Ein Smartphone zu Weihnachten? Diese günstigen Handys überzeugen im Test

Wer ein Smartphone zu Weihnachten verschenken möchte, hat die Qual der Wahl: Soll es ein aktuelles Top-Gerät sein? Oder bringen auch preiswertere Geräte eine vergleichbare Leistung mit? Die Preisunterschiede betragen immerhin mehrere 100 Euro. Stiftung Warentest wollte es genau wissen und hat 21 aktuelle Smartphones im Vergleich gegenübergestellt. Teuerster Kandidat im Test ist das Apple iPhone XS Max für 1.190 Euro. Das preiswerteste Smartphone im Vergleich, das Alcatel 1X, kostet gerade einmal 92 Euro. Testsieger wird das Samsung Galaxy Note 9, das beste jemals von Stiftung Warentest getestete Smartphone. Wer ein günstiges Smartphone ohne Vertrag kaufen möchte, hat gleich mehrere überzeugende Geräte zur Auswahl: Drei preiswerte Modelle erhalten die Note „Gut“, darunter auch ein günstiges Smartphone von Samsung für 211 Euro.

Letzte Aktualisierung am 18.07.2019 / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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Das neue Samsung Galaxy Note 9 setzt sich gegen Apples iPhone durch

Foto: Samsung I Galaxy Note 9

Das beste bislang von Stiftung Warentest geprüfte Smartphone ist das Samsung Galaxy Note 9 (128 GB). Mit einem Preis von etwa 765 Euro ist es recht kostspielig, überzeugt dafür aber mit hervorragender Sprachqualität, einer guten Kamera und sogar sehr guter Stabilität. Auch der Akku hält erfreulich lange durch. Das Gesamturteil lautet „Gut“.

Die Ergebnisse für das Samsung Galaxy Note 9 im Überblick:
+ Telefon
+ Internet und PC
+ Kamera
+ Ortung und Navigation
+ Musikspieler
+ Handhabung
+ Stabilität
+ Akku

Merkmale:
geprüft mit Betriebssystem Android 8.1.0
Bildschirmdiagonale: 161 mm
Display Auflösung: 1440 x 2960 px
Sim-Kartenformat: 2 x Nano-Sim
interner Speicher/ erweiterbar um: 128 GB/ 512 GB
Anschluss für Daten- und Ladekabel: USB-C
Auflösung vordere/ hintere Kamera: 12/ 8
Dualkamera, optischer Bildstabilisator
mit Kopfhörerbuchse 3,5 mm
Akkulaufzeit/ Ladezeit: 29 h/ 2 h
Akku vom Nutzer nicht wechselbar
Entsperren per Fingerabdruck oder Gesichtsscan möglich
Länge x Breite x Dicke: 16,2 x 7,7 x 0,9 cm
Gewicht: 201 g


Apples iPhone XR überzeugt mit sehr guten Internet- und PC-Funktionen

Foto: Apple I iPhone XR

Das Apple iPhone XR (64GB) kostet ohne Vertrag etwa 780 Euro und überzeugt vor allem mit seinen Internet- und PC-Funktionen. Die Sprachqualität und die Akkulaufzeit sind aber nur „befriedigend“. Anders als sein großer Bruder, das iPhone XS Max, übersteht es den Falltest ohne Probleme. Stiftung Warentest vergibt die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für das Apple iPhone XR im Überblick:
+ Internet und PC
+ Kamera
+ Ortung und Navigation
+ Musikspieler
+ Handhabung
+ Stabilität
Telefon
Akku

Merkmale:
geprüft mit Betriebssystem iOS 12.0.1
Bildschirmdiagonale: 154 mm
Display Auflösung: 828 x 1792 px
Sim-Kartenformat: Nano-Sim & e-Sim
interner Speicher/ erweiterbar um: 64 GB/ 0 GB
Anschluss für Daten- und Ladekabel: Lightning
Auflösung vordere/ hintere Kamera: 12/ 7
optischer Bildstabilisator
Akkulaufzeit/ Ladezeit: 25,0 h/ 3,5 h
Akku vom Nutzer nicht wechselbar
Entsperren per Gesichtsscan möglich
Länge x Breite x Dicke: 15,1 x 7,6 x 1,0 cm
Gewicht: 195 g


Huawei P20: Gutes und stabiles Android-Phone

Foto: Huawei I P20

Die Sprachqualität sowie die Internet- und PC-Funktionen überzeugen auch beim drittplatzierten Huawei P20 (etwa 420 Euro, Note „Gut“). Das Flaggschiff des chinesischen Herstellers erweist sich im Falltest als stabil. Die Kamera ist etwas schwächer als bei der Konkurrenz von Samsung und Apple und muss ohne optischen Bildstabilisator auskommen.

Die Ergebnisse für das Huawei P20 im Überblick:
+ Telefon
+ Internet und PC
+ Ortung und Navigation
+ Musikspieler
+ Handhabung
+ Stabilität
Kamera
Akku

Merkmale:
geprüft mit Betriebssystem Android 8.1.0
Bildschirmdiagonale: 148 mm
Display Auflösung: 1080 x 2244 px
Sim-Kartenformat: 2x Nano-Sim
interner Speicher/ erweiterbar um: 128 GB/ 0 GB
Anschluss für Daten- und Ladekabel: USB-C
Auflösung vordere/ hintere Kamera: 20/ 24
Dualkamera
Akkulaufzeit/ Ladezeit: 19,5 h/ 2,0 h
Akku vom Nutzer nicht wechselbar
Entsperren per Fingerabdruck und Gesichtsscan möglich
Länge x Breite x Dicke: 14,9 x 7,2 x 0,9 cm
Gewicht: 165 g


3 „gute“ und günstige Smartphones gibt es unter 400 Euro

Honor bietet viel Leistung zum kleinen Preis

Foto: Honor I 10

Bestes Smartphone bis 400 Euro ist das Honor 10 (etwa 320 Euro, Note „Gut“). Kleine Abstriche müssen Nutzer bei der Kamera, dem Musikspieler und der Kamera machen. Telefonie, Internet- und PC-Funktionen jedoch „gut“. Außerdem ist das Handy stabil.

Die Ergebnisse für das Honor 10 im Überblick:
+ Telefon
+ Internet und PC
+ Ortung und Navigation
+ Handhabung
+ Stabilität
Kamera
Musikspieler
Akku

Merkmale:
geprüft mit Betriebssystem Android 8.1.0
Bildschirmdiagonale: 148 mm
Display Auflösung: 1080 x 2280 px
Sim-Kartenformat: 2x Nano-Sim
interner Speicher/ erweiterbar um: 128 GB/ 0 GB
Anschluss für Daten- und Ladekabel: USB-C
Auflösung vordere/ hintere Kamera: 24/ 24
Dualkamera
mit 3,5mm-Kopfhörerbuchse
Akkulaufzeit/ Ladezeit: 21,0 h/ 1,5 h
Akku vom Nutzer nicht wechselbar
Entsperren per Fingerabdruck und Gesichtsscan möglich
Länge x Breite x Dicke: 15,0 x 7,2 x 0,9 cm
Gewicht: 155 g


Das günstige Motorola punktet mit viel Displayfläche

Foto: Motorola I Moto G6 Plus

Das Motorola Moto G6 Plus (etwa 250 Euro, Note „Gut“) erhält dieselbe Gesamtnote wie das um 403 Euro teurere Blackberry Key2. Wer ein günstiges Smartphone ohne Vertrag sucht, erhält mit diesem Gerät eine große, einfach zu bedienende Displayfläche. Akku, Musikspieler und Ortungsfunktionen sind nicht ganz so gut wie bei den Testsiegern.

Die Ergebnisse für das Motorola Moto G6 Plus im Überblick:
+ Internet und PC
+ Handhabung
+ Stabilität
Telefon
Kamera
Ortung und Navigation
Musikspieler
Akku

Merkmale:
geprüft mit Betriebssystem Android 8.0.0
Bildschirmdiagonale: 150 mm
Display Auflösung: 1080 x 2160 px
Sim-Kartenformat: 2x Nano-Sim
interner Speicher/ erweiterbar um: 128 GB/ 128 GB
Anschluss für Daten- und Ladekabel: USB-C
Auflösung vordere/ hintere Kamera: 12/ 8
Dualkamera
mit 3,5mm-Kopfhörerbuchse, Radio
Akkulaufzeit/ Ladezeit: 23,5 h/ 2,0 h
Akku vom Nutzer nicht wechselbar
Entsperren per Fingerabdruck und Gesichtsscan möglich
Länge x Breite x Dicke: 16,0 x 7,6 x 1,1 cm
Gewicht: 167 g


Gleichauf mit dem iPhone XS: Das günstige Samsung Galaxy J6

Foto: Samsung I Galaxy J6

Wer ein gutes und günstiges Smartphone kaufen möchte, macht mit dem Samsung Galaxy J6 (2018) (etwa 170 Euro, Note „Gut“) ein echtes Schnäppchen. Es erhält dieselbe Gesamtwertung wie das iPhone XS, das satte 889 Euro mehr kostet. Das Galaxy J6 besteht den Falltest und bietet „sehr gute“ Internet- und PC-Funktionen. Musikspieler und Akku sind „gut“, die Bedienung einfach.

Die Ergebnisse für das Samsung Galaxy J6 im Überblick:
+ Internet und PC
+ Musikspieler
+ Handhabung
+ Stabilität
+ Akku
Telefon
Kamera
Ortung und Navigation

Merkmale:
geprüft mit Betriebssystem Android 8.0.0
Bildschirmdiagonale: 142 mm
Display Auflösung: 720 x 1480 px
Sim-Kartenformat: 2x Nano-Sim
interner Speicher/ erweiterbar um: 32 GB/ 256 GB
Anschluss für Daten- und Ladekabel: Micro-USB
Auflösung vordere/ hintere Kamera: 13/ 8
mit 3,5mm-Kopfhörerbuchse, Radio
Akkulaufzeit/ Ladezeit: 28,0 h/ 3,0 h
Akku vom Nutzer nicht wechselbar
Entsperren per Fingerabdruck und Gesichtsscan möglich
Länge x Breite x Dicke: 14,9 x 7,1 x 0,8 cm
Gewicht: 154 g


Diese 5 neuen Smartphones sind auch „gut

An fünf weitere aktuelle Smartphones im Test vergibt Stiftung Warentest die Note „Gut“:

  • Das Apple iPhone XS Max (64 GB) (etwa 1.190 Euro) bietet einen überzeugenden Leistungsumfang, zersplittert allerdings im Falltest.
  • Das HTC U12+ (etwa 725 Euro) schwächelt ebenfalls im Falltest und bei der Akkulaufzeit.
  • Das Sony Xperia X72 Compact Dual Sim (etwa 505 Euro) ist stabil und biete gute Telefonie- und Internet-Funktionen, bringt jedoch nur eine recht schwache Kamera mit.
  • Das Blackberry Key2 (etwa 655 Euro) punktet mit großen Tasten, die Kamera ist jedoch nur „befriedigend“.
  • Das Apple iPhone XS (64 GB) (etwa 1.100 Euro) hat dieselben Stärken wie sein großer Bruder, splittert jedoch im Falltest.

10 günstige Smartphones im Test schwächeln

Acht preiswerte Smartphones erhalten die Note „Befriedigend“:

  • Beim BQ Aquaris X2 (etwa 305 Euro), LG K11 (etwa 179 Euro) und Nokia 3.1 (etwa 152 Euro) können Kamera, Musikspieler, Handhabung und Akkulaufzeit nicht überzeugen.
  • Beim teureren Sony XPeria X72 Dual Sim (etwa 660 Euro) führt vor allem der für die Preisklasse schwache Akku zur Abwertung.
  • Beim Huawei Y6 (2018) (etwa 144 Euro), Honor 7C (etwa 174 Euro) und Huawei Y7 (2018) (etwa 184 Euro) kann die Kamera nicht mit den besser bewerteten Modellen mithalten.
  • Das LG K9 (etwa 133 Euro) schwächelt zudem beim Backup auf den PC.
  • Für das Alcatel 1x (etwa 92 Euro) und das Gigaset GS100 (etwa 137 Euro) gibt es nur die Note „Ausreichend“. Vor allem die schwachen Kameras und die komplizierte Handhabung führen zur Abwertung.

Fazit: Auch günstige Smartphones im Test können punkten. Wer ein Smartphone zu Weihnachten verschenken möchte, muss nicht unbedingt viel Geld ausgeben. Das zeigt der aktuelle Smartphone-Test von Stiftung Warentest (Heft 12/2018). Bestes Smartphone bis 400 Euro ist das Honor 10. Wer viel Leistung zum kleinen Preis will, kann auch ein günstiges Smartphone von Samsung kaufen. Das Galaxy J6 liegt mit dem iPhone XS gleichauf.