Küchenmaschinen im Test: Foodprozessoren schlagen die Klassiker

Zur Weihnachtszeit verbringen wieder viele Menschen Stunden in der Küche. Da muss Teig geknetet, Rotkohl gehackt und Sahne geschlagen werden. Käse soll gerieben, die Kräuter fein gehackt sein. Bei solchen Arbeiten hilft eine Küchenmaschine. Doch welche Küchenmaschine ist günstig und gut? Stiftung Warentest hat den Test gemacht und zwölf Geräte auf Herz und Nieren geprüft, darunter acht klassische Küchenmaschinen mit Schwenkarm von oben und vier Foodprozessoren mit Antrieb von unten. Die Foodprozessoren punkten dabei durch ihre höhere Sicherheit. Bei allen klassischen Küchenmaschinen im Test stellt die Mixtulpe ein Risiko dar: Der Deckel lässt sich während des Betriebs öffnen, es besteht die Gefahr, ins rotierende Messer zu greifen. Die besten Küchenmaschinen im Test kommen von Magimix und KitchenAid. Wer eine klassische Küchenmaschine günstig online kaufen möchte, sollte einen Blick auf den Preis-/Leistungssieger von Bosch werfen.

2 Foodprozessoren im Test sind „gut“

Testsieger Magimix arbeitet sicher und leise

Der Magimix Cousine Systeme 5200 XL (etwa 450 Euro, erhältlich bei Amazon) ist ein Foodprozessor mit Antrieb von unten. Im Test überzeugt er vor allem durch seine hohe Sicherheit. Das Messer des Mixers stoppt sofort, sobald der Stopfen herausgezogen wird. Das minimiert die Verletzungsgefahr. Darüber hinaus verfügt der Magimix über den leisesten Prozessor im Test. Petersilie hackt er besonders gleichmäßig. Im Betrieb vibriert er stark, bleibt aber auf der Arbeitsplatte stehen. Möhren raspelt er nur unregelmäßig, Sahne erhält nicht genug Volumen. Die Gesamtnote lautet dennoch „Gut“.

Die Ergebnisse für Magimix Cousine Systeme 5200 XL im Überblick:
+ Funktion
+ Vielseitigkeit
+ Geräusch
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
Handhabung

Merkmale:
Länge/ Breite/ maximale Höhe: 27,0/ 21,5/ 45,0 cm
Gewicht: 7,9 kg
Volumen Schüssel: 1,8 l
Geräuschpegel: 74 dBA
inkl. Zitruspresse und Minihacker
inkl. Rezeptbuch und Fleischwolf


KitchenAid knetet guten Teig und schlägt die beste Sahne

Foto: KitchenAid I 5KFP1644ECA Food Processor

Der KitchenAid Artisan Food Processor 5KFP1644ECA (etwa 420 Euro, erhältlich bei Amazon) schlägt als einzige Küchenmaschine im Test (hier ein Testbericht über Modelle mit Kochfunktion) von Stiftung Warentest akzeptable Sahne. Hefe- und Rührteig gelingen dem Foodprocessor ebenfalls gut. Allerdings versagt er beim Hacken von Petersilie. Die Sicherheit ist gut, das Messer bewegt sich nur, wenn der Stopfen eingesteckt ist. Die Reinigung gestaltet sich aufwendig, zudem sammelt sich Wasser im Griff. Stiftung Warentest vergibt das Gesamturteil „Gut“.

Die Ergebnisse für KitchenAid Artisan Food Processor 5KFP1644ECA im Überblick:
+ Vielseitigkeit
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
Funktion
Geräusch
Handhabung

Merkmale:
Länge/ Breite/ maximale Höhe: 25,4/ 30,6/ 46,6 cm
Gewicht: 9,5 kg
Volumen Schüssel: 3,8 l
Geräuschpegel: 77 dBA
inkl. Zitruspresse und Minihacker


Philips und Braun sind „befriedigend“

An die günstigen Foodprozessoren Philips Avance Collection HR7778/00 (etwa 186 Euro) und Braun Identity Collection FP5150 (etwa 170 Euro) geht die Note „Befriedigend“. Philips bringt als einziges Gerät im Test einen Entsafter mit und bietet vielseitige Funktionen für alle, die Küchenmaschinen für unter 200 Euro suchen. Sahne schlägt das Gerät jedoch nur ausreichend. Die Mixtulpe lässt sich auch offen betreiben, was ein Sicherheitsrisiko darstellt. Der Foodprozessor von Braun ist die leichteste Küchenmaschine im Test. Käse reibt das Gerät gut, auch beim Zwiebelhacken und Möhrenraspeln kann es punkten. Ein Manko ist abermals die Sicherheit: Auch beim Foodprozessor von Braun lässt sich die Mixtulpe offen betreiben.


Küchenmaschinen mit Schwenkarm im Test

Die beste ist nur „befriedigend“

Unter den Küchenmaschinen mit Schwenkarm von oben schneidet kein einziges Gerät mit einer besseren Note als „Befriedigend“ ab. Testsieger ist die Küchenmaschine Bosch Mum 5 Creation Line MUM58L20 (etwa 215 Euro). Die relativ preiswerte Maschine bietet vielseitige Funktionen. Stiftung Warentest kritisiert auch bei diesem Gerät, dass sich die Mixtulpe offen betreiben lässt. Gleiches ist bei der zweiten Küchenmaschine von Bosch der Fall, der Bosch Optimum Mum9D33S11 (etwa 435 Euro). Mit zusätzlichem Mixeraufsatz bietet sie vielseitige Funktionen und knetet guten Teig. Das Sicherheitsrisiko führt allerdings zur Abwertung.

Die Note „Befriedigend“ geht weiterhin an die Küchenmaschinen

Bei allen Maschinen kritisiert Stiftung Warentest Sicherheitsmängel, die KitchenAid ist zudem umständlich zu reinigen.

Die ProfiCook PC-KM 1004 (etwa 370 Euro) schneidet mit der Note „Ausreichend“ ab. Sie ist im Test unangenehm laut, außerdem lässt sich abermals die Mixtulpe offen betreiben. Lediglich mangelhaft sind die WMF Küchenminis Art.-Nr. 4166440071 (etwa 450 Euro) sowie die Küchenmaschine Lidl Silvercrest SKMP 1300 B3 (etwa 100 Euro). Beide Küchenmaschinen erweisen sich im Test als unzuverlässig, jeweils drei Maschinen fallen vorzeitig aus. Zudem lässt sich bei beiden Maschinen die Mixtulpe offen betreiben.


Was ist ein Foodprozessor?

Anders als eine klassische Küchenmaschine werden Foodprozessoren von unten betrieben. Der Behälter sitzt auf dem Anschluss mit dem Motor. Dadurch sind sie etwas kleiner und kompakter als Küchenmaschinen und oft auch leichter.

Die Vorteile von Foodprozessoren:
+ kompaktes Format
+ vielseitig: hacken, raspeln, schneiden, reiben, rühren und kneten Teig
+ hohe Sicherheit: Die Geräte stoppen, wenn der Deckel geöffnet wird

Die Nachteile:
Behälter für geringere Füllmengen geeignet
schlagen Sahne schlechter als klassische Küchenmaschinen
Behälter und Inhalt können sich beim Mixen erwärmen

Fazit: Foodprozessoren bieten mehr Sicherheit. Foodprozessoren haben im Test von Stiftung Warentest die Nase vorn (Heft 12/2018). Wer eine gute und günstige Küchenmaschine bei Amazon kaufen möchte, kann sich für den Foodprozessor von Magimix oder KitchenAid entscheiden. Philips und Braun bieten vielseitige Küchenmaschinen für unter 200 Euro mit leichten Sicherheitsmängeln.

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