Gegen den Schmerz: 10 Sensitiv-Zahnpasten im Test der Stiftung Warentest

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Heißer Kaffee, kaltes Eis, ein gut gekühlter Softdrink: Für viele Menschen ist das kein Genuss, sondern bringt ihre Zähne zum Schmerzen. Mediziner schätzen, dass jeder Vierte unter schmerzempfindlichen Zähnen leidet. Der Grund sind häufig freiliegende Zahnhälse, die nicht vom harten Zahnschmelz ummantelt sind. Auch schadhafter Zahnschmelz kann zu Schmerzen führen. Sensitiv-Zahncremes sollen empfindliche Zähne durch niedrigen Abrieb und spezielle Inhaltsstoffe schützen. Kaliumverbindungen verhindern die Reizübertragung durch die Zahnnerven, Strontiumsalze, Arginin und Kalziumcarbonat verschließen freiliegende Kanälchen. Wer Sensitiv-Zahnpasten kaufen will, kann zwischen günstigen und recht kostspieligen Produkten wählen. Wie gut sie wirklich sind, müssen zehn Sensitiv-Zahnpasten im Test der Stiftung Warentest beweisen. Dabei überzeugen auch günstige Zahncremes.

Sensitiv-Zahnpasta im Vergleich: 6 Testkandidaten überzeugen

Die günstige Lidl Zahnpasta sensitiv wird zum Testsieger

Gute Sensitiv-Zahncreme muss nicht teuer sein, das beweist die Lidl Dentalux Complex 5 Sensitive plus (0,65 Euro). Sie bietet eine sehr gute Kariesprophylaxe dank Fluorid. Die Deklaration ist informativ und zeigt, welche Inhaltsstoffe gegen Zahnprobleme wirken. Wie alle Sensitiv-Zahnpasten im Test der Stiftung Warentest schwächelt jedoch auch die Lidl Zahnpasta sensitiv bei der Entfernung von Verfärbungen. Insgesamt gibt es die Note „Gut“.

Die Ergebnisse der Lidl-Zahnpasta im Überblick:
+ Kariesprophylaxe durch Fluorid
+ Verpackung
+ Deklaration und Werbeaussagen
Entfernung von Verfärbungen

Merkmale:
niedriger Abrieb
enthält 1.390 ppm Natriumfluorid
enthält Zink

La Ligne Dent schützt sehr gut vor Karies

Ebenso wie der Testsieger schützt auch die La Ligne Dent Sensitive Zahncreme (0,65 Euro) sehr gut vor Karies. Verpackung und Deklaration beurteilt Stiftung Warentest als gut, Verfärbungen entfernt die Sensitiv-Zahncreme jedoch nur befriedigend. Dafür gibt es das Gesamturteil „Gut“.

Die Ergebnisse der La Ligne Dent Sensitive im Überblick:
+ Kariesprophylaxe durch Fluorid
+ Verpackung
+ Deklaration und Werbeaussagen
Entfernung von Verfärbungen

Merkmale:
niedriger Abrieb
enthält 1.370 ppm Natriumfluorid


Auch ALDI Nord bietet eine gute und günstige Sensitiv-Zahncreme

Die ALDI Nord Eurodent Soft & Sensitive Zahnpasta (0,65 Euro) erhält ebenfalls die Note „Gut“ – dank sehr gutem Schutz vor Karies sowie guter Verpackung und Deklaration. Verfärbungen entfernt die Zahnpasta mit niedrigem Abrieb allerdings nur ausreichend.

Die Ergebnisse der ALDI-Zahncreme im Überblick:
+ Kariesprophylaxe durch Fluorid
+ Verpackung
+ Deklaration und Werbeaussagen
Entfernung von Verfärbungen

Merkmale:
niedriger Abrieb
enthält 1.400 ppm Natriumfluorid


Elmex schützt schmerzempfindliche Zähne

Foto: Elmex | Sensitive Professional

Foto: Elmex | Sensitive Professional

Mit einem mittleren Preis von 3,60 Euro gehört die Elmex Sensitive Professional zu den teureren Sensitiv-Zahnpasten im Test der Stiftung Warentest. Sehr guter Schutz vor Karies und eine stimmige Deklaration überzeugen die Tester. Auch diese Sensitiv-Zahncreme schwächelt beim Entfernen von Verfärbungen.

Die Ergebnisse der Elmex Sensitive Professional im Überblick:
+ Kariesprophylaxe durch Fluorid
+ Verpackung
+ Deklaration und Werbeaussagen
Entfernung von Verfärbungen

Merkmale:
niedriger Abrieb
enthält 1.440 ppm Natriummonofluorphosphat


Die Rossmann-Zahnpasta schont mit niedrigem Abrieb

Die Rossmann Perlodent med Sensitiv (0,65 Euro) fiel im letzten Test der Stiftung Warentest (2013) noch mit einem höheren Abrieb auf. Jetzt schont sie schmerzempfindliche Zähne mit niedrigem Abrieb und bietet sehr guten Schutz vor Karies. Dafür gibt es die Note „Gut“.

Die Ergebnisse der Rossmann-Zahncreme im Überblick:
+ Kariesprophylaxe durch Fluorid
+ Verpackung
+ Deklaration und Werbeaussagen
Entfernung von Verfärbungen

Merkmale:
niedriger Abrieb
enthält 1.400 ppm Natriumfluorid
enthält Zink


Sensodyne Multicare Original bewährt sich ebenfalls

Foto: Sensodyne

Foto: Sensodyne

Einen guten Schutz für schmerzempfindliche Zähne mit überzeugender Kariesprophylaxe bietet auch die Sensodyne Multicare Original (2,80 Euro). Einen leichten Punktabzug gibt es für nicht ganz stimmige Deklaration und Werbeaussagen. Insgesamt reicht es aber noch für die Note „Gut“.

Die Ergebnisse der Sensodyne Multicare Original im Überblick:
+ Kariesprophylaxe durch Fluorid
+ Verpackung
Deklaration und Werbeaussagen
Entfernung von Verfärbungen

Merkmale:
niedriger Abrieb
enthält 1.380 ppm Natriumfluorid
enthält Zink


Die teure Logodent Zahn Creme Sensitiv erreicht nur ein „Mangelhaft“

Die Zendium Sensitive Zahncreme (4,30 Euro) bietet einen sehr guten Schutz vor Karies, weist aber einen mittleren Abrieb auf – nicht schonend genug für schmerzempfindliche Zähne. Daher vergibt Stiftung Warentest das Urteil „Befriedigend“. Die Aminomed Medizinische Kamillenblüten-Zahncreme (2,15 Euro) bietet einen guten Kariesschutz, gibt aber nicht an, welche Substanzen die Schmerzempfindlichkeit reduzieren sollen. Die Wirkstoffangabe fehlt auch bei der Elina Med Aloe Vera Zahncreme (0,55 Euro), die zudem zu wenig Flourid enthält. Beide Sensitiv-Zahncremes erhalten die Note „Ausreichend“. Die Logodent Zahn Creme Sensitiv ist mit einem Preis von 4,95 Euro die teuerste Sensitiv-Zahnpasta im Vergleich, enthält aber überhaupt kein Fluorid. Aus diesem Grund gibt es die Note „Mangelhaft“.


5 Tipps für gesunde Zähne

  • Um vor Karies zu schützen, sollten Zahncremes ausreichend Fluorid enthalten. Der zulässige Höchstwert laut Kosmetikverordnung liegt bei 1.500 Milligramm.
  • Für viele Menschen reicht eine Universalzahnpasta. Wer freiliegende Zahnhälse oder schadhaften Zahnschmelz hat, sollte allerdings zu einer Zahncreme mit niedrigem Abrieb greifen.
  • Zu starker Druck beim Zähneputzen kann den Zahnschmelz und das Zahnfleisch schädigen. Daher nur mit mäßigem Druck putzen.
  • Zahncremes mit niedrigem Abrieb entfernen Verfärbungen nur unzureichend. Da hilft es, gelegentlich eine Universalzahnpasta mit höherem Abrieb zu verwenden.
  • Zweimal im Jahr sollte der Zahnarzt eine professionelle Zahnreinigung vornehmen.

Fazit: Wer gute Sensitiv-Zahnpasten kaufen möchte, muss dafür nicht viel Geld ausgeben. Auch Discount-Produkte und Drogerie-Eigenmarken schneiden im Test der Stiftung Warentest (Heft 4/2017) gut ab.

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