Staubsauger-Roboter: Stiftung Warentest vergibt nur einmal das Urteil „Gut“

Foto: Vorwerk | Kobold VR200 Foto: Vorwerk | Kobold VR200

Wie schön wäre es doch, sich einfach zurückzulehnen und einen Roboter den Haushalt machen zu lassen. Zumindest das Staubsaugen können kleine Automaten bereits übernehmen. Doch reinigen sie auch wirklich zuverlässig? Genau das hat Stiftung Warentest in Ausgabe 2/2017 geprüft und sechs Staubsauger-Roboter im Vergleich gegenübergestellt. Das Ergebnis: Wer einen Saugroboter kaufen möchte, muss meist viel Geld investieren. Die Geräte sind oft wesentlich teurer als ein herkömmlicher Bodenstaubsauger, reinigen aber weniger gründlich. Nur der Saugroboter von Vorwerk erhält das Testurteil „Gut“.

Nur ein Saugroboter erhält das Testurteil „Gut“

Vorwerk punktet mit der besten Saugleistung

Foto: Vorwerk | Kobold VR200

Foto: Vorwerk | Kobold VR200

Von den sechs Staubsauger-Robotern im Test schneidet nur der Saugroboter von Vorwerk mit der Note „Gut“ ab. Der Vorwerk Kobold VR200 (etwa 725 Euro) zeigt die beste Saugleistung der Staubsauger-Roboter im Vergleich. Er kommt nah an Ecken und Kanten heran und arbeitet auf allen Böden zuverlässig. Am Display lassen sich Startzeiten für jeden Tag programmieren. Das Staubrückhaltevermögen ist jedoch nur mittelmäßig und die Reinigung des Geräts gestaltet sich etwas kompliziert.

Die Ergebnisse des Vorwerk Kobold VR200 im Überblick:
+ Reinigen
+ Navigation
+ Haltbarkeit
Handhabung
Umwelteigenschaften

Merkmale:
Leistung laut Anbieter: 70 Watt
Gewicht: 4,2 kg
lädt an Ladestation
Zeitprogrammierung möglich
Laufzeit Akku: 47 Minuten
Ladezeit Akku: 143 Minuten


Der iRobot Roomba empfiehlt sich für Haustierbesitzer

Foto: iRobot | Roomba 980

Foto: iRobot | Roomba 980

Der iRobot Roomba 980 (etwa 980 Euro) entfernt Fasern besser als alle anderen Saugroboter im Test. Das macht ihn vor allem für Haustierbesitzer interessant. Er lässt sich per App programmieren und bietet verschiedene Reinigungseinstellungen. Ist die Staubbox voll, informiert eine kleine Anzeige darüber. Der Roomba kommt jedoch nur schwer in Ecken und hält Staub nur mittelmäßig zurück. Daher reicht es insgesamt nur für das Urteil „Befriedigend“.

Die Ergebnisse des iRobot Roomba 980 im Überblick:
+ Navigation
+ Handhabung
+ Haltbarkeit
Reinigen
Umwelteigenschaften

Merkmale:
Leistung laut Anbieter: 33 Watt
Gewicht: 3,9 kg
lädt an Ladestation
Zeitprogrammierung möglich
Laufzeit Akku: 76 Minuten
Ladezeit Akku: 146 Minuten


Neato Botvac: Die preiswerte Alternative zum Saugroboter-Testsieger

Foto: Neato | Botvac D85

Foto: Neato | Botvac D85

Mit einem durchschnittlichen Preis von 495 Euro ist der Neato Botvac D85 die preiswertere Alternative zum Testsieger von Vorwerk. Im Handel sind jedoch nur noch Restbestände des Auslaufmodells zu haben. Der Saugroboter, der dem Vorwerk auch sehr ähnlich sieht, reinigt systematisch und lässt sich einfach programmieren. Vor allem auf Teppichboden ist die Saugleistung jedoch eher schwach, Staub hält der Roboter nicht gut zurück. Insgesamt vergibt Stiftung Warentest die Note „Befriedigend“.

Die Ergebnisse des Neato Botvac D85 im Überblick:
+ Navigation
+ Haltbarkeit
Reinigen
Handhabung
Umwelteigenschaften

Merkmale:
Leistung laut Anbieter: 36 Watt
Gewicht: 4,1 kg
lädt an Ladestation
Zeitprogrammierung möglich
Laufzeit Akku: 63 Minuten
Ladezeit Akku: 88 Minuten

Für den Samsung Powerbot VR20J9020UR/RG gibt es ebenfalls die Bewertung „Befriedigend“. Er entfernt Fasern gut und kehrt zuverlässig zur Ladestation zurück. Insgesamt reinigt er jedoch nur mäßig, darüber hinaus fehlt eine Seitenbürste für die Reinigung von Ecken und Kanten.


Zwei Staubsauger-Roboter erhalten die Note „Ausreichend“

Zweimal vergibt Stiftung Warentest das Urteil „Ausreichend“: Der iRobot Roomba 616 (etwa 360 Euro) ist der preiswerteste Staubsauger-Roboter im Vergleich und bietet eine gute Flächenabdeckung. Er lässt sich jedoch nicht programmieren und hält Staub eher schlecht zurück. Der Miele Scout RX1 Red (etwa 525 Euro) fällt im Test bei der Reinigungsleistung durch. Er ist zwar leise und navigiert strukturiert durch die Wohnung, reinigt Teppiche aber nur mangelhaft und kommt nicht in die Ecken. Außer dem Miele-Gerät sind alle Saugroboter im Test vergleichsweise laut.

Saugroboter kaufen und bedienen: Worauf Sie achten sollten

Wollen Sie sich im Haushalt helfen lassen und einen der kleinen Saugroboter kaufen, sollten Sie einige Dinge beachten. Auch die richtige Reinigung will gelernt sein.

  • Achten Sie auf eine möglichst lange Akkulaufzeit.
  • Bei niedrigem Akkustand sollte der Saugroboter automatisch zur Ladestation zurückfahren.
  • Praktisch sind Geräte, die sich auf verschiedene Startzeiten programmieren lassen und auch saugen, wenn Sie nicht zu Hause sind.
  • Den Staubbehälter sollten Sie nach jedem Reinigungslauf leeren, am besten direkt über dem Mülleimer.
  • Reinigen Sie auch die Hauptbürste und Seitenbürsten regelmäßig und befreien diese von Staub und Haaren.
  • Säubern Sie Sensoren mit einem Mikrofasertuch, damit der Saugroboter weiterhin seinen Weg finden kann.

Fazit: Als Ersatz für Bodenstaubsauger können Staubsauger-Roboter Stiftung Warentest nicht überzeugen (Heft 2/2017). Saugroboter können allerdings bei der täglichen Reinigung unterstützen.

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