Zuverlässig und energieeffizient: Fast alle Wärmepumpentrockner überzeugen im Test

Wer keine Möglichkeit hat, seine Wäsche in der Sonne trocknen zu lassen, ist mit einem Kondensations-Wäschetrockner mit Wärmepumpe gut beraten. Moderne Geräte arbeiten wesentlich energieeffizienter als ihre Vorgänger und können im Winter sogar helfen, die Energiekosten zu senken. Wie zuverlässig Wärmepumpentrockner tatsächlich trocknen, hat Stiftung Warentest für einen aktuellen Vergleich untersucht. Das Ergebnis: Alle Geräte im Test trocknen mindestens „gut“, zwei sogar „sehr gut“. Die Testkandidaten unterscheiden sich vor allem im Preis und in der Handhabung. Wer einen besonders stromsparenden Wäschetrockner kaufen möchte, sollte ein Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ wählen. In der Anschaffung sind diese Trockner zwar teurer, dafür halten sie die jährlichen Stromkosten gering. Gute Wäschetrockner gibt es jedoch schon für unter 400 Euro.

Letzte Aktualisierung am 17.09.2019 / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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Der Wäschetrockner AEG T9DE77685 trocknet am besten

Bester Wärmepumpentrockner im Test der Stiftung Warentest ist der AEG T9DE77685 (Note „Gut“, etwa 930 Euro bei Amazon). In der Kategorie „Trocknung“ erhält dieser A+++ Trockner die Note „Sehr gut“. Darüber hinaus fällt er mit einer einfachen Handhabung und einem sehr geringen Stromverbrauch auf.

Die Ergebnisse für den AEG T9DE77685 im Überblick:
+ Trocknung
+ Umwelteigenschaften
+ Handhabung
+ Sicherheit und Verarbeitung

Merkmale:
Energieeffizienzklasse: A+++
Stromkosten in 10 Jahren: ca. 227 Euro
BxHxT: 60 x 84 x 64 cm
max. Füllmenge schranktrocknen/ bügelfeucht/ pflegeleicht: 8,0/ 8,0/ 3,5 kg
Türanschlag links, wechselbar
Kondensationswasserablauf, unterbaufähig, säulenbaufähig


Der A+++ Trockner von Miele trocknet sehr umweltfreundlich

Der Miele TCE520WP (Note „Gut“, etwa 1.000 Euro) überzeugt durch „sehr gute“ Umwelteigenschaften und einen geringen Stromverbrauch. Wäsche trocknet er zuverlässig, wenn auch nicht ganz gleichmäßig. Die Handhabung gestaltet sich angenehm einfach, allerdings lässt sich der Kondenswasserbehälter nicht herausnehmen, wenn die Tür im 90°-Winkel geöffnet ist.

Die Ergebnisse für den Miele TCE520WP im Überblick:
+ Trocknung
+ Umwelteigenschaften
+ Handhabung
+ Sicherheit und Verarbeitung

Merkmale:
Energieeffizienzklasse: A+++
Stromkosten in 10 Jahren: ca. 224 Euro
BxHxT: 60 x 83 x 63 cm
maximale Füllmenge schranktrocknen/ bügelfeucht/ pflegeleicht: 8,0/ 8,0/ 4,0 kg
Türanschlag links
Kondensationswasserablauf, unterbaufähig, säulenbaufähig


Beko: Die preiswerte Alternative unter den energieeffizienten Trocknern

Der Beko DE8634RX0 (Note „Gut“, etwa 570 Euro bei Amazon) ist der preiswerteste A+++ Wäschetrockner unter den fünf Testsiegern. Wäsche trocknet er gut, die Handhabung gestaltet sich einfach, er arbeitet jedoch nicht ganz so energiesparend wie die beiden besser platzierten Geräte.

Die Ergebnisse für den Beko DE8634RX0 im Überblick:
+ Trocknung
+ Umwelteigenschaften
+ Handhabung
+ Sicherheit und Verarbeitung

Merkmale:
Energieeffizienzklasse: A+++
Stromkosten in 10 Jahren: ca. 242 Euro
BxHxT: 60 x 84 x 64 cm
maximale Füllmenge schranktrocknen/ bügelfeucht/ pflegeleicht: 8,0/ 8,0/ 4,0 kg
Türanschlag rechts, wechselbar
Kondensationswasserablauf, unterbaufähig, säulenbaufähig


Bosch: Bester Wärmepumpentrockner der Klasse A++

Ausgezeichnet mit der Energieeffizienzklasse A++, verbraucht der Bosch WTW87561 (Note „Gut“, etwa 700 Euro) etwas mehr Strom als die Wäschetrockner der A+++ Klasse. Die Umwelteigenschaften beurteilt Stiftung Warentest dennoch als „gut“ und auch die Trockenleistung sowie die Handhabung gefallen den Testern.

Die Ergebnisse für den Bosch WTW87561 im Überblick:
+ Trocknung
+ Umwelteigenschaften
+ Handhabung
+ Sicherheit und Verarbeitung

Merkmale:
Energieeffizienzklasse: A++
Stromkosten in 10 Jahren: ca. 271 Euro
BxHxT: 60 x 83 x 64 cm
maximale Füllmenge schranktrocknen/ bügelfeucht/ pflegeleicht: 8,0/ 8,0/ 3,5 kg
Türanschlag rechts
unterbaufähig, säulenbaufähig


Auch der zweite Wäschetrockner von Miele überzeugt im Test

Der Miele TDB220WP (Note „Gut“, etwa 800 Euro) bietet eine gute Trockenleistung, einfache Handhabung und ist zudem sicher und stabil verarbeitet. Der Stromverbrauch fällt etwas hoch aus und auch bei diesem Gerät lässt sich der Kondenswasserbehälter bei normal geöffneter Tür nicht entfernen. Insgesamt reicht es für den 5. Platz im Trockner-Test.

Die Ergebnisse für den Miele TDB220WP im Überblick:
+ Trocknung
+ Handhabung
+ Sicherheit und Verarbeitung
Umwelteigenschaften

Merkmale:
Energieeffizienzklasse: A++
Stromkosten in 10 Jahren: ca. 336 Euro
BxHxT: 60 x 83 x 63 cm
maximale Füllmenge schranktrocknen/ bügelfeucht/ pflegeleicht: 7,0/ 7,0/ 4,0 kg
Türanschlag links
Kondenswasserablauf, unterbaufähig, säulenbaufähig


Weitere „gute“ Kondenstrockner mit Wärmepumpe im Test

Im Vergleich der Stiftung Warentest erhalten 14 weitere Wäschetrockner die Endnote „Gut“. Zum Preis-/Leistungssieger erklären die Tester den Siemens WT47W561 (etwa 260 Euro bei Amazon). Auch das preiswerteste Gerät im Vergleich, der Amica WTP 14323 W (etwa 400 Euro bei Amazon), weist eine „gute“ Trockenleistung auf, verbraucht jedoch relativ viel Strom.

Der AEG T8DBA2 (etwa 600 Euro bei Amazon) bietet wie der Testsieger von AEG eine „sehr gute“ Trockenleistung, weist aber auch einen hohen Stromverbrauch auf. Wer nach einem mittelpreisigen Gerät mit „sehr gute“ Umwelteigenschaften sucht, ist mit dem Siemens WT44W4A3 (etwa 400 Euro bei Amazon) gut beraten.

Hoover ist nur „befriedigend“

Für den Hoover GDX H8A2DKEX-84 (etwa 300 Euro) vergibt Stiftung Warentest die Endnote „Befriedigend“. Auch er bekommt Wäsche zwar tadellos schranktrocken, allerdings zeigt er die Restlaufzeit nicht zuverlässig an. Außerdem hat das Flusensieb scharfe Kanten und das Wärmetauschsieb lässt sich leicht verkehrt herum einsetzen, wodurch Flusen im Kondensator landen.


7 Tipps zum Wäschetrocknen

1. Energiesparen mit einem Wäschetrockner: Im Winter gibt trocknende Wäsche Feuchtigkeit an die Raumluft ab, diese kühlt daraufhin ab, die Heizung muss stärker arbeiten. Wäschetrockner können jetzt tatsächlich die Energiekosten senken.

2. Was darf in den Trockner? Orientieren können Sie sich an den Etiketten der Hersteller. Mit Chemikalien behandelte und beschichtete Kleidungsstücke sollten nicht in den Wäschetrockner gegeben werden.

3. Wäschetrocknen bei Minusgraden: Prinzipiell können Sie Wäsche auch bei Frost draußen trocknen. Die Wäsche fühlt sich danach jedoch etwas steif an.

4. Tennisbälle gegen Verklumpen: Geben Sie Daunenwäsche zusammen mit Tennisbälle in den Trockner, um Verklumpen vorzubeugen.

5. Schimmel vorbeugen: Gute Kondensationstrockner geben wenig Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Insbesondere in kleinen Räumen sollten Sie jedoch mindestens einmal täglich stoßlüften.

6. Darf Wäsche auch nach dem Trocknen im Trockner bleiben? In der Regel ja. Der Knitterschutz beugt Faltenbildung vor, die Geräten kühlen sich zudem auf risikolose Temperaturen herunter.

7. Kein Kondensationswasser zum Blumengießen: Das Wasser enthält eventuell Flusen und liefert den Pflanzen zu wenig Nährstoffe.


Fazit: Moderne Konsensationswäschetrockner mit Wärmepumpe trocknen zuverlässig und energiesparend. Das zeigt der Testbericht der Stiftung Warentest in Ausgabe 9/2019 des Testmagazins. Insbesondere Wäschetrockner der A+++ Energieeffizienzklasse wie die Geräte von AEG, Miele und Beko arbeiten stromsparend und umweltschonend. Gute und vergleichsweise preiswerte Geräte der Klasse A++ gibt es zum Beispiel von Siemens und Bosch.