Ganz nah angekuschelt: 8 Babytragen im Test von Ă–ko-Test

In einer Babytrage sitzt der Nachwuchs ganz nah am Körper. Die Kleinen spüren den Herzschlag und die Körperwärme von Mama oder Papa, die Eltern haben derweil beide Hände frei. Wer eine Babytrage kaufen möchte, hat verschiedene Modelle zur Auswahl, vom klassischen Tragetuch, das selbst um den Körper gewickelt werden muss, bis hin zu Vollschnallentragen, bei denen Hüftgurt und Schultergurte mit Schnallen verschlossen werden. Doch in welchem Modell sitzt das Baby wirklich bequem und anatomisch korrekt? Um das herauszufinden, hat Öko-Test acht Babytragen im Vergleich gegenübergestellt. Expertinnen aus der Trageberatung und der Physiotherapie haben die Produkte einem umfangreichen Praxistest unterzogen. Wichtig beim Tragen ist, dass vor allem der Kopf der Babys gut abgestützt wird. Schadstoffe sollten natürlich nicht in den Babytragen stecken. Die erfreuliche Nachricht: Alle Testkandidaten sind frei von giftigen Schwermetallen und krebserregenden Farbstoffbestandteilen.

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Platz 1 geht an die Ergobaby Adapt Carrier

Die Ergobaby Adapt Carrier, Blue Blooms (etwa 139,90 Euro) erhält als eine von fĂĽnf Babytragen im Test die Note „sehr gut“ und schneidet insgesamt als Testsieger ab. Bei der Gebrauchseignung stellen die PrĂĽfer keinerlei Mängel fest und vergeben die Bestnote. Auch Schadstoffe finden sich im Labor nicht — allerdings optische Aufheller. Die sollen Textilien ein frischeres Aussehen verleihen, belasten jedoch die Umwelt. Dem Hersteller zufolge werden zwar keine optischen Aufheller verwendet, das PrĂĽflabor hält aber an den Ergebnissen fest.

Die Ergebnisse fĂĽr die Ergobaby Adapt Carrier im Ăśberblick:
++ Gebrauchseignung
++ Inhaltsstoffe
+ weitere Mängel

Anmerkungen:
✓ enthält optische Aufheller


Die Babytrage Manduca erreicht Platz 2

Die Note „sehr gut“ geht auch an die Manduca My Baby Carrier XT, grey-white (etwa 159,00 Euro). Die Gebrauchsprüfung besteht das Produkt ohne Beanstandungen, zudem ist es frei von schädlichen Inhaltsstoffen. Im Labor weisen die Tester jedoch die Verwendung optischer Aufheller nach. Dem Hersteller zufolge werden diese seit Mai 2020 nicht mehr verwendet. Verbraucher erkennen dies an der Chargen-Nummer: Produkte ab der Charge TDMC-GX sind frei von optischen Aufhellern.

Die Ergebnisse fĂĽr die Manduca My Baby Carrier XT im Ăśberblick:
++ Gebrauchseignung
++ Inhaltsstoffe
+ weitere Mängel

Anmerkungen:
✓ enthält optische Aufheller


Die Limas-Babytrage ist ebenfalls „sehr gut“

Weiterhin bewerten die Tester die Limas Babytrage, Stone (etwa 129,90 Euro) mit der Endnote „sehr gut“. Bei diesem Produkt handelt es sich um eine sogenannte Halfbuckle, eine Mischung aus Anschnalltrage und Tragetuch. Der obere Teil wird wie ein Tuch um die Schultern gebunden, während sich der Hüftgurt mit einer Schnalle befestigen lässt. In der Schadstoffprüfung fallen keine Mängel auf. Bei der Gebrauchsprüfung zeigt sich, dass die Knie des Kinds in der Trage leicht nach innen neigen. Dennoch gibt es auch in dieser Kategorie noch die Bestnote. Auch die Limas Babytrage kommt jedoch nicht ohne optische Aufheller aus.

Die Ergebnisse fĂĽr die Limas Babytrage, Stone im Ăśberblick:
++ Gebrauchseignung
++ Inhaltsstoffe
+ weitere Mängel

Anmerkungen:
✓ enthält optische Aufheller


Auch alle weiteren Babytragen im Test enthalten optische Aufheller

Optische Aufheller finden die Prüfer auch in allen anderen Babytragen im Vergleich. Die Halfbuckles Didymos Didyklick, Silber etwa (129,00 Euro) und Nabaca Basis-Set, Denim von Hoppediz (etwa 149,99 Euro) fallen durch eine „sehr gute“ Gebrauchseignung auf und erhalten daher auch die Gesamtnote „sehr gut“. Beide Babytragen bringen einen Aufbewahrungsbeutel mit. Bei der Babytrage von Didymos sitzt das Kind in der Trage teils leicht überstreckt. Im Labor werden zudem halogenorganische Verbindungen nachgewiesen, die als allergieauslösend gelten und sich in der Umwelt anreichern können. Laut Hersteller soll das Produkt ab Mai 2020 keine optischen Aufheller mehr enthalten. Entsprechende Produkte erkennen Verbraucher am Herstellungsdatum auf dem Etikett. Die Hoppediz-Babytrage enthält ebenfalls halogenorganische Verbindungen. Auf optische Aufheller möchte der Hersteller in Zukunft verzichten, hat den Testern gegenüber jedoch noch kein Datum für die Umstellung genannt.

Die Fidella Fusion Babytrage Classic, Lines, beige von Nonomella (etwa 129,00 Euro) besteht die Schadstoffprüfung mit Bestnote, weist aber leichte Mängel bei der Gebrauchseignung auf. Die Rückenschnalle lässt sich etwas schwer verschließen, das Nackenband kann das Kind zudem einschnüren, wenn es verkleinert wird. Außerdem sitzt das Kind leicht überstreckt. Insgesamt bekommt die Babytrage die Note „gut“. „Befriedigend“ ist die günstige Kinderkraft Babytrage Milo, Full Grey von 4Kraft (etwa 49,99 Euro). Die Tester kritisieren, dass sich die Stegbreite nicht einstellen lässt, außerdem ist der Stoff zu nachgiebig. Das Kind sitzt leicht überstreckt, die Beckeneinstellung ist zu stark nach hinten orientiert. In der Bedienungsanleitung stellen die Prüfer leichte Mängel fest. Schadstoffe enthält die 4Kraft Babytrage außer optischen Aufhellern keine.

So verhält es sich auch beim Baby Björn Baby Carrier Move Airy Mesh, Grey (etwa 139,99 Euro). Die Babytrage fällt allerdings in der Gebrauchsprüfung durch. Der schmale Sitzsteg führt dazu, dass die Beine des Babys zu wenig Halt finden. Es fehlt zudem an Einstellungsmöglichkeiten und fester Unterstützung. Die Kinder nehmen dadurch eine schlechte Haltung ein, die zu einer Überstreckung der Wirbelsäule führen kann. Die Gesamtnote lautet daher nur „Mangelhaft“.

Fazit: Drei Babytragen im Test von Ă–ko-Test sind frei von Schadstoffen und bieten Babys einen anatomisch angemessenen Sitzkomfort. Eine Empfehlung sprechen die Tester fĂĽr die Ergobaby Adapt Carrier, Blue Blooms aus, ebenso fĂĽr die Manduca My Baby Carrier XT, grey-white und die Limas Babytrage, Stone. Alle Testkandidaten enthalten optische Aufheller. Einige Hersteller haben aber zumindest ihre Produktion umgestellt oder wollen in Zukunft auf optische Aufheller verzichten.


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