Welche Arten von elektrischen Zahnbürsten gibt es und wie putzen sie?

ab EUR 74,99
Kommentar abgeben
Foto: Philips | Sonicare EasyClean Foto: Philips | Sonicare EasyClean

Sie machen es morgens, abends und wenn Sie ganz gründlich sein möchten, noch einmal nach jeder Mahlzeit: Zähneputzen ist für die meisten Menschen ein ganz automatischer Ablauf bei der täglichen Hygiene. Über die Hälfte der Verbraucher in Deutschland greift dabei immer noch auf die Handzahnbürste zurück. Dabei raten Experten schon seit einigen Jahren zum Umstieg auf die elektrische Zahnbürste. Zum einen gleicht diese typische Fehler beim Zähneputzen aus, zum anderen sorgt sie für den richtigen Druck und achtet auf die richtige Dauer der Zahnhygiene. Welche unterschiedlichen Modelle es gibt und welche Vorteile diese bieten, lesen Sie hier.

Die Akku-Zahnbürste: reinigt gründlich und ist preiswert

Die Akku-Zahnbürste wird auch als oszillierende elektrische Zahnbürste bezeichnet. Angetrieben wird sie über einen kleinen Elektromotor, der seine Energie wiederum aus dem Akku bezieht. Dieser muss regelmäßig aufgeladen werden, daher gibt es zu Akku-Zahnbürsten das Ladegerät gleich dazu. Die Zahnreinigung erfolgt über einen kleinen, zumeist runden Bürstenkopf, der durch den Elektromotor in Schwingung gesetzt wird. Im Durchschnitt bewegt sich der Bürstenkopf dabei 3.000 Mal pro Minute. Akku-Zahnbürsten haben einige Vorteile:

  • Der kleine Borstenkopf erreicht alle Stellen im Mundraum.
  • Jeder Zahn wird einzeln gereinigt, die Reinigungsleistung ist daher sehr gründlich.
  • Inzwischen sind viele preisgünstige Modelle erhältlich.

Bei einer oszillierenden Elektrozahnbürste besteht allerdings schnell die Gefahr, den Borstenkopf zu fest aufzudrücken und dadurch das Zahnfleisch zu beschädigen. Entsprechend verfügen moderne elektrische Zahnbürsten oft über einen Sensor, der bei zu festem Druck warnt. Personen mit empfindlichem Zahnfleisch sollten bei der Anwendung dennoch besonders vorsichtig sein. Ein weiterer Nachteil ist der hohe Bürstenverschleiß.

Oszillierende elektrische Zahnbürsten gibt es schon ab etwa 25 Euro. Modelle mit Sensoren und Informationsdisplay können aber auch bis 300 Euro kosten. In Tests schneiden verschiedene Zahnbürsten der Marke Braun Oral -B und die Philips Sonicare EasyClean (hier erhältlichPhilips Sonicare EasyClean bei Amazon) besonders gut ab, auch das preiswerte Modell der Drogeriekette Müller überzeugt.

Die Schallzahnbürste: reinigt schonend und gründlich

Anders, als der Name vielleicht vermuten lassen könnte, arbeitet die Schallzahnbürste nicht mit Ultraschall. Vielmehr versetzt ein magnetischer oder elektro-magnetischer Impuls den Bürstenkopf in Schwingung. Die Vorteile der Schallzahnbürste:

  • Der Bürstenkopf bewegt sich etwa 30.000 Mal pro Minute, also deutlich häufiger als der Bürstenkopf der oszillierenden Zahnbürste.
  • Schallzahnbürsten arbeiten besonders schonend, die Gefahr von Zahnfleischverletzungen ist gering.
  • Die Zahnreinigung erfolgt sehr gründlich.

Schallzahnbürsten weisen allerdings einen etwas größeren Bürstenkopf auf als oszillierende Zahnbürsten, daher können sie einige Stellen im Mund nicht so gut erreichen. Schallzahnbürsten sind zudem etwas teurer als ihre elektrischen Verwandten: Die Preise liegen zwischen 50 und etwa 350 Euro. Die Schallzahnbürsten Philips Sonicare FlexCare Platinum HX9170/10 (hier erhältlichPhilips Sonicare FlexCare Platinum HX9170/10 bei Amazon) und Sonicare Diamond Clean HX9332/04 überzeugen im Test des ETM Testmagazins, Ausgabe 7/2014. Das Modell Pulsonic von Braun Oral-B erzielt ebenfalls gute Ergebnisse.

Die Ultraschallzahnbürste: reinigt sehr schonend, ist aber teuer

Foto: Kurhan | Dreamstime.com

Foto: Kurhan | Dreamstime.com

Es gibt nur sehr wenige elektrische Zahnbürsten, die tatsächlich mit Ultraschall arbeiten. Ihr Funktionsprinzip weicht deutlich von dem einer gewöhnlichen Elektrozahnbürste ab: Der Ultraschallkopf schwingt mit etwa 1,6 Millionen Bewegungen pro Minute. Diese Schwingungen übertragen sich auf eine spezielle Zahnpasta und bringen darin befindliche Bläschen zum Platzen. Ultraschallzahnbürsten arbeiten besonders schonend und eignen sich auch für empfindliches Zahnfleisch. Allerdings sind sie in der Anschaffung recht kostspielig: Die Preise beginnen bei etwa 100 Euro. Außerdem benötigen Sie eine Spezialzahncreme, für die vergleichsweise hohe Folgekosten entstehen. Es gibt nur wenige Modelle auf dem Markt, etwa von Megasonex und Emmi-dent.

Elektrische Zahnbürsten: Die richtigen Modelle für Kinder

Milchzähne brauchen besonders aufmerksame Pflege. Aber auch Kinder, die bereits die ersten bleibenden Zähne haben, sind mit einer speziellen Kinderzahnbürste oft besser beraten. Elektrische Zahnbürsten für Kinder haben einen kleineren Borstenkopf, um alle Stellen im Mundraum zu erreichen, die Borsten sind weicher, um das empfindliche Zahnfleisch nicht zu schädigen. Günstige Modelle für Kinder gibt es schon ab etwa zehn Euro. Hochwertige Modelle wie Braun Oral-B und Philips Sonicare for Kids (hier erhältlichPhilips Sonicare for Kids bei Amazon), die auch in Tests gut abschneiden, kosten zwischen 30 und 70 Euro.

Munddusche: Welche Vorteile bringt sie?

Neben sauberen Zähnen sind auch saubere Zahnzwischenräume wichtig, wenn die Zähne möglichst lange gesund bleiben sollen. Dafür kommt entweder die gute alte Zahnseide zum Einsatz – oder aber eine elektrische Munddusche. Diese soll zudem den durch die Zahnbürste gelösten Zahnbelag entfernen. Gründliches Putzen ist vor dem Einsatz der Munddusche unabdingbar. Die Kosten reichen von etwa 20 bis 70 Euro. In Tests überzeugen Modelle der Marken Philips, Panasonic und Braun Oral-B.

Welche Zahnbürste ist die richtige für Sie?

Wissenschaftliche Studien haben schon im Jahr 2005 gezeigt, dass eine elektrische Zahnbürste die Zähne gründlicher reinigt und der Neubildung von Plaque besser vorbeugt, als eine herkömmliche Handzahnbürste. Elektrische Zahnbürsten im Test schneiden deutlich besser ab als Zahnhygiene per Hand. Gleiches gilt für Schallzahnbürsten, die sich noch schneller bewegen. Mit integrierten Sensoren warnen moderne Elektrozahnbürsten zudem davor, wenn zu viel Druck auf das Zahnfleisch ausgeübt wird, und zeigen an, wie lange Sie Ihre Zähne putzen sollten. In der Anschaffung sind elektrische Zahnbürsten allerdings teurer – da die Borstenköpfe regelmäßig ausgetauscht werden müssen, entstehen zudem Folgekosten.

Für welche Zahnbürste Sie sich entscheiden, hängt vor allem von Ihrem persönlichen Pflegebedarf ab. Personen mit besonders empfindlichem Zahnfleisch sind mit Schallzahnbürsten oder sogar Ultraschallzahnbürsten gut beraten. Wer aufs Geld achtet und weniger empfindliches Zahnfleisch hat, erzielt auch mit einer oszillierenden elektrischen Zahnbürste gute Ergebnisse.

Richtig Zähneputzen: Was Sie beachten sollten

Zähne putzen ist doch ganz einfach, denken Sie, immerhin machen Sie es jeden Tag? Tatsächlich gibt es einige Tipps, die Sie für bei der täglichen Zahnpflege beachten sollten:

  • Egal, ob Sie eine elektrische oder eine Handzahnbürste benutzen: Tauschen Sie die Bürste beziehungsweise den Bürstenkopf alle sechs bis acht Wochen aus.
  • Warten Sie nach dem Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln wie Obst und Fruchtsäften etwas mit dem Zähneputzen, um den Zahnschmelz nicht zu beschädigen.
  • Ihre Zähne sollten Sie mindestens zwei Minuten lang und von allen Seiten putzen.
  • Achten Sie auf einen Borstenkopf mit abgerundeten Borsten und gewölbter Form. Diese passt sich besonders gut dem Zahn an.

Fazit: Die elektrische Zahnbürste bietet gegenüber der Handzahnbürste also einige Vorteile und gewährleistet eine gründliche Reinigung. Mit dem richtigen Modell und der richtigen Technik bleiben Zähne und Zahnfleisch dann auch lange gesund.

Ihre Meinung zu "Welche Arten von elektrischen Zahnbürsten gibt es und wie putzen sie?"

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *