Für sattes, gleichmäßiges Grün: Elf Akku-Rasenmäher im Test

Der perfekte Rasen ist von sattgrüner Farbe und gleichmäßigem Schnitt. Eine derart gepflegte Optik lässt sich nur mit einem zuverlässigen Rasenmäher erreichen. Wer einen Rasenmäher kaufen möchte, muss sich zunächst für den gewünschten Antrieb entscheiden. Akku-Rasenmäher wollen den weit verbreiteten Benzinern und Elektro-Rasenmähern Konkurrenz machen. Wie gut sie wirklich arbeiten, hat Stiftung Warentest für Ausgabe 4/2019 des Testmagazins geprüft. Draußen mussten sich die Geräte auf trockenem, feuchtem und hohem Rasen bewähren. Im Labor untersuchten die Tester die Haltbarkeit und Akkus der Geräte. Neben Rasenmähern mit einer Schnittbreite bis 43 cm kamen auch Rasenmäher mit einer Schnittbreite bis 47 cm und Radantrieb zum Einsatz. Sie erleichtern das Mähen auf größeren Grundstücken. Die Testnote „Gut“ erhalten nur zwei Modelle, bester Akku-Rasenmäher 2019 ist das Gerät von Einhell.

Letzte Aktualisierung am 17.06.2019 / Bilder von der Amazon Product Advertising API
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Welcher Akku-Rasenmäher mäht wirklich gut?

Der Rasenmäher von Einhell erweist sich als Testsieger

Foto: Einhell I E-CM 43 Li M

Unter den Akku-Rasenmähern im Test schneidet der Einhell GE-CM 43 Li M (etwa 320 Euro) mit der besten Wertung ab. Der Akku-Rasenmäher mit einer Schnittbreite bis 43 cm überzeugt mit guter Handhabung, langer Haltbarkeit und hoher Sicherheit. Auf trockenem Rasen zeigt er ein überzeugendes Schnittergebnis. Auf feuchtem und hohem Rasen hat er leichte Probleme, außerdem ist er im Betrieb recht laut. Insgesamt vergibt Stiftung Warentest die Note „Gut“.

Das Ergebnis für den Einhell GE-CM 43 Li M im Überblick:
+ Mähen
+ Handhabung
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
Umwelteigenschaften

Merkmale:
Preis für Ersatzakku: 62 Euro
für Flächen bis 600 m²
Schnittbreite: 43 cm
Schnitthöhe: 25 – 75 mm
Gewicht: 16 kg
Volumen Graskorb: 63 Liter
2 Power-X-Change 18V 4Ah Akkus
Akku-Ladung reicht für: 246 m²
Ladezeit: 83 min.


Der Rasenmäher von Sabo mäht trockenen und hohen Rasen gut

Der Akku-Rasenmäher Sabo 40-Accu (etwa 630 Euro) weist eine Schnittbreite von 40 cm auf und arbeitet auf trockenem und hohem Rasen zuverlässig. Die Schnittqualität kann jedoch nicht ganz mit dem Testsieger von Einhell mithalten. Für die sehr einfache Handhabung, die lange Haltbarkeit, hohe Sicherheit und leise Arbeitsweise gibt es dennoch die Testnote „Gut“.

Das Ergebnis für den Sabo 40-Accu im Überblick:
+ Handhabung
+ Haltbarkeit
+ Sicherheit
+ Umwelteigenschaften
Mähen

Merkmale:
Preis für Ersatzakku: 169 Euro
für Flächen von 170 – 260 m²
Schnittbreite: 40 cm
Schnitthöhe: 24 – 75 mm
Gewicht: 19 kg
Volumen Graskorb: 44 Liter
2 Akku 40V 4Ah
Akku-Ladung reicht für: 274 m²
Ladezeit: 122 min.


Fünf Akku-Rasenmäher sind „befriedigend“

An insgesamt fünf Rasenmäher im Test vergibt Stiftung Warentest die Note „Befriedigend“, darunter drei Akku-Rasenmäher mit einer Schnittbreite bis 43 cm:

  • Der Stiga Combi 43 AE (etwa 500 Euro) mäht trockenen, feuchten und auch hohen Rasen gut und zeigt eine gute Schnittqualität. Sein Akku lädt in nur 77 Minuten, ist jedoch relativ schwer und lässt sich nur umständlich austauschen, was zur Abwertung führt.
  • Der Duramaxx D40LMN41 (etwa 200 Euro) und der baugleiche Greenworks G40LM41 sind die beiden günstigsten Akku-Rasenmäher im Test. Das Schnittergebnis fällt „befriedigend“ aus, zudem ist die Ladezeit des recht schweren Akkus vergleichsweise hoch.

Weiterhin geht die Note „Befriedigend“ an zwei Rasenmäher mit Radantrieb und einer Schnittbreite bis 47 cm: Der Stihl RMA 448 TC (etwa 880 Euro) ist sehr haltbar und mäht gut, Stiftung Warentest wertet ihn jedoch aufgrund seiner hohen Lautstärke ab. Der Powerworks PD60LM46SPK4 (etwa 450 Euro) mäht ebenfalls gut und arbeitet leise, hat jedoch einen Sicherheitsmangel: Vergisst man, den Sicherheitsstift zu ziehen, fährt er schon bei leichter Berührung los.


Gardena und Hellweg/Wingart sind „mangelhaft“

Die Testnote „Ausreichend“ geht an den Ryobi RLM18X41H240F 36 V Fusion (etwa 470 Euro), ein Akku-Rasenmäher mit einer Schnittbreite bis 43 cm. Das leichtgängige Gerät zeigt die schlechteste Schnittleistung im Test. Die schlechteste Gesamtnote vergeben die Tester jedoch an zwei andere Rasenmäher: Unter den Modellen bis 43 cm Schnittbreite erhält der Gardena PowerMax Li40/37 (etwa 435 Euro) nur die Note „Mangelhaft“. Im Dauertest bricht der Griff, zudem reißt der Bowdenzug des Schalters. Gardena hat das Gerät mittlerweile aufgrund eines defekten elektrischen Bauteils vom Markt genommen.

Der Hellweg/Wingart AR 3646 RA LI (etwa 400 Euro) aus der Kategorie der Akku-Rasenmäher mit einer Schnittbreite bis 47 cm mäht zwar gut, im Dauertest bricht jedoch der Holm. Sein Akku reicht zudem nur für eine Fläche von 194 m² aus. Nicht bewertet haben die Tester den Husqvarna LC347VLi (etwa 1.230 Euro). Die Prüfmethodik lieferte für den Akku des Geräts keine Ergebnisse, die sich auf die Praxis übertragen lassen.


Akku-Rasenmäher, Benzin- oder Elektromäher?

Foto: Alexander Raths | Dreamstime.com

Wer einen Rasenmäher kaufen möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Varianten: Akku-Rasenmäher, Benziner, und Elektro-Rasenmäher mit Kabel. Akku-Rasenmäher haben dabei den Vorteil, dass sie weder an ein Kabel gebunden sind noch so laut knattern wie ein Benzinmotor. Auch der für Benzin-Rasenmäher typische Gestank fällt weg, darüber hinaus sind Akku-Rasenmäher weniger wartungsintensiv als Benziner. Ein Schwachpunkt der Akku-Rasenmäher ist die Reichweite. Im Test schafft kein Modell die Fläche, für die der Hersteller das jeweilige Gerät empfiehlt. Auch arbeiten nicht alle Geräte wirklich leise.

6 Tipps zum Kauf von Rasenmähern

  • Welchen Rasenmäher Sie kaufen sollten, hängt vor allem von der vorhandenen Rasenfläche ab. Für kleine Flächen bis 200 m² empfehlen sich Akku- oder Elektro-Rasenmäher.
  • Auf sehr verwinkelten Grundstücken sind kabelgebundene Rasenmäher im Nachteil. Mit einem Akku-Rasenmäher kommen Sie besser voran.
  • Auf größeren Flächen sind Benzin-Rasenmäher dank ihrer größeren Schnittfläche im Vorteil.
  • Auch die Schnittbreite sollte zur Grundstücksbeschaffenheit passen. Kleine und verwinkelte Flächen lassen sich mit Schnittbreiten bis 43 cm besser mähen, auf großen Grundstücken empfiehlt sich eine Schnittbreite bis 47 cm.
  • Die Schnitttiefe sollte sich schnell und einfach verstellen lassen.
  • Der Graskorb sollte sich leicht abnehmen und transportieren lassen.

Fazit: Einhell und Sabo bewähren sich im Rasenmäher-Test. Wer einen zuverlässigen Akku-Rasenmäher sucht, kann zu den Modellen von Einhell und Sabo greifen. Im Akku-Rasenmäher-Test von Stiftung Warentest (Heft 4/2019) stellen sich die Modelle als Testsieger heraus. Unter den Geräten mit einer Schnittbreite bis 47 cm mäht der Akku-Rasenmäher von Stihl am besten.