23 neue Autokindersitze im Test von Stiftung Warentest

Kindersitze sollen mehr Sicherheit im Auto bieten. Auf dem Markt tut sich was, nicht zuletzt, da in der EU seit 2017 Kindersitze für Babys nur noch nach der sogenannten i-Size-Norm zugelassen werden dürfen. Statt am Gewicht orientieren sich diese Sitze an der Körpergröße des Kindes. Außerdem müssen Kinder bis zum 15. Lebensmonat entgegen der Fahrtrichtung transportiert werden. Bei einem Aufprall sind so Kopf und Hals besser geschützt. Maxi-Cosi bietet sogar ein Modell mit zusätzlichen Airbags. Aber welche Kindersitze sind wirklich sicher? Stiftung Warentest und der ADAC wollten es herausfinden und haben 23 neue Autokindersitze im Test untersucht (Heft 6/2018). Nach wie vor gibt es keinen Kindersitz, der sich für alle Altersklassen eignet. Doch viele der neuen Kindersitze überzeugen.

Kindersitze fürs Auto im Test: Die besten Modelle für Babys

Testsieger: Der Britax Römer Swingfix i-Size

Kindersitze der i-Size-Klasse eignen sich für Kinder bis maximal 105 cm Körpergröße. Unter den neuen Modellen kann vor allem der Britax Römer Swingfix i-Size (etwa 650 Euro) überzeugen. Er bietet eine sehr hohe Unfallsicherheit und ist frei von Schadstoffen, allerdings auch vergleichsweise teuer. Stiftung Warentest vergibt die Note „Gut“.

Die Testergebnisse des Britax Römer Swingfix i-Size im Überblick:
+ Unfallsicherheit
+ Handhabung
+ Ergonomie
+ frei von Schadstoffen

Merkmale:
für Kinder von 40 bis 105 cm
Isofix-Befestigung
Hosenträgergurt
mit Stützfuß
Kind sitzt rückwärts und in Ruheposition


Gute Sicherheit, frei von Schadstoffen: Der i-Size Kindersitz von Kiddy

Foto: Kiddy I Babyschale Evoluna i-Size

Der Evolunia i-Size 2 Kindersitz von Kiddy (etwa 490 Euro) eignet sich für Kinder von 40 bis 83 cm Größe, ist frei von Schadstoffen und bietet eine hohe Unfallsicherheit. Dafür gibt es ebenfalls die Note „Gut“ im Kindersitz-Test des ADAC und der Stiftung Warentest.

Die Testergebnisse des Kiddy Evolunia i-Size 2 im Überblick:
+ Unfallsicherheit
+ Handhabung
+ Ergonomie
+ frei von Schadstoffen

Merkmale:
für Kinder von 40 bis 83 cm
Isofix-Befestigung
Hosenträgergurt
mit Stützfuß
Kind sitzt rückwärts und in Ruheposition


Preis-Leistungssieger: Der Maxi-Cosi Rock

Foto: Maxi-Cosi I Rock

Mit einem Preis von 200 Euro gehört der „gute“ Maxi-Cosi Rock zu den günstigeren Modellen im Test. Dennoch kann er mit hoher Unfallsicherheit und guter Ergonomie aufwarten.

Die Testergebnisse des Maxi-Cosi Rock im Überblick:
+ Unfallsicherheit
+ Handhabung
+ Ergonomie
+ frei von Schadstoffen

Merkmale:
für Kinder von 40 bis 75 cm
Autogurt-Befestigung
Hosenträgergurt
Kind sitzt rückwärts


Die besten Kindersitze für Kleinkinder

Joie Traver Shield: Der beste neue Sitz für Kinder von 9 bis 36 kg Körpergewicht

Unter den Autokindersitzen für Kleinkinder mit 9 bis 36 kg Körpergewicht schneidet der Joie Traveler Shield (Note „Gut“, etwa 170 Euro) als Testsieger ab. Er kann sowohl per Isofix als auch per Autogurt befestigt werden und bietet eine hohe Sicherheit.

Die Testergebnisse des Joie Traver Shield im Überblick:
+ Unfallsicherheit
+ Handhabung
+ Ergonomie
+ frei von Schadstoffen

Merkmale:
für Kinder von 9 bis 36 kg
Isofix- und Autogurt-Befestigung
Sicherung mit Fangkörper und Anschnallgurt
Kind sitzt vorwärts


Joie Traver überzeugt auch in der Gewichtsklasse von 15 bis 36 kg

Auch für Kinder von 15 bis 36 kg bietet ein Modell von Joie hohen Komfort und zuverlässige Sicherheit. Der Joie Traver (Note „Gut“) ist mit einem Preis von 120 Euro auch noch vergleichsweise günstig.

Die Testergebnisse des Joie Traver im Überblick:
+ Unfallsicherheit
+ Handhabung
+ Ergonomie
+ frei von Schadstoffen

Merkmale:
für Kinder von 15 bis 36 kg
Isofix- und Autogurt-Befestigung
Sicherung mit Anschnallgurt
Kind sitzt vorwärts


Nuna Aace: Zuverlässiges Modell für größere Kids

Der Nuna Aace (Note „Gut“, etwa 180 Euro) ist ein weiterer bequemer und sicherer Kindersitz für Kleinkinder von 15 bis 36 kg. Auch dieses Modell ist frei von Schadstoffen.

Die Testergebnisse des Nuna Aace im Überblick:
+ Unfallsicherheit
+ Handhabung
+ Ergonomie
+ frei von Schadstoffen

Merkmale:
für Kinder von 15 bis 36 kg
Isofix- und Autogurt-Befestigung
Sicherung mit Fangkörper und Anschnallgurt
Kind sitzt vorwärts


Weitere gute Kindersitze für Babys

Acht weitere Kindersitze fürs Auto im Test aus der i-Size-Klasse erhalten die Note „Gut“:

  • der Maxi-Cosi Rock + FamilyFix One Base (etwa 400 Euro),
  • der Britax Römer Baby-Safe2 i-Size (etwa 200 Euro),
  • der Maxi-Cosi Pearl One + FamilyFix One Base (etwa 465 Euro),
  • der Britax Römer Dualfix i-Size (etwa 530 Euro),
  • der Britax Römer Trifix i-Size (etwa 330 Euro),
  • der Maxi-Cosi Axissfix Air (etwa 650 Euro), der erste Kindersitz mit eingebautem Airbag.

Foto: Christopher Rohde I Fotolia

Ebenfalls „gut“ sind der Cybex Kindersitz Sirona S i-Size (etwa 440 Euro) und der Graco Snugride i-Size + i-Size Base (etwa 330 Euro). Alle Sitze schützen das Kind bei einem eventuellen Aufprall. Außer dem Cybex Kindersitz sind auch alle einfach in der Handhabung. Der erste i-Size Kindersitz für Babys mit 100 bis 150 cm Körpergröße, der BeSafe iZi Flex Fit (etwa 340 Euro) erhält ebenfalls das Testurteil „Gut“.

Diese Kindersitze für Kleinkinder sind ebenfalls empfehlenswert

Zwei weitere Kindersitze für die Gewichtsklasse 15 bis 36 kg kann Stiftung Warentest ebenfalls empfehlen: Sowohl der Recaro Monza Nova Evo (Note „Gut“, etwa 120 Euro) als auch der Recaro Monza Nova Evo Seatfix mit zusätzlicher Isofix-Sicherung (Note „Gut“, etwa 145 Euro) schützen Kinder bei einem Aufprall zuverlässig.

„Befriedigend“ für Peg Perego und Chicco

Für die neuen Kindersitze von Peg Perego und Chicco vergibt Stiftung Warentest die Note „Befriedigend“. Der Peg Perego Viaggio 1-2-3 Via (etwa 290 Euro) und der Chicco Youniverse Fix (etwa 245 Euro) für Kids von 9 bis 36 kg Körpergewicht schützen bei einem Aufprall nur mittelmäßig.


Die weniger empfehlenswerten Autokindersitze im Test

Der Chicco Cosmos (etwa 119 Euro) für Kinder von der Geburt bis 18 kg Körpergewicht bekommt das Urteil „Ausreichend“. Er bietet keinen zuverlässigen Unfallschutz und erweist sich zudem als kompliziert in der Handhabung. Der Jané Gravity (etwa 400 Euro) und der Concord Ultimax i-Size (etwa 350 Euro) für die ganz Kleinen erhalten nur das Urteil „Mangelhaft“. Beim Concord riss im Test die Gurthalterung. Beim Avionaut Ultralite + IQ i-Size-Base führte das enthalten Flammschutzmittel TCPP zur Abwertung. Auch dieser Kindersitz bekam die Note „Mangelhaft“.

Tipps für mehr Sicherheit im Kindersitz

  • Kinder bis zum 15. Lebensmonat müssen mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzen. Das schützt die Bänder und Muskeln im Halsbereich.
  • Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Länge des Sicherheitsgurts für die Befestigung des Kindersitzes ausreicht.
  • Achten Sie darauf, ob die Isofix-Bügel im Auto der Isofix-Befestigung des Kindersitzes entsprechen. Seit 2004 gibt es Kindersitze mit Isofix-Universalzulassung. Diese dürfen nur in Fahrzeugen eingesetzt werden, die einen dritten Verankerungspunkt aufweisen.
  • Kindersitze mit Airbag bieten vor allem beim Frontal-Aufprall zusätzlichen Schutz. Beim seitlichen Aufprall schneiden Modelle ohne Airbag jedoch besser ab.

Fazit: Auch günstige Kindersitze im Test können überzeugen. Im Test der Stiftung Warentest und dem ADAC (Heft 6/2018) mussten sich 23 neue Kindersitz-Modelle fürs Auto bewähren. Wer günstigen und guten Schutz sucht, wird mit dem Maxi-Cosi Rock für Babys und dem Joie Traver Shield für Kleinkinder fündig.

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