / Abtropfgewicht: 150 g
Brennwert pro 100 g: 285 kcal
Herkunft: Italien
frei von Zusatzstoffen


Mandara schmeckt milchig-sauer

Der italienische Büffelmozzarella Mandara di latte di Bufala (etwa 1,90 Euro) fällt durch seinen kräftigen, milchig-sauren Geschmack auf. Deklaration und mikrobiologische Qualität können die Tester aber nicht völlig überzeugen.

Die Ergebnisse des Mandara di latte di Bufala im Überblick:

+ Sensorische Beurteilung
+ Schadstoffe
+ Verpackung
Mikrobiologische Qualität
Deklaration

Merkmale:

Inhalt: 210 g / Abtropfgewicht: 125 g
Brennwert pro 100 g: 278 kcal
Herkunftsland: Italien
frei von Zusatzstoffen

Tipp der Redaktion

Geht es um den Genuss mediterraner Lebensfreude, sind Oliven ein Muss. Stiftung Warentest hat 20 Sorten Oliven in vier Kategorien getestet: gereifte, getrocknete Oliven; gereifte Oliven in Olivenöl; gereifte Oliven in Lake und geschwärzte Oliven in Lake. Am besten schnitten die Oliven von Alnatura ab. Die Kalmon Oliven mit Stein sind in Lake gereift und stammen aus Griechenland. Mehr Infos zum Test lesen Sie hier.

2 Büffelmozzarellas kassieren das Urteil „Ausreichend“

An zwei Käse aus Büffelmilch vergibt die Stiftung Warentest die Note „Ausreichend“ – Italiana Mozzarella di Bufala Campana von Edeka (etwa 1,60 Euro) und Sori Mozzarella di Bufala Campana (etwa 2 Euro). Beide Büffelmozzarellas riechen und schmecken zwar gut, enthalten aber Enterobakterien. Das kann auf mangelnde Hygiene bei der Fertigung hindeuten.


5 Tipps für den Mozzarella-Genuss

Möchten Sie einen leckeren Caprese-Salat genießen, beachten Sie folgende Tipps zur Auswahl, Aufbewahrung und Zubereitung:

  • Wünschen Sie kräftigeren oder milder schmeckenden Käse? Für original italienischen Büffelmozzarella beachten Sie die Kennzeichnung „di latte Bufala“ und eventuell den Herkunftszusatz „Campana“.
  • Kaufen Sie offenen Käse aus der Käsetheke, können Sie diesen in eigener Lake zwei bis drei Tage bei Raumtemperatur lagern. Anschließend sollten Sie ihn im Kühlschrank aufbewahren.
  • Mozzarellas aus der Plastikverpackung geben Sie mitsamt Lake in ein geschlossenes Gefäß und in den Kühlschrank. Dort hält sich der Käse etwa zwei Tage.
  • Ist die Packung aufgebläht, kann das auf zu lange Lagerung und schlechte Kühlung hindeuten. Entsorgen Sie den Käse vorsichtshalber.
  • Sein volles Aroma entfaltet Büffel- und Kuhmilchmozzarella bei Zimmertemperatur. Holen Sie den Käse daher rechtzeitig vor dem Servieren aus dem Kühlschrank.

Fazit: Leckeren Mozzarella mit Tomaten und Basilikum bekommen Sie nicht nur in Italien. Auch Fior di latte aus Kuhmilch und deutscher Herstellung überzeugt. Vor allem die preiswerten Mozzarellas vom Discounter schneiden im Test der Stiftung Warentest (Ausgabe 5/2016) „gut“ ab.