Snowboard- und Skihelme für Erwachsene: Sechs Modelle sind empfehlenswert

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Foto: Casco | SP-6 Airwolf Foto: Casco | SP-6 Airwolf

Die Piste ruft! Um beim Ski- und Snowboarden schwere Kopfverletzungen zu vermeiden, sollten Sie nicht ohne Helm in den Schnee. Die Auswahl an Ski- und Snowboardhelmen ist groß. Wer einen neuen Skihelm kaufen möchte, steht jedoch vor der Frage, welches Modell tatsächlich sicher ist. Um das herauszufinden, hat Stiftung Warentest für Heft 12/2016 zehn Ski- und Snowboardhelme für Erwachsene ausführlich getestet. Alle Modelle im Test sind Halbschalenhelme für Freizeit-Skiläufer, welche die Ohren nur durch Polster schützen. Der Fokus liegt auf der Stoßdämpfung und der Durchstichfestigkeit. Das Ergebnis ist erfreulich: Sechs der getesteten Helme erhalten die Note „Gut“.

Sechs von zehn Ski- und Snowboardhelmen sind empfehlenswert

Der Testsieger Casco punktet mit hoher Stoßdämpfung

Foto: Casco | SP-6 Airwolf

Foto: Casco | SP-6 Airwolf

Der beste Snowboard- und Skihelm für Erwachsene kommt von Casco. Der Casco SP-6 Airwolf (etwa 200 Euro, hier erhältlichCasco SP-6 Airwolf bei Amazon) überzeugt mit hoher Stoßdämpfung und einem gut schließenden Riemensystem. Die Verarbeitung wirkt hochwertig. Die Lüftung lässt sich allerdings nicht schließen. Insgesamt erreicht der Testsieger die Note „Gut“.

Die Ergebnisse des Casco SP-6 Airwolf im Überblick:
+ Unfallschutz
+ Handhabung und Komfort
+ sehr geringe Schadstoffbelastung

Merkmale:
3 verschiedene Größen von 52 cm bis 61,5 cm Kopfumfang
Gewicht: 620 g
Steckverschluss-System
Lüftung nicht verschließbar


Der Uvex-Helm glänzt mit dem höchsten Komfort im Test

Foto: Uvex | p1us

Foto: Uvex | p1us

Der Ski- und Snowboardhelm Uvex p1us (ab 60 Euro, hier erhältlichUvex p1us bei Amazon) ist dem Test zufolge sehr bequem. Er bietet eine hohe Stoßdämpfung und einen guten Unfallschutz. Bei der Fahrt dämpft der recht leichte Helm allerdings die Umgebungsgeräusche. Das Modell ist in zwölf Farben erhältlich. Stiftung Warentest vergibt die Gesamtnote „Gut“.

Die Ergebnisse des Uvex p1us im Überblick:
+ Unfallschutz
+ Handhabung und Komfort
+ geringe Schadstoffbelastung

Merkmale:
3 verschiedene Größen von 52 cm bis 62 cm Kopfumfang
Gewicht: 480 g
Rastverschluss-System
Lüftung teilweise verschließbar


Der Giro-Skihelm passt auf viele Köpfe

Foto: Giro | Nine Mips

Foto: Giro | Nine Mips

Den Giro Nine Mips (ab 100 Euro, hier erhältlichGiro Nine Mips bei Amazon) gibt es in vier verschiedenen Größen – er passt bis zu einem Kopfumfang von 65 cm. Für das geringe Gewicht, die hohe Stoßdämpfung und die gute Verarbeitung gibt es die Note „Gut“. Ein Minuspunkt: Wird die Skibrille auf dem Helm abgesetzt, rutscht sie nach hinten.

Die Ergebnisse des Giro Nine Mips im Überblick:
+ Unfallschutz
+ Handhabung und Komfort
+ geringe Schadstoffbelastung

Merkmale:
4 verschiedene Größen von 51,5 cm bis 65 cm Kopfumfang
Gewicht: 450 g
Steckverschluss-System
Lüftung teilweise verschließbar


Der Skihelm von Atomic ist leicht und bequem

Foto: Atomic | Savor LF

Foto: Atomic | Savor LF

Als bequemer Snowboad- und Skihelm präsentiert sich der Atomic Savor LF (ab 40 Euro, hier erhältlichAtomic Savor LF bei Amazon). Der günstige Helm für Erwachsene fühlt sich auf dem Kopf leichter an als er ist. Er dämpft Umgebungsgeräusche nur wenig, lässt aber ein deutliches Fahrgeräusch vernehmen. Insgesamt gibt es für den Skihelm die Note „Gut“.

Die Ergebnisse des Atomic Savor LF im Überblick:
+ Unfallschutz
+ Handhabung und Komfort
+ geringe Schadstoffbelastung

Merkmale:
3 verschiedene Größen von 53 cm bis 62 cm Kopfumfang
Gewicht: 550 g
Steckverschluss-System
Lüftung nicht verschließbar


Der Head Varius hat eine individuelle Passform

Foto: Head | Varius

Foto: Head | Varius

Der Head Varius-Skihelm (ab 75 Euro, hier erhältlichHead Varius bei Amazon) bietet eine spezielle Passform, die sich nicht für jeden Kopf eignet. Im Test drückt er auf die Skibrille. Nicht alle Polster lassen sich wechseln. Dafür bietet er einen guten Unfallschutz und eine gute, teilweise verschließbare Belüftung. Gesamtnote „Gut“.

Die Ergebnisse des Head Varius im Überblick:
+ Unfallschutz
+ sehr geringe Schadstoffbelastung
Handhabung und Komfort

Merkmale:
3 verschiedene Größen von 52 cm bis 61 cm Kopfumfang
Gewicht: 490 g
Steckverschluss-System
Lüftung teilweise verschließbar


Der K2-Helm ist günstig und sicher

Foto: K2 | Phase Pro

Foto: K2 | Phase Pro

Mit einem Preis von 90 Euro ist der K2 Phase Pro (ab 50 Euro, hier erhältlichK2 Phase Pro bei Amazon) der preiswerteste Skihelm im Test. Hohe Durchstichfestigkeit und das große Sichtfeld überzeugen. Lautsprecher sind integriert. Die Belüftung des recht schweren Helms lässt sich jedoch nicht ganz einfach regulieren und der Polsterwechsel gestaltet sich kompliziert. Stiftung Warentest vergibt noch die Note „Gut“.

Die Ergebnisse des K2 Phase pro im Überblick:
+ Unfallschutz
+ sehr geringe Schadstoffbelastung
Handhabung und Komfort

Merkmale:
3 verschiedene Größen von 51,5 cm bis 62 cm Kopfumfang
Gewicht: 520 g
Steckverschluss-System
Lüftung teilweise verschließbar

Zwei Ski- und Snowboardhelme im Test sind „befriedigend“

Der Scott Symbol Mips (etwa 160 Euro) und der Alpina Grab 2.0 L.E. (etwa 120 Euro) schneiden mit dem Urteil „Befriedigend“ ab. Die Durchstichfestigkeit der Snowboard- und Skihelme für Erwachsene ist gut, doch bei beiden Modellen sind die Riemen und das Schloss nur wenig belastbar. Bequem sitzen beide Skihelme, beim Alpina lässt sich zudem die Lüftung vollständig schließen, bei Scott Symbol Mips nur teilweise.

Für den POC Fornix gibt es nur ein „Mangelhaft“

Für einen der Skihelme im Test gibt es das Urteil „Ausreichend“: Der Salomon Ranger2 (etwa 100 Euro) ist angenehm leicht, bietet aber keine zufriedenstellende Unfallsicherheit. Stoßdämpfung und Riemen-Belastbarkeit sind nur befriedigend, die Durchstichfestigkeit nur ausreichend. Immerhin verfügt der Helm über ein großes Sichtfeld und sitzt bequem. Einer der Ski- und Snowboardhelme im Test erreicht nur die Note „Mangelhaft“. Der POC Fornix (etwa 160 Euro) überzeugt zwar mit stabiler Verarbeitung und bequemem Sitz, er ist jedoch stark mit Schadstoffen belastet. Das führt zur Abwertung.

Skihelm kaufen: Worauf Sie achten sollten

Wenn Sie einen Skihelm oder Snowboardhelm kaufen möchten, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Kaufen Sie den Helm im Fachhandel und nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Anprobe.
  • Der Helm sitzt richtig, wenn er ohne zu drücken fest am Kopf anliegt.
  • Nehmen Sie auch die Skibrille zur Anprobe mit – nicht jeder Helm passt zu jeder Brille.
  • Nach einem Unfall sollten Sie den Skihelm sofort austauschen. Ansonsten ist nach fünf Jahren die Zeit für einen neuen Helm gekommen.

Fazit: Wollen Sie einen neuen Skihelm oder Snowboardhelm kaufen, bieten die Testergebnisse von Stiftung Warentest (Heft 12/2016) Orientierung. Auch ein befriedigender Helm kann guten Schutz bieten, wenn er perfekt sitzt.

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