Welche Kaffeemaschinen gibt es und welche ist die richtige für mich?

Foto: Melitta | Kaffeebohnen Foto: Melitta | Kaffeebohnen

Für viele Menschen gehört eine Tasse Kaffee einfach zum Start in den Tag dazu. Doch echte Kaffeegenießer wissen: Kaffee ist nicht einfach nur Kaffee. Es gibt zahlreiche Kaffeesorten, verschiedene Formen der Röstung und nicht zuletzt viele verschiedene Möglichkeiten, den Kaffee zuzubereiten. 1855 präsentierte die Pariser Weltausstellung den ersten automatischen Espressobereiter – seitdem hat die Kaffeemaschine in nahezu jeden Haushalt Einzug gehalten. Etwa drei Viertel der Deutschen bevorzugen dabei die klassische Filterkaffeemaschine. Doch Padmaschinen, Kapselmaschinen, Siebträgermaschinen und Kaffeevollautomaten sind auf dem Vormarsch. Lesen Sie im Ratgeber auf Produkte im Test, was die einzelnen Kaffeemaschinen unterscheidet und für wen welches Modell am besten geeignet ist.

Die Filterkaffeemaschine: Klassiker unter den Kaffeemaschinen

Foto: AEG | PremiumLine KF7500

Foto: AEG | PremiumLine KF7500

Die klassische Kaffeemaschine, die in zahlreichen Haushalten und Büros zu finden ist, ist die Filterkaffeemaschine. Beliebt ist sie aus folgenden Gründen:

  • Die Kaffeezubereitung ist besonders einfach.
  • Sie können fast alle fein gemahlenen Kaffeebohnen verwenden.
  • Die Filterkaffeemaschine ist einfach zu reinigen.
  • Sie nimmt nur wenig Platz in der Küche weg.
  • Das Zubehör ist preiswert.
  • Größere Mengen Kaffee lassen sich schnell zubereiten und warm halten.

Der Nachteil: Der Kaffee erhält nicht die typische Crema und für die Zubereitung echter Kaffeespezialitäten mit Milchschaum benötigen Sie weiteres Zubehör. Filterkaffeemaschinen gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisklassen. Günstige Modelle ohne Extras erhalten Sie schon ab 50 Euro. Hochwertige Modelle mit Thermoskanne und Warmhalteplatte können bis zu 300 Euro kosten. In Tests schneiden zum Beispiel Modelle von WMF, AEG und De’Longhi mit der Note „Sehr gut“ oder „Gut“ ab.

Die Kaffeepadmaschine: ideal für den schnellen Genuss

Foto: Philips | Senseo HD7863

Foto: Philips | Senseo HD7863

Eine Kaffeepadmaschine arbeitet, wie der Name schon sagt, mit Kaffeepads. Das sind kleine Beutel, die mit Kaffee gefüllt sind. Die Vorteile:

  • Eine Tasse Kaffee ist schnell zubereitet.
  • Der Kaffee hat die typische Crema.
  • Ihnen stehen viele Kaffeesorten zur Auswahl.
  • Die Kaffeepadmaschine bereitet auch heißes Wasser für Tee zu.
  • Der Platzbedarf ist gering.
  • Es gibt Geräte mit Milchaufschäumdüse für Cappuccino und Café Latte.

Der Nachteil: Die Kaffeepadmaschine ist in der Regel nur für die Zubereitung von ein bis zwei Tassen Kaffee gleichzeitig ausgelegt. Die Reinigung ist zudem etwas aufwendiger als bei einer Filtermaschine. Insbesondere Padträger und Wassertank müssen regelmäßig gereinigt werden, damit sich kein Kalk absetzt. Die Maschinen kosten je nach Ausstattung zwischen 30 und etwa 200 Euro. Im Test der Stiftung Warentest (Heft 10/2013) wurde die Philips Senseo Kaffeepadmaschine HD7863 (um 80 Euro, hier erhältlichPhilips Senseo Kaffeepadmaschine HD7863 bei Amazon) zum Testsieger gekürt. Platz zwei ging an das Schwestermodell Philips Senseo HD 7825.

Die Kapselmaschine: tolle Crema, aber kostenintensiv

Foto: Krups | XN2505 Nespresso Umat

Foto: Krups | XN2505 Nespresso Umat

Viele Genießer wissen den Geschmack von Kaffee zu schätzen, der mit einer Kapselmaschine zubereitet wurde. Crema und Aroma haben allerdings auch ihren Preis: Die kleinen Kapseln sind relativ teuer und produzieren vergleichsweise viel Müll. Mehr als eine bis zwei Tassen Kaffee zugleich lassen sich auch mit dieser Maschine nicht zubereiten. Dafür gibt es für keine andere Kaffeemaschine eine so große Auswahl an Kaffeespezialitäten: So lassen sich mit einer Kapselmaschine auch Kakao, Tee und andere Heißgetränke zubereiten. Kapselmaschinen sind in der Reinigung ähnlich aufwendig wie Kaffeepadmaschinen, nehmen aber vergleichsweise wenig Platz weg. Einfache Modelle gibt es ab 40 Euro, hochwertigere Maschinen mit Milchschaumdüse können bis 400 Euro kosten. In aktuellen Tests schneiden die Kapselmaschinen von Krups, AEG und De‘Longhi mit Bestnoten ab.

Die Espressomaschine: für den kleinen Schwarzen

Die Espressomaschine gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten: als Siebträgermaschine oder als Espressokocher, mit dem ein bis zwei Tassen des starken italienischen Kaffees auf der Herdplatte zubereitet werden. Für die Espressomaschine wie auch für Siebträger eignen sich grob gemahlene Bohnen, gewöhnlicher Filterkaffee ist in der Regel zu fein und kann sein Aroma nicht entfalten. Am besten mahlen Sie Ihre Bohnen mit einem zusätzlichen Mahlwerk selbst. Die Espressomaschine ist in der Anschaffung besonders preiswert – die Preise liegen zwischen 60 und 80 Euro – und einfach in der Handhabung wie in der Pflege. Gute Espressokocher erhalten Sie beispielsweise von Bialetti oder WMF.

Die Siebträgermaschine: für italienische Kaffeemomente

Foto: Gastroback | 42636 Design Espresso Advanced Control

Foto: Gastroback | 42636 Design Espresso Advanced Control

Wer italienischen Kaffeegenuss liebt, ist mit einer klassischen Siebträgermaschine gut beraten. Einer der größten Vorteile: Sie bestimmen ganz individuell, wie stark oder schwach Sie Ihren Kaffee trinken – und füllen entsprechend viel oder wenig Pulver in den Siebträger ein. Die Handhabung einer Siebträgermaschine erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl und etwas Einarbeitung. Haben Sie den Dreh raus, genießen Sie Espresso und Cappuccino wie im italienischen Café. Die Siebträgermaschine ist zudem eine umweltfreundliche Variante, da Sie weder Filter noch Pads noch Kapseln entsorgen müssen. Sie haben die Wahl zwischen Maschinen mit und ohne Milchaufschäumdüse.

Der Nachteil: Eine Siebträgermaschine ist relativ pflegeaufwendig. Außerdem ist der Klassiker teuer: Luxusmodelle mit integriertem Mahlwerk können bis 3.000 Euro kosten, einfachere Maschinen gibt es ab etwa 200 Euro. In Tests überzeugen Modelle der Marken Gastroback (hier erhältlichSiebträgermaschinen von Gastroback) und De‘Longhi.

Der Kaffeevollautomat: Alles ganz einfach?

Foto: Melitta | Kaffeevollautomat Caffeo Barista T

Foto: Melitta | Kaffeevollautomat Caffeo Barista T

Wie der Name schon sagt, bereitet der Kaffeevollautomat Kaffee ganz automatisch zu – ebenso zahlreiche Kaffeespezialitäten wie Cappuccino und Latte Macchiato oder auch Tee. Die Milchdüse ist bereits integriert, für herrlichen Milchschaum. Ein Knopfdruck genügt. Wasser- und Pulvermenge können Sie zudem individuell einstellen, ganz so, wie Sie Ihren Kaffee mögen. Gibt es auch Nachteile? Ja:

  • Ein Kaffeevollautomat ist in der Anschaffung deutlich teurer als herkömmliche Kaffeemaschinen.
  • Auch Geräte für den Hausgebrauch nehmen relativ viel Platz weg.
  • Der Kaffeevollautomat ist reinigungs- und pflegeaufwendig
  • Sie können in die Kaffeezubereitung nicht manuell eingreifen.

Die Preise für einen Kaffeevollautomat liegen zwischen 500 und 8.000 Euro. Dafür benötigen Sie kein Zubehör wie Filter oder Kapseln. Modelle der Marke Jura, Melitta und De‘Longhi erhalten in Tests Bestnoten.

Welche Kaffeemaschine eignet sich für wen?

Welche Kaffeemaschine für Sie die richtige ist, hängt vor allem davon ab, wie und wie häufig Sie Ihren Kaffee genießen möchten. Trinken Sie ab und an eine Tasse und möchten viele verschiedene Spezialitäten ausprobieren, ist eine Kapselmaschine ideal. Für den täglichen Morgenkaffee leistet die Kaffeepadmaschine gute Dienste. Trinken Sie viel Kaffee oder bereiten ihn für mehrere Personen zu, empfiehlt sich die klassische Filterkaffeemaschine oder aber der Kaffeevollautomat – auch für das Büro. Wer seinen Kaffeegenuss zelebrieren möchte, kann dies mit einer Siebträger- oder einer Espressomaschine tun. Einen Überblick über die besten Kaffeevollautomaten bis 500 Euro erhalten Sie auf dieser Seite. Welche Espressobohnen im Test überzeugen, lesen Sie hier.

Fazit: Sie sehen: Es gibt nicht die eine, beste Kaffeemaschine für den ultimativen Kaffeegenuss. Welche Maschine Ihre Küche ziert, ist, wie so häufig, eine Frage des Geschmacks.

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