Gastarife vergleichen, wechseln und sparen mit Tipps von Stiftung Warentest

Pünktlich zu Beginn der kalten Jahreszeit hat sich Stiftung Warentest dem Thema „Günstig heizen“ gewidmet und fünf Gaspreisportale unter die Lupe genommen. Im Fokus des Vergleichstests standen neben den Suchergebnissen auch die Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit der Webseite. Das Ergebnis: Keines der Gaspreisportale im Test erreichte eine „sehr gute“ oder „gute“ Gesamtnote. Grund hierfür sind die voreingestellten Filter, durch die bei allen fünf Portalen fast keine verbraucherfreundlichen Angebote auf den ersten zehn Plätzen landen. So werden zum Beispiel Tarife mit den höchsten Boni weit oben gelistet und erscheinen somit besonders günstig. Dabei ist nicht die Prämie maßgeblich, sondern der Gaspreis.

Mit diesen Tipps günstige und faire Gastarife finden

Foto: AlexMaster | Fotolia

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Wer die Häkchen richtig setzt, findet bei Testsieger CHECK24 (Note „Befriedigend“) und Silbersieger VERIVOX (Note „Befriedigend“) verbraucherfreundliche Gastarife. Beide Vergleichsportale bieten einen Filter, der nur Ergebnisse anzeigt, die den Empfehlungen der Stiftung Warentest entsprechen. Vor allem der „Stiftung Warentest“-Filter von VERIVOX sei vertrauenswürdig. Bei den übrigen Gaspreisportalen aus dem Vergleichstest müsse man in den Ergebnislisten selbst prüfen, welche Tarife alle Kriterien erfüllen. Entsprechend gilt es bei einem Wechsel Folgendes zu beachten:

  • Die erstmalige Vertragslaufzeit nach Vertragsabschluss sollte maximal zwei Jahre betragen, die Kündigungsfrist sechs Wochen. Die anschließende Vertragsverlängerung darf nicht einen Monat überdauern.
  • Preisgarantien sollten mindestens für ein Jahr und die Gesamtlaufzeit gelten. Vor steigenden Steuern und Abgaben schützen sie allerdings nicht.
  • Von Pakettarifen rät Stiftung Warentest ab. Denn Angebote mit einer festgelegten Gasmenge können am Ende teuer sein.
  • Prämien wie Neukundenboni aus den Voreinstellungen entfernen. Ausschlaggebend ist ein günstiger Preis pro Kilowattstunde (kWh Gas).
  • Auf Angebote mit Vorkasse und Kaution verzichten, denn im Falle einer Insolvenz ist das Geld weg. Stattdessen eine monatliche Zahlweise wählen.
  • Auch gilt es, „Tarif Tipps“ kritisch zu prüfen. Oftmals stehen Werbeanzeigen für teure Tarife ganz oben auf der Ergebnisliste.

Das Gesamtergebnis im Überblick:

1. Platz CHECK24 (Note „Befriedigend“):
+ richtige Ergebnisse
+ transparente Darstellung
+ viele Anbieterinfos
+ übersichtliche Webseite
Filter und Voreinstellungen (keine fairen Tarife unter den Top 10)
getarnte Werbeanzeigen

2. Platz VERIVOX (Note „Befriedigend“):
+ richtige Ergebnisse
+ transparente Darstellung
+ übersichtliche Webseite
+ Live-Chat mit Mitarbeitern
Filter und Voreinstellungen (keine fairen Tarife unter den Top 10)
teurer „Tarif Tipp“

3. Platz Hauspilot (Note „Befriedigend“):
+ faire Tarife unter den Top 10
+ keine versteckten Werbeanzeigen
Filter, Voreinstellungen und Prognosen schwer verständlich
wenig Anbieterinformationen

4. Platz Toptarif (Note „Ausreichend“):
+ filtert richtige Ergebnisse
+ Ergebnisliste gut bedienbar
Paktettarife voreingestellt
Filter und Voreinstellungen (keine fairen Tarife unter den Top 10)

5. Platz Prizewize (Note „Ausreichend“):
+ filtert richtige Ergebnisse
+ unter den Top 10 vereinzelt faire Tarife
wichtige Filter fehlen, zum Beispiel Kündigungsfrist
keine Infos zu Onlinetarifen

Ausführliche Informationen zum Gastarifrechner-Test und den einzelnen Testkandidaten lesen Sie in Ausgabe 10/2014 der Stiftung Warentest und online unter test.de.

5 einfache Tipps zum Heizkosten senken

  • Raumtemperatur: In Wohnräumen reichen 20 bis 22 °C völlig aus. In der Küche sollte die Raumtemperatur zwischen 18 und 20 °C betragen, im Bad etwa 23 °C und im Schlafzimmer nicht mehr als 18 °C.
  • Wärmestau: Möbeln oder Gardinen vor den Heizkörpern verhindern, dass die Wärme ungehindert in den Raum zieht. Dadurch entsteht ein Wärmestau und die Heizungsanlage stellt die Zufuhr von Warmwasser zum Heizkörper ein.
  • Entlüften: Gluckst die Heizung oder wird sie nicht mehr heiß, dann heißt es: entlüften! Denn durch die Luft wird das Wasser in den Heizkörpern immer weniger. Das Wasser zirkuliert nicht mehr richtig und die Heizkraft wird reduziert.
  • Rauf- und Runterdrehen: Häufiges Rauf- und Runterdrehen vermeiden, denn das kühlt die Räume aus. Besser die Heizung konstant auf niedrigem Niveau laufen lassen und bei Anwesenheit auf Stufe 2 oder 3 drehen.
  • Lüften: Gekippte Fenster kühlen die Wände aus. Stattdessen mehrmals täglich stoßlüften. Der Durchzug beschleunigt den Luftaustausch. Während des Lüftens die Heizkörper herunter drehen.

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