Wäschetrockner kaufen: Infos über Modelle, Preise und Testsieger

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Die Wäsche mühevoll auf die Leine hängen und dann stundenlang warten, bis sie trocken ist? Vielen ist das mittlerweile zu viel Arbeit und sie entscheiden sich für einen Wäschetrockner. Die Geräte sind nicht nur praktisch und sparen Zeit, sondern haben auch weitere Vorteile: Die Wäsche ist nach dem automatischen Trockenvorgang bereits weich und flauschig, dadurch sparen Sie sich den Weichspüler. Außerdem werden im richtig befüllten Trockner Knitterfalten durch die Wärme vorgeglättet, was das Bügeln einfacher macht. Moderne Geräte verbrauchen zudem gar nicht so viel Energie und kommen ohne lästiges Abluftsystem aus, bei dem die feuchtigkeitsgeladene Luft nach außen geleitet wird. Möchten Sie einen Trockner kaufen, stehen Sie dennoch zunächst vor der Entscheidung, welches Gerät es sein soll. Wir helfen Ihnen bei der Auswahl.

Kondenstrockner: das praktische System

Foto: Siemens

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Wäschetrockner entziehen der Wäsche die Feuchtigkeit, nur so können sie funktionieren. Diese Feuchtigkeit muss auf irgendeine Art und Weise auch wieder aus der Maschine entweichen. Kondenstrockner arbeiten mit einem geschlossenen Kreislauf: Zunächst erwärmt das Gerät die Luft, da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte. Ist die Luft mit Feuchtigkeit gesättigt, leitet das Gerät sie in einen Wärmetauscher. Dort kühlt sie ab, das Wasser kondensiert und fließt in einen Behälter.

Der Vorteil: Sie müssen dank des geschlossenen Systems keinen Abluftschlauch nach draußen verlegen. Lediglich der Auffangbehälter muss nach dem Trockenvorgang geleert werden. Das macht diese Wäschetrockner ideal für geschlossene Räume ohne Fenster und für Räume, in denen kein Mauerdurchbruch möglich ist.

Einen kleinen Nachteil haben diese Geräte allerdings auch: Sie sind in der Anschaffung etwas teurer als Abluftgeräte. Die Preise starten bei etwa 230 Euro und reichen bis etwa 1.000 Euro. Der Energieverbrauch dieser Geräte ist ebenfalls vergleichsweise hoch, was hohe Verbrauchskosten mit sich bringt. In Tests schneiden Geräte der Marken AEG, Bosch, Bauknecht und Whirlpool „sehr gut“ bis  „gut“ ab (hier erfahren Sie mehr).

Wärmepumpentrockner: geringer Energieverbrauch

Foto: AEG

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Eine moderne und energiesparende Form der Kondensationstrockner sind Wärmepumpentrockner. Auch diese Geräte arbeiten mit dem Kondensationsverfahren, es ist also kein Schlauch und kein Mauerdurchbruch zum Abführen der feuchten Luft nötig. Trockner mit Wärmepumpe haben aber noch einen weiteren Vorteil: Auch die Wärmezuführung arbeitet in einem geschlossenen System. Die integrierte Wärmepumpe heizt mit ihrem warmen Teil die Luft auf, am kalten Ende der Wärmepumpe kondensiert diese wieder. Dieses System lässt kaum Wärme nach draußen entweichen. Wärmepumpentrockner haben dadurch einen enorm reduzierten Energiebedarf und sind günstiger im Unterhalt. Die etwas höheren Ausgaben für die Anschaffung machen sich auf diese Weise bezahlt. Die Preisspanne liegt zwischen etwa 350 und 1.200 Euro.

Die Stiftung Warentest hat im September 2014 Wärmepumpentrockner unter die Lupe genommen: Bester Wäschetrockner im Test war der  AEG T77684EIH (um 1.000 Euro, hier erhältlichAEG T77684EIH bei Amazon). Auch Geräte der Marke Bosch, Siemens und LG schnitten mit guten Ergebnissen ab.

In Ausgabe 9/2016 hat die Stiftung Warentest zahlreiche Kondenstrockner geprüft. Am besten schnitten die Modelle mit Wärmepumpe ab. Testsieger wurde der Grundig GTA 38267 G (etwa 850 Euro). Der Kondenstrockner A+++ trocknet gut und überzeugt zudem mit sehr guten Umwelteigenschaften sowie leiser Arbeitsweise. Die Stromkosten für eine vierköpfige Familie liegen nach zehn Jahren bei nur 249 Euro. Da rentieren sich die Mehrkosten bei der Anschaffung nach wenigen Jahren. Der Beko DH8534GXO trocknet (Note „Gut“, hier erhältlichBeko DH8534GXO bei Amazon) fast so gut wie der Testsieger und ist mit rund 500 Euro vergleichsweise preiswert. Allerdings trocknet das Gerät nicht gleichmäßig. Den vollständigen Testbericht lesen Sie hier.

Frontlader: unterbaufähiger Klassiker

Wie bei Waschmaschinen unterscheidet man auch bei Wäschetrocknern zwischen Topladern und Frontladern. Frontlader werden von vorne mit Wäsche beladen. Diese Geräte haben den großen Vorteil, dass sie unterbaufähig sind; so können Waschmaschine und Trockner auch übereinander gestellt werden und nehmen weniger Platz weg. Die Oberseite des Trockners können Sie außerdem als Ablagefläche nutzen. Breite und Höhe sind zudem standardisiert: Die Geräte sind 85 cm hoch und 60 cm breit. Frontlader-Trockner gibt es ab etwa 250 Euro aufwärts. Gute Frontlader gibt es zum Beispiel von Blomberg, Bosch, LG und Miele.

Toplader: die schmale Alternative

Im Gegensatz zum Frontlader werden Toplader von oben befüllt. Toplader sind schmaler als Trockner, die von vorne zu befüllen sind: Die Standardformate sind zwischen 80 und 91 cm hoch und 40 bis 46 cm breit. Durch ihre schmaleren Maße können Toplader auch in engen Nischen untergebracht werden, es passt jedoch auch weniger Wäsche hinein. Darüber hinaus sind sie nicht unterbaufähig. Da sie kein typisches Bullauge an der Front haben, lässt sich der Trockenvorgang zudem nicht beobachten. Toplader sind meist ein wenig kostspieliger, die Preise beginnen bei etwa 350 Euro. Die Marken Blomberg und Fargo stellen Wäschetrockner als Toplader her, die auch in Tests überzeugen.

Welcher Waschtrockner passt zu Ihnen?

Suchen Sie einen passenden und hochwertigen Trockner für Ihr Zuhause, achten Sie nicht nur auf den Anschaffungspreis. Entscheiden Sie sich für energiesparende Geräte, um auch die Folgekosten gering zu halten. Wer bei der Anschaffung sparen möchte, liegt mit einem Kondenstrockner richtig. Möchten Sie besonders energiebewusst trocknen, ist ein Trockner mit Wärmepumpe eine gute Wahl. Für schmale Nischen in Bad, Keller und Hauswirtschaftsraum empfiehlt sich ein Toplader. Wünschen Sie sich einen Trockner mit komfortabler Bedienung oder möchten das Gerät unterbauen, sollten Sie sich für ein Modell entscheiden, das von vorne zu befüllen ist. Achten Sie bei der Wahl Ihres Trockners zudem auf das Fassungsvermögen: Familien brauchen ein größeres Gerät als Singles.

Tipps zum Wäschetrocknen

Auch, wenn mit dem Waschtrockner alles ganz einfach zu sein scheint: Einige Tipps sollten Sie bei der Anwendung dennoch berücksichtigen. So dürfen zum Beispiel nicht alle Textilien in den Trockner.

  • Achten Sie auf das Trocknersymbol im Waschzettel – ein Kasten mit einem innenliegenden Kreis. Ist das Symbol durchgestrichen, darf das Kleidungsstück nicht in den Wäschetrockner.
  • Synthetische Materialien laden sich im Trockner schnell auf. Geben Sie beim Waschen etwas Weichspüler hinzu, um die elektrostatische Ladung zu vermeiden.
  • Wolle und Seide sollten Sie, wenn überhaupt, nur in Geräten mit ausgewiesenen Spezialprogrammen trocknen.
  • Baumwolle und Leinen kann bei heißen Trocknerprogrammen durchaus einlaufen. Kaufen Sie Textilien aus diesen Materialien daher im Zweifel eine Nummer größer.
  • Kunststoffe dürfen nicht in den Wäschetrockner. Das betrifft etwa Schulterpolster, die Gummibeschichtungen von Badematten oder die Schaumstoffeinlagen von BHs. Beim Trockenvorgang können diese Kunststoffe schmelzen und Textilien wie Gerät beschädigen.
  • Beachten Sie die maximale Füllmenge, damit die Wäsche beim Trockenvorgang nicht knittert.

Beachten Sie diese Tipps, haben Sie länger an Ihrer Wäsche und auch an Ihrem Trockner Freude. Wählen Sie ein sparsames Gerät, müssen Sie auch die Stromkosten nicht mehr von der Anwendung von Wäschetrocknern abhalten.

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