Mit diesen Türsicherungen schützen Sie sich wirksam gegen Einbrecher

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Mehr als 152.000 Einbrüche registrierte die Kriminalstatistik 2014. Die Diebe kommen meist tagsüber zwischen 17:00 und 21:00 Uhr – und verursachen dabei einen Schaden von rund 400 Millionen Euro. Die Opfer sind meist traumatisiert und leiden lange unter dem Verlust des Sicherheitsgefühls. Folglich sollten Sie vorbeugen und Ihr Haus oder Ihre Wohnung gegen Einbrecher schützen. Neben Alarmanlagen und sicheren Bauelementen gibt es verschiedene nachrüstbare Türsicherungen, z. B. Querriegelschlösser, Vertikalstangenschlösser, Kastenschlösser und Bandsicherungen. Welche dieser Türsicherungen empfehlenswert sind, zeigt ein Test der Stiftung Warentest (Ausgabe 2/2016). Zudem sagen wir Ihnen, wie Sie sich gegen Einbrecher schützen und wie Sie Haus und Wohnung mit Förderungen der KfW-Bank aufrüsten können.

3 von 15 Türsicherungen im Test sind „sehr gut“

Foto: ABUS | Panzerriegel PR2700

Foto: ABUS | Panzerriegel PR2700

Insgesamt 15 Türsicherungen hat die Stiftung Warentest auf den Prüfstand gestellt, darunter vier Querriegel-, drei Vertikalstangen- und vier Kastenzusatzschlösser sowie vier Bandsicherungen. Das Ergebnis: Drei Türsicherungen bestehen den Test mit der Note „Sehr gut“:

  • das Querriegelschloss ABUS PR2700 (ab 190 Euro, hier erhältlichABUS PR2700 bei Amazon),
  • die Bandsicherung IKON 9M08 (etwa 80 Euro) und
  • die Bandsicherung ABUS TAS 112 (ab 37 Euro, hier erhältlichABUS TAS 112 bei Amazon).

Alle drei Türsicherungen sind einfach zu montieren und halten Einbruchversuchen „sehr gut“ stand. Die tägliche Bedienung ist einfach. Während Querriegelschlösser wie das ABUS PR2700 das Schloss- und die Scharnierseite sichern, stabilisieren Bandsicherungen nur die Scharnierseite. Daher sollten diese an mehreren Stellen angebracht und mit Schwerlastdübeln im Mauerwerk verankert werden.

Die Ergebnisse der „sehr guten“ Türsicherungen im Überblick:

+ „sehr gute“ Einbruchhemmung
+ einfache Montage
+ einfache Handhabung
+ Deklaration (Infos zu Kaufentscheidung und Produkt)


3 Türsicherungen erhalten das Urteil „Gut“

Den 2. Platz teilen sich der econ Sicherheits-Balkenriegel SBR (etwa 400 Euro), der IKON Protectorriegel DRS 8447 (etwa 700 Euro) und das econ Stangenschloss VSBE für Geh-Flügel (etwa 600 Euro). Der econ-Riegel ohne Sperrbügel schützt „sehr gut“. Die Montage ist einfach, der Anleitung fehlen allerdings Hinweise zum nötigen Werkzeug und den Anforderungen an das nachzurüstende Türelement. Der Querriegel von IKON schützt „gut“, der Sperrbügel ist mit entsprechendem Werkzeug aber leicht zu knacken. Der Montageaufwand hält sich in Grenzen. Das econ-Stangenschloss schützt ebenfalls „sehr gut“ vor Einbrechern und ist einfach zu bedienen. Die Montage gelingt trotz unübersichtlicher Anleitung mühelos.

Die Ergebnisse der „guten“ Türsicherungen im Überblick:
econ Sicherheits-Balkenriegel SBR
+ „sehr gute“ Einbruchhemmung
+ einfache Montage
+ einfache Handhabung
Deklaration (keine Infos zu Kaufentscheidung)
der Montageanleitung fehlen Infos

IKON Protectorriegel DRS 8447
+ „gute“ Einbruchhemmung
+ Montageanleitung
+ einfache Handhabung
+ Deklaration (Infos zu Kaufentscheidung und Produkt)
keine ausreichenden Pflege- und Wartehinweise

econ Stangenschloss VSBE für Geh-Flügel
+ „sehr gute“ Einbruchhemmung
+ einfache Montag
+ einfache Handhabung
Deklaration (keine Infos zu Kaufentscheidung)
keine ausreichenden Pflege- und Wartehinweise
der Montageanleitung fehlen Infos


9 Türsicherungen schützen nicht vor Einbrüchen

Foto: Jürgen Fälchle | Fotolia

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Neun Türsicherungen fallen mit der Gesamtnote „Mangelhaft“ durch. Insbesondere die Kastenschlösser schützen nicht vor Einbrüchen: Die Produkte renommierter Hersteller wie ABUS halten zwar Belastungen und Werkzeug-Angriffen stand, der Schließzylinder lässt sich aber einfach herausziehen und die Türsicherung damit spielend leicht überwinden.

Auch die Bandsicherungen von Basi und Brundert, die im Türfalz angebracht werden, sind nicht stabil genug und lassen sich schnell aushebeln. Bei den „mangelhaften“ Vertikalstangenschlössern kritisiert Stiftung Warentest die schlechten Zylinder. Mehr Informationen zum Test lesen Sie in Heft 1/2016 und online unter test.de.


So schützen Sie sich außerdem gegen Einbrecher

Alle 2 Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Dementsprechend sollten Sie vorbeugen. Alte und beschädigte Fenster oder Türen bspw. wirken nahezu einladend für Einbrecher und sollten somit ausgetauscht werden – am besten gegen DIN EN 1627 oder DIN V ENV 1627 zertifizierte Modelle, die mindestens der Widerstandsklasse RC 2 entsprechen (hier erfahren Sie mehr). Diese wurden eingehend geprüft und halten einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher oder Keil stand. Möchten Sie Ihre Fenster und Türen nicht austauschen oder wollen Sie sich zusätzlich absichern, können Sie nachrüsten und

  • Fenster- sowie Balkontüren mit verschließbaren Griffen und Pilzkopfzapfen-Beschlägen versehen (mehr dazu hier),
  • ein Querriegel-, Stangen- oder Vertikalschloss an der Haustür anbringen,
  • Ihre Rollläden mit Hochschiebesicherungen ausstatten,
  • eine Alarmanlage installieren,
  • Bewegungsmelder mit Strahlern anbringen.

Tipp

Seit November 2015 erhalten Mieter und Hauseigentümer Zuschüsse für einbruchhemmende Maßnahmen. Die Zuschüsse betragen bis zu 1.500 Euro und können über die Förderprogramme „Altersgerecht Umbauen“ und „Energieeffizient Sanieren“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragt werden. Ferner können Sie die Handwerkerkosten gemäß § 35a (EStG ) steuerlich absetzen.

Grafik: KfW 2015

Grafik: KfW 2015

Beachten Sie auch diese 5 einfachen Tipps

  • Schließen Sie beim Verlassen des Hauses stets die Haustür ab.
  • Lassen Sie Fenster und Balkontüren bei Abwesenheit nicht auf Kipp stehen.
  • Schalten Sie den Strom an Außensteckdosen ab, damit Einbrecher keine Stromquelle haben,
  • Sorgen Sie bei längerer Abwesenheit dafür, dass jemand Ihren Briefkasten leert.
  • Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück.

So wirksam sind einbruchhemmende Elemente


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