Akkurater Rasenschnitt mit Unfallrisiko: Mähroboter im Test

Mähen oder mähen lassen? Wer eine große Rasenfläche besitzt, lässt sich das Rasenmähen gerne von einem Mähroboter abnehmen. Günstig sind die praktischen Geräte nicht. Daher ist es gut zu wissen, welcher Mähroboter den Rasen wirklich sauber schneidet. Bei der Entscheidung, welchen Rasenroboter Sie kaufen sollten, hilft der aktuelle Mähroboter-Test von Stiftung Warentest (Heft 5/2018) weiter. Fünf Geräte für Flächen bis 1.000 m² und drei Mähroboter für Rasenflächen über 1.000 m² haben die Tester auf den Prüfstand gestellt. Sechs der acht Roboter mähen gut. Allerdings weisen alle getesteten Geräte Sicherheitsmängel auf. Liegen Kinder im Gras, erkennen die Roboter ihre ausgestreckten Hände nicht als Hindernis. Das kann zu schwerwiegenden Verletzungen führen. Zwei Geräte im Test fuhren sogar über die Füße von stehenden Test-Dummies. Als bestes Gerät im Test erweist sich der Mähroboter von Gardena.

Welcher Rasenroboter ist gut?

Testsieger ist der Mähroboter von Gardena für kleine Flächen

Foto: Gardena I smart SILENO Set

Der Gardena smart Sileno 19060-60 (etwa 1.600 Euro) ist der beste Rasenroboter für kleine Flächen bis 1.000 m². Er hinterlässt einen sauber gemähten Rasen. Auch die Handhabung bewertet Stiftung Warentest mit „gut“: Die Gebrauchsanleitung ist verständlich, der Mähroboter lässt sich leicht programmieren und in Betrieb nehmen. Wie alle Mähroboter im Vergleich weist das Model jedoch Sicherheitsmängel auf. Die zum Rasenroboter gehörende Android-App sendet zudem Daten, die zum Betrieb nicht notwendig sind. Das Gesamturteil lautet daher „Befriedigend“.

Das Testergebnis des Gardena smart Sileno 19060-60 im Überblick:
+ Mähen
+ Handhabung
+ unkritisches Datensendeverhalten der iOS-App
Mängel bei der Sicherheit
kritisches Datensendeverhalten der Android-App

Merkmale:
für Rasenflächen bis 1.000 m²
Schnitthöhe min/max: 20/60 mm
stärkste Neigung des Geländes: 19°
Netzanschluss im Außenbereich möglich
Länge Signalkabel mitgeliefert/maximal: 200/800 m
Startzeitpunkt festlegbar
Hauptprinzip der Steuerung: Zufall


AL-KO Robolinho 110: Der Preis-/Leistungssieger im Test

Foto: AL-KO I Mähroboter Robolinho 110

Mit etwa 800 Euro kostet der AL-KO Mähroboter Robolinho 110 gerade einmal halb so viel wie der Testsieger, zeigt aber dennoch eine überzeugende Mähleistung auf Flächen bis zu 700 m². Auch mit hohem Rasen kommt er gut klar. Installation sowie Reinigung und Wartung gestalten sich etwas aufwendig. Abermals kritisieren die Tester Sicherheitsmängel. Zugehörige Apps gibt es bei diesem Modell nicht. Auch der Preis-/Leistungssieger erhält die Note „Befriedigend“.

Das Testergebnis des AL-KO Robolinho 110 im Überblick:
+ Mähen
Handhabung
Mängel bei der Sicherheit

Merkmale:
für Rasenflächen bis 700 m²
Schnitthöhe min/max: 30/60 mm
stärkste Neigung des Geländes: 22°
kein Netzanschluss im Außenbereich möglich
Länge Signalkabel mitgeliefert: 1000 m
Startzeitpunkt festlegbar
Hauptprinzip der Steuerung: Zufall


Husqvarna: Der beste Rasenroboter für große Flächen über 1.000 m²

Wer einen Mähroboter kaufen möchte, der auch Rasenflächen über 1.000 m² pflegt, ist mit dem Husqvarna Automower 420 (etwa 2.760 Euro) gut beraten. Er mäht selbst hohen Rasen gleichmäßig, lässt sich einfach in Betrieb nehmen, programmieren und bedienen. Er eignet sich auch als Rasenroboter für unebenes Gelände mit einer Neigung bis 24°. Bei der mechanischen Sicherheit zeigt jedoch auch dieses Modell Schwächen. Zudem weist die verbundene Android-App wieder ein kritisches Datensendeverhalten auf. Dafür vergeben die Tester das Urteil „Befriedigend“.

Das Testergebnis des Husqvarna Automower 420 im Überblick:
+ Mähen
+ Handhabung
+ unkritisches Datensendeverhalten der iOS-App
Mängel bei der Sicherheit
kritisches Datensendeverhalten der Android-App

Merkmale:
für Rasenflächen bis 2.200 m²
Schnitthöhe min/max: 20/60 mm
stärkste Neigung des Geländes: 24°
Netzanschluss im Außenbereich möglich
Länge Signalkabel maximal: 800 m
Startzeitpunkt festlegbar
Hauptprinzip der Steuerung: Zufall oder Kreise


Schwerwiegende Sicherheitsmängel führen zur Abwertung

Im Mähroboter-Vergleich erhalten der Ambrogio L60B+ (etwa 1.100 Euro) für kleine Flächen und der Viking iMow MI 632C (etwa 2.850 Euro) für große Flächen ebenfalls die Note „Befriedigend“. Zwar hinterlassen auch diese Rasenroboter einen sauber gemähten Rasen, können aber zum Sicherheitsrisiko für im Gras liegende Kinder werden. Das gilt auch für den Mähroboter von Bosch: Der Bosch Indego 400 Connect (etwa 990 Euro) schneidet zudem unsauber und hinterlässt ausgefranste Grasspitzen. Für ihn gibt es die Note „Ausreichend“. Der Robomow RC304u (etwa 1.000 Euro) für kleine Flächen und der Honda Miimo 310 (etwa 1.900 Euro) für große Flächen erkennen selbst stehende Kinder nicht als Hindernis. Sie fuhren auf die Füße der Test-Dummies auf und hinterließen deutliche Schnittspuren. Für beide gibt es daher nur die Note „Mangelhaft“.

Tipps zur Rasenpflege mit Mährobotern

Bevor Sie den Rasenroboter in Betrieb nehmen, sollten Sie die zu mähende Fläche vorbereiten. Entfernen Sie alle Hindernisse vom Rasen. Grenzen Sie Wege und Blumenbeete mit Signalkabeln oder Brettern ab. Wie oft der Mähroboter sich an die Arbeit machen soll, lässt sich programmieren. Zu häufiger Einsatz kann dabei den Rasen in Mitleidenschaft ziehen. Im Frühjahr empfehlen sich zwei bis drei Einsätze pro Woche, im Herbst und während Hitzeperioden weniger. Nach jeder Fahrt verträgt der Rasenroboter eine gründliche Reinigung. Schicken Sie ihn nicht im Regen los, dabei verschmutzt er zu stark. Einmal im Jahr sollte der Roboter von einem Fachmann gewartet werden. Für einen sauberen Schnitt sollten Sie zudem mehrmals im Jahr die Messer schleifen.

Fazit: Lassen Sie Kinder während des Mähens nicht unbeaufsichtigt. Die meisten Mähroboter im Test von Stiftung Warentest (Heft 5/2018) mähen gut, weisen aber wesentliche Sicherheitsmängel auf. Solange der Rasenroboter unterwegs ist, sollten kleine Kinder daher am besten nicht unbeaufsichtigt auf dem Rasen spielen. Sie sind unsicher, welchen Rasenmäher Sie kaufen sollen? Hier finden Sie einen Ratgeber mit Infos zu verschiedenen Geräten, angefangen beim Akku-Mäher bis hin zum Benzin-Mäher.

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