Rauchfrei ins neue Jahr: Infos und Tipps zur Rauchentwöhnung

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Nach Angaben des „Tabakatlas Deutschland 2015“ sterben jährlich 121.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens. Das sind 13,5 Prozent aller Todesfälle. Trotzdem fällt es vielen Rauchern schwer, sich von den Zigaretten loszusagen. Warum eigentlich? Weil sie Angst vor den Entzugserscheinungen haben. Diese Angst ist aber unbegründet: Zum einen ist das Rauchverlangen bereits nach einem halben Jahr nicht mehr relevant. Zum anderen macht der Verzicht auf die Glimmstengel zufriedener. Also, zögern Sie nicht, den Schritt zu wagen!

So schnell erholt sich Ihr Körper nach dem Rauchstopp

  • Nach 20 Minuten sinken Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur auf die gleichen Werte wie bei Nichtrauchern.
  • Nach 8 bis 12 Stunden hat sich das giftige Kohlenmonoxid in der Blutbahn verflüchtigt.
  • Nach 24 Stunden geht das Risiko für einen Herzinfarkt leicht zurück.
  • Nach 48 Stunden setzt die Regeneration der Nervenenden ein. Dadurch können Sie besser riechen und schmecken.
  • Nach 3 Monaten stabilisiert sich der Kreislauf und die körperliche Belastbarkeit nimmt zu.

Im Laufe der Jahre minimiert sich das Risiko, an Krebs zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Nach 10 Jahren nähert sich das Krebsrisiko dem eines Nichtrauchers. Etwa 15 Jahre nach dem Rauchstopp ist das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen genauso hoch wie bei Nichtrauchern.

Die 4 A-Tipps zur Rauchentwöhnung

Dass während der Rauchentwöhnung das Verlangen nach einer Zigarette aufkommt, ist völlig normal. Gehen Sie aktiv mit der Situation um:

A wie Aufschieben: Sie verspüren den Drang nach einer Zigarette? Dann atmen Sie mehrmals tief ein und aus. Das Verlangen wird mit der Zeit schwächer und ist bald gar nicht mehr zu spüren.

A wie Ausweichen: In den ersten Tagen und Wochen sollten Sie Situationen meiden, die Sie zu einem Rückfall verleiten könnten, etwa eine Mittagspause mit Kollegen, die nach dem Essen rauchen.

A wie Abhauen: In stressigen Zeiten wird vermehrt zur Zigarette gegriffen. Entwickeln Sie also Strategien im Umgang mit Stress, zum Beispiel mit der progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen. Alternativ verlassen Sie die stressige Situation, bis Sie sich besser fühlen und das Verlangen nachlässt.

A wie Ablenken: Ersetzen Sie das Rauchen durch andere Tätigkeiten wie Sport.

Gut zu wissen

Nikotinhaltige Kaugummis und Nikotinpflaster verlängern lediglich die chemisch bedingte Abhängigkeit, welche wiederum die psychische Abhängigkeit verlängert. Die Entzugserscheinungen sind aber nichts weiter als ein Verlangen nach Gift und werden bald verschwunden sein.

„Endlich Nichtraucher“ von Allen Carr: Erfahrungen und Tipps

Foto: Goldmann Verlag

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Wirklich hilfreich bei der Rauchentwöhnung ist das Buch „Endlich Nichtraucher – Der einfache Weg, mit dem Rauchen Schluß zu machen“ von Allen Carr. In dem Buch werden nicht nur die Nachteile des Rauchens aufgeführt. Es wird auch erklärt, warum das Aufhören so schwierig ist, welche Fallen es gibt und wann der richtige Zeitpunkt ist. Auf das Thema Entzugserscheinungen und Gewichtszunahme wird in dem Buch ebenfalls eingegangen.

Warum sollte ein Buch bei der Rauchentwöhnung helfen? Die Antwort ist ganz einfach: Zunächst einmal werden Sie beim Lesen nicht dem Druck ausgesetzt: „Du darfst ab heute nicht mehr rauchen!“ Das Buch führt einen langsam an den Tag X heran, und schafft es so, einem die Angst davor zu nehmen. Schließlich bedeutet ein Rauchstopp nicht, auf etwas verzichten zu müssen, sondern sich von etwas zu befreien. Dessen muss man sich aber erst einmal bewusst werden. Dieses wird immer wieder unverblümt aufgezeigt und verankert sich dadurch im Unterbewusstsein. Irgendwann freut man sich regelrecht auf den besagten Tag X.

Weitere nützliche Infos und Tipps zum Rauchstopp lesen Sie auf dieser Seite.

Checkliste zur Rauchentwöhnung:

  • Legen Sie ein feierliches Gelübde ab, dass Sie nie wieder rauchen werden.
  • Denken Sie daran: Sie geben nichts auf, sondern gewinnen etwas dazu.
  • Millionen andere Ex-Raucher sind der Sucht auch entkommen.
  • Immer wieder die Vor- und Nachteile des Rauchens abwägen.
  • Wenn Sie ans Rauchen denken, dann: „Juhu, ich bin ein Nichtraucher!“
  • Ersatzprodukte verlängern nur den Prozess des Nichtrauchens.
  • Warten Sie nicht auf die Erleuchtung, sondern genießen Sie die Höhepunkte.

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