Fitnessgeräte für zu Hause: Hersteller, Preise, gute Modelle und Tipps

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Mehr Sport machen: Das ist einer der häufigsten Vorsätze zum neuen Jahr. Mit mehr Bewegung möchten Sie Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun, überflüssige Pfunde verlieren oder einfach fitter und beweglicher werden? Da sind Sie in guter Gesellschaft. Allerdings fühlt sich nicht jeder Mensch im Fitnessstudio oder im Mannschaftssport wohl. Fitnessgeräte für zu Hause versprechen, die Lösung zu sein. Stellen Sie sich einfach auf den Crosstrainer oder das Laufband, wann immer Ihnen danach ist. Doch welche der Geräte sind wirklich gut? Welche eignen sich zum Abnehmen, welche zum Muskelaufbau? Und was sollten Sie beim Kauf beachten? Die Antworten lesen Sie hier.

Welche Fitnessgeräte für zu Hause gibt es?

Crosstrainer sind beliebte Trainingsgeräte für zu Hause. Sie trainieren Ihre Arm- und Beinmuskulatur und absolvieren ein effektives Ausdauertraining bei hohem Kalorienverbrauch. Crosstrainer schonen zudem die Gelenke. Die Geräte sind allerdings vergleichsweise groß und in kleineren Wohnungen schwer unterzubringen. Außerdem sind sie kostspielig. Für gute Geräte von Herstellern wie Kettler oder Finnlo zahlen Sie zwischen 400 und 1.500 Euro.

Eine Unterart der Crosstrainer sind die Ellipsentrainer. Sie bewegen Ihre Beine in Ellipsenform, dadurch trainieren Sie noch effektiver alle Muskelgruppen an Beinen und Po. Günstige Geräte von Christopeit gibt es schon ab 200 Euro.

Laufbänder für zu Hause sind die Klassiker unter den Heimtrainingsgeräten. Mit einem Laufband können Sie unabhängig vom Wetter joggen. Sie trainieren damit vor allem Beine und Po, der Trainingseffekt wirkt sich aber auch auf den restlichen Körper aus. Ein Vorteil ist der hohe Kalorienverbrauch. Wählen Sie Geräte mit guter Dämpfung, diese sind gelenkschonender. Laufbänder kosten je nach Ausstattung und Hersteller zwischen 200 und 2.200 Euro.

Foto: Kettler | Mini-Stepper mit Computer

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Ein Stepper simuliert das Treppensteigen. Einfache Modelle trainieren nur die Beinmuskulatur und den Po, andere Geräte bringen elastische Bänder für die Armmuskulatur mit. Stepper gibt es bereits sehr günstig. Das Training kann schnell auf die Gelenke, insbesondere auf die Knie, gehen und ist daher vor allem für gesunde, jüngere Menschen mit höchstens moderatem Übergewicht geeignet. Für einen guten Mini-Stepper sollten Sie etwa 50 Euro einplanen, für die große Variante mindestens 150 Euro.

Das an ein Fahrrad erinnernde Ergometer ist der klassische Heimtrainer, auch Hometrainer genannt. Der Heimtrainer ist vor allem für das Training von Oberschenkeln und Po gedacht. Sie können ein effektives Ausdauertraining mit gutem Kalorienverbrauch absolvieren, der Ergometer schont zudem die Gelenke, braucht aber viel Platz. Die Preise für ein Fahrradergometer bewegen sich zwischen 200 und 1.000 Euro.

Rudergeräte für zu Hause trainieren den gesamten Körper, inklusive der Rückenmuskulatur. Ein Rudergerät eignet sich sowohl zum Ausdauertraining als auch zum Muskelaufbau. Der Kalorienverbrauch ist sehr hoch. Damit ist das Rudergerät optimal für alle, die abnehmen wollen. Allerdings müssen Sie auf eine korrekte Haltung achten, um den Rücken nicht falsch zu belasten. Für ein gutes Rudergerät zahlen Sie zwischen 500 und 1.600 Euro.

Bauchtrainer dienen, wie der Name schon sagt, zum Aufbau der Bauchmuskulatur, für andere Muskelgruppen sind sie nicht geeignet. Bei falscher Haltung belastet das Training zudem den Rücken. Dafür zeigt richtiges Training schnell Erfolge und die Geräte sind sehr platzsparend. Je nach Modell und Ausführung werden für einen Bauchtrainer zwischen 20 und 260 Euro fällig.

Ein Vibrationstrainer soll durch vibrierende Bewegungen Fettpolster zum Schmelzen bringen und Muskeln am gesamten Körper aufbauen, ohne dass Sie sich dafür zu sehr anstrengen müssen. Der Effekt der Vibrationstrainer ist in Wissenschaft und Sportmedizin allerdings umstritten. Die Preisspanne reicht hier von 200 bis 2.000 Euro.

Welches Modell ist das richtige für Sie?

Wünschen Sie sich ein möglichst effektives Ganzkörpertraining, wollen Ausdauertraining und Muskelaufbau miteinander verbinden und Ihre Gelenke schonen, sollten Sie sich für einen Crosstrainer bzw. Ellipsentrainer entscheiden. Die Geräte eignen sich auch für Anfänger, Menschen mit Gelenkproblemen und Senioren. Auch für Menschen mit hohem Übergewicht sind diese Sportgeräte ideal, genauso wie der klassische Hometrainer. Ohne viel Übung können Sie gleich loslegen. Sie brauchen allerdings Platz und müssen mit Anschaffungskosten ab 1.000 Euro rechnen.

Geübtere Sportler, die sich schnelle Effekte erhoffen, greifen zum Rudergerät. Wer einzelne „Problemzonen“ trainieren möchte, entscheidet sich ganz nach Bedarf für den Bauchtrainer oder Stepper; die Geräte sind platzsparend und günstig. Ein Laufband für zu Hause ist eher als Ergänzung zum Training im Freien zu sehen und weniger für Menschen mit hohem Übergewicht und Gelenkproblemen geeignet.

Welche Fitnessgeräte sind empfehlenswert?

Das ETM Testmagazin hat in Ausgabe 2/2016 neun Mini-Stepper auf den Prüfstand gestellt, darunter vier Up-&-Down-Stepper, drei Swing-Stepper und zwei 2-in-1-Stepper. Zwei Stepper im Test erreichen die Note „Sehr gut“: der AsVIVA Mini-Stepper ST1 (etwa 60 Euro, hier erhältlichAsVIVA Mini-Stepper ST1 bei Amazon) und der Mini-Stepper von Kettler (ab 85 Euro, hier erhältlichMini-Stepper von Kettler bei Amazon). Hier lesen sie den vollständigen Test.

Stiftung Warentest hat in Ausgabe 1/2015 Ergometer für zu Hause getestet, darunter neun Standergometer und zwei Liegeergometer für Senioren und Menschen mit Rücken- oder Nackenbeschwerden. Testsieger mit der Note „Gut“ wurde das teure Liegeergometer Kettler RE7 (um 1.500 Euro, hier erhältlichKettler RE7 bei Amazon). Platz 2 teilen sich die Standergometer Finnlo Exum III (um 485 Euro, hier erhältlichFinnlo Exum III bei Amazon) und Kettler E3.

Foto: Teodororoianu | Dreamstime.com

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Das Magazin Haus & Garten Test hat in Heft 2/2012 vier Laufbänder für den Heimgebrauch getestet, davon erreichten zwei die Gesamtnote „Gut“. Testsieger wurde das Life Fitness F1 Smart (um 2.200 Euro, hier erhältlichLife Fitness F1 Smart). Auf dem 2. Platz landete das Kettler Track Performance (um 1.700 Euro, hier erhältlichKettler Track Performance ).

Auch das ETM Testmagazin (2/2012) hat Laufbänder getestet. Insgesamt 13 neue Modelle für den Heimgebrauch wurden verglichen. Testsieger wurde das Livestrong LS 12.9T (Note „Sehr gut“). Platz 2 ging an das Taurus T9.5 (Note „Gut“, um 2.500 Euro, hier erhältlichTaurus T9.5 bei Amazon). Das Cardiostrong TX-50 (Note „Gut“, um 1.800 Euro, hier erhältlichCardiostrong TX-50 bei Amazon) landete auf dem 3. Platz im Vergleich.

In Heft 1/2007 untersuchte Stiftung Warentest unter anderem Mini-Stepper. Auf Platz 1 landete der Alex 8100 (Note „Gut“). Der Bremshey Step up CP fand sich auf Platz 2 ein, gefolgt vom Kettler 7873-600 (jeweils Note „Gut“).

Was Sie beim Kauf der Fitnessgeräte beachten sollten

Beim Sport zu Hause steht neben Spaß, Muskelaufbau und Kalorienverbrauch auch die Sicherheit im Vordergrund. Achten Sie beim Kauf der Geräte daher auf folgende Details:

  • Gerade große Geräte sollten sehr standsicher und stabil sein.
  • Das GS-Siegel des TÜVs zeigt geprüfte Sicherheit, auch über das CE-Siegel sollten die Sportgeräte verfügen.
  • Hochwertige Geräte bieten verschiedene Trainingsstufen für Anfänger und Fortgeschrittene.
  • Ein gut lesbares Display sollte Herzfrequenz, Trainingsdauer, Kalorienverbrauch und weitere Messwerte anzeigen.
  • Beachten Sie außerdem, für welches Körpergewicht die Fitnessgeräte zugelassen sind.
  • Ein Handbuch mit Trainingstipps sollte beim Fitnessgerät dabei sein.

Tipps für das Fitnesstraining zu Hause

Das Fitnesstraining zu Hause hat unbestreitbare Vorteile: Sie können zu jeder Tages- und Nachtzeit trainieren, es fallen keine zusätzlichen Kosten für ein Fitnessstudio an und Sie können Ihren ganz persönlichen Trainingsplan zusammenstellen. Vielen Menschen fällt es nach der anfänglichen Begeisterung allerdings schwer, sich dauerhaft zum Sport zu Hause zu motivieren. Diese Tipps helfen:

  • Vielen fällt es leichter, regelmäßig zu trainieren, wenn der Sport zur Routine wird. Legen Sie daher feste Zeiten für Ihre Trainingseinheiten fest und halten Sie sich daran.
  • Setzen Sie sich Ziele, die Sie erreichen möchten. Nehmen Sie sich zum Beispiel vor, Ihr Trainingspensum von Woche zu Woche um 10 % zu steigern. Erreichen Sie Ihre Ziele, erfüllen Sie sich einen kleinen Wunsch. Ganz wichtig: Ihre Ziele müssen realistisch sein. Unrealistische Ziele frustrieren nur.
  • Sorgen Sie für das richtige Trainingsumfeld: Schalten Sie das Handy ab, erbitten Sie sich Ruhe von Familie und Freunden und legen Sie Musik auf, die Sie motiviert.
  • Führen Sie ein Trainingstagebuch, in dem Sie alle Ihre Trainingseinheiten und eventuell Kalorienverbrauch und Gewichtsverlust bzw. Muskelaufbau eintragen. Ihre Erfolge zu sehen, motiviert.

Fazit: Beachten Sie beim Kauf einige Sicherheitshinweise und können sich regelmäßig motivieren, ist das Training zu Hause eine echte Alternative zum Fitnessstudio. Für jeden Trainingszweck findet sich dabei das passende Gerät.

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