So bestimmen Sie Ihren Hauttyp und vermeiden Sie Sonnenbrand

Foto: BillionPhotos.com | Fotolia Foto: BillionPhotos.com | Fotolia

Egal, ob im Urlaub oder zu Hause: Wenn die Sonne vom Himmel lacht, zieht es viele Menschen nur noch ins Freie. So schön sonnige Tage auch sind, die Sonneneinstrahlung ist nicht ganz ungefährlich. Wer sich ungeschützt in der Sonne aufhält, riskiert unangenehmen Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und im schlimmsten Fall sogar Hautkrebs. Ein guter Sonnenschutz mit einem ausreichenden Lichtschutzfaktor ist daher Pflicht, nicht nur in südlichen Ländern. Wie unterscheiden sich die einzelnen Sonnenschutzmittel? Für wen eignet sich Sonnencreme? Und wer braucht Sunblocker? Mit welchen Mitteln können Sie sich außerdem vor der Sonne schützen? Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen rund um das Thema Sonnenschutz.

Welche Sonnenschutzmittel gibt es?

Sonnencreme und Sonnenmilch

Sonnencreme ist der Klassiker unter den Sonnenschutzmitteln, auch als Sonnenmilch bezeichnet. Sie lässt sich besonders dick auftragen und bietet daher einen guten Schutz – der umso höher ist, je höher der Lichtschutzfaktor ausfällt. Ihre Schutzwirkung erreichen Sonnenschutzmittel durch einen speziellen Filter. Es gibt zwei verschiedene Arten:

  • Organische Filter dringen unter die Oberfläche der Haut, nehmen UV-Strahlung auf und wandeln diese in Wärme um. Organische Filter sind chemische Filter, empfindliche Menschen können auf diese allergisch reagieren.
  • Mineralische Filter arbeiten mit Mikropigmenten, die nicht in die Haut eindringen, sondern das Sonnenlicht reflektieren. Verwendung finden etwa Titandioxid, Zinkoxid oder Magnesiumoxid.

Der Preis sagt nichts über die Qualität der Sonnenmilch aus. Auch günstige Sonnencremes aus dem Drogeriemarkt bieten zuverlässigen Schutz. Achten Sie beim Kauf auf den Lichtschutzfaktor und die verwendeten Filter. Im Handel haben Sie die Auswahl zwischen gängigen Marken wie NIVEA, Garnier oder Ladival. Marken wie nubis med und Eco bieten Sonnenschutzcreme ohne Zusätze für empfindliche Haut, Allergiker und Kinder an.

Sonnenlotion und Sonnenspray

Sonnenlotion ist etwas leichter und weniger fettig als herkömmliche Sonnencremes. Sie zieht schneller in die Haut ein und hinterlässt keinen Film. Sonnenspray unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung nicht von Sonnencreme, sondern kommt lediglich in einer anderen Darreichungsform daher. Sonnenspray wird, wie der Name schon andeutet, auf die Haut gesprüht und soll daher besonders leicht aufzutragen sein. Sonnenlotion und Spray gibt es ebenfalls von vielen verschiedenen Marken wie NIVEA und Garnier, auch als Naturkosmetik zum Beispiel von Lavera.

Achtung! Vermeiden Sie es, unter Druck stehende Sprühflaschen der direkten Sonne auszusetzen. Durch die Hitzeeinwirkung können die Sprühflaschen explodieren.

Sunblocker

Als Sunblocker werden Sonnenschutzmittel mit einem besonders hohen Lichtschutzfaktor (ab LSF 40) bezeichnet. Sunblocker sind in der Regel wasserfest und eignen sich daher für Sportler und Wassersportler, aber beispielsweise auch für Skifahrer, die sich in den verschneiten Bergen starker und reflektierter Sonnenstrahlung aussetzen.

Tipp der Redaktion

Welche Sonnenschutzmittel sind die besten? Hier finden Sie Testberichte über Sonnenschutzmittel, darunter auch zertifizierte Naturkosmetik.

Welcher Hauttyp braucht welchen Sonnenschutzfaktor?

Foto: olga pink | Fotolia

Foto: olga pink | Fotolia

Um den richtigen Sonnenschutz auszuwählen, sollten Sie Ihren Hauttyp kennen. Nach dem Hauttyp richtet sich auch die Eigenschutzzeit Ihrer Haut, also die Zeit, die Sie theoretisch ohne zusätzlichen Schutz in der Sonne verbringen können. Bei sehr hellhäutigen Menschen beträgt diese Zeit maximal zehn Minuten. Sonnenempfindliche, helle Haut hat einen Eigenschutz von 20 Minuten, hellbraune Haut von 30 Minuten. Südländische, dunkelbraune Haut weist einen noch längeren Eigenschutz auf. Kinder sollten maximal zehn Minuten ohne Schutz in der Sonne bleiben.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) der Sonnencremes verlängert den Zeitraum, für den Sie sich in der Sonne aufhalten dürfen. Hat Ihre Haut beispielsweise eine Eigenschutzzeit von zehn Minuten und Sie nutzen Lichtschutzfaktor 30, dürfen Sie 300 Minuten in der Sonne bleiben. Anhand Ihres Hauttyps können Sie nun den richtigen LSF auswählen:

  • sehr helle Haut: LSF 30 bis 50+
  • helle Haut: LSF 20 bis 50
  • hellbraune Haut: LSF 15 bis 30
  • dunkler Hauttyp: LSF 10 bis 15

Cremen Sie sich gut 20 bis 30 Minuten vor dem geplanten Sonnenbad ein. Tragen Sie den Sonnenschutz dabei großzügig auf und lassen Sie keine Hautpartien aus. Cremen Sie außerdem häufiger nach; der schützende Film auf der Hat nutzt sich nämlich auch dann ab, wenn Sie nicht baden gehen. Auf dieser Seite können Sie Ihren Hauttyp bestimmen und finden weitere Tipps für richtiges Verhalten bei Sonnenschein.

Tipp der Redaktion

Empfindliche Kinderhaut muss besonders gut geschützt werden, da die hauteigenen Schutzmechanismen noch nicht ausgereift sind. Neben Shirt, Hose, Hut und Sonnenschirm empfiehlt sich die Verwendung spezieller Sonnenschutzmittel für Kinder. Welche Produkte im Test überzeugen, lesen Sie hier.

Wie entsteht Sonnenbrand?

Foto: BillionPhotos.com | Fotolia

Foto: BillionPhotos.com | Fotolia

Das Licht der Sonne setzt sich aus Strahlung in unterschiedlichen Wellenlängen zusammen. Für die menschliche Haut gefährlich werden können die sogenannten UV-Strahlen, ultraviolette Strahlen, die vom menschlichen Auge nicht wahrgenommen werden. UV-Strahlen werden noch einmal in UV-A und UV-B-Strahlen unterteilt. UV-A Strahlen sorgen für kurzfristige Bräune, setzen aber auch freie Radikale frei und lassen die Haut altern. Durch UV-B Strahlen bildet sich in den Hautzellen Melanin, die Haut wird braun. UV-B Strahlen sind allerdings stark sonnenbranderzeugend und können Hautveränderungen bis hin zum Krebs hervorrufen.

Treffen UV-Strahlen auf ungeschützte Haut, sorgen sie dort für Entzündungen, Botenstoffe wie Histamin werden freigesetzt. Die Gefäße erweitern sich, was zu den typischen Symptomen des Sonnenbrandes führt:

  • rote Haut
  • höhere Durchblutung, entsprechend erwärmte Haut
  • Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus, es bilden sich Blasen

Diese äußerlichen Symptome sind unangenehm, aber noch längst nicht die gefährlichsten: Werden die pigmentbildenden Zellen der äußeren Hautschicht gereizt, geben sie Farbe ab. Dadurch entstehen zunächst harmlose dunkle Pigmentflecken. Diese Zellen können nun aber auch mutieren: Verändert sich das Erbmaterial der Hornhautzellen, kann weißer Hautkrebs entstehen. Mutieren die pigmentbildenden Zellen, besteht die Gefahr des schwarzen Hautkrebses. Darüber hinaus lassen UV-Strahlen die Haut altern. Zu häufiger und ungeschützter Aufenthalt in der Sonne führt daher zu unschönen Falten.

So vermeiden Sie Sonnenbrand

Da Sonnenbrand sehr gefährlich werden kann, sollten Sie ihn gar nicht erst entstehen lassen. Vorbeugen können Sie nicht nur mit der richtigen Sonnenschutzcreme, sondern auch durch einige andere Maßnahmen:

Liegen Sie entspannt am Strand oder im Garten, sollten Sie auf Sonnenschirm oder Sonnensegel nicht verzichten. Schaffen Sie sich mit diesen Hilfsmitteln ein schattiges Plätzchen. Braun werden Sie auch unter dem Sonnensegel – aber wesentlich schonender.

Mittags steht die Sonne am höchsten und erreicht ihre volle Kraft. Vermeiden Sie daher die Mittagshitze und sonnen Sie sich lieber am Morgen und am Abend. Verzichten Sie aber auch dann nicht auf einen zuverlässigen Sonnenschutz.

Lange, blickdichte Kleidung schützt vor Sonnenstrahlen – allerdings nur bedingt: Viele Kleidungsstücke lassen noch einen Teil der UV-Strahlen durch. Planen Sie einen längeren Aufenthalt in der Sonne, cremen Sie sich daher auch unter Ihrer Kleidung mit Sonnenschutzmitteln ein. Sehr hellhäutige Menschen können sich auch nach spezieller UV-Schutzkleidung umsehen.

Denken Sie auch an Ihren Kopf! Bei längeren Aufenthalten in der Sonne ist eine Kopfbedeckung Pflicht. Alternativ können Sie Kopfhaut und Nacken auch mit einem Sonnenschirm vor den UV-Strahlen schützen.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Jetzt ist es doch passiert, die Haut ist nach dem Sonnenbad rot, brennt und pellt sich. Die erste Maßnahme: kühlen. Feuchte Umschläge bringen Linderung, ebenso kann ein kühlendes Sonnengel aufgetragen werden oder eine After-Sun-Lotion. Von Hausmitteln wie Quark raten Hautärzte ab, da diese Bakterien in die Haut eindringen lassen können. Ist die Haut stark verbrannt, bilden sich etwa nässende Blasen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Die richtige Pflege nach dem Sonnenbad

Selbst, wenn Sie gute Sonnenschutzmittel verwenden: Der Aufenthalt in der Sonne stresst die Haut, zudem verliert sie Feuchtigkeit, die Sie ihr nun wieder zuführen müssen.

  • Dabei hilft zum Beispiel ein Sonnengel mit Aloe Vera (hier erhältlichSonnengel mit Aloe Vera bei Amazon), das die Haut gleichzeitig kühlt.
  • After-Sun-Lotion (hier erhältlichAfter-Sun-Lotion bei Amazon) ist ebenfalls genau auf die Haut nach dem Sonnenbad abgestimmt, liefert wertvolle Feuchtigkeit und soll außerdem der Hautalterung vorbeugen. Wählen Sie am besten eine Pflege ohne Parfümzusätze und andere Zusatzstoffe.
  • Trinken Sie viel. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um den Flüssigkeitsverlust an heißen Tagen auszugleichen.

Fazit: Egal, welcher Hauttyp Sie sind: Auf hochwertige Sonnenschutzmittel sollten Sie nicht verzichten, weder im Urlaub noch beim Sonnenbad im heimischen Garten. Schützen Sie Ihre Haut, wird der Aufenthalt in der Sonne zum Vergnügen ohne Reue.

Ihre Meinung zu "So bestimmen Sie Ihren Hauttyp und vermeiden Sie Sonnenbrand"

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *