Rezeptfreie¬†Medikamente online kaufen: Angebotsr√ľckgang und steigende Preise

Im Dezember 2022, gerade p√ľnktlich zur Erk√§ltungssaison, wurde Fiebersaft f√ľr Kinder knapp. Es sollte nicht bei diesem einen Engpass bleiben: Wie das Bundesinstitut f√ľr Arzneimittel und Medizinproduktion (BfArM) berichtet, bestehen aktuell bei 467 Medikamenten Lieferengp√§sse – deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Neben Arzneimitteln f√ľr Kinder sind auch Antibiotika betroffen, Medikamente zur Behandlung von Krebserkrankungen sowie Asthma- und Cortison-Pr√§parate. Laut dem Interessenverband Pro Generika sind Schmerzmittel, Antidepressive und Herz-Kreislauf-Medikamente derzeit ebenfalls schlechter verf√ľgbar als in den Vorjahren. Wie sieht die Situation bei den nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten aus? Um das herauszufinden, hat das Preisvergleichsportal idealo.de die Angebotslage f√ľr frei verk√§uflich Arzneimittel analysiert und sich zugleich rezeptfreie Medikamente im Preisvergleich angesehen. Das Ergebnis: Online sind weniger Angebote f√ľr frei verk√§ufliche Medikamente verf√ľgbar, gleichzeitig steigen die Preise.

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Weniger Angebote an rezeptfreien Medikamenten

Wie Florian Kriegel, Preisexperte bei idealo.de, berichtet, werden die Lieferengpässe nicht nur in den Apotheken vor Ort deutlich. Auch Verbraucher, die rezeptfreie Medikamente online kaufen, finden derzeit oft weniger Auswahl vor. So dramatisch wie zum Höhepunkt der Corona-Pandemie sei die Situation jedoch nicht.

Grafik: idealo.de

F√ľr die Analyse hat der Preisvergleich idealo rund 20 Warengruppen aus dem Medikamentenbereich n√§her betrachtet und die Angebotslage im M√§rz 2023 mit der des Vorjahresmonats verglichen. Einbezogen wurden unter anderem frei verk√§ufliche Schmerzmittel, Herz-Kreislauf-Medikamente und Arzneimittel gegen Magen-Darm-Beschwerden. Die Ergebnisse zeigen, dass f√ľr jede betrachtete Medikamentenkategorie im M√§rz 2023 durchweg weniger Angebote zur Verf√ľgung stehen als im Vorjahr.

Angebotsr√ľckgang: Vor allem Erk√§ltungsmittel sind betroffen

Besonders deutlich ist dieser R√ľckgang bei den Erk√§ltungsmitteln: Im M√§rz 2023 standen im Durchschnitt rund 42 Prozent weniger Angebote zur Verf√ľgung als im Vorjahr. Bei den Schmerzmitteln gingen die Angebote um rund 35 Prozent zur√ľck, bei den Diabetes-Medikamenten um 33 Prozent.

Die Angebotsentwicklung bei ausgewählten rezeptfreien Medikamenten im Überblick:

  • Erk√§ltungsmittel: – 42 Prozent
  • Schmerzmittel: – 35 Prozent
  • Diabetes-Medikamente: – 33 Prozent
  • Nerven-, Schlaf- und Beruhigungsmittel: – 29 Prozent
  • Magen-Darm-Medikamente: – 26 Prozent
  • Antiallergika: – 23 Prozent

W√§hrend die Zahl der Angebote sinkt, stellt der Preisvergleich idealo f√ľr fast alle Medikamentengruppen, ausgenommen Vitamine und Mineralstoffe, eine erh√∂hte Nachfrage fest.

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Medikamente online bestellen ohne Rezept: Die Preise steigen

Wer rezeptfreie Medikamente kaufen m√∂chte, w√§hlt heute oft den Weg der Online-Bestellung. Medikamente bei Online-Apotheken zu kaufen, hat viele Vorteile: Verbraucher sparen sich den Weg in die Apotheke und k√∂nnen die ben√∂tigten Arzneimittel direkt an der Haust√ľr in Empfang nehmen. Gerade, wenn man krank im Bett liegt, ist das angenehm. Viele frei verk√§ufliche Arzneimittel sind bei Online-Apotheken zudem g√ľnstiger erh√§ltlich. Auf verschreibungspflichtige Medikamente d√ľrfen Online-Apotheken seit 2020 keine Rabatte und Zuwendungen mehr gew√§hren, die Preise f√ľr nicht-verschreibungspflichtige Pr√§parate k√∂nnen sie jedoch weiterhin selbst festlegen.

Grafik: idealo.de

Wie die Analyse des Preisvergleichs idealo zeigt, wirkt sich das verringerte Angebot bei gleichzeitig erh√∂hter Nachfrage allerdings auch auf die Arzneimittelpreise bei Online-H√§ndlern aus. Demnach befinden sich die Preise f√ľr rezeptfreie Medikamente aktuell auf einem Rekordhoch.

Vor allem Schmerzmittel sind teurer geworden

Preissteigerungen lassen sich f√ľr so gut wie alle untersuchten Medikamentenkategorien feststellen. Am h√∂chsten f√§llt der Anstieg bei den Schmerzmitteln aus, die im M√§rz 2023 um gut 49 Prozent teuer sind als im Vorjahresmonat. Zahlten Verbraucher im M√§rz 2022 f√ľr eine Packung Schmerzmittel noch durchschnittlich 4,29 Euro, fallen ein Jahr sp√§ter bereits 6,23 Euro pro Packung an.

Die Preisentwicklung bei weiteren rezeptfreien Medikamenten von März 2022 bis März 2023:

  • Nieren-Blasen-Medikamente: + 18 Prozent
  • Nerven-, Schlaf- und Beruhigungsmittel: + 15 Prozent
  • Herz-Kreislauf-Medikamente: + 11 Prozent
  • Erk√§ltungsmittel: + 11 Prozent
  • Diabetes-Medikamente: + 9 Prozent

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Rezeptfreie Medikamente bestellen: Preise vergleichen und beste Angebote finden

Den Preissteigerungen zum Trotz sind rezeptfreie Medikamente laut Kriegel im Online-Verkauf immer noch g√ľnstiger als im regul√§ren Verkauf in der Apotheke. Er empfiehlt Verbrauchern, vor dem Kauf die Angebote verschiedener H√§ndler zu vergleichen und so die g√ľnstigsten Preise zu finden.

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