Gut muss nicht teuer sein: Stiftung Warentest kürt die besten elektrischen Zahnbürsten

Elektrische Zahnbürsten reinigen effektiver und schonender als eine Handzahnbürste. Fehler beim Putzen gleichen sie leichter aus. Etwa 47 Prozent der deutschen Verbraucher putzen ihre Zähne bereits mit einer elektrischen Bürste. Wer eine elektrische Zahnbürste kaufen möchte, hat die Wahl zwischen Schallzahnbürsten und oszillierend-rotierenden Bürstenköpfen. Oszillierend-rotierende Bürsten machen etwa 8.800 schwingende Seitwärtsbewegungen in der Minute, einige pulsieren dabei auch. Mit ihnen muss jeder Zahn einzeln gereinigt werden. Schallzahnbürsten vibrieren mit 13.000 bis 40.000 Schwingungen in der Minute. Sie lassen sich wie eine Handzahnbürste verwenden. Doch welche elektrische Zahnbürste ist gut? Das hat Stiftung Warentest in einem Testbericht für Ausgabe 1/2019 des Testmagazins geprüft. 13 elektrische Zahnbürsten mussten sich dem Vergleich stellen. Die beste elektrische Zahnbürste im Test kommt von Philips. Neben dem sehr teuren Modell überzeugen aber auch mehrere günstige.

Letzte Aktualisierung am 25.05.2019 / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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Die beste elektrische Zahnbürste im Test kommt von Philips

Foto: Philips I Sonicare DiamondClean HX9903/03

Die Philips Sonicare 9300 Diamond Clean Smart (etwa 220 Euro) ist die teuerste elektrische Zahnbürste im Test, putzt jedoch auch am besten. In der Kategorie Zahnreinigung gibt es für die Schallzahnbürste sogar die Note „Sehr gut“. Handhabung und Haltbarkeit überzeugen die Tester ebenfalls. Der Testsieger lässt sich via Bluetooth mit einer Smartphone-App verbinden. Diese soll Feedback zur eigenen Zahnputztechnik liefern und eine umfassende Zahnreinigung erlauben. Laut Stiftung Warentest sind die Tipps jedoch eher unpraktisch und schwer umzusetzen. Darüber hinaus sammelt die App kritische Daten. Insgesamt gibt es für die Philips Sonicare die Note „Gut“.

Die Ergebnisse für die Philips-Zahnbürste im Überblick:
+ Zahnreinigung
+ Handhabung
+ Haltbarkeit

Merkmale:
Art der Bürstenbewegung: Vibration (Schall)
mittlerer Preis für eine Ersatzbürste: 10,00 Euro
erhältliche Farbvarianten: Schwarz, Weiß
Zubehör: 3 verschiedene Bürstenaufsätze, optische Andruckkontrolle, Ladeglas, Reiseetui, Bluetooth
Anzahl der Putzeinstellungen: 4 in je 3 Stufen
Putzsignal: Intervalltimer/ Ende der Putzzeit
Ladekontrollleuchte vorhanden


Braun Oral-B ist eine gute Alternative zur Schallzahnbürste

Die Braun Oral-B Pro 900 Sensi Ultra Thin (etwa 45 Euro) putzt mit einem oszillierend-rotierenden, pulsierenden Bürstenkopf und hinterlässt gut gepflegte Zähne. Handhabung und Haltbarkeit gefallen den Testern ebenfalls. Die elektrische Zahnbürste ist jedoch etwas schwierig zu reinigen und ist wenig stand- und liegefest. Das Gesamturteil lautet dennoch „Gut“.

Die Ergebnisse für die Braun-Zahnbürste im Überblick:
+ Zahnreinigung
+ Handhabung
+ Haltbarkeit

Merkmale:
Art der Bürstenbewegung: oszillierend-rotierend, pulsierend
mittlerer Preis für eine Ersatzbürste: 3,00 Euro
erhältliche Farbvarianten: Weiß
Zubehör: 2 verschiedene Bürstenaufsätze,Ladestation
Bürstenaufbewahrung/ Anzahl der Bürsten: vorhanden/ 2
Anzahl der Putzeinstellungen: 3
Putzsignal: Intervalltimer/ Ende der Putzzeit
Ladekontrollleuchte vorhanden


Edel+White überzeugt mit „sehr guter“ Putzleistung

Foto: Edel+White I Sonic Generation 8 Winner

Die Schallzahnbürste Edel+White Sonic Generation 8 Winner (etwa 99 Euro) zeigt im Test eine „sehr gute“ Putzleistung und erweist sich auch als sehr haltbar. Der recht große Bürstenkopf hat jedoch Probleme, an die schwer erreichbaren Stellen im Mund zu kommen. Dafür bringt die elektrische Zahnbürste jede Menge Zubehör mit. Stiftung Warentest vergibt die Endnote „Gut“.

Die Ergebnisse für die Zahnbürste von Edel & White im Überblick:
+ Zahnreinigung
+ Handhabung
+ Haltbarkeit

Merkmale:
Art der Bürstenbewegung: Vibration (Schall)
mittlerer Preis für eine Ersatzbürste: 7,45 Euro
erhältliche Farbvarianten: Weiß
Zubehör: 2 verschiedene Bürstenaufsätze, Reiseverriegelung, Ladestation, USB-Kabel, Netzwerkadapter, Aufbewahrungstasche
Bürstenaufbewahrung/ Anzahl der Bürsten: vorhanden/ 3
Anzahl der Putzeinstellungen: 4
Putzsignal: Intervalltimer/ Ende der Putzzeit
Ladekontrollleuchte vorhanden


Die günstigste elektrische Zahnbürste gibt es für 16 Euro

Foto: Kurhan | Dreamstime.com

Die Gesamtnote „Gut“ geht auch an die preiswerte dm Dontodent Akku-Zahnbürste Active Professional (etwa 16 Euro). Wer ein paar Abstriche bei der Bedienung macht und nicht ganz so viel Wert auf Zubehör legt, bekommt eine günstige Zahnbürste mit oszillierend-rotierendem Bürstenkopf und guter Putzleistung.

Die Silk’n SonicSmile (etwa 60 Euro) reinigt die Zähne mit Schall-Vibrationen und kann ebenfalls überzeugen. Leichte Abzüge gibt es für die Handhabung, insgesamt erreicht die Zahnbürste aber die Note „Gut“. Als sechste „gute“ elektrische Zahnbürste gesellt sich die Braun Oral-B Pro 700 Tiefenreinigung (etwa 35 Euro) mit oszillierend-rotierendem, pulsierendem Bürstenkopf hinzu. Wie das andere Braun Oral-B Modell im Test putzt sie gut, ist jedoch nicht sehr standsicher.


7 elektrische Zahnbürsten im Test zeigen Schwächen

Für die Zahnbürsten

  • Müller Sensident Akku-Zahnbürste Perfect Clean Professional (etwa 16 Euro),
  • Philips Sonicare EasyClean 3 Series (etwa 45 Euro) und
  • Waterpick Sensonic Professional Plus (etwa 110 Euro)

vergibt Stiftung Warentest das Urteil „Befriedigend“. Alle drei Zahnbürsten schwächeln bei der Putzleistung und der Handhabung. Die Braun Oral-B Pulsonic Slim (etwa 40 Euro) putzt gut, fällt in der Dauerprüfung aber vorzeitig aus. Daher reicht es ebenfalls nur für die Note „Befriedigend“.

Lediglich „ausreichend“ putzen die Panasonic Sonic Vibration Toothbrush (etwa 100 Euro) und die Vitis Sonic S20 Schallzahnbürste (etwa 55 Euro). Die Panasonic fällt zudem durch die Dauerprüfung. Auch die Foreo Issa 2 (etwa 150 Euro) besteht den Dauertest nicht. Ihre Putzleistung ist zudem nur „mangelhaft“. So lautet dann auch die Endnote für die Schallzahnbürste des schwedischen Herstellers.


Tipps für die richtige Mundhygiene zu Hause

  • Ebenso wichtig wie die richtige Zahnbürste ist eine gute Zahnpasta. Sie sollte langfristig vor Karies schützen, der Abrieb sollte zudem zum eigenen Gebiss passen.
  • Zweimal Zähneputzen am Tag ist absolutes Minimum. Optimal ist ein dritter Reinigungsgang nach dem Mittagessen.
  • Auf die Reinigung der Zahnzwischenräume sollten Sie nicht verzichten. Die Zahnbürste erreicht diese Stellen nicht, so lagern sich hier Speisereste an. Sauber werden die Zahnzwischenräume mit Hilfe von Zahnseide oder Interdentalbürsten.
  • Zu viel Druck beim Zähneputzen kann Zähnen und Zahnfleisch schaden. Viele elektrische Zahnbürsten lassen ein Warnsignal erklingen, wenn die Nutzer zu fest aufdrücken. Mehr Gefühl für den richtigen Druck bekommen Sie mit Hilfe einer Küchenwaage: Drücken Sie den Bürstenkopf auf. Mehr als 150 Gramm Druck sollten Sie nicht ausüben.
  • Für Mundgeruch sind häufig Bakterien auf dem hinteren Zungendrittel verantwortlich. Zungenreiner helfen, diese zu entfernen. Ebenfalls hilfreich ist antimikrobiell wirkende Zahnpasta.
  • Zusätzlich zum gründlichen Zähneputzen sollten Sie sich zweimal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt gönnen. Dabei werden weiche Beläge und Zahnstein von schwierig zu erreichenden Stellen entfernt.

Fazit: Welche elektrische Zahnbürste ist gut? Allein am Preis lässt sich nicht erkennen, welche elektrische Zahnbürste tatsächlich gut putzt. Das zeigt der aktuelle Testbericht von Stiftung Warentest (Heft 1/2019) Die beste Zahnbürste im Test, die Philips Sonicare 9300 Diamond Clean Smart, kostet ganze 220 Euro. Ebenfalls „gut“ putzt die elektrische Zahnbürste dm Dontodent, die mit 16 Euro wesentlich günstiger ist. Wer eine gute elektrische Zahnbürste kaufen möchte, muss also nicht zwangsläufig viel Geld ausgeben.