Auf großer Fahrt: 15 Buggys im Test der Stiftung Warentest

Wenn kleine Kinder agiler werden, hĂ€lt es sie oft nicht mehr im normalen Kinderwagen. Ein Kinderbuggy bietet jetzt mehr Bewegungsfreiheit und eine bessere Sicht auf die Welt. Die Auswahl an Buggys ist groß, doch lĂ€ngst nicht alle sind empfehlenswert. Welche Sitzwagen bequem, sicher und frei von Schadstoffen sind, zeigt ein Test in der Stiftung Warentest. 15 Schiebewagen hat die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen, davon schneiden fĂŒnf mit dem Testurteil „Gut“ ab.

Bilder von der Amazon Product Advertising API / Beworbene Produkte (Anzeige) / Amazon-Partnerlinks

5 Buggys sind empfehlenswert

Testsieger Nuna Pepp Luxx ist sehr komfortabel

Foto: Nuna | Pepp Luxx

Foto: Nuna | Pepp Luxx

Testsieger ist der Nuna Pepp Luxx (Note „Gut“, etwa 270 Euro, hier erhĂ€ltlichNuna Pepp Luxx bei Amazon). Besonders fĂŒr Eltern ist der Buggy sehr komfortabel: Er lĂ€sst sich einfach auf- und zusammenklappen und ist durch den Tragegriff einfach zu transportieren. Mit 10,2 kg Gewicht gehört der Nuna Pepp Luxx allerdings zu den schwersten Buggys im Test. Zudem ist der Kinderwagen im Dunkeln relativ schwer zu erkennen.

Die Ergebnisse des Nuna Pepp Luxx im Überblick:
+ Kindgerechte Gestaltung
+ Handhabung
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
+ Schadstoffe

✓ fĂŒr Kinder von 6 Monate bis 2,5 Jahre
✓ verstellbare Schieberhöhe (93 bis 102 cm)
✓ BĂŒgel als Haltemöglichkeit
✓ Transportsicherung
✓ Regenschutz
✓ max. Zuladung im Einkaufskorb 4,5 kg


Maclaren Techno XT bietet eine gute QualitÀt

Foto: Maclaren | Techno XT

Foto: Maclaren | Techno XT

Den 2. Platz erreicht der Maclaren Techno XT (Note „Gut“, etwa 300 Euro). Der Maclaren Buggy ist zwar der teuerste Kinderwagen im Test, ĂŒberzeugt aber auch mit guter QualitĂ€t: Insbesondere die Kleinen fahren darin am besten. FĂŒr die Eltern bietet der Buggy einen verstellbaren Schiebegriff bis auf 109 cm und schadstofffreie Griffe. DarĂŒber hinaus ist der Maclaren Buggy im Dunkeln gut zu sehen.

Die Ergebnisse des Maclaren Buggy im Überblick:
+ Kindgerechte Gestaltung
+ Handhabung
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
+ Schadstoffe

✓ fĂŒr Kinder von 6 Monate bis 3 Jahre
✓ verstellbare Schieberhöhe (106 bis 109 cm)
✓ Transportsicherung
✓ Regenschutz
✓ max. Zuladung im Einkaufskorb 2 kg


Baby Jogger Vue Lite ist einfach zu handhaben

Foto: Baby Jogger | Vue Lite

Foto: Baby Jogger | Vue Lite

Auf Platz 3 setzen die Tester den Baby Jogger Vue Lite (Note „Gut“, ab 200 Euro). Die RĂŒckenlehne dieses Buggys lĂ€sst sich flexibel verstellen, sodass das Kind entweder die Eltern oder nach vorne auf die Straße sieht. FĂ€hrt das Kind mit Blick zu den Eltern, gibt es allerdings keine FußstĂŒtze. Der Kinderbuggy lĂ€sst sich einfach handhaben und transportieren, ist aber etwas weniger gut gepolstert als der Testsieger und der Zweitplatzierte.

Die Ergebnisse des Baby Jogger Vue Lite im Überblick:
+ Kindgerechte Gestaltung
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
+ Schadstoffe
Handhabung

✓ fĂŒr Kinder von 6 Monate bis 3 Jahre
✓ Schieberhöhe 103 cm
✓ drehbarer Aufsatz
✓ Transportsicherung
✓ Transportsicherung
✓ Regenschutz
✓ max. Zuladung im Einkaufskorb 4,5 kg


Diese Buggys schneiden auch „gut“ ab

Noch zwei weitere Buggys schneiden im Test mit dem Urteil “Gut” ab:

Peg Perego Pliko P3 (etwa 250 Euro)

  • gut gepolstert und gefedert
  • gut im Dunkeln sichtbar
  • Ă€ltere Geschwister können auf einem hinten angebrachten Brett mitfahren
  • braucht vergleichsweise viel Platz
  • rastet nur mit Nachdruck ein

Knorr-Baby Vero XL (etwa 100 Euro)

  • lĂ€sst sich einfach auf- und zusammenklappen
  • sehr einfach zu beladen
  • braucht zusammengeklappt den meisten Platz
  • dĂŒnne Polsterung
  • in der Gebrauchsanweisung fehlen Warnhinweise

Viele Buggys erhalten das Urteil „Befriedigend“

Sieben Kinderwagen im Test erhalten das Urteil „Befriedigend“:

  • der ABC Design Takeoff (200 Euro),
  • der Joie Nitro (95 Euro),
  • der TFK Dot (199 Euro),
  • der Quinny Zapp Extra (270 Euro),
  • der Cool Baby Jan (100 Euro),
  • der Recaro Easylife (230 Euro) und
  • der Chic 4 Baby Lido (84 Euro).

In den Buggys mit dem Testurteil „Befriedigend“ sitzen die Kinder oft unbequem, denn die Kinderwagen bieten schlicht zu wenig Platz. Viele Buggys sind zudem vergleichsweise kompliziert in der Handhabung und weisen SicherheitsmĂ€ngel auf. Der dreirĂ€drige Quinny Buggy z. B. bietet zwar viel Schrittfreiheit und eine Sitzschale, die auch entgegen der Fahrtrichtung eingesetzt werden kann, lĂ€sst sich aber nur schwer auf- und zuklappen. Zudem fehlt beim Quinny Buggy die Transportsicherung und im Dunkeln ist er nur schwer sichtbar. Beim Cool Baby Jan und beim Recaro Easylife stellten die Tester Chlorparaffine im Schiebegriff fest. Beim Cool Baby Jan sowie beim Chic 4 Baby Lido fehlen zudem vorgeschriebene Warnhinweise in der Gebrauchsanweisung.


Drei Buggys sind „mangelhaft“

Zweimal vergab die Stiftung Warentest das Urteil „Mangelhaft“:

  • an den Hauck Shopper Comfortfold (etwa 80 Euro)
  • an den Chicco Lite Way (etwa 170 Euro)

Die „mangelhaften“ Kinderwagen wie der Chicco Buggy fallen aufgrund nachgewiesener Schadstoffe im Test durch. Beim Chicco Buggy bspw. stellten die Tester den Schadstoff TCPP im Stoff- und Regenschutz des Kinderwagens fest.

Gut zu wissen:

Schadstoffe haben die Tester nur bei Buggys mit Schiebegriffen aus weichen Gummis nachgewiesen. Griffe aus Hartplastik sind laut Testergebnis unbedenklich.

Darauf sollten Sie beim Buggy-Kauf achten

Laut Herstellerangaben sollen sich Buggys ab der Geburt als Kinderwagen eignen. Stiftung Warentest und KinderorthopĂ€den empfehlen jedoch bis zum 6. Lebensmonat einen Liegekinderwagen. Ein Kinderbuggy eignet sich, sobald Kinder anfangen, frei zu sitzen – was etwa zwischen dem 6. und dem 9. Lebensmonat der Fall ist.

Außerdem wichtig:

  • Ein guter Kinderbuggy hat eine weich gepolsterte RĂŒckenlehne, die den RĂŒcken des Kindes stabil abstĂŒtzt. Die RĂŒckenlehne sollte lĂ€nger als 60 cm sein, damit sie auch fĂŒr grĂ¶ĂŸere Kinder geeignet ist.
  • Vorteilhaft sind RĂŒckenlehnen, die sich komplett umklappen lassen. So kann das Kind im Buggy auch ein Nickerchen machen.
  • Die SitzflĂ€che sollte so gestaltet sein, dass die Oberschenkel im 90-Grad-Winkel aufliegen und die FĂŒĂŸe gerade auf der FußstĂŒtze stehen können. Eine verstellbare FußstĂŒtze ist empfehlenswert, damit der Buggy mit den Kindern mitwachsen kann.
  • Die Höhe des Schiebergriffs sollte sich ebenfalls verstellen lassen. Sind Sie ĂŒber 1,80 m groß, brauchen Sie eine Schiebegriffhöhe von minimal 1,11 m.
  • Möchten Sie den Buggy im Auto oder platzsparend in der Wohnung verstauen, sollte sich dieser möglichst klein zusammenklappen lassen.
  • Achten Sie zudem auf eine gute, hochwertige Verarbeitung. Möchten Sie einen Buggy kaufen, probieren Sie diesen zunĂ€chst im Laden aus. PrĂŒfen Sie die Schiebeeigenschaften, testen Sie, wie leicht sich der Wagen auf- und zusammenklappen lĂ€sst und wie fest die Schrauben und Griffe sitzen.

Fazit: Viele Buggys im Buggy-Test der Stiftung Warentest (Heft 4/2016) erweisen sich als unbequem fĂŒr Kinder und kompliziert in der Handhabung. Einige enthalten sogar Schadstoffe. FĂŒnf der getesteten Buggys sind dagegen unbedenklich und vergleichsweise bequem. Welche Kombi-Kinderwagen im Test der Stiftung Warentest ĂŒberzeugen, lesen Sie hier.


Mehr Spaß beim Haare waschen: 13 Kindershampoos im Test Gesunder Nachtisch oder Zuckerbomben? 25 Desserts fĂŒr Kinder im Test Starker Schutz fĂŒr zarte Haut: Die besten Sonnencremes fĂŒr Kinder Die 3 besten Schwimmhilfen unter 20 Euro